Spritzschutzstreifen notwendig neben Weg oder bis an das Haus pflastern?

  • Hallo,


    wir hatten gestern einen Termin mit der Landschaftsarchitektin von unserem Gartenbauer. Dabei kam auch das Thema Spritzschutzstreifen auf.


    Bisher sind wir eigentlich davon ausgegangen, rund herum um das Haus diesen Traufstreifen zu machen (30 cm Kies und dann Rasemkanten anthrazit ca. 5 cm). Nur dort wo die Terrasse ist, kommt er nicht hin.


    Uns wurde aber gesagt, dort wo Weg ist, wäre es nicht notwendig. Sogar ein Stück weit kontraproduktiv, weil sich dort drin Wasser sammelt, die Rasenkantensteine sind ja in Beton.


    Im Internet findet man trotzdem häufig Bilder, wo auch an Wegen diese dunklen Spritzschäden zu finden sind.


    Nur dort, wo Rasen angrenzt, sollen wir diesen Spritzschutzstreifen machen.


    Noch dazu anmerken muss ich folgendes, wir haben ein Grundstück leicht am Hang. Von oben kommen beim Starkregen dann schon manchmal ziemliche Wassermassen runter. Bisher bei uns immer alles dicht geblieben, aber dieses Wasser würde dann doch an der Fassade stehen, oder?


    Oder was ich auch mal gehört habe, Kies neben den Weg, aber ohne Kantstein?

  • Off-Topic:


    Sogar ein Stück weit kontraproduktiv, weil sich dort drin Wasser sammelt, die Rasenkantensteine sind ja in Beton.


    ......................


    Wenn sich in dem Traufstreifen Wasser sammeln sollte, hättest Du womöglich ein ganz anderes Problem, das dann aber durch eine entsprechende Bauwerksabdichtung ( hoffentlich ) gelöst wäre ---> aufstauendes Sickerwasser = Bauwerksabdichtung = WW oder SW oder Drainage. Die Aussage ist also Unfug.

    Denn der Unternehmer soll ja nur die Rasenkantensteine in Mörtel setzen und nicht den kompletten 30 cm breiten Kiesstreifen unterhalb der Kiersschicht " zubetonieren ".


    Off-Topic:

    Nur dort, wo Rasen angrenzt, sollen wir diesen Spritzschutzstreifen machen.


    Mit dieser Begründung wäre es allerdings kein, jedenfalls nicht vorrangig ein Spritzschutzstreifen, sondern wohl eher ein Schutzstreifen gegen Beschädigung des Haussockels beim Mähen des Rasens. Wo spritzt es mehr, auf Rasen oder einem versiegelten Weg?


    Hat Frau Landschaftsarchitektin denn geklärt, wie hoch die OK Gelände in Bezug auf den im Baugrundgutachten geklärten Lastfall und die vorhandene, dem Baugrundgutachten angepaßte Bauwerksabdichtung erstellt werden kann?


    Off-Topic:


    Grundstück leicht am Hang. Von oben kommen beim Starkregen dann schon manchmal ziemliche Wassermassen runter. Bisher bei uns immer alles dicht geblieben, aber dieses Wasser würde dann doch an der Fassade stehen, oder?


    Wenn am Gebäude/ehemalige Baugrube hoch versicherungsfähiger Boden ( kein lehmig-bindiger Boden bis zum Grundwasserspiegel ) ansteht oder die Bauwerksabdichtung hierauf ausgelegt ( s.o. ) wurde, gibts kein Problem. Anderenfalls gibt es ganz andere Probleme als " Spritzschutz ".

    Einmal editiert, zuletzt von Skeptiker ()

  • Hmm, also die Abdichtung ist soweit ich es in den Unterlagen sehe nach 18195, Teil 4. Es wurde wohl Dichtschlämme verarbeitet.


    Allerdings wurde bis 110 cm unter Unterkante Bodenplatte und zu jeder Seite etwa einen Meter überstehend der Boden getauscht und Gründungspolster eingebracht (lageweise verdichtet; 0/45 FSS).


