autofreies Wohnen / Leben

  • Was den Nahverkehr in die Fläche angeht ist Karlsruhe auch ein gutes Beispiel.

    und trotzdem sind die Zufahrtstraßen nach K´he jeden Morgen und jeden Abend voll bis zum Anschlag, und das seit Jahrzehnten,.

    Zudem hat man in den letzten Jahren versucht die Zufahrten für PKW ständig unattraktiver zu machen, was dazu führt(e), dass sich die Autos nun jeden Morgen über x Kilometer stauen, noch schlimmer als jemals zuvor.



    Woran das liegt? Vielleicht z.B. daran:

    Die Schweiz muss zwangsläufig mehr Geld pro Person investieren, weil sie die Kosten auf viel weniger Menschen umlegen muss. In der Schweiz leben gerade mal knapp 8,5Mio Menschen. Ich bestreite nicht, dass die Schweiz ein dichtes Schienennetz hat, die Netzdichte (m/km²) ist aber bestenfalls 10% höher als in DE, betrachtet man die Schienennetze in städtischen Regionen, anstatt über die ganze Landesfläche, dann zeigt sich gar kein großer Unterschied.

    Die Netzdichte in DE ist viel besser als oftmals behauptet wird, davon könnten sich viele Länder eine Scheibe abschneiden, und das obwohl in den letzten 20 Jahren mehr Streckenkilometer stillgelegt wurden als das komplette schweizer Schienennetz umfasst.


    Vergleicht man nun die Bevölkerungszahl und Fläche und setzt diese in Bezug zu den Schienen- und Straßenkilometern, dann wird man unweigerlich feststellen, dass es da keine großen Unterschiede zwischen DE und CH gibt.


    Das könnte man jetzt noch erweitern auf Personenkilometer, Verkehrsaufkommen usw.


    Man muss sich also die Frage stellen, ob sich das Problem lösen lässt, indem man mehr Schienenkilometer baut. Denkt man etwas nach, dann wird man feststellen, dass es daran nicht liegen kann. Man kann nicht jedes Dorf, jedes Haus, an ein Schienennetz anbinden, weder in DE noch in der Schweiz.


    EIn Konzept das ausschließlich auf ÖPNV setzt würde aktuell weder in der Schweiz noch in DE funktionieren.


    Wir sind einer Lösung also keinen Schritt näher.

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  • Muss es eine „ganz oder gar nicht“ Lösung sein?

    Muss es eine „nur auf diesem Weg“? Lösung geben?

    Kann es das überhaupt?


    Oder sollte man nicht einfach mal schauen , wo kann man bei sich selbst in kleineren oder größeren Schritten in eine CO2 ärmere oder auch plastikvermeidende Richtung gehen?


    Zu Plastik beim Metzger/Käser schreibe ich noch was.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • EIn Konzept das ausschließlich auf ÖPNV setzt würde aktuell weder in der Schweiz noch in DE funktionieren.

    Das will doch auch keiner. Es gibt nicht nur schwarz oder weiss.

    Insofern kann ich deine darauf aufgebaute Argumentationskette in keiner Weise nachvollziehen.

  • Das könnte man jetzt noch erweitern auf Personenkilometer, Verkehrsaufkommen usw.

    meinen link hast du leider nicht gelesen. Schweizer nutzen mehr als doppelt soviele Personenkilometer auf der Schiene.

    Und ja, das liegt am besseren Netz (das nicht unbedingt dichter sein muss, es muss nur besser funktionieren,und das tut es auch!!).

    Beispiel Stuttgart: da will die Politik angeblich auch immer mehr Menschen zur Nutzung des ÖPNV ermutigen, aber was tut sie dafür? Nahezu nichts. Die S-Bahnen sind komplett am Limit, zur Rush-Hour hoffnungslos überfüllte Bahnen. Von Ausfällen und Verspätungen gar nicht mal zu reden. Man bräuchte dringend eine zweite S-Bahn Röhre durch die Stadt. Stattdessen wird der Bahnhof unter die Erde gelegt, weil sich dann Grundstücke zu Geld machen lassen. Völlig verrückt.

