Betonieren bei kühlerer Witterung - und bei Frost

  • Grundwissen über das Betonieren bei kühlerer Witterung - und auch bei Frost - vermittelt sehr anschaulich dieser Film. Und wenn man schon dabei ist, kann man auch gleich das Grundwissen über Betonage allgemein aufgefrischt werden!


    :thumbsup:

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Wo wird denn da was von kühler Witterung gesagt?


    Vorletztes Jahr haben wir bei kräftigen Minusgraden betoniert. Das geht. Dafür wird eine Dämmlage aufgelegt und wenn es unten offen ist, muss man noch ne Heizung aufstellen. Da der Beton beim binden, durch den chemischen Vorgang Wärme erzeugt, reicht das durchaus aus. Der Betontechniker hat mir erzählt, die hätten in Ostdeutschland Bahntrassen bei minus 20 betoniert und der Beton hatte eine Kerntemperatur von über 20° gehabt. OK, das ist dicker als eine UG/TG-Decke und durch die Betonmenge kommt einiges an Temperatur zusammen. Mit der richtigen Technik geht vieles.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Naja, es geht schon vieles. Eine der entscheidenden Fragen ist, was ist den Vorschriften entsprechend? Und weiter; wer haftet bei Schäden? etc....


    Es gibt jede menge Zusatzmittel, mit denen sich das Abbindeverhalten von Betonen beeinflussen läßt, nur ist eben nicht alles erlaubt was geht.

    It doesn´t make sense to hire smart people and tell them what to do; we hire smart people so they can tell us what to do.

    Steve Jobs

  • Ich finde es schon problematisch bei schwieriger Witterung zu betonieren. Vor allem dann wenn Zusatzmaßnahmen notwendig sind, wie Abdecken mit WD (lohnt das...ich meine, die kostet ja auch), Beheizung usw.


    Schließlich reicht es ja nicht, dass diese Dinge vom Bauüberwacher (Architekt) eingefordert werden, er muss dann deren Einsatz und Unterhalt auch überprüfen , überwachen und ggf. dauerhaft kontrollieren. Ansonsten haftet er wg. Mängel in der Bauüberwachung. was beim normalen Betonieren schon schwierig ist (wer kann schon während des Betonierens das saubere Verdichten in der Schalung lückenlos checken?), wird dann nochmals unangenehmer...wenn es die Dämmung (Sturm? Vandalismus?) von der betonierten Fläche trägt. Wenn die Beheizung ausfällt (kein Gas, kein Öl, kein Strom, defekt). Geht da irgendwas schief, wird am Ende ein Schuldiger gesucht und im Architekten gefunden werden.


    Von daher lasse ich nur betonieren, wenn die Temperaturen passen.

  • Naja, Termindruck bringt einem einiges zu tun, was er normal nicht tun würde... ;)

    Bei uns wurde abschnittsweise betoniert und somit war immer jemand vor Ort. Es konnte also nichts passieren.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Achwo,

    Entweder nach dem Glätten per Schaumatte abgedeckt oder es wurde Warmbeton geliefert. Alles problemlos möglich und die Bauten stehen immernoch tadellos.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Das ist regelmäßig keine Frage des entweder / oder!

    Warmbeton dann, wenn es so kalt ist, dass der Beton einschlafen würde ohne abzubinden (einfach ausgedrückt)

    Wärmehaltende Abdeckungen dann um die eingebrachte und durch die Hydratationswärme entstehende Wärme zu halten.

    Alles tägliches Brot für uns im Winter.....

    Es braucht nur noch einen Partner der zustimmt und die Maßnahme bezahlt.

    Im Privatsektor seltener, kann ich mir vorstellen.

    Im Gewerbebau- und öffentlichem Bausektor schon eher.

    Da hängt sehr viel von dem Terminen ab.

    öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Maurer- und Betonbauerhandwerk