    Der Gartenbauer hat jetzt schon, letztes Jahr, Noppenbahnen angebracht (überlappend) und die Austritte auch nochmal irgenwie extra abgedichtet. Wir hatten bereits zweimal Starkregen (Sommer 2018) mit viel Hangwasser wo das Wasser stand (10 cm? 20 cm? Die Noppenbahnen waren für 2-3 Stunden komplett im Wasser) und das hatte keine Auswirkungen bei uns, zumindest haben wir nichts gemerkt. Der Regen bzw. das Hangwasser war schon so stark, dass es bei manchen Nachbarn zu Feuchteschäden gekommen ist.


    Der Boden ist nicht sickerfähig und es ist lehmig-bindiger Boden. Es gibt allerdings kein Grundwasser, also nicht oben. 10 Meter entfernt, 20 Meter entfernt von oben. Ich weiß es jetzt nicht mehr, jedenfalls komplett unrelevant. Das Gebiet ist "abflussorientiert". Ein gutes Stück weiter hangabwärts kommt ein kleiner Bach/Fluss.


    Wir hatte auch letztes Frühjahr mal einen Termin mit einem anderen Gartenbauer. Der hat uns aber abgesagt, weil er keine Kapazitäten mehr hatte. Der hatte uns vorgeschlagen, Weg zu machen und am Rand etwas Platz zu lassen für Kies, aber eben diesen Rasenkantenstein weg zulassen. Jetzt wurde uns gesagt, Rasenkantenstein und Kies weglassen!? Natürlich, wenn wir möchten, bekommen wir auch den Rasenkantenstein und den Kies.


    Ich weiß einfach nicht, wie man es machen sollte. Mal anders gedacht, wenn wieder so ein Starkregen ist, dann bringt der Rasenkantenstein auch nichts? Wie gesagt, das Wasser stand schon deutlich, konnte einfach kaum schnell genug abfließen. Es waren 40-50 Liter je Quadratmeter soweit ich mich erinnern kann. Also schon quasi das schlimmste, was realistisch passieren kann. Das Wasser würde dann einfach über den Kantstein darüberschwappen und würde sich dann dort wirklich sammeln. Natürlich ist der Boden nicht versiegelt mit Beton, aber so schnell versickert es ja nicht, wie es reinfließt.


    Was soll man machen? =o

  • Hört sich nach schwerwiegendem Planungs- und darauf zwangsläufig beruhendem Fehler in der Ausführung an. Insofern solltest Du umgehend einen Fachmann beauftragen, der sich die Situation vor Ort ansieht.


    Denn:


    Wenn lehmig-bindinger Boden vorhanden ist, dann ist die bei Dir ausgeführte Bauwerksabdichtung nach DIN 18 195-4 falsch und funktional unbrauchbar. Lehmig-bindiger Boden verhindert die zügige Versickerung des Niederschlagswassers im Erdreich. Der Bodenaustausch bis 110 cm unter UK Bodenplatte hilft Dir nicht, weil an der Sohle des Bodenaustauschs der lehmig-bindige Boden verblieben ist und von dort das Sickerwasser aufstaut. Durch den Bodenaustausch ist eine " Badewanne " entstanden, die bei Starkregen vollläuft und das Sickerwasser nach Deinen Angaben bis OK Gelände aufstauen lässt. Mithin entsteht drückendes Wasser und dafür ist die vorhandene Bauwerksabdichtung nach DIN 18 195-4 nur dann geeignet, wenn zusätzlich rund ums Haus eine Ringdrainage erstellt wird. Erst diese reduziert nämlich dann das Stauwasser durch Abführung in eine Vorflut ( vielleicht der nahelegene Bach? die Untere Wasserbeörde nach einer Einleitungsgenehmigung fragen ) auf den Lastfall nichtstauendes Sickerwasser/Bodenfeuchte = DIN 18 195-4.


    Deine Überlegungen zum Spritzschutz sind hier völlig irrelevant. Wenn Du bis ans Haus pflasterst verschlimmert das eher die Situation des vom Hang bei Starkregen herunterlaufenden Oberflächenwassers. Es läuft dann wegen der Versiegelung infolge des Pflasters gegen den Haussockel. Bei einem Hang aus lehmig-bindigem Boden ist zudem mit Schichtenwasser zu rechnen. Das fließt ( nicht sichtbar ) im Hang und von dort in die vorhandene " Badewanne ".