  • meinen link hast du leider nicht gelesen. Schweizer nutzen mehr als doppelt soviele Personenkilometer auf der Schiene.


    Den link hatte ich schon gelesen. Da war aber von Personenfahrten die Rede.

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  • Vielleicht noch als Ergänzung, die Anzahl der Personenfahrten sagt nicht viel darüber aus, wie intensiv ein Netz genutzt wird, deswegen hatte ich die Personenkilometer genannt.


    Ein Vergleich DE mit CH ist schwierig, da die Schweiz deutlich kleiner ist. Betrachtet man die Ausgangslage dieser Entwicklung, also vor sagen wir mal 30-40 Jahren, dann waren diese in den beiden Ländern auch völlig unterschiedlich. Man hat damals richtigerweise in die Schiene investiert sonst wäre der Schienenverkehr völlig in der Bedeutungslosigkeit verschwunden.


    Man könnte die Schweiz vielleicht mit BaWü vergleichen, und Zürich mit ca. 400.000 Einwohnern liegt von der Anzahl der Bevölkerung in der Größenordnung von Karlsruhe mit Umland (305.000 + ca. 130.000) ist aber deutlich kleiner als beispielsweise Stuttgart (ca. 630.000), und von der Struktur her völlig anders.


    VIelleicht ein anderer interessanter Punkt, da oben von Frau Maier die Stadt Karlsruhe angesprochen wurde. Dort wird ja schon seit viele Jahren heftig in Schiene investiert, trotzdem ist die Zahl der Fahrgäste von ca. 115 Mio auf etwa 106 Mio p.a. gesunken. Man könnte vermuten, dass dies durch die Unannehmlichkeiten verursacht wird, die der Umbau mit sich bringt, es könnte aber auch ein Indiz dafür sein, dass noch mehr Schienen den ÖPNV nicht unbedingt attraktiver machen. Eine neue Strecke oder ein paar neue Haltestellen bedeuten also nicht automatisch mehr Fahrgäste.

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  • Berlins "Masterplan" bis 2035 wird hier kurz beschrieben.


    Das ist für mich kein Masterplan, sondern eher ein Offenbarungseid. Noch im 2. WK war das S-Bahn-Netz um einiges länger und schneller getaktet. Das Umland war damals mit der S-Bahn um einiges besser und weiträumiger angebunden als heute. Und das wahrscheinlich nicht nur, um Wochenendausflüge nach j.w.d. zu ermöglichen.


    Die Inbetriebnahme der alten Strecken ist nun nicht einmal annähernd bis 2035 geplant. Für das Straßenbahnnetz ist im innerstädtischen Bereich kein Platz, d.h. der Ausbau führt entweder zur Reduzierung der für Kfz und Radfahrer verfügbaren Fläche, oder die Straßenbahn steht gemeinsam mit denen im Stau.


    Berlin träumt von einem "13. Bezirk", oder kleinen Teilbezirken, die aber in Brandenburg liegen sollen, weil angeblich in Berlin das Boot voll ist.


    Und das mit winzigen Tippelschritten bei der Infrastruktur. Ok, träumen ist ja i.O., aber ein Masterplan sieht anders aus.


    Insofern ist es für mich rein akademisch, vom autofreien Leben als gesamtgesellschaftliche Lösung zu träumen.


    Schon im Berliner Speckgürtel funktioniert es nicht. Mit S-Bahn-Anschluss hat man schon das große Los, auch wenn die selbst im Berufsverkehr nur im 20-min-Takt fährt und rappelvoll ist. Wer nicht fußläufig oder auf kurzen Strecken mit dem Fahrrad zum Bahnhof kommt, hat aber das Problem der zu knappen Parkplätze. Der Busverkehr ist spärlich und reicht bei weitem nicht aus, um aufs Auto verzichten zu können.


    Wo es funktionieren kann, wohl nur kleinräumig in größeren Kommunen für bestimmte Lebensentwürfe. In Berlin verzichten ja einige Leute schon aufs Auto. Würde ich bei Stellplatzmieten von 150 € p.m. wahrscheinlich auch, wenn ich das Ding nicht häufig benutzen müsste.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • ????

