Bauarbeiter werden - nicht nur bei Großprojekten - oft nicht fair bezahlt

  • Es gibt einige Branchen die nur so funktionieren, die Baubranche ist da keine Ausnahme.

    Es ist auch hinlänglich bekannt, dass gerade Bauprojekte gerne genutzt werden um illegale Gelder zu waschen, und nicht vergessen, je mehr Geld im Spiel ist um so höher ist auch die kriminelle Energie.


    Das beginnt schon im Kleinen, selbst bei EFH, und steigert sich natürlich bei Großprojekten. Man muss doch nur mal im Frühjahr mit offenen Augen durch die Neubaugebiete ziehen, da sind Trupps unterwegs die klopfen an jede Tür und fragen ob es Arbeit gibt.....und so mancher Häuslebauer greift zu.

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  • Hier in der Nähe verlegt ein holländischer Netzbetreiber mit deutschem Namen in Händen eines amerikanischen Investors Glasfaser...
    Die "Malocher" sind eine bunt gemischte Truppe, hauptsächlich aus Ost- und Südosteuropa. Die haben von deutschen Normen im Straßen-und Tiefbau mal so überhaupt keine Ahnung. Aber was will man bei Stundenlöhnen ganz weit unter 10€ auch erwarten...
    #Katastrophe

  • Müssen ausländische Firmen nicht in Deutschland deutsche Tarife zahlen?

    Klar. Genauso wie Arbeitszeitgesetze einzuhalten sind. In meinem Job zum Beispiel, bei Arbeitseinsatz nachts durch Bereitschaft, Ruhezeiten bis zum regulären Arbeitsbeginn einzuhalten.

    Leider unterscheiden sich Gesetze und Wirklichkeit sehr oft.

  • Beitrag von Kater432 ()

    Dieser Beitrag wurde von Skeptiker aus folgendem Grund gelöscht: Löschwunsch des Erstellers ().
  • Hier in der Nähe verlegt ein holländischer Netzbetreiber mit deutschem Namen in Händen eines amerikanischen Investors Glasfaser...
    Die "Malocher" sind eine bunt gemischte Truppe, hauptsächlich aus Ost- und Südosteuropa. Die haben von deutschen Normen im Straßen-und Tiefbau mal so überhaupt keine Ahnung. Aber was will man bei Stundenlöhnen ganz weit unter 10€ auch erwarten...
    #Katastrophe

    So wie die Fachfirma die bei uns in berlin die beiden 110kV Kabel durchgebohrt hat 😉

  • So wie die Fachfirma die bei uns in berlin die beiden 110kV Kabel durchgebohrt hat 😉

    Die "Fachfirma" für Spezialtiefbau ist ein alteingesessenes deutsches, ja geradezu gefühlt "einheimisches" Berliner Unternehmen und gehört schon länger zu einem Österreichischen Baukonzern.


    Nach den ersten Medienberichten waren die Arbeitnehmer am Gerät nicht die eigentlichen Verursacher, sondern eher eine mangelhafte Arbeitsvorbereitung durch die Leute, die allenfalls mit weißem Helm auf der Baustelle unterwegs sind. Zumindest erscheint das momentan als sehr wahrscheinlich.


    in kurzen Sätzen mit große Buchstaben in der BZ

    in längeren Sätzen mit ganz vielen kleinen Buchstaben im Tagesspiegel

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Off-Topic:

    Berlin hatte schon früher eines der schlechtesten Netze auf dem Gebiet der DDR.

    Während hier in Magdeburg bis hinunter zum 10-kV Kabel überall der einfache Störungsfall beherrscht wird, weil alle Leitungen im offenen Ring betrieben werden, hat Berlin nach wie vor ein fast reines Strahlennetz mit dem Totalausfall aller Abnehmer hinter der Schadensstelle. Ein "Ersatzkabel" parallel zum Hauptkabel ist so ziemlich das Dümmste, was man zur Vorsorge machen kann.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Hinterher und aus der Ferne wissen es natürlich immer alle besser. Die Kabel waren anscheinend zur Vorbereitung der Arbeiten schon vor Jahren in einen vermeintlich sicheren Bereich verlegt worden. Die betroffene Altstadt von Köpenick liegt auf einer echten von Wasser umgebenen Insel. Dorthin führen auch Kabelwege nur über Brücken. Und an drei der vier Brücken soll jetzt planmäßig gleichzeitig gebaut werden.


    Ich habe den Artikeln entnommen, dass regelwidrig ohne Trassenkenntnis gebohrt wurde.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Das regelwidrige Bohren, mit dem immer zu rechnen ist, ändert nichts am Prinzip, die Redundanz vom Original zu trennen. Die darf auch nicht vom gleichen Umspannwerk gespeist werden.

    Das hat nichts mit Besserwisserei zu tun, sondern mit einer seit Jahrzehnten bekannten Schwachstelle berliner Energieversorgung.

    In einem Ringnetz hätte es max. eine Stunde gedauert, das defekte Kabel freizuschalten, zu erden und kurzzuschließen und die versorgten Umspannwerke und Ortsnetzstationen von der anderen Seite wieder zu versorgen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Das regelwidrige Bohren, mit dem immer zu rechnen ist, ändert nichts am Prinzip, die Redundanz vom Original zu trennen. Die darf auch nicht vom gleichen Umspannwerk gespeist werden.

    Das hat nichts mit Besserwisserei zu tun, sondern mit einer seit Jahrzehnten bekannten Schwachstelle berliner Energieversorgung.

    In einem Ringnetz hätte es max. eine Stunde gedauert, das defekte Kabel freizuschalten, zu erden und kurzzuschließen und die versorgten Umspannwerke und Ortsnetzstationen von der anderen Seite wieder zu versorgen.

    Das Umspannwerk Landjägerstrasse in Köpenick, was ausgefallen war, wurde in einer Ringleitung versorgt, also mit 2x 110oB angefahren, einmal vom UW Gelnitzstrasse, was nördlich liegt vom ausgefallenen UW. Da ist der beste Weg für das 110kV Kabel über die Salvador Allende Brücke. Das andere 110kV Kabel führt zum UW Laufenerstrasse in Oberschöneweide. Da sind die dummerweise vom ausgefallenen UW auch direkt nördlich über diese Brücke im dann nach links zu UW Laufenerstrasse zu gehen. Logischerweise und sinnvoll für eine Redunanz (auch um sows vorzubeugen) wäre der Weg über die Brücke am Schloss Köpenick und dann noch oben zur "an der Wuhlheide" dann wäre etwas nicht passiert. Da hätte es heutzutage keine Unterbrechung gegeben.