Frage zum sinnvollsten Außen-Wasseranschluss

  • Guten Abend Forum,


    meine Frage passt sowohl in den Bereich Sanitär als auch Außenanlagen.

    Anbei eine schematische Darstellung (ohne Anspruch auf richtige Größenverhältnisse) zum besseren Verständnis:


    Hinter der Garage soll ein Wasseranschluss für die Gartenbewässerung (roter Kreis) kommen. Die nächstliegende Wasserleitung ist in der Küche. Eine "frostsichere" Verlegung wäre vielleicht in der Garage möglich, allerdings ist die Garage unbeheizt und deren Wände sind kein Mauerwerk, sondern Holzwände.


    Wegen der Garagentüre kann man nicht einfach in der Küche abzweigen, einen Regler um im Winter abzuschließen, und die Außenleitung im Winter leer laufen lassen - den entweder muss man die Wasserleitung über die Türe oder unter der Türe verlegen.


    Wie kann der Außenanschluss winterfest realisiert werden?


    Wäre es sinnvoller, den Wasseranschluss direkt an die Außenwand zu legen?

    Allerdings würde ich einen Durchgang in der Garage bevorzugen um Kältebrücken zu reduzieren.


    Vielen Dank im Voraus!


    Viele Grüße

  • Wo kommen die Zapfstellen in der Küche hin und von wo kommt die Zuleitung?

    Bitte einzeichnen. Am Besten von Hand.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Der TE ist wohl inzwischen eingefroren?


    Da sich vielleicht auch andere für die Thematik interessieren, versuche ich mal die Fragen nach der dürftigen Faktenlage zu beantworten.


    Es ist auf jeden Fall sinnvoll, bzw. die einzig mögliche frostfreie und hygienisch unbedenkliche Platzierung, die frostfreie Außenarmatur direkt in die Außenwand einzubauen. Die Brettergarage ist kein geeigneter Frostschutz.

    Eine Wärmebrücke entsteht bei fachgerechter Montage nicht.

    Wichtig ist, dass die selten genutzte Zapfstelle durchgeschliffen wird, so dass keine Stagnationsräume entstehen.

    Eine Beispiellösung habe ich unten dargestellt.






    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Guten Abend Thomas, guten Abend Forum,


    nicht eingefroren, aber lange in der Arbeit und als Pendler ist dann die Freizeit am Abend sehr kurz :-/


    Noch existiert die Küche nicht, ich kann also es frei gestalten. In der Südwest-Ecke ist aber das Spülbecken geplant. Die Stelle, welche Du eingezeichnet hast, wäre also ein guter Punkt.

    Was mir aber nicht ganz klar ist, wie ich die Zapfstelle winterfest machen kann. Zumindest als Laie stelle ich mir vor, dass auch an der Außenwand die Wasserleitung im Winter zu einem gewissen Teil einfriert, wenn auch nicht ganz durch die Wand.


    Man könnte ja auch durch die Bodenplatte in frostsicherer Tiefe nach außen gehen. Aber irgendwo kommt man wieder an die Oberfläche, da weiß ich nicht, wie man die Leitung frostsicher bekommt - das Wasser raus lässt.


    Wichtig ist, dass die selten genutzte Zapfstelle durchgeschliffen wird, so dass keine Stagnationsräume entstehen.

    Eine Beispiellösung habe ich unten dargestellt.




    Was ist damit gemeint?


    Viele Grüße

    Markus

  • Was ist damit gemeint?

    Hallo Markus, sieh Dir mal den Verlauf der Kaltwasserleitung (grün) an. Die geht zuerst zur Außenzapfstelle und erst von dort zur Küchenarmatur. Dadurch wird die gesamte Leitung regelmäßig durchspült.

    Bei den frostsicheren Außenarmaturen sitzt das Ventil selbst im Innenbereich und nach außen ragt nur der selbstenleerende Auslauf und durch diesen die Spindel mit dem Betätigungsgriff. Dadurch müssen die im Winter nicht abgestellt werden. Dein ausführender Sanitäter kennt die.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Was ist damit gemeint?

    Dass Du keine extra-Abzweigung und Leitung zum Außenwasserhahn hast. In der Leitung von der Abzweigung bis zum Außenwasserhahn würde im Winterhalbjahr sonst das Wasser stehen, und womöglich würden sich dort im stehenden Wasser Keime vermehren können.