    Zitat: Jeder Deutsche fuhr .......


    Sorry, das hatte ich überlesen. Bin schnell nach unten im Text weil ich nach den Eurobeträgen gesucht habe, und dort fand ich auch das Zitat das mich hellhörig gemacht hat, also die Behauptung, dass man nur mehr investieren muss, und schon würden die Nutzerzahlen steigen, was mich dann zu dem Beispiel mit Karlsruhe geführt hat, wo diese Rechnung anscheinend (noch?) nicht aufgeht.


    Es ist schwierig die Verkehrssituation zu vergleichen wenn man nur die DB mit der SBB vergleicht.

    Nur mal als Beispiel, im Nahverkehr wurden in DE im Jahr 2011 (neuere Zahlen müsste ich suchen) 105 Mrd. Personenkilometer erreicht, allein das wären schon 1.280km pro Bundesbürger. Fernverkehr ist dabei noch gar nicht betrachtet.


    Allein in BaWü werden pro Werkstag mehr als 1 Mio Personen im (Schienen)nachverkehr befördert.


    Es ist also falsch zu behaupten, dass die Schweiz die Insel der Glückseeligen wäre.

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  • Es ist also falsch zu behaupten, dass die Schweiz die Insel der Glückseeligen wäre.

    das hat auch niemand behauptet.

    Ich habe lediglich behauptet, dass das Netz dort wesentlich besser und zuverlässiger ist. Der Zusammenhang mit der Investitionssumme ist offensichtlich.

  • Ich habe lediglich behauptet, dass das Netz dort wesentlich besser und zuverlässiger ist.

    Was ist daran besser? Sind die Schienen nicht so alt? Gibt es ein dichteres Netz? Reden wir von Fernverkehr? von Nahverkehr?

    Pünktlichkeit (im Fern- oder Nahverkehr)?


    Worauf ich hinaus möchte, ich bezweifle, dass durch weitere Investitionen in das Schienennetz die Anzahl der Nutzer drastisch steigen wird. Wenn dem so wäre, dann würde in der Schweiz jeder nur noch mit der Bahn fahren, aber genau das ist nicht der Fall, denn auch der Individualverkehr (PKW) ist dort noch Spitzenreiter wenn es um Personenbeförderung geht.


    DIese These wird gestützt durch das Beispiel von K´he, das ich oben genannt habe.


    So, und wenn ich mit diesen Thesen richtig liegen sollte, dann muss die Ursache eine ganz andere sein, und die oft gehörten Argumente gegen die Nutzung der Bahn wären nichts anderes als Ausreden. Damit würden dann die angeblichen Lösungen auch nicht zum Erfolg führen, vereinfacht gesagt, reine Geldverschwendung.

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  • und trotzdem sind die Zufahrtstraßen nach K´he jeden Morgen und jeden Abend voll bis zum Anschlag, und das seit Jahrzehnten,.

    Zudem hat man in den letzten Jahren versucht die Zufahrten für PKW ständig unattraktiver zu machen, was dazu führt(e), dass sich die Autos nun jeden Morgen über x Kilometer stauen, noch schlimmer als jemals zuvor.

    Ja, weil es nicht ausreicht einfach nur Bahn zu bauen. Gleichzeitig muss man auch Maßnahmen zur Reduzierung des Autoverkehrs durchführen. Ich verweise gerne auf das Beispiel Zürich! Außerdem gibt es leider nicht die vielen günstigen P&R Parkplätze an den Haltestellen außerhalb von KA. Du musst schon das ganze als Paket betrachten und nicht einzelne Punkte heraus picken und davon ausgehen, dass es nicht funktioniert, nur weil ein Punkt isoliert betrachtet für sich allein nicht funktioniert.



    Das Ganze funktioniert nicht als Handwerker. Sämtliches Material und Werkzeug lässt sich nicht zusammen mit dem ÖPNV transportieren.

