Hausanschluss über Nebengebäude

  • Hallo zusammen,

    ich habe ein Bestandgebäude (Wohnhaus) mit einer Freileitung, und ein Nebengebäude (Werkstatt) das über das Bestandshaus versorgt wird!

    Auf Grund der anstehenden Sanierung soll eine Erdleitung installiert werden, das Bestandsgebäude befindet sich ca 30m von der Strasse entfernt,

    wo die Hauptleitung ist, mein Nebengebäude jedoch nur 5m!(Abstand Nebengebäude zum Bestandsgebäude beträgt ca8m)

    Würde nun gerne den Hausanschluss im Nebengebäude errichten (inc Zähler),

    und das Bestandsgebäude von dort aus versorgen!

    Ist das möglich?

    (Das Nebengeäude ist gemauert, also Brandschutztechnisch kein Problem!)

    MfG Wolfe

  • Ich unterstelle mal, dass es ausschließlich um einen Elektroanschluss geht, richtig?


    Es ist unwahrscheinlich, dass die Leitung oder das Kabel zwischen Bestandsgebäude und Nebengebäude dafür ausreichend dimensioniert ist.

    Das wiederum würde bedeuten, dass die Leitung zwischen Nebengebäude und Bestand sowieso neu gemacht werden müsste, und dann spielt es keine Rolle ob man von der Straße das Bestandsgebäude direkt anfährt.


    Laut TAB der Versorger muss der HAK nicht zwingend im Hauptgebäude untergebracht sein (DIN18012 ist immer zu beachten). Hauptleitungen (siehe Defintion in den TAB) dürfen nur mit Genehmigung des Netzbetreibers außerhalb von Gebäuden verlegt werden.


    d.h. Grundsätzlich sollte Dein Vorhaben möglich sein, ohne Kenntnis der Umgebungsbedingungen ist der Aufwand aber nicht abschätzbar, und somit besteht ein Risiko, dass diese Variante am Ende mehr Aufwand (und Kosten) produziert.

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  • Auf Grund der anstehenden Sanierung soll eine Erdleitung installiert werden, das Bestandsgebäude befindet sich ca 30m von der Strasse entfernt,


    Wer saniert denn was, der Energieversorger das Ortsnetz (Ortsnetzreko) oder du das Bestandsgebaeude?


    Wenn im ersteren Fall die Ortsnetzleitung neu verlegt wird, hat das EVU sicher mehr Moeglichkeiten, den Hausanschluss an eine dir genehme Stelle umzuverlegen. Im zweiten Fall wird es wohl auf eine Mastableitung und Uebergang auf ein Erdkabel hinauslaufen. Damit ist aber der Anschlusspunkt irgendwo in Mastnaehe vorzusehen. HA-Saeule an Grundstuecksgrenze waere hier eine Variante. Dann kannst du von dort aus deine Gebaeude versorgen.

  • Servus, danke erstmal,

    Das Kabel vom NG zum HG wird sowieso neu! mir gehts darum das ich nicht meinen ganzen Hof aufreissen muss!

    sondern nur 5m Rasen zum NG!

    Das Erdkabel läuft schon an der Gründstücksgrenze vorbei, es sind nur noch ein Paar Gebäude im Ort mit einer Freileitung!

  • Da muss man nicht den kompletten Hof zerlegen, bei uns sind die unter der Straße durch, unter asphaltierten Parkplätzen, usw.

    Die schießen eine Rakete durch und ziehen das Kabel ein (nennt sich offiziell Bodenverdrängungsverfahren oder so ähnlich). Bei langen Strecken werden halt im Abstand von xxm Löcher in den Boden gebuddelt, und dann geht es von Schacht zu Schacht.


    Wenn das Kabel vom NG zum HG sowieso neu gemacht werden müsste, dann gehe ich davon aus, dass dort keine befestigkte Fläche vorhanden ist. es wird also nicht nötig sein, 30m unter einer befestigten Fläche hindurch zu schießen.


    Ich würde mal mit dem Netzbetreiber reden, ob die das selbst machen, oder ein Sub-Unternehmen beauftragen, und welche Möglichkeiten die haben. DU bist ja nicht der erste mit so einem "Problem", und mit Sicherheit auch nicht der letzte. Vielleicht gibt es ja eine ganz einfache Lösung für Dein Problem.

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  • Das Problem ist die Verbindung Nebengebäude/Hauptgebäude. Die Leitung sollte schon entsprechend dimensioniert sein, sonst muss man dort auch buddeln und dann ist es egal, dann kann man gleich direkt ins Hauptgebäude, wie gehabt.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • das Bestandsgebäude befindet sich ca 30m von der Strasse entfernt,

    wo die Hauptleitung ist, mein Nebengebäude jedoch nur 5m!(Abstand Nebengebäude zum Bestandsgebäude beträgt ca8m)

    Ich wüsste nicht, warum die Firma direkt über 30m durch die Landschaft (Hof) verlegen sollte, wenn sie genau so gut 5m zum NG und von dort 8m zum Gebäude verlegen kann. Letzteres wäre weniger Aufwand, weniger Zeitaufwand, weniger Kosten.


    Wie ich oben schon geschrieben habe, würde ich erst einmal mit den Leuten reden. Als bei uns von Freileitung auf Erdkabel umgestellt wurde hat die Firma so manchen Kundenwunsch erfüllt. Dann sollte der Eli schon mal die Leitung vorbereiten vom Zählerschrank zum neuen Standort des HAK, dann ist das "Umschalten" später eine Sache von Minuten.

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  • Das NG ist ca. 22m lang! drum die 30m bis zum HG! Zwischen NG und HG muss eh der Bagger ran, da wärs dann egal!

    Es verlegen ist ja nicht mein Problem, geht nur drum ob ich des darf!

    Danke erstmal!

  • Wie gesagt, technisch gesehen sollte das kein Problem sein. Die Anforderungen stehen in den TAB und NAV (s.o.) sowie den bereits zitieren DIN.

    Der Eli muss halt darauf achten, dass der Querschnitt passt. Das typische 4x16 dürfte nicht ausreichen, aber das kann man ja rechnen. Die Leitung muss im NG frei zugänglich verlegt werden, es gibt auch Anforderungen wie der HAK zu platzieren ist, aber auch das müsste der Eli wissen.


    Vielleicht noch als Ergänzung, für die Hauptleitung ist ein Spannungsfall < 0,5% einzuhalten. Deswegen verucht man die Länge zwischen HAK und Zählerschrank möglichst kurz zu realisieren. Wird der HAK im NG gesetzt und es kommen dann 30 oder mehr Meter bis zum Zählerschrank, dann ergibt das eine richtig dicke Leitung. DIe Leitung ist auf min. 63 A auszulegen, egal ob nur ein EFH oder MFH angeschlossen wird.


    Es verlegen ist ja nicht mein Problem, geht nur drum ob ich des darf!

    Du darfst die Arbeiten im Vorzählerbereich nicht ausführen, aber Du kannst ja mit Deinem Eli reden, welche Arbeiten Du für ihn ausführen darfst. Letztendlich muss er unterschreiben. Bei uns werden HAK & Co, immer noch verplombt, und das erst wenn vom Eli die Freigabe da ist.

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