Boden über Erdgeschoss abdichten

  • Hallo zusammen,


    bin Neu hier im Forum und habe eine Frage zur Abdichtung des Erdegschosses.


    Wir reissen in nächster Zeite das Obergeschoss unseres Hauses aus den 60ern ab. Die Erdegschossdecke besteht aus Hohlblocksteinen mit Trägern. In der Zeichnung des Hauses wird diese Decke Filigrandecke oder Wackerdecke genannt.


    Nun möchte ich diesen Boden abdichten, da wir ja das Obergeschoss abreissen und sich dieser Hohlblockstein wie ein Schwamm mit wasser voll saugt. Den Estrich habe ich auch schon entfernt. Der Boden wäre einige Tage/Wochen ungeschützt gegen alle Einflüße die die Natur zu bieten hat.


    Gibt es eine kostengünstige Methode die Fläche abzudichten?


    Auf die Decke kommt noch Estrich und Fußbodenheizung.


    Dachte erst an schweißbahnen, aber die würden wir drin lassen und den neuen Estrich darüber installieren.


    Ich habe aber gesundheitliche Bedenken da sich die Bitumen/Teermasse dann im Wohnraum befinden würde.


    Danke im Voraus.


    Viele Grüße

  • Der Boden wäre einige Tage/Wochen ungeschützt gegen alle Einflüße die die Natur zu bieten hat.

    Also....Altes Dach weg, neues Dach drauf? Nur Dachdeckung oder ganzes Dach?


    Das sollte eigentlich relativ fix gehen. Beim Abdecken sollte das abgedeckte Dach abends, bevor die Arbeiter nach hause gehen, provisorisch mit Folie abgedichtet werden. Ein paar Tropfen Regen, die durch eine undichte Naht ins Innere gelangen sind dabei unerheblich.


    Wenn der Dachstuhl als Ganzes entfernt wird, sollten zwischen dem Abbruch und dem Neuaufbau höchstens ein o. zwei Tage liegen. Eine Folie reicht da m.E.


    Die Decke ü. EG komplett abzudichten ist schwierig, da die Umfassungswände (Kniestock?) wie eine Badewanne wirken. Regnet es stark werden sich schon Undichtigkeiten finden. Zumal ja auch das Mauerwerk (Kniestock? Giebelwand? offen liegen.


    Was genau wird denn gemacht?

  • Bei Aufstockungen oder kpl. neuem Dachstuhl führen wir häufig ein Notdach mit Bitumenschweißbahnen aus, ist zwar etwas teurer ( Treppenaufgang muß abgedeckt werden, Entwässerungsöffnungen im Mauerwerk, die später auch wieder verschlossen werden müssen ). Meistens bleiben die Bitumenschweißbahnen auch vor Ort ( unter dem späteren Fußbodenaufbau )

    Es gibt auch die Möglichkeit einer Notdachplane ( 15 x 15 m ) mit Kranöse über das Gebäude zu legen, nur sollten hierfür ein paar Dachbalken verbleiben, Nachteil ist bei Giebelwänden und Kniestock die Entwässerung dieser Maßnahme und sie muß zusätzlich gegen Wind gesichert werden.

    Es gibt auch die Möglichkeit einer Einhausung ( Vom Prinzip wird ein Zelt durch den Gerüstbauer über das Gebäude gebaut, kann auch je nach gefülltem Geldbeutel zum verschieben/öffnen sein ), dies ist jedoch auch die kostenintensivste Variante

    Ich habe aber gesundheitliche Bedenken da sich die Bitumen/Teermasse dann im Wohnraum befinden würde.

    Habe ich keine Bedenken.

  • Es wird eine Aufstockung vollzogen. 1 1/2 zu 2 stock.


    Danke für die schnellen Antworten. Kann ich die Schweißbahnen ohne Bedenken drin lassen? Gibt das Bitumen keine Schadstoffe ab?


    Ist eine Abdichtung mit Beton/Zementschlemme eine Alternative? die könnte ich selbst herstellen.


    Die Geschichte mit den Planen ist sehr Zeitintensiv und mir zu unsicher falls nicht korrekt ausgelegt.

  • Kann ich die Schweißbahnen ohne Bedenken drin lassen?

    Die Schweißbahnen können im Fußboden verbleiben, sie gibt auch keine Schadstoffe ab. Schweißbahnen werden bspw. im Neubau als Dampfsperre auf der Rohbetondecke verlegt ( die bleiben geplant im Bodenaufbau liegen )

  • Wenn die Giebelwände und Kniestock nicht abgetragen wird, würde ich die zu erstellenden Wandanschlüsse vorstreichen, den Rest nicht. ( Gibt einen besseren Halt der Bitumenschweißbahnen am Mauerwerk bis das neue Dach regensicher ist )