    Wir sprechen vom privaten Individualverkehr. Natürlich sind Gewerbe, also Handwerker, Baustellenfahrzeuge, Lieferanten usw davon ausgenommen. Das sind sie in Zürich z.B. auch. Lediglich autonom werden diese, in meiner Vision für die ferne Zukunft, fahren und sich in die dafür vorgesehenen Parkplätzen einreihen. Der Straßenraum wird dann so aussehen, dass es eine Fahrspur geben wird, eine Standspur (zum ein- und aussteigen, oder laden und entladen), eine Fahrradspur und eine Fußgängerspur geben wird. In engen Straßen entfällt die Standspur, dann muss in diesen, wo eh nicht viel Verkehr herrscht, ein Fahrzeug eben warten, wenn einer einsteigt. Aber da eh alle vernetzt sind, sucht sich ein Nachfolger einen anderen Weg, wenn der Vorläufer eine längere Standzeit hat, weil entladen werden muss. Usw...


    Was ist daran besser? Sind die Schienen nicht so alt? Gibt es ein dichteres Netz? Reden wir von Fernverkehr? von Nahverkehr?

    Pünktlichkeit (im Fern- oder Nahverkehr)

    Man sieht, dass Du nie Bahn fährst. Dort ist alles besser. Sauberere Bahnhöfe, sauberere Züge, pünktlichere Züge, Taktfahrplan, weniger Anfälligkeiten bei schlechtem Wetter usw... Da ist einfach alles besser als bei der DB. Da hilft auch kein Patriotismus mehr um sich die eigene DB schön zu reden. Auch gilt wieder das Gesamtpaket, wie schon oben beschrieben, damit es angenommen wird. Es reicht nicht schöne neue Züge hin zu stellen, wenn man sich ekelt zum Zug zu gehen, weil der Bahnhof versifft ist. Es bringt auch nix, wenn die Züge ständig unpünktlich sind und man so den Anschluss verpasst oder zu spät zur Arbeit kommt, oder ewig auf den nächsten Zug warten muss. Das ist eben das große Problem der Deutschen Bahnwelt, die in der Schweiz perfekt funktioniert. Da kommst Du auch vom letzten Jodeldorf mit dem Postbus weg und pünktlich zum Zug und zurück. Da braucht es kein extrem dichtes Bahnnetz, sondern alle ÖPNV müssen Hand in Hand zusammen wirken und das tun sie in der Schweiz, leider nicht so in Deutschland. Und man muss in der Peripherie eben, wie jetzt schon x mal erwähnt, P&R Parkplätze anbieten. Es bedeutet ja nicht, dass man alles komplett aufgibt und nur auf ÖPNV setzen soll. Aber man sollte es den Umsteigern so einfach wie möglich machen das Auto aus Ballungsräumen bzw Zentren raus zu halten, was z.B. in Zürich gut funktioniert.


    Natürlich ist das Bahnnetz der Schweiz auch alt, weil historisch gewachsen, genau so wie in Deutschland auch. Aber! Ein großes Problem Deutschlands, der DB, ist, dass man die Infrastruktur vernachlässigt hat, wo hingegen die Schweiz ihre Infrastruktur ständig gepflegt hat. Jetzt hat Deutschland einen riesigen Investitionsstau, den die Schweiz nicht hat. Von Mehdorn wurde die Bahn bis zur Schmerzgrenze zurück gestutzt, sodass vieles nicht mehr so rund läuft. Viele Weichen abgebaut und so das Überholen und Ausweichen unmöglich gemacht und so die Kapazitäten vieler Strecken verringert.


    Ein nettes Beispiel wie verbockt die Deutsche Schienenstruktur geworden ist, ist der Rheingraben. Dieser dient als Zulaufstrecke für den Gottharttunnel und eigentlich wurde vereinbart, dass dieser mit der Eröffnung des Tunnels funktionieren und ausgebaut werden sollte. Das hat Deutschland verpennt und es soll nun erst 2040 soweit sein. Als dann eine Baustelle letztes Jahr Probleme hatte, brach der Verkehr komplett zusammen. Ausweichen war nicht möglich, weil man alles mögliche rückgebaut hat. Solche Fehler hat die Schweiz in ihrem Bahnnetz nicht gemacht, auch wenn sie selbst schon einiges rückgebaut haben. Man kann es sehen wie man will, es funktioniert dort einfach besser.


