Dachwohnung - Luftzug unter Fussleiste

  • Hallo Zusammen!


    Ich habe eine Frage an die Bauexperten. Vor ca 1 Jahr bin ich in meine Eigentumswohnung eingezogen. Es handelt sich dabei um eine Wohnung auf 2 Ebenen, quasi mit ausgebautem Spitzboden. Auf der unteren Ebene haben die Kinderzimmer u das Wohnzimmer jeweils eine Schräge und diese ist natürlich mit Rigips verkleidet. Unten befindet sich dann eine Fussleiste. Wenn es stürmt, dann merke ich einen Luftzug am Boden, dort wo Laminat, Fussleiste u Gipskartonplatte zusammenstossen. Wenn ich nahe der Leiste auf den Boden drücke, ist der Zug etwas deutlicher zu spüren, da sich der Abstand zwischen Boden u Leiste durch den Druck ein bisschen vergrößert. Ich weiß leider nicht was ich davon halten soll. Ist das so angedacht weil gut gegen Schimmelbildung, da die Luft zirkuliert? Ist es Pfusch? Hatte schon überlegt die Leisten zu entfernen, Silikon hinzuschmieren u die Leisten wieder zu befestigen. Aber das ist ja auch Pfusch. Ich bin da totaler Anfänger u hab echt keine Ahnung.

    Das Haus wurde 1999/2000 gebaut.

    Wäre super, wenn ihr mir einen Tipp geben könnt.


    Ich habe ein Bild angehängt, mit der Seite eines Kinderzimmers, bei dem auch ein Luftzug am Boden an der Leiste zu spüren ist.


    Danke schon mal.

    Viele Grüsse, Boerni

  • Hallo.

    Danke erstmal für die Reaktionen.


    Kann ich da was machen? Dachte an Silikon hinter der Fussleiste, aber auf Schimmel hab ich keine Lust.



    Viele Grüsse

  • Wenn die luftdichte Ebene hinter dem mit Gipskarton verkleideten Drempel und den Dachschrägen ordnungsgemäß ausgeführt ist, sollten auch bei Sturm keine Zuglufterscheinungen an der beschriebenen Stelle entstehen und dies selbst dann, wenn die auf den Sparren verlegte USB nicht winddicht sein sollte, z.b. weil deren Überlappungen nicht verklebt worden sind. Denn bei fehlender Winddichtigkeit wird zwar die Dämmung von Außenluft durchströmt und ausgekühlt. Die Außenluft sollte dann aber durch die raumseitige luftdichte Ebene am Eintritt in den Raum gehindert werden.


    Fehlt es an der Luftdichtheit, dann tritt nicht nur Außenluft ein, sondern es kann in umgekehrter Richtung feucht-warme Raumluft in die gedämmte Dachkonstruktion eindringen, wo sie am Taupunkt als Kondensat ausfallen und die Konstruktion durchfeuchten kann. Dort könnte dann Schimmel und gegebenenfalls mehr entstehen.


    Zu klären wäre also, sofern die Zuglufterscheinung auf eintretender Außenluft beruht, wo die luftdichte Ebene ist und ob sie Leckagen hat. Das könnte man klären durch einen Blower-door-Test mit Leckageortung. Hierzu wäre wahrscheinlich eine Öffnung der Gipskartonverkleidung erforderlich. Die luftdichte Ebene besteht entweder aus OSB-Platten oder aus einer dampfbremsenden Folie. Diese müssen am Boden, an den Wänden, allen Öffnungen ( z.B. Fenstern ), Stößen und Durchdringungen luftdicht angeschlossen sein.


    Lies hier:


    Grundlagenwissen Luftdichtheit und Luftdichtheitsmessung [ ]

  • Hallo Zusammen!

    Danke erstmal für eure Zeit und eure Antworten.


    Ich werde schon nicht ersticken :-)


    Der Luftzug ist jetzt nicht sehr stark, aber es ist merklich spürbar. Ich vermute, dass die Dampfsperre hier nicht korrekt verbaut wurde. Ich werde das mal an die Hausverwaltung weitergeben, damit die jemanden schicken, der sich damit auskennt und mit Hilfe eurer Meinungen kann ich da dann auch etwas mitreden.


    In erster Linie hätte ich hier durch Silikon erstmal den Zug gestoppt. Denn die Mühlen unserer Hausverwaltung stehen so gut wie still. Da muss man schon paar mal nachtreten. Habe aber wie schon erwähnt schiss, dass dann ggf. feuchte Luft dort hängen bleibt und sich dann hinter der Gipskartonwand Schimmel bildet.


    Beim Nachbarn, der auf der selben Etage wohnt, zieht es angeblich nicht, aber das glaub ich nicht. Es ist dieselbe Seite, dasselbe Dach.


    Für jeden weiteren Tip bin ich sehr dankbar. Ich melde mich, wenn es was Neues gibt.


    Euch einen schönen Tag, Börni