    Stattdessen geht es erst zum Außenwasserhahn, und von da zurück zur Küchenzapfstelle, die ja ganzjährig in Betrieb ist. Dein Installateur und/oder Planer wissen aber, wie so etwas auszuführen ist.


    Edit: Der Experte war schneller ;-)

  • Guten Morgen Forum,


    ok, ich glaube ich habe es verstanden.

    Die Lösung ist viel kürzer als eine Stichleitung über die Garage nach außen, wo man im Herbst das Wasser raus lässt, was bei einer Leitung im Erdboden - z.B. von der Küche durch die Bodenplatte bis links von der Türe aus der Garage - wesentlich schwieriger wäre.

  • Hallo Forum,


    jetzt noch eine nachträgliche Ergänzungsfrage:

    Diese Woche erfuhr ich, dass man in meiner Kommune für das Leitungswasser, welches man als Gartenwasser benutzt, keine Abwassergebühr bezahlen muss, wenn man einen 2.geeichten Wasserzähler hat, womit das Gartenwasser gemessen wird. Daraus resultiert die Frage, wie man mit einem 2.Wasserzähler den Gartenanschluss macht, ohne dass es stehendes Wasser gibt?


    Wenn der Wasserzähler an der der Küchenwand angebracht ist und von dort dann eine Leitung zur Außenwand, dann hätte ich ein kurzes Stück stehendes Wasser über den Winter.


    Meine 2.Frage in dem Zusammenhang, ob es sich wirtschaftlich lohnt, kann mir glaube ich keiner beantworten, da ich selbst ja nicht mal weiß, wie viel Gartenwasser ich benötigen werde und ob damit die eingesparten 2,43 Euro / cbm Abwasser bei ca. 210 m² Gartenfläche die Zusatzkosten aufwiegen werden. Ich erwähne es nur, dass ich mir dieser Thematik bewusst bin.


    Viele Grüße

  • dem Zusammenhang, ob es sich wirtschaftlich lohnt, kann mir glaube ich keiner beantworten,

    doch , ich werde sie dir beantworten .


    wenn du auf deiner riesengartenfläche versuchen solltest reis anzubauen , müsstest du vielleicht darüber nachdenken , es einmal durchzurechnen .


    wenn du mehrere kinder hast und planst jederzeit , wenn das wetter es zulässt ,ein grosses planschebecken aufzustellen , dann vielleicht auch .


    für so ziemlich alle anderen fälle .... eher nein

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Meine 2.Frage in dem Zusammenhang, ob es sich wirtschaftlich lohnt, kann mir glaube ich keiner beantworten, da ich selbst ja nicht mal weiß, wie viel Gartenwasser ich benötigen werde und ob damit die eingesparten 2,43 Euro / cbm Abwasser bei ca. 210 m² Gartenfläche die Zusatzkosten aufwiegen werden.

    Bedenke, dass Du alle 6 Jahre einen neuen Zähler brauchst. Laut Satzung Deiner Gemeinde ist es auch sehr wahrscheinlich, dass Du den Zählertausch nicht selbst vornehmen darfst, so dass zu den Kosten für einen Zähler auch noch der Aufwand für den Austausch hinzukommt. Es würde mich wundern, wenn das für weniger als 100,- € über die Bühne ginge, also kannst Du schon mal hochrechnen, wieviel Wasser Du für den Garten verbrauchen musst, bis sich das rechnet. Ab etwa 7m³ p.a. kommst Du langsam in die "Gewinn"zone.


    Deine Gartenfläche hilft nicht viel weiter, so lange man nicht weiß, was da angepflanzt werden soll. Vielleicht möchtest Du auch noch einen Rasen (ab und zu?) bewässern? Hinzu kommt, dass nicht jeder Sommer so heiß und trocken ist wie der im letzten Jahr. Dementsprechend variiert die benötigte Wassermenge erheblich.


    7m³ bei 210m², das wären gerade mal 33Liter/m² und Jahr. Das mag vielleicht noch für einen Kaktus ausreichen, aber für Gemüse im Garten wäre das definitiv zu wenig. Als Beispiel, eine Tomatenpflanze möchte ca. 0,5Liter pro Tag, wenn sie voll hängt mit Früchten, dann auch mehr als 1 Liter. Da sind 33Liter/m² ganz schnell weg, noch lange bevor die Tomaten rot werden.