    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Worauf ich hinaus möchte, ich bezweifle, dass durch weitere Investitionen in das Schienennetz die Anzahl der Nutzer drastisch steigen wird.

    sagt ausgerechnet einer, der selbst nie oder fast nie den ÖPNV nutzt... :thumpsdown:

    Beispiel Stuttgart habe ich genannt. NOCH steigen da die Nutzerzahlen. Wenn es aber in dem Tempo weitergeht, dann steige ICH wieder aufs Auto um, weil ich die vollgestopften S-Bahnen irgendwann nicht mehr ertrage. Und ich bin beileibe nicht der einzige dem es so geht.

    Ohne neue / mehr Investitionen bekommt man da nicht noch mehr Menschen auf die Schiene.

  • Gerade Stuttgart sollte dem zürcher Beispiel folgen und Parkplätze in der Innenstadt abschaffen und fette Straßen zurück bauen. Dann hat es sich schnell erledigt mit dem Individualverkehr. Gleichzeitig sollte es seinen ÖPNV aber stark ausbauen und das Problem wäre erledigt. Gibt es kaum Parkplätze muss man mit ÖPNV fahren, ob man will oder nicht. Das sollte jede Großstadt machen, dann sähe es ganz anders aus in unseren Städten. Anfangs würde die eine Hälfte aufatmen, die andere Hälfte schimpfen. Langfristig wäre das aber für alle ein Gewinn.



    Dann müsste auch R.B. anfangen Bahn zu fahren... :lach:

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Bei uns besteht das Problem, das die Infrastruktur gerade zusammen bricht, weil Berlin unfähig ist, Brücken instand zu halten. Wir wohnen in Berlin Köpenick und haben eine Insellage. Eine von vier Brücken wurde noch nicht als marode bezeichnet. Die wird durch eine Gesperrte zur Einbahnstrasse. Bleiben Eine komplett gesperrte, ein Provisorium, was fällig ist und eine weitere die nur mit geringem Tempo zu überqueren ist. Alle werden vom ÖPNV und Pkws genutzt. Noch nicht einmal das funktioniert. Wie soll dann erst der weitere Ausbau funktionieren?

  • sagt ausgerechnet einer, der selbst nie oder fast nie den ÖPNV nutzt... :thumpsdown:

    Aber klar doch, genau das wäre doch die Klientel die man gewinnen müsste, oder etwa nicht?


    Ohne neue / mehr Investitionen bekommt man da nicht noch mehr Menschen auf die Schiene.

    Um auch hier mal in die Schweiz zu blicken, weil die ja so gerne zitiert wird.

    Dort ist bereits eine Abwanderung festzustellen, weil die Preise trotz massivster Subventionen drastisch steigen. DIe Schweizer investieren in ihr "kleines" Netz schlappe 16Mrd. CHF pro Jahr, davon wird in etwa die Hälfte wieder über die (stetig steigenden) Fahrpreise eingespielt. Jetzt rechne das mal auf das Netz in DE hoch, das trotz Verkleinerung in den vergangenen Jahren, immer noch um mehr als den Faktor 7 größer ist.


    Nebenbei bemerkt, es gibt auch Städte in DE in denen der ÖPNV sehr gute Zahlen vorweisen kann, die sich nicht vor Zürich verstecken müssen.


    dann steige ICH wieder aufs Auto um, weil.......

    Und da verhälst Du Dich nicht anders als die Masse auch.


    Die Leute wollen die eierlegende Wollmilchsau, ÖPNV muss bequem sein, ständig und überall verfügbar, und kosten darf es auch nichts.

    Soviel kan man gar nicht investieren, um alle diese Ansprüche zu erfüllen.

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  • du mer

    Die Leute wollen die eierlegende Wollmilchsau, ÖPNV muss bequem sein, ständig und überall verfügbar, und kosten darf es auch nichts.

    Soviel kan man gar nicht investieren, um alle diese Ansprüche zu erfüllen.

