Entlüftung Heizung???

  • Moin.


    Ich habe 2017/18 ein Mfh saniert, ua, Zentralisierung der Heizung mit Wohnungstationen. Der Klempner hatte Mist bei Verrohrung der Speicher (Solarthermie) gemacht. Also umbauen, Wasser teilweise ablassen und wieder füllen.

    Bauherr muss nun ständig in einer bestimmten die Station und ggf. auch noch die Heizkörper entlüften. KEINE Leckage. Dazu muss er in die Whg. Was er nicht will, weil der Mieter immer da sein müsste. Jetzt sucht er anderen Lösungen. Automatische Entlüfter finden der Klempner und ich zu anfällig. Eigentümer möchte jetzt die Strangleitung bis in den Dachboden verlängern und da normale Entlüfter draufsetzen.

    Bin ich dagegen. Zerstörung Luftdichte und Brandschutz + Instaufwand.


    Habt Ihr noch ne Idee??

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  • Wieviele WE? Handelt es sich um die WOhnung am höchsten Punkt der Anlage?

    Oder kennst Du in etwa die Wassermenge im Leitungssystem?

    Wurde das Wasser behandelt? oder einfach Trinkwasser eingefüllt?


    Wenn es keine Lecks oder sonstige Fehler gibt, dann sollte nach einiger Zeit die Luft raus sein. Die Frage wäre also, ob jedes mal erneut Sauerstoff eingetragen wird, oder ob es zu irgendwelchen sonstigen chemischen Prozessen kommt (Materialunverträglichkeit) bei denen Gase entstehen können? Ansonsten wäre eine regelmäßige Überprüfung (1 x jährlich) ausreichend.


    Ich gehe mal davon aus, dass die Druckhaltung (MAG) überprüft wurde, das schaut man sich normalerweise zuerst an. Denkbar wäre auch, dass die Druckhaltung falsch dimensioniert wurde (Vordruck am MAG korrigiert?), gerade bei mehreren WE und entsprechender Anlagenhöhe passt Standard nicht unbedingt.


    Die Frage ist also, ob bereits ausreichend Ursachenforschung betrieben wurde. Wenn ich hier im Haus die Anlage entleeren muss, dann muss ich danach etwa 5-6 Mal im Abstand von jeweils mehreren Tagen entlüften, bis endlich Ruhe ist. Danach 1 x jährlich.


    Die Idee mit der Strangleitung ist nicht völlig abwegig, die Frage ist, ob man diese unbedingt bis "unter´s Dach" verlängern muss um zu entlüften.

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  • 3*5 WE übeeinander, Wasser aufbereitet. Druckhaltung gepruft. Meist mittlerer Strang oben alle 3 5 Tage. Verlängert werden soll bis über Fußboden Dachraum, DG ist ausgebaut. Wie gesagt, Decke ist gleichzeitg Brandschott und Luftdicht-Ebene.

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  • Das ist doch Mist.

    Wieviele Steigstränge sind das? und wie will er das mit den Heizkörpern lösen?

    Entlüften war schon immer Mietersache...:)


    Soll der Fachmann die leitungen vereisen an einem günstigen punkt, damit kein Wasser groß ausläuft. die Puffer selbst können ja entlüftet werden.

    In idealfall fängt er das bestehende Heizungswasser auf und schiebt es dannach wieder rein.

    You do what you have to do, man. :bier::yeah:

  • Soll der Fachmann die leitungen vereisen an einem günstigen punkt, damit kein Wasser groß ausläuft. die Puffer selbst können ja entlüftet werden.

    Was wozu vereisen?

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  • oben alle 3 5 Tage.

    und das seit fast einem Jahr?

    Da sind inzwischen hunderte Liter Luft entwichen bzw. es wurden hunderte LIter Wasser nachgefüllt. Schwer zu gelauben, dass die Inbetriebname korrekt erfolgte, die Druckhaltung OK ist und keine Lecks vorhanden sind.

    Ich würde mal das Manometer beobachten, da müsste man ja dabei zuschauen können, wie der Druck fällt.


    Meine Befürchtung ist, dass selbst wenn man "automatisch entlüftet", der Betreiber trotzdem alle paar Tage Wasser nachfüllen muss.


    Wird die Anlage mit Nachtabsenkung betrieben?


    An sich bräuchte man jetz ein Hydraulikschema, damit man die Wege nachverfolgen kann.

