Küchen - AB - luftanlage / - haube

  • Aus verschiedensten Gründen empfehle ich Abluftanlagen, wo sie sich mit vertretbarem Aufwand bzw. überhaupt realisieren lassen. Im Geschosswohnungsbau, den wir in B überwiegend haben, sind sie meist grundsätzlich nicht realisierbar, oder nur nach oben über Dach. Das habe ich bereits zweimal leicht unterschiedlich gemacht. In beiden Fällen verlaufen die Leitungen jeweils mit einem horizontalen Verzug von einem Meter ca. 4 bzw. 6 Meter vertikal.


    An sich wäre das fein - wenn es nicht aus beiden Anlagen gelegentlich im Winter unten heraustropfen würde. Beide Anlagen wurden von unterschiedlichen TGA-Planern geplant und von unterschiedlichen Installateuren gebaut. Dachdichtigkeit wurde geprüft: Dicht. Es dürfte sich, da das Problem auf Dezember bis Februar begrenzt ist, um Kondensat handeln. Beide Anlagen haben eine Kondensatabführung für den Bereich über Wärmedämmebene + ca. 1 m. Beide Bauherrn haben sich damit irgendwie arrangiert.


    Bei mir steht wieder eine Ablufthaube an - im Dachgeschoss nach oben, Leitungslänge rein vertikal ca. 2 m, Kondensatabführung erstmal nicht möglich.


    Ideen, was man besser machen kann? Eine Begleitheizung würde ich gerne vermeiden.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Bessere Dämmung im Kaltbereich würde mir dazu nur einfallen.

    Ich habe eine ähnliche Konstellation, allerdings mit Warmdach und nur 50 cm über der Dämmebene. Kondensatanfall Null. Allerdings ist an die gleiche Leitung neben der Ablufthaube noch ein licht- und feuchtegesteuerter Abluftventilator für ein innenliegendes WC angeschlossen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Bessere Dämmung im Kaltbereich würde mir dazu nur einfallen.

    Im schlimmeren der beiden Fälle gute 2,5 m durch den Außenbereich um vertikale Distanz zu einem Aufenthaltsbereich zu bekommen. Könnte man dämmen, würde dabei abartig dick und für den Aufenthaltsbereich unangenehm sichtbar.

    Kondensatanfall Null.

    So soll es sein! :thumbsup: Gut, genau um die Konstellation würde es im aktuellen Projekt auch gehen. Dann mach ich mir da gleich weniger Sorgen.

    Allerdings ist an die gleiche Leitung neben der Ablufthaube noch ein licht- und feuchtegesteuerter Abluftventilator für ein innenliegendes WC angeschlossen.

    Die haben doch meist keine sonderliche Förderleistung, oder?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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    Einmal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: 2 Sätze ergänzt.

  • Bei mir steht wieder eine Ablufthaube an - im Dachgeschoss nach oben, Leitungslänge rein vertikal ca. 2 m, Kondensatabführung erstmal nicht möglich.


    Ideen, was man besser machen kann? Eine Begleitheizung würde ich gerne vermeiden.

    Wir hatten ein aehnliches Problem mit einer Abluftfuehrung in etwas groesseren Massstab (MRA ueber Dach). Hier wurde eine Art "Sammelrinne" oder "Auffangrinne" im Rohrinneren konstruiert. Funktioniert im Fall einer Kuechenabluft wahrscheinlich nicht, da Erreichbarkeit fuer Reinigung, Ableitung Kondenswasser usw. kaum realisierbar sind. Eine Idee waere eine Art Rueckstauklappe im Abluftzug, die bei Nichtbenutzung des Luefters Kalt-/Warmbereich trennt. Ansteuerung und Ueberwachung muesste simultan mit Kuechenabzug geschehen. Ob man dafuer eine Aussenwandklappe "umschulen" koennte, weiss ich nicht.

  • Der Installateur hat an das Ende des Verzugs unter dem kalten oberen Leitungsstück ein T-Stück eingebaut, das nach unten nach 10 cm stumpf endet und hier eine Kondensatabführung zum Abwasser hergestellt - wenn ich mich recht erinnere. Ich könnte dem Nutzer ja mal empfehlen, den Ablauf auf Durchgang zu testen.


    Aus dem gewerblichen Küchenbau habe ich als Zaungast gelernt Küchenabluft möglichst wenig „Kondensationspunkte“ zu bieten. Die mir bekannten Hauben haben noch einmal eine Rückschlagklappe und eine Sammelrinne integriert, die beiden bereits laufenden Anlagen nach Bauherrenaussage auch.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Die haben doch meist keine sonderliche Förderleistung, oder?

    Die Fördermenge des WC-Lüfters liegt bei ca 100 m3/h. Aber der läuft deutlich öfter und länger als die Ablufthaube und die Pressung reicht aus, bei Parallelbetrieb gegen den Abluftstrom der Küche zu fördern.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Beide Anlagen haben eine Kondensatabführung für den Bereich über Wärmedämmebene

    Das kann u.U. schon zu hoch angesetzt sein, da sich beim Kochen auch Kondensat an raumwarmen Oberflächen sammeln kann. Zum Beispiel im Rohr unterhalb des Dachraumes / unterhalb des Dachgeschosses, da die Abzüge auch Siededampf abführen.

    Hier bräuchte es eine zweite Kondensatabführung knapp über dem Lüfter.


    Ich würde bei derartigen Leitungswegen und -längen zu einem gut gedämmten Kunststoffrohr tendieren, um die Kondensatmenge zu reduzieren.


    Wenn die Abluftrohre oben offen sind kann im Winter die kalte Luft in den Rohren nach "unten fallen", sprich die Wärme entweicht und das Rohr und die Dämmung werden 'kalt'. Dann kann u.U. eine kurzzeitige Nutzung (5-Minuten-Ei) zu kurz sein, um das Rohr ausreichend zu erwärmen. Ein "Deckel" auf dem Rohr - ähnlich wie bei US-Trucks - kann helfen, den Wärmeabfluss aus dem Rohr zu begrenzen, führt aber auch dazu, dass kaum noch langsam nachströmende Luft aus der Kaminwirkung eine Trocknung herbeiführen kann.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • An sich wäre das fein - wenn es nicht aus beiden Anlagen gelegentlich im Winter unten heraustropfen würde.

    Das Problem ist glaube ich sogar allen Küchenverkäufern geläufig.

    Ein "Deckel" auf dem Rohr - ähnlich wie bei US-Trucks - kann helfen, den Wärmeabfluss aus dem Rohr zu begrenzen, führt aber auch dazu, dass kaum noch langsam nachströmende Luft aus der Kaminwirkung eine Trocknung herbeiführen kann.

    Mit oder ohne Deckel, entsteht da überhaupt Kaminwirkung? Was oben raus soll, muss unten nachstömen und auch noch den Widerstand des Fettfilters überwinden. Außerdem würde jede KWL sofort ihrer Funktion beraubt, was offensichtlich nicht so ist.


    Der Deckel könnte theoretisch etwas helfen, weil die Luft im Rohr nur noch auf Raumtemperatur oder etwas darunter abkühlen kann. Allerdings kann er nicht verhindern, dass der heiße Dampf auch schon an 20°C warmen Rohren kondensiert.


    Ein "Bypass", der mehr oder weniger ständig warme Luft ins Abgasrohr bläst, könnte Abhilfe schaffen. Aus energetischen Gründen halte ich sowas aber für Unsinn.


    Man wird wohl oder übel mit ein bisschen Kondensat leben müssen. So große Mengen dürften das nicht sein, sondern eher etwas lästig, wenn immer mal ein fettiger Tropfen auf dem Kochfeld ist.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Man wird wohl oder übel mit ein bisschen Kondensat leben müssen. So große Mengen dürften das nicht sein, sondern eher etwas lästig, wenn immer mal ein fettiger Tropfen auf dem Kochfeld ist.

    So stellt sich das bei den beiden bisherigen Fällen dar. Die Dritte Auftraggeberin ist aber eine besonders empfindliche. Ich werde sie entsprechend informieren.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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