    Doch, kann man, man muss es nur wollen. Nochmal: es gibt nicht nur schwarz oder weiss, sondern auch alle Grautöne dazwischen. Man sollte sich nur entscheiden, ob man es zukünftig etwas heller haben möchte oder nicht.

    Dass du dafür keinen müden Cent opfern würdest haben wohl mittlerweile alle verstanden.

  • Um auch hier mal in die Schweiz zu blicken, weil die ja so gerne zitiert wird.

    Dort ist bereits eine Abwanderung festzustellen, weil die Preise trotz massivster Subventionen drastisch steigen.

    Und das hat was mit Alternativen vom Individualverkehr zu tun?


    Zitat von R.B.

    DIe Schweizer investieren in ihr "kleines" Netz schlappe 16Mrd. CHF pro Jahr, davon wird in etwa die Hälfte wieder über die (stetig steigenden) Fahrpreise eingespielt. Jetzt rechne das mal auf das Netz in DE hoch, das trotz Verkleinerung in den vergangenen Jahren, immer noch um mehr als den Faktor 7 größer ist.

    Deutschland ist auch viel größer. Falsches Argument.



    Zitat von R.B.

    Nebenbei bemerkt, es gibt auch Städte in DE in denen der ÖPNV sehr gute Zahlen vorweisen kann, die sich nicht vor Zürich verstecken müssen.

    Schön, nur was hat jetzt dieses Argument mit dem Problem der Reduzierung des Individualverkehrs zu tun? Außerdem sind Deutsche Städte oft größer, da ist es logisch, dass der Umsatz auch größer ist. Am Thema vorbei.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Dass du dafür keinen müden Cent opfern würdest haben wohl mittlerweile alle verstanden.

    Wer sagt das?


    Wärst Du bereit die doppelte Fahrzeit in die Firma (und nach Hause) in Kauf zu nehmen, beim doppelten Preis?


    Was ich nicht akzeptieren würde, das wäre die Diktatur die Frau Maier oben empfiehlt, dafür bin ich zu demokratisch eingestellt. Sollte es eine Mehrheit geben, die dafür stimmt, dass sagen wir mal 100Mrd. EUR p.a. an Steuereinnahmen in die Schiene umgeleitet werden, dann bin ich sicherlich dabei, egal ob ich das Angebot jemals nutzen würde.

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  • Deutschland ist auch viel größer. Falsches Argument.

    Nö, denn irgendwo muss das Geld herkommen.



    Außerdem sind Deutsche Städte oft größer, da ist es logisch, dass der Umsatz auch größer ist. Am Thema vorbei.

    Dann hast Du die Zahlen nicht verstanden. In HH beispielsweise ca. 2.050 PKM pro EInwohner und Jahr, und das wobwohl man aufgrund der Größe vermuten könnte, dass der prozentuelle Anteil an Interessenten am ÖPNV geringer sein müsste.

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  • Was meinst Du mit Diktatur? Die autonome Fahr-Vision oder das zürcher Modell?


    Gerade Stuttgart sollte dem zürcher Beispiel folgen und Parkplätze in der Innenstadt abschaffen und fette Straßen zurück bauen. Dann hat es sich schnell erledigt mit dem Individualverkehr.

    d.h. wenn man die Leute nicht freiwillig auf die Schiene kriegt, dann muss man sie halt dazu zwingen, egal ob sinnvoll oder nicht, egal ob mehrheitlich gewollt oder nicht.

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  • Aha, die Schweizer, also Zürcher, sind Antidemokratisch. Wusste ich noch gar nicht. Du stellst deine Individualität über dem Wohl der Allgemeinheit. Das ist unsozial.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Ja Frau Maler.

    Tja, Flughafen....

    Der steht ja in Brandenburg. 😝

    Das hätten mal die Chinesen in Sperenberg machen sollen. Dann wäre er schon seit 10 Jahren inklusive Verkehranbindung nach Berlin in Betrieb.


    Aber du hast Recht, auch dafür ist man bei uns zu blöd. Also werden die ihre Pläne bis 2030 garantiert nicht verwirklichen können.