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  • Das ist doch Mist.

    Wieviele Steigstränge sind das? und wie will er das mit den Heizkörpern lösen?

    Entlüften war schon immer Mietersache...

    Nein, kein Mist.

    3 Steigestränge, Hk sind wenig betroffen, "höchster" Punkt sind die Steigestränge bzw Wohnungsstationen.

    Nix Mietersache, die kommen nämlich an die Wohnungsstationen nicht dran (Schachttür abschließbar, Schlüssel hat Vermieter, Sabotagesicherung)


    Umbau Speicher 10/2018, also vor drei Monaten.


    Es geht auch um EntlüftungsLÖSUNGEN, nicht die Luftquellen - Leckage geprüft und mehr als unwahrscheinlich.

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  • Es geht auch um EntlüftungsLÖSUNGEN, nicht die Luftquellen

    Viele Möglichkeiten gibt es da nicht, Luftabscheider, verschiedene Arten von Entlüftungsventilen (manuell und automatisch), aber solche Lösung operieren nur an den Folgen rum und beseitigen nicht die Ursache(n).


    Was hilft es wenn automatisch entlüftet wird, und man dann alle 3-5 Tage Wasser nachfüllen muss? Wird das einmal vergessen, dann mutiert der Entlüfter unter Umständen auch zum Belüfter und verschlimmert die Situation noch.


    Was ich einmal an einer Anlage gemacht habe, bei der ich den Lufteintrag irgendwo im "Heizraum" vermutet habe, am Ausgang in Richtung Strang (verteiler) habe ich einen Umweg eingebaut, sprich das Rohr ging 1m nach oben, dort habe ich einen automatischen Entlüfter gesetzt, und dann wieder 1m abwärts. Vorteil, der Entlüfter konnte nicht trocken fallen, so lange noch ein bisschen Wasser im Heizkreis war. Das funktioniert natürlich nicht, wenn der Lufteintrag irgendwo im Strang oder einzelnen Wohnungen in x Metern Höhe vermutet wird, denn die Luft dort kommt nicht freiwillig nach unten.


    Wenn man in Deinem Fall vermutet, dass der mittlere Strang der kürzeste Weg für die Luft ist, und diese also irgendwo "unten" im Bereich Kessel, Speicher o.ä. eingetragen wird, dann könnte man überlegen, so etwas zu installieren. Vermutet man den Lufteintrag im Strang selbst oder den Wohnungen, dann müsste man dort ansetzen.


    Du schreibst oben von Wohnungsstationen, gehe ich richtig in der Annahme, dass in den Wohnungen Heizkörper verbaut sind? oder gibt es nachgeschaltet noch Regelstationen für FBH Kreise?

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  • Anlage ist wie folgt aufgebaut

    Gasbrennwerttherme -> Speicher/ parallel Solar -> Speicher > Pumpe -> kurzes Stück 54er Leitung als Verteilung -> 3* 35 und abnehmend als Steigestränge in den alten Schornsteinen (etagenweise brandschutzgeschottet) -> je Etage 3*Wohnungsstation, gleichzeitig WW Aufbereitung per Wärmetauscher -> PlattenHk mit voreinstellbaren Thermostaten.

    Alle Leitungen in Cu gepresst und abgedrückt

    Warum sich die Luft ausgerechnet im mittleren Strang sammelt = ????

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  • Nach dem Puffer in den Vorlauf ein Ausreichend großer Luftabscheider sollte das Problem lösen.

    da Warmwasser ja dezentral erzeugt wird, über die Heizungsversorgung, wird das Versorgungssystem eine gewissen Grundtemperatur gefahren werden müssen.

    Macht das System natürlich durch die letztlich große Spreizung dafür anfälliger.


    Ursache kann allein schon der Automatikentlüfter auf dem Gas-Gerät sein. Wenn das, wie viele Geräte, beschissen gebaut ist, zieht der Lüfter bei voller Pumpenleistung viel Luft mit rein.

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  • Eventuell läßt sich die Entlüftungsleitung ja auch nach unten legen. -Also von oben nicht weiter hoch, sondern runter- .Der Durchmesser sollte dann nur sehr klein sein, damit Luft und Wasser nicht mehr so einfach aneinander vorbeikommen...(deutlich kleiner 6mm, wenn ich mich richtig erinnere...)