  • Also ICH würde bei einem weißen/hellen Sockel einen Spritzschutzstreifen machen, auch wenn da ein Weg ist. ggf. kann man sich die Rasenkante sparen und nur mit einem kleinem Mörtelkeil das Pflaster vor dem Wegrutschen sichern.

    Auf einem gepflsterten Weg werden zwar keine großen Schlammpfützen entstehen, aber auch da sammelt sich Staub


    Bei einem dunklen Sockel würde ich ggf. verzichten und direkt ranpflastern.

  • Hier sind über 50 Häuser gebaut, einer hat eine Drainage gemacht. Er meinte aber auch, wäre nicht notwendig gewesen. Haben jetzt 50 Baufirmen, Architekten und Ingenieure es falsch gemacht? Alles unterschiedliche Architekten bzw. Firmen.

  • Off-Topic:

    Haben jetzt 50 Baufirmen, Architekten und Ingenieure es falsch gemacht? Alles unterschiedliche Architekten bzw. Firmen.


    Sagst doch selbst, dass es " manche " bereits getroffen hat. Die Nachbarn, die noch nichts festgestellt haben, haben möglicherweise eine andere Bauart, anderen Baugrund oder bislang schlicht Glück gehabt haben. Die schiere Anzahl von Häusern besagt mithin überhaupt nichts. Zu betrachten und zu beurteilen ist allein Dein Grundstück. Oder hüppst Du auch im Winter zum Baden in Euren nahegelegenen Bach, nur weil Dein Nachbar das auch tut.


    Geschrieben hatte ich Dir ja bereits, dass nicht nur eine Drainage bei Hanglage und stark bindigem Boden hilft. Einfachste Vorkehrung wäre, ein Haus in einer derartigen Situation so zu planen und zu bauen, dass die Bodenplatte über dem am Hang zu erwartenden Wasser gegründet und OK Gelände 15 cm unter dem vom Bodengutachter ermittelten Bemessungswasserstand bleibt. Klar dann gibts eine Schwelle von mindestens 15 cm zum Außengelände ( Terrassen, Hauseingang usw. ). Haben unsere Altvorderenaber doch auch getan. Nur heute scheint es bei Architekten und Ingenieuren, erst Recht aber bei Bauträgern und Gesellen-GÜ´s in Vergessenheit geraten zu sein. Den oben verlinkten Aufsatz von Welzel lesen. Der beschreibt den bei Dir fabrizierten Murks doch sehr gut.


    Off-Topic:

    Der Regen bzw. das Hangwasser war schon so stark, dass es bei manchen Nachbarn zu Feuchteschäden gekommen ist.


    Bei richtiger Bauart und fachgerechter Ausführung gäbe es keine Feuchteschäden. Und ein Haus, bei dem die Gefahr des Einrtitts von Feuchteschäden besteht ( sie müssen noch nicht eingetreten sein ! ) ist nach dem Gesetz per se mangelhaft.


    Wurde Dein Mangel bereits beim Architekt und beim ausführenden Unternehmer ( oder wars ein BT oder GU/GÜ ) mit Fristsetzung zur Mangelbeseitigung gemeldet?

  • Deine Überlegungen zum Spritzschutz sind hier völlig irrelevant. Wenn Du bis ans Haus pflasterst verschlimmert das eher die Situation des vom Hang bei Starkregen herunterlaufenden Oberflächenwassers. Es läuft dann wegen der Versiegelung infolge des Pflasters gegen den Haussockel.

    ????

    zwangsläufig ? wirklich ?

    also wenn ich eine aussenanlage am hang gestallte , dann mache ich es so , dass wenn oberflächenwasser vom hang zu erwarten/befürchten ist , dieses noch vor den gepflasterten flächen (ob nun mit oder ohne spritzschutz) seitlich am gebäude vorbei kann .

    ich nenne es gelände formen .....


    und ob ein spritzschutzstreifen an pflasterflächen angelegt wird ist in meinen augen mehr oder weniger geschmacksache .