  • Off-Topic:

    Bei uns besteht das Problem, das die Infrastruktur gerade zusammen bricht, weil Berlin unfähig ist, Brücken instand zu halten.

    Das hat weniger mit "Fähigkeit" zu tun als mit leeren Kassen bei einem massiven Strukturwandel der Wirtschaft weg von der industriellen und teilweise sogar noch manufakturmäßigen analogen hin zur digitalen Dienstleistung bei gleichzeitigem Vorwurf der anderen Länder viel zu viel Geld auszugeben.

    Alle werden vom ÖPNV und Pkws genutzt. Noch nicht einmal das funktioniert.

    Folge zu langen und zu energischen Sparens!

    Wie soll dann erst der weitere Ausbau funktionieren?

    In dem man wieder Expertise in den öffentlichen Dienst holt, der wegen massiven Sparens völlig unterbesetzt ist, nachdem er vorher überbesetzt war und reduziert werden musste, weil er mangels Wirtschaftskraft des Landes und damit Geldes nichts mehr zu tun hatte.


    Jetzt ist plötzlich Geld da, die Zinsen sind niedrig und man hat keine öffentliche Bauverwaltung mehr. Und weil der öffentliche Dienst in B mit Abstand in D am schlechtesten zahlt kommt keiner aus der freien Wirtschaft freiwillig in den öffentlichen Dienst. Ich habe einen Freund in der Senats-Bauverwaltung der grad Dutzende Millionen € binnen Jahresfrist verbauen soll, aber das allein nicht sinnvoll kann. Personal zum seiner Unterstützung kommt nicht, da zu niedrig dotiert ... Gespart wurde übrigens irgendwann mal von allen derzeit im Landesparlament vertreten Parteien - mit Ausnahme der Grünen, weil die Ewigkeiten nicht mehr mitregiert haben.


    Aber das ist eigentlich alles OT und hat meiner Meinung nach nur wenig mit der Möglichkeit zu tun, innerstädtisch auch sehr gut ohne Auto leben und arbeiten zu können. In den Berliner Innenstadtbezirken gibt es nur rd. halb so viel Autos / Kopf der Bevölkerung wie sonst in D!

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Worauf ich hinaus möchte, ich bezweifle, dass durch weitere Investitionen in das Schienennetz die Anzahl der Nutzer drastisch steigen wird.


    Ein paar Minuten später schreibst Du:


    ÖPNV muss bequem sein, ständig und überall verfügbar,

    Ja was denn nun, hat der Komfort nun einen Einfluss oder nicht?


    Rhetorische Frage, NATÜRLICH hat er einen Einfluss, sogar einen ganz entscheidenden. Und zwar in beiden Richtungen. Wenn hier eine Umgehungsstrasse gebaut wird, und die Pendler damit nicht mehr durch den 20 minütigen Stau müssen, dann gibt es viele, die wieder von der Bahn auf's Auto umsteigen, weil es schneller und bequemer wird. Genauso verhält es sich selbstverständlich umgekehrt. Ich verstehe nicht, wie Du gerade als rational denkender Ing. so etwas leugnen kannst.

    Das ist doch eine Selbstverständlichkeit!




    Wenn Du nicht der Meinung bist, dass mehr in den ÖPNV investiert werden sollte weil Du den sowieso nicht willst und brauchst - geschenkt.

  • Aha, die Schweizer, also Zürcher, sind Antidemokratisch. Wusste ich noch gar nicht. Du stellst deine Individualität über dem Wohl der Allgemeinheit. Das ist unsozial.

    Das siehst Du völlig falsch. Wer sagt, dass Schiene das Wohl der Allgemeinheit wäre? MIt welchem Recht fordert man dann den Ausbau der Schienennetze?

    Man könnte genau so gut sagen, eine 8 spurige Autobahn von K´he über Stuttgart nach München würde dem Wohl der Allgemeinheit dienen, und wer weiß, wenn man demokratisch abstimmen dürfte, dann könnte so eine Lösung vielleicht sogar eine Mehrheit bekommen.


    Ich erinnere an S21, und die großen Augen, als sich eine Mehrheit dafür entschieden hatte.

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