Optische Frage: Bodenaufteilung Neubau

  • Hallo zusammen,


    ich hab Mal eine optische Frage, meine Eltern planen gerade ihre Neubauwohnung. Es geht um den Boden. Angedacht sind eher dunkle Fliesen und Vinyl in eher heller Holzoptik, es gibt Fußbodenheizung. Die Frage ist nun wo was hin soll.


    Variante 1: Wie im Plan. Küche/Bad/WC gefliest, der Rest Vinyl.


    Variante 2: Küche/Bad/WC und Wohnzimmer plus Flur/Abstellraum gefliest und nur die beiden Zimmer mit Vinyl.


    Variante 3: Küche/Bad/WC und die Verlängerung der Diele gefliest, als langer Flur quasi bis vor die Küche. Dann wäre im Wohnzimmer ein Übergang der Böden. Alle übrigen Räume/ Hauptteil des Wohn/Esszimmers wäre dann Vinyl. (Ist verständlich, was ich meine?)


    Frage: Kommt Variante 3 überhaupt in Betracht oder würde man so etwas überhaupt nicht machen? Ich stelle es mir vom Blick von der Eingangstür her schön vor einen durchgängigen Flur mit Fliesen zu haben. Was das für eine Wirkung im Wohnzimmer hat kann ich mir aber eher schwer vorstellen... Macht es den Raum kleiner?


    Freue mich über Meinungen :)


    (Und damit es nicht so schief läuft wie bei uns gibt's auch schon einen SV zur Abnahme :thumbsup:  )

  • Variante 3 gefällt mir weniger, da wird der Wohn-Essbereich quasi geteilt, und die Trennung wirkt für meinen Geschmack etwas verloren im Raum.


    Variante 1 dürfte optisch homogener wirken, und wenn man sich mit einer entsprechenden Vinyl-Optik für die Bereiche (Diele, WZ, Flur) anfreunden kann, dann wäre das mein Favorit. Bei der FBH Dimensionierung den Bodenbelag beachten.


    Variante 2, also Fliesen im WZ und Essbereich, wäre auch machbar. Optisch vergleichbar mit Variante 1, für die FBH von Vorteil, aber nicht jeder mag Fliesen im Wohnzimmer.

    Ich bin bei solchen Fragen immer hin und her gerissen, denn einerseits würde ich gerne den für eine FBH bestmöglichen Belag wählen, andererseits finde ich Vinyl oder Holz im Wohnzimmer einfach irgendwie gemütlicher. Wie gesagt, für die FBH sind Fliesen ideal, da deren Wärmedurchgangswiderstand gering ist, aber soll man die Gemütlichkeit opfern um ein paar Zehntel mehr Effizienz bei der Heizungsanlage zu erreichen?


    Bei Holz, Gas oder Erdöl wird sich der Unterschied sowieso kaum bemerkbar machen, und bei einer Wärmepumpe bleibt der Nachteil auch überschaubar.

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  • Nop,

    Ungeachtet der Aufteilung und Nutzung, sondern nur optisch

    wäre sinnvoll

    Diele,Küche,Wohnen,Essen und ggf den kleinen Flur + Abstellraum in einen Typ und Design zu verlegen


    Es bleibt Zimmer 1 und 2 (evt Abstell)

    und

    WC und Bad.


    Begründung:

    Zu viele Material und Farbwechsel sind störend in der Optik. Gerade wenn es so offen ist wie in dieser Aufteilung

    (Diele, Essen, Wohnen, Küche, Flur.)

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.


    1. kann man machen. Vor der Eingangstür landet aber über kurz oder lang ein Fußabstreifer
    2. kann man auch machen, ansonsten wie 1.
    3. kann man machen um im Wohnraum den heimeligen Eindruck des "wir sitzen im Korridor" zu vermitteln. Einen praktischen Nutzen sehe ich nicht.
    4. NEU: wie 1., macht aber den Fußabstreifer entbehrlich, also besser als 1. - 3.

    Auf PVC-Böden und auch auf Fliesen würde ich in Wohnräumen verzichten. Sie verbreiten den heimeligen Charme eine pflegeleichten haltbaren Wartezimmers im Gesundheitswesen oder der öffentlichen Verwaltung. Ich würde das nicht in meinem Wohnräumen haben wollen, aber hoffentlich Deine Eltern.


    Da hier offensichtlich altargerechtes Wohnen beabsichtigt ist noch ein paar Hinweise dazu:

    1. Badezimmertür muss nach außen öffnen.
    2. Die Bewegungsflächen im Bad und im Schlafzimmer sind noch nachzuweisen. Im Bad dürfte das sehr schwer werden.
    3. Die lichten Türbreiten innerhalb der Wohnung sind noch nachzuweisen.
    4. Wie sieht der barrierefreie Zugang zur Terrasse aus?
    5. Wo hält sich die bewegungseingeschränkte Person an der Sitzgruppe auf? Daneben und ohne Blick auf das TV-Gerät?
    6. Generell vermisse ich die Darstellung eines Abstellplatzes für Rollstuhl und Rollator und einer Garderobe.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich weiß nicht, ob man für die Küche unbedingt den gleichen Bodenbelag benötigt wie für Diele/WZ. An sich gibt es eine optische Trennung durch den Durchgang, und die könnte man auf den Bodenbelag übernehmen.


    Hintergedanke, ich würde mir Sorgen darüber machen, ob der Bodenbelag im WZ nicht meine Auswahl an Küchenmöbeln zu sehr einschränkt. Deswegen eine Trennung am Durchgang, dann kann man den Bodenbelag besser mit den Küchenmöbeln kombinieren. EIn Bodenbelag der für ein Wohnzimmer typisch ist muss nicht zwangsläufig in eine Küche passen.

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  • Wenn Steinzeug/Fliesen usw (was ich nicht schlimm finde, sondern durchaus auch OK), dann Wohnbereich, Küche und Gang durch. Wenn Holz, dann den Eingangsbereich und Küche mit Stein/Fliesen usw, den Rest Holz. Pflegeleichter Boden im Eingangsbereich wo es nass wird und in der Küche, wo auch Essenszeug auf den Boden fallen kann. Das wäre mein Vorschlag. Es gibt schöne italienische Fliesen für den Boden. Das Bad wird ja eh gefliest.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Danke für eure Ideen und Anregungen!

    Im Wohnzimmer hätten meine Eltern tatsächlich lieber keine Fliesen, die schwäbische Hausfrau möchte aber im Eingangsbereich gut wischen können. Dadurch kam Vorschlag 3 von mir ins Spiel... Der ist nun aber definitiv raus.

    Vorschlag Nr.4 von Skeptiker ist dafür umso interessanter,darauf waren wir noch nicht gekommen.


    Zur Küche wird es auch eine Glasschiebetür geben, die ist in den Plänen noch nicht eingezeichnet. Insofern kann man da auf jeden Fall mit Fliesen und einem Übergang leben und bei der Küche gibt's auch keine Diskussion, da müssen Fliesen rein :)


    Wir haben selber Vinyl und finden es nicht wirklich optimal... Welchen Bodenbelag würdet ihr denn für ein Wohnzimmer empfehlen? Die Wohnung soll erst Mal vermietet werden, meine Eltern wollen da erst in 10-15 Jahren rein.


    Danke auch für die übrigen Anmerkungen, ich gucke mal wie es weiter geht.

  • Wir haben selber Vinyl und finden es nicht wirklich optimal.

    Was stört Euch daran?


    Manche Leute schwören auf einen Holzbelag, sprich Parkett, aber das passt halt nicht immer zur Einrichtung. Bei einer Vermietung sollte man vielleicht auch daran denken, dass der Bodenbelag etwas robuster ausgeführt wird, evtl. auch leicht austauschbar ist.

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  • Was stört Euch daran?

    Eher die Ausführung als der Belag selber... Es wurde geklebt und da sind teilweise doch gut sichtbare Dellen drin (auf denen jetzt Pflanzen steheb...) Die Frage wäre vielleicht wie muss man es beauftragen, damit es nicht so aussieht ;)

  • Welchen Bodenbelag würdet ihr denn für ein Wohnzimmer empfehlen? Die Wohnung soll erst Mal vermietet werden, meine Eltern wollen da erst in 10-15 Jahren rein.

    Auch wenn ich jetzt virtuell für die fehlende Nachhaltigkeit geschlagen werde: Da würde ich Laminat reinlegen, und wenn ich in 10-15 Jahren selber einziehe, raus mit dem Plunder und einen schönen Parkett legen.

  • Im Falle der Vermietung, die ich anfangs überlesen habe, würde ich erwägen, die Erstmieter einen „Verschleißboden“ in einem festgelegten Preisrahmen auswählen lassen, der dann zur Eigennutzung abgeschrieben und ersetzt wird. Der Boden gefällt dann wenigstens den Erstmietern.


    (Nach entsprechenden Überlegungen in der eigenen Familie empfehle ich, sich auch mit den mietrechtlichen Aspekten eines mehr oder weniger „plötzlich“ entstehenden Eigenbedarfs zu beschäftigen und den damit verbundenen gesetzlich geregelten Zeiträumen bis zur tatsächlichen Eigennutzung. Und überlegt werden sollte auch, wer die entsprechenden juristischen und organisatorischen Schritte dann auf welche Weise abwickelt. Typischerweise sind die Eigennutzer damit nämlich genau damit im Bedarfsfall überfordert, denn genau deshalb entsteht meist der Eigenbedarf.)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Stimmt auch wieder mit dem Verschleiß. Zur Vermietung tut es sicher erstmal das Standardangebot des BT, also Laminat. Den Dielenbereich kann man ja trotzdem fliesen lassen, der Vorschlag findet jedenfalls großen Gefallen. Fliesen sind ja sicherlich langlebiger.

  • Wenn es rein um die Vermietung geht, würde ich mir überlegen, überall Fliesen in Holzoptik zu verlegen. Das sieht nicht gleich so kalt aus, aber der Belag ist robust und für Fußbodenheizungen optimal.

    The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
    - John Maynard Keynes -

  • Wir haben überall mit Feinsteinzeug gefliest. Wenn es gute Qualität ist, ist es zeitlos und sehr robust. Ins Wohnzimmer haben wir unter den Couchtisch einen Teppich gelegt. Fliesen in Holzoptik muss man mögen - wir haben das in einem Bad und ich finde es gar nicht so schlecht. Für's Wohzimmer? Naja... in der großen Fläche würde ich es nicht unbedingt wollen. Dann doch lieber richtiges Parkett.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Fliesen in Holzoptik ist Disney Park. <x

    Es gibt Hersteller, die haben eine extrem niedrige Wiederholungsrate, und gut verlegt erkennt man kaum noch einen Unterschied zu Holz. Man muss sich doch nichts vormachen: wenn man eine Wohnung vermieten will, ist ein Parkettboden so ziemlich das dümmste was man rein legt, es sei denn man kann die Mietpreise so ansetzen, dass es egal ist.

    Da macht die Fliese in Holzoptik Sinn: sie ist pflegeleicht, robust, für FBH bestens geeignet und gibt gleichzeitig eine gemütliche, warme Optik. Natürlich ist Holz schöner und bei uns zu Hause haben wir auch ein Holzparkett. Aber hier geht es um ein Vermietungsobjekt.

    The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
    - John Maynard Keynes -

  • Es gibt Hersteller, die haben eine extrem niedrige Wiederholungsrate, und gut verlegt erkennt man kaum noch einen Unterschied zu Holz. Man muss sich doch nichts vormachen: wenn man eine Wohnung vermieten will, ist ein Parkettboden so ziemlich das dümmste was man rein legt, es sei denn man kann die Mietpreise so ansetzen, dass es egal ist.

    Da macht die Fliese in Holzoptik Sinn: sie ist pflegeleicht, robust, für FBH bestens geeignet und gibt gleichzeitig eine gemütliche, warme Optik. Natürlich ist Holz schöner und bei uns zu Hause haben wir auch ein Holzparkett. Aber hier geht es um ein Vermietungsobjekt.

    Ja - und selbst die Haptik ist echtem Holz sehr ähnlich. Warum also nicht - als Alternative zum Parkett.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Es gibt Hersteller, die haben eine extrem niedrige Wiederholungsrate, und gut verlegt erkennt man kaum noch einen Unterschied zu Holz. Man muss sich doch nichts vormachen: wenn man eine Wohnung vermieten will, ist ein Parkettboden so ziemlich das dümmste was man rein legt, es sei denn man kann die Mietpreise so ansetzen, dass es egal ist.

    Da macht die Fliese in Holzoptik Sinn: sie ist pflegeleicht, robust, für FBH bestens geeignet und gibt gleichzeitig eine gemütliche, warme Optik. Natürlich ist Holz schöner und bei uns zu Hause haben wir auch ein Holzparkett. Aber hier geht es um ein Vermietungsobjekt.

    Man sieht sehr viel Parkett in Mietobjekten. Es gibt auch Fliesen mit warmen Charakter, die materialehrlicher sind. Ich halte von diesen Imitaten nichts. :nono:

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...