    Wurde Dein Mangel bereits beim Architekt und beim ausführenden Unternehmer ( oder wars ein BT oder GU/GÜ ) mit Fristsetzung zur Mangelbeseitigung gemeldet?

    und ob der mangel besteht .... ich weiss es nicht . und meine glaskugel auch nicht .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Die Bodenplatte ist 30 cm WU Beton, dieser Bodenplatte dürfte es doch sicher nichts machen, wenn 1-2x im Jahr etwas Wasser steht? Bzw. eher 1-2x alle 5 Jahre. Das waren schon sehr heftige Starkregen/Platzregen letztes Jahr wie ich sie bisher eigentlich fast nie erlebt habe. Ebenso ist sowieso unter der Bodenplatte abgedichtet, da radondicht. Angriffspunkt für das Wasser wäre also wohl eher durch die Perimeterdämmung und durch das Mauerwerk, oder?


    Auch wenn es nichts zur Sache tut, der Chef der Putzfirma selbst war ja mehrmals, auch im Vorfeld vor Ort mit dem Bauleiter und er ist BDSH Sachverständiger. Ich kann, als Laie, jetzt nicht jedes Detail hinterfragen und bin wirklich einfach mal davon ausgegangen, dass er wirklich weiß, was er tut (als geprüfter Sachverständiger). Das Problem des Hangwassers wurde auch vorher angesprochen (also, dass da immer das Wasser von oben nach unten runter kommt). Ich kenne, als Laie, also nicht die genaue Form der Abdichtung usw. aber gehen wir mal davon aus, dass er es richtig gemacht hat.


    Unter dieser Prämisse, wie sollte man es machen bezüglich Spritzschutzstreifen?


    EDIT: Gerade kurz meine Frau gefragt, unser Sockel wurde mit dieser schwarzen Pampe abgedichtet, also Bitumendickbeschichtung!? Damit wäre dann alles ok? Wie gesagt, der Chef als BDSH Sachverständiger hat es sich persönlich angeschaut und dann entschieden, wie es zu machen ist.

  • Sofern es nur Oberflächenwasser wäre, könnte man sicherlich noch vor dem Pflaster eine Art Rinne anlegen, um das vom Haus kommende Wasser ums Haus herumzuleiten. Aber: Wohin dann mit dem umgeleiteten Oberflächenwasser. Nachbargründstück? In den Bach mit Genehmigung der UW? Rigole? Brunnen?


    Ich glaube aber nicht an " nur " Oberflächenwasser. Klar, muß das vor Ort geprüft werden. Deshalb ja auch meine bereits eingangs erteilte Empfehlung, einen Fachmann einzuschalten und dies gerade vor dem Hintergrund, dass


    a.) Lastfall aufstauendes Sickerwasser, aber Abdichtung nur nach DIN 18 195-4 ( = nichtstauendes Sickerwasser/Bodenfeuchte ) + keine Drainage,


    b.) Hanglage mit der Gefahr von Schichtenwasser.


    c.)

    Off-Topic:

    Die Noppenbahnen waren für 2-3 Stunden komplett im Wasser



    Die Noppenbahnen sind bekanntlich nur eine Schutzschicht für die Bauwerksabdichtung nach Teil 9 oder für den verputzen Sockel. Als vertikale Drainung taugen sie eh kaum und bei Verfüllung der Baugrube mit 0/45 lt. TE, aber verbliebenem bindigem Boden unterhalb der Verfüllung ergeben sie insoweit auch wenig Sinn.


    Gibt es Bilder vom Hang und der Baugrube sowie der Bauwerksabdichtung vor der Verfüllung? Gibts Architektenpläne, die die geplante Bauwerksabdichtung und die geplante Geländehöhe im Verhältnis zur Abdichtung mit NHN-Höhen zeigen? Und was ist mit dem Baugrundgutachten? Vorhanden oder ausgeführt " wie immer ".

  • Lastfall aufstauendes Sickerwasser, aber Abdichtung nur nach DIN 18 195-4 ( = nichtstauendes Sickerwasser/Bodenfeuchte ) + keine Drainage

    Wie gesagt, es wurde mit Bitumendickbeschichtung abgedichtet, diese ist nach DIN 18195-6 (Abdichtungen gegen von außen drückendes Wasser und aufstauendes Sickerwasser) zugelassen.


    In einem Plan stand mal etwas von Teil 4, daher hatte ich das auch erst angenommen. Ich erinnere mich jetzt nicht mehr an jedes Details der Bauausführung. Ich hatte meine Frau noch mal gefragt, die konnte mir dann sagen, dass alles mit diesem schwarzen Zeug gemacht wurde. Also Bitumen.


    Schichtenwasser (zeitweise möglich oder so stand als Formulierung drin) stand auch im Baugrundgutachten also war im Vorfeld bekannt und daher wird die Ausführung sicherlich so geplant sein.


    Entscheidende Frage nun, vor dem Hintergrund, dass das Bauwerk nach DIN 18195-6 abgedichtet ist, Rasenkantensteine und Kies oder nur Kies oder direkt ran pflastern? Oder ist das dann in diesem Fall egal, weil bei Bitumendickbeschichtung kann das Wasser auch mal stehen?

  • Ich kann nicht beurteilen, welche Kenntnisse Dein Putzer auf dem Gebiet der Bauwerksabdichtung hat. Aber die Bauwerksabdichtung ist schon einmal ein völlig anderes Gewerk als die Anbringung von Putz auf Innen- und Außenwänden.


    Und dass er Sachverständiger des BDSH e.V. ist, sagt erstmal überhaupt nichts: Denn die werden nach der Internet-Seite des BDSH e.V. nach einer 3-tägigen Schulung + anschließender Prüfung mit dem Vereinszertifkat " Sachverständiger " ausgestattet.


    Off-Topic:


    Die Ausbildung ist als Präsenzseminar in 3 Tagen an einem unserer Seminarorte möglich, oder bei freier Zeiteinteilung als Homeseminar bequem von zuhause aus.

    Die Ausbildung endet mit einer schriftlichen Prüfung, die vom BDSH e.V. abgenommen wird. Mit bestandener Prüfung sind sie berechtigt, den Titel "BDSH geprüfter Sachverständiger" und das Gütesiegel des BDSH e.V. zu tragen.

    Nach Durchführung des Lehrgangs werden Sie auf Wunsch ein Jahr kostenfreies Mitglied im BDSH-Sachverständigenverband und profitieren somit von einer Verbandsmitgliedschaft und den zahlreichen Inklusivleistungen.


    Zwei der Vereins-Sachverständigen habe ich in den letzten 3 Jahren kennengelernt. Der eine war GÜ und hat ein ganzes Haus vermurkst, wollte aber meinem öbuv SV erklären, dass er vom Bauen keine Ahnung hat. Den zweiten hatten Architekten zu deren Unterstützung und als Bauleiter beschäftigt. Dem Bauherrn hat das aber auch nicht geholfen. Das Haus mußte für 250.00,00 € wegen gravierender Fehler im Brandschutz, Feuchteschutz und Schallschutz saniert werden. Die Versicherung der Architekten hat mangels Erfolgsaussichten für eine Abwehr der Gewährleistungsansprüche des BH freiwillig die gesamten Sanierungskosten bezahlt. Und das will bei der VHV etwas heißen.


    So einen Verein wie des BDSH e.V. kannst übrigens auch Du " aufmachen ". Die Bezeichnung " Sachverständiger " und die Vergabe des entsprechenden " Zertifikats " ist nämlich durch ein Gesetz nicht geschützt. Anders ist es bei öbuv SV. Die werden aber auch über mindestens 1 Jahr geschult, haben eine sehr strenge Prüfung mit hoher Durchfallquote zu absolvieren und erhalten nach bestandener Prüfung nur die Bestellung auf einem Fachgebiet. Bei dem Verein ist man nach 3 Tagen + Prüfung allround-Sachverständiger.


    Aber das mal nur ganz am Rande.


    Ob und was Du tust/klärst mußt allein Du entscheiden!

  • Und das will bei der VHV etwas heißen.

    oh, ja!

    ...öbuv SV. Die werden aber auch über mindestens 1 Jahr geschult, haben eine sehr strenge Prüfung mit hoher Durchfallquote zu absolvieren und erhalten nach bestandener Prüfung nur die Bestellung auf einem Fachgebiet.

    Die Aussage zur schweren Prüfung und zur Durchfallquote ist korrekt, die zur Schulung nicht. Schulungen sind grundsätzlich nicht vorgeschrieben, was auch die Durchfallquote erklärt. Die Kammern bieten Kurse an. Diese umfassen meist ca. 300 Unterrichtsstunden über ca.

    anderthalb Jahre, mehrere Hausarbeiten und eine eigene Abschlussprüfung. Von den Absolventen versuchen meines Wissens hier in der Region weniger als 1/10 die öffentliche Bestellung zu erlangen, wenn dann aber eher mit Erfolg als Leute ohne. Weshalb versuchen sie es nicht? Sie wissen nach dem Kurs, was sie alles noch nicht wissen und sie finden gerichtliche Auseinandersetzungen nicht so toll. Man hat in der Rolle schließlich fast nur nochmal Feinde. Es ist also eine einsame Rolle, die nicht allen liegt!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Tinu86


    Richtig: Eine Bodenplatte, die den strengen Anforderungen der WU-Rili entspricht + 2-lagige Bitumendickbeschichtung in 4 mm Dicke mit Gewebeinlage nach der ersten Lage ergibt eine sog. Mischkonstruktion und diese ist bei ordnungsgemäßer handwerklicher Ausführung als Bauwerksabdichtung nach DIN 18 195-6 ( für Bauvorhaben mit Abnahme ab Mitte 2017 gilt übrigens eine andere DIn-Norm, aber insoweit inhaltsgleich ) zugelassen.


    Meine Glaskugel sagt mir allerdings nicht, ob das bei Dir alles so ausgeführt wurde. Wenn ja, dann wäre der Vorschlag von wasweissich zur Abführung des Oberflächenwassers nicht schlecht ( vorausgesetzt Du bekommst das abgeleitete Oberflächenwasser irgendwo versickert oder es darf in den Bach eingeleitet werden ).

  • Off-Topic:


    Schichtenwasser (zeitweise möglich oder so stand als Formulierung drin) stand auch im Baugrundgutachten also war im Vorfeld bekannt und daher wird die Ausführung sicherlich so geplant sein.


    Wenn Du meinst. Dann ist ja alles in Ordnung und die falsche Eintragung im Ausführungsplan also " nur " eine partielle Fehlleistung. Der Planer hat Dir dann nur nicht gesagt, dass nach Trockenheit, verbackenem Boden und anschließendem Starkregen viel Wasser auf der Oberfläche des Hangs auf das Haus zulaufen wird. Kann ja mal vorkommen. Hoffentlich hat er das Hangwasser wenigstens bei der Abdichtungshöhe, insbesondere an den hangseitigen - sofern vorhanden - barrierefreien ( ??? ) Fenstertüranlagen berücksichtigt.

  • wir hoffen jetzt einfach mal, dass ein Planungsbüro aus Architekten und Ingenieuren mit über 20 Jahren Berufserfahrung in ein und der derselben Zusammensetzung des Teams ein wenig was vom Handwerk versteht, ja. :-)


    Kann ja nicht zu erwarten sein, dass ich schon keine Baufirma beauftragte sondern eben nur die Architekten- und Ingenieursleistungen und dann eben unabhängig davon Fachfirmen und dann soll ich trotzdem diesen Leuten nicht vertrauen und wiederum Architekten beauftragen, die die Leistung anderer auch selbst beauftrager Architekten und Ingenieure überwacht? Läuft im Bauhandwerk wirklich so alles falsch?


    Also nochmal die Frage, Rasenkantensteine und Kies, nur Kies oder ranpflastern?


    Achja, warum muss ich das Wasser versickern lassen, was vom Nachbar oben kommt? Nach meinem Wissen darf das Wasser einfach weiter dem natürlichen Hangverlauf folgen, wie auch schon zuvor. Abgesehen davon läuft es aber sowieso auf die Straße und zum Gulli-Gitter rein. Wie eben schon zuvor immer dem natürlichen Geländeverlauf folgend? Also, wieso muss ich Nachbars Wasser von weiter oben versickern lassen?

  • Off-Topic:

    Also, wieso muss ich Nachbars Wasser von weiter oben versickern lassen?


    Mußt Du nur, wenn Du dem Vorschlag von wasweissich folgst, weil es dann kein natürliches, sondern gesammeltes und punktuell weitergeleitetes Wasser ist.


    Zu Deiner Frage: Machen darfst/kannst du alle drei Alternativen. Entscheiden mußt Du es selbst.