    Was ich damit sagen möchte, es ist sehr wahrscheinlich, dass der Wasserbedarf Deines Gartens höher ist. So gesehen könnte sich der zusätzliche Wasserzähler also rechnen. Solltest Du aber keine Lust mehr auf Gemüse haben und stattdessen Rasen säen........


    Das ist ähnlich wie mit den Zisternen, die sich auch nur dann rechnen, wenn man sehr viel Wasser für seinen Garten benötigt.

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    .

  • Danke für die unerwartete Beantwortung der 2.Frage. Es stimmt, wegen der vielen unbekannten Variablen (vor allem wie wird das Wetter) kann man das kaum eindeutig beantworten. Die Kosten für Installation / Umtausch und evtl. jährliche Kosten erfrage ich noch.


    Aber evtl. erledigt sich die Thematik ja bereits, wenn die technische Lösung den 2. Wasserzähler einzubauen und Stauwasser zu vermeiden zu teuer wird. Oder ist die Lösung gar nicht so schwer, wenn man von der Thematik eine Ahnung hat?

  • Wir wohnten mal in einem Haus mit riesigem Garten, wo ein Teil mit Gartenhaus von der Vermieterin ( bzw deren Tante) genutzt wurde. Anfangs hatten wir nen Wasserzähler dazwischen, nach den ersten zwei Sommern nicht mehr. Ich glaub, das war ne Summe um die 10 Euro, wenn überhaupt.

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  • Aber evtl. erledigt sich die Thematik ja bereits, wenn die technische Lösung den 2. Wasserzähler einzubauen und Stauwasser zu vermeiden zu teuer wird. Oder ist die Lösung gar nicht so schwer, wenn man von der Thematik eine Ahnung hat?

    Obwohl die Trinkwasserhygiene mein Spezialgebiet ist, würde ich mich wegen der geringen Wassermenge des Zählers nicht verrückt machen. Die Sinnhaftigkeit steht da schon auf einem anderenBlatt. Der Verbrauch von Trinkwasser für die Gartenbewässerung wird meist total überschätzt.

    Schwieriger bei der Installation eines Nebenzählers wäre da die Platzfrage. Den Anschluss selbst und die Frosti kannst Du direkt einputzen und siehst davon im Raum nichts mehr. Der Zähler muss ables- und austauschbar sein. Das ist schon nicht überall möglich und wünschenswert.

    Also gut überlegen und rechnen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • ich habe 2018 120m³ Gartenwasserverbrauch gehabt. Mein Gartenwasserzähler für 25€ (dank meines unproblematischen Abwassernetzbetreibers ohne Eichung oder sonstiges Gedöns) hat mir 120 x 2,50€ = 300€ gespart.

    550m² Rasen wurden bewässert - aber nicht auf Golfplatzniveau, nur soviel damit er im ersten Jahr nicht verreckt...

  • ich habe 2018 120m³ Gartenwasserverbrauch gehabt.

    nur hast du deinen golfrasen im heissesten sommer seit langem gelegt und , wahrscheinlich (so meine einschätzung) trotzdem mehr als reichlich gewässert.

    nur soviel damit er im ersten Jahr nicht verreckt...

    aus angst , es könnte ein halm aufgeben .;)


    und war da nicht noch was mit planschebecken ?

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Kann man. Durch die ständig neu angelegten Schnittkanten ist die Verdunstung zum Einen größer und zum Anderen wird das Gras durch das Kürzen zum Wachstum angeregt, was wiederum nur mit Wasser geht.

    Schon die Alten wussten: In Trocken- und Hitzezeiten wird kein Rasen gemäht.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Kann man das irgendwie naturwissenschaftlich erklärt bekommen?

    das meiste hat t.md schon erklärt . was er vergessen hat : das mikroklima ist bei sehr kurzen gras ein anderes , die beschattung fehlt und dadurch wird der boden wärmer und der wind/luftzug hat eher zugriff und beschleunigt die verdunstung .


    und daher:

    Schon die Alten wussten: In Trocken- und Hitzezeiten wird kein Rasen gemäht.

    sind manche alte ratschläge immer noch aktuell

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer