Entwässerungsplan Einfamilienhaus

  • Guten Tag


    Ich mache eine Ausbildung(1.LJ) zum Bauzeichner. Als "Hausaufgabe" haben wir den Auftrag bekommen, einen Entwässerungsplan für ein Einfamilienhaus zu erstellen.

    Aktuell frage ich mich, ob die Abwasserleitungen, die das "Schmutzwasser" aus dem Haus führen, lieber so schnell wie möglich aus dem Haus in den Garten geleitet werden sollten, um mögliche Schäden kostengünstiger zu sanieren (Bodenplatte, Laminat etc. müssen nicht aufgerissen werden) oder die Leitungen einfach durchgehend unter der Bodenplatte zu führen, so wie es meistens dargestellt wird.

    Über ausführliche Antworten würde ich mich sehr freuen.

    "Die Zukunft bauen, heißt die Gegenwart bauen. Es heißt, ein Verlangen erzeugen, das dem Heute gilt."
    Antoine de Saint-Exupéry

  • Die guten Leute führen Abwasserleitungen direkt so schnell es geht nach außen. Die gemütlichen nehmen einfach den kürzesten Weg. Es ist eine Abwägung zwischen kürzestem und vernünftigstem Weg und auch eine Herausforderung für den Planer Nassräume so zu legen, dass das Abwasser in möglichst kleinem Bereich zusammen kommt, um dieses dann schnell aus dem Haus zu leiten.


    Wenn Du jetzt für Deine Aufgabe einen wirren Hausplan bekommst mit quer verteilten Fallleitungen, kannst Du deinem Dozenten vorwerfen, dass er kein guter Entwerfer ist. ;)


    PS: Wusste gar nicht, dass es den Ausbildungsberuf des Bauzeichners noch gibt, in Zeiten wo die Ingenieure... äh... Batchelors of Art, oder so ähnlich, eh alles gleich direkt ins CAD rein hauen... :)

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Frau Maier Vielen Dank für die zügige Antwort. :-)

    Die guten Leute führen Abwasserleitungen direkt so schnell es geht nach außen. Die gemütlichen nehmen einfach den kürzesten Weg. Es ist eine Abwägung zwischen kürzestem und vernünftigstem Weg und auch eine Herausforderung für den Planer Nassräume so zu legen, dass das Abwasser in möglichst kleinem Bereich zusammen kommt, um dieses dann schnell aus dem Haus zu leiten.


    Wenn Du jetzt für Deine Aufgabe einen wirren Hausplan bekommst mit quer verteilten Fallleitungen, kannst Du deinem Dozenten vorwerfen, dass er kein guter Entwerfer ist. ;)


    PS: Wusste gar nicht, dass es den Ausbildungsberuf des Bauzeichners noch gibt, in Zeiten wo die Ingenieure... äh... Batchelors of Art, oder so ähnlich, eh alles gleich direkt ins CAD rein hauen... :)

    "Die Zukunft bauen, heißt die Gegenwart bauen. Es heißt, ein Verlangen erzeugen, das dem Heute gilt."
    Antoine de Saint-Exupéry

  • Dieser Fall ist klar in der DIN 1986-100 geregelt. Relevante Informationen in der Fachliteratur/ Tabellenbücher/ Formelsammelungen zu finden ist übrigens Teil deiner Hausaufgabe und auch deines Berufsbildes ;)

  • Die guten Leute führen Abwasserleitungen direkt so schnell es geht nach außen.

    Die gemütlichen nehmen einfach den kürzesten Weg.

    Auch nach zehnmaligem Lesen verstehe ich den Unterschied nicht! Vielleicht bin ich sprachlich einfach zu „norddeutsch“?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Die gemütlichen nehmen einfach den kürzesten Weg.

    Das sind dann ahnungslose Ignoranten! Am besten noch nicht fäkaliengeignete Rückstauklappe in einer WC Abflußleitung!

    Entsprechende Norm s.o. (Bombeere)

    An sonsten waren Zeichner für mich immer Leute, die niederlegten, was andere in Skizzenform vorgegeben hatten und nicht eigenständige Planer.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Guten Tag und vielen Dank für die Antworten.


    Brombeerdone Das stimmt und ich habe den Anspruch an mich, das weitestgehend so zu handhaben. Ich habe die Ausbildung zum 01.02 begonnen, also vor knapp 2 Wochen (ein halbes Jahr später als die anderen). Ich gebe aktuell mein Bestes, um die Einstiegs- und Aufholphase so kurz wie möglich zu gestalten und mir die Ermittlung von Fakten und Sachverhalten weitestgehend einzuprägen. Vielen Dank, dass sie mir den Hinweis gegeben haben, wo ich die von mir gesuchte Information erhalten kann.


    SirSydom Vielen Dank für den Hinweis. Ich werde es in Zukunft unterlassen.

    "Die Zukunft bauen, heißt die Gegenwart bauen. Es heißt, ein Verlangen erzeugen, das dem Heute gilt."
    Antoine de Saint-Exupéry

  • SirSydom .. danke für TOFU - den begriff kannte ich noch nicht.


    @all .. der fragesteller ist grad mal in der Ausbildung - und zwar nicht zum entwässerungsplaner, sondern zum Bauzeichner Tief-, Straßen- und Landschaftsbau .. 1. lehrjahr .. woher ich das weiss? lesen und so ..

    insofern deutet die fragestellung auf eher überdurchschnittliche beschäftigung mit der aufgabe - real wird´s vielleicht nur um **irgendeine** zeichnerische darstellung nach 1986-100 und nicht um die planung gehen.


    wenn ich mich an meine jüngeren bodenplatten und den salat da drunter erinnere, gehts vorrangig NIE um die frage

    • leitungen bündeln und einen strang rausführen oder
    • leitungen so schnell wie möglich rausführen

    sondern darum

    • wo ist der kanalanschluss
    • wie kommt man da sicher (gefälle, rohrführung) und auch frostsicher hin
    • wie geht das einfach und ggfs. revisionierbar

    wenn auf der bodenplatte kein platz für die verrohrung ist (normalfall), dann wird bei gedrungener bodenplattengeometrie alles was geht zusammengefasst und in einem strang rausgeführt, bei langen bodenplatten wird der hauptstrang eher draussen liegen - so jedenfalls die von mir beobachtete tga-ler-praxis.

  • @Ralf: Naja, mitdenkende Bauzeichner sind durchaus erwünscht. Die Leute zeichnen nicht einfach nur stupide ab. ;)

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...