Risse im Sockel

  • Hallo zusammen,


    ich hoffe ich bin mit meinem Thema hier richtig im Forum.

    Wir haben letztes Jahr unser 100Jahr altes Haus Kernsaniert. Vor der Sanierung sind mir Risse im Sockel aufgefallen. Ein Kleiner an der Giebelseite und zwei größere an der Vorder.- und Rückseite. Die zwei größere scheinen zusammen zugehören, da auch in EG sich am Boden eine Veränderung abzeichnet. Der Parkettboden scheint sich leicht gesenkt zu haben. Ich hatte dann Gibsmarker angebracht. Nun hatte ich schon 2015 einen Maurermeister da, der sich die Sache angeschaut hat und meinte, dass wäre alles halb so schlimm. Denn es war, nach ca. 6 Monaten, jeweils nur ein Haarriss zu sehen und die Setzungen wären abgeschlossen.

    Zwei Jahre später haben wir begonnen zu Sanieren. Als es ans Haus verputzten ging wurde bei einer Begehung auch der Sockel inspiziert. Auch hier war von allen Beteiligten (Statiker, Projektleiter und Gibsermeister) die Aussage, die Setzungen seien Abgeschlossen. Es werde nun Acryl in den Riss gespritzt und ein Gewebe eingespachtelt.

    So weit so gut… nun sind nach ca. 6 Monaten wieder Risse wieder aufgetreten! Bei einem Orstermin wurde gesagt, dass wir ja Veränderungen an dem Gebäude vorgenommen haben. Auf Grund der zusätzlichen Isolierung und neuer Dachstuhl wurde das Gewicht / m² erhöht und somit werden die Setzungen wieder beginnen.

    Zu dem Haus sei noch zu sagen, dass es nur zum Teil unterkellert ist. Der Keller ist noch von dem vorherigen Haus, was vor 100 Jahren abgerissen wurde. Die besagten Risse treten ca. 3m von der Giebelwand auf. Der Keller beginnt erst ca. 5m von der Giebelwand. Das Haus befindet sich im Rheingraben, das bedeutet es könnte kiesiger Untergrund sein und liegt direkt an der Straße. Auch sieht es so aus, dass das Haus sich nicht an der Giebelwand senkt, also nach vorne ansinkt, sondern da wo die Risse auftauchen. Auch sind keinerlei Risse in der Wand sichtbar.

    Mir wurde empfohlen eine „Sollbruchstelle“ in den Sockel einarbeiten zu lassen. Da die Risse nie verschwinden werden, hieß es. So ist es bei einem alten Haus…usw..

    Was kann ich jetzt machen? Sind diese Risse auf lange Sicht unbedenklich und nur rein Kosmetisch zu betrachten? Ich möchte mir auf jeden Fall noch eine zweite Meinung einholen. Wobei es schwer sein wird momentan Handwerker zu bekommen.


    Gruß Tommy

  • Risse in einem alten Haus sind möglich.

    sogar in einem heute noch neuem Haus würde ich in 100 Jahren Risse (die sich dann ggf. dauerhaft manifestieren) nicht ausschließen...


    ich will sagen: wir kennen zwar die örtliche Situation nicht (wäre aber für eine qualifizierte Aussage erforderlich), aber es kann ggf. viel Aufwand bedeuten, ein solch altes Haus mit unbekannten Baugrundverhältnissen dauerhaft rissefrei zu halten...