Qualität Ausführung Bodenlegearbeiten von Firma

  • Hallo Experten!


    In dem Treppenhaus meiner Wohnung wurde der Boden durch eine Firma erneuert. Da ich Miteigentümer bin habe ich dafür auch z.T. die Kosten getragen.


    Mich würde interessieren, was Experten, am besten Forenmitglieder, die beruflich mit Bodenverlegung zu tun haben, von dieser Ausführung halten (Siehe Bilder - Evt. reinzoomen - Es geht um den Abschluss des Bodens zum Wohnungseingang bei 2 Wohnungstüren und einer verklebten Vinyldiele, die etwas hochsteht) - Ist das im Rahmen oder stellt das einen Mangel dar, der behoben werden muss? Kann man hier von fachgerechter Arbeit eines Profis reden?


    Falls ich das in das falsche Forum geschrieben habe, seid mir bitte nicht böse.


    Ich bedanke mich recht herzlich für alle Antworten.


    Wolfgang






  • Hallo Kuenken,



    danke für Deine Antwort.


    Die anderen lassen sich leider nicht anders fotografieren.


    Ich habe das mal markiert um es zu verdeutlichen.


    Es geht um das geschnittene Vinyl, das vermutlich freihand mit dem Teppichmesser vollkommen schief geschnitten wurde an den Abschlüssen von 2 Wohnungstüren. Die schiefen Fugen wurden mit Silikon verfugt. Dennoch sieht man diesen schiefen Schnitt. - Ist das ein Grund für Reklamation?


    Kann man jetzt besser erkennen, was ich meine?


    die Fuge ist an der dicksten Stelle ca. 6mm und an der dünnsten ca. 2mm.



    LG

  • Würden Deine Fotos die hier genannten Eigenschaften aufweisen, so ließen sie sich besser interpretieren.


    Juristisch scheint es mir darum zu gehen, ob Dein Bodenbelag entsprechend der „anerkannten Regeln der Technik“ für dieses Gewerk ausgeführt wurde. Dafür braucht es bessere Fotos. Ob Dir dann wirklich jemand begründet einen Standpunkt vortragen wird, bleibt aber trotzdem abzuwarten.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Du bist Miteigentümer am Gemeinschaftseigentum einer Eigentümergemeinschaft, richtig?

    Wer ist denn mit der Bauherrenaufgabe betraut?

    In der Regel ist das der Verwalter, der die Ausführung zu überwachen hat und zum Schluss die Abnahme für den AG durchführt.

    Jetzt ist die Frage, gab es bereits eine Abnahme und welche Ergebnisse hatte die? Du solltest Deine Beobachtungen mit dem von der Eigentümergemeinschaft Beauftragten besprechen und nicht eigenständig an den Auftragnehmer herantreten.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Das könnte spannend werden.


    Soweit mir bekannt, gibt es noch keine "Norm" die Vinyldielen in diesem Format im verlegten Zustand bewertet. Es werden dann hilfsweise Produktnormen für "ähnliche Produkte" herangezogen, die nicht zwangsläufig passen müssen. Wie SV oder Gerichte das dann bewerten, das ist mir nicht bekannt.

    Weitere Vorgaben können sich in Verlegeanleitungen der Hersteller befinden.


    1. Zur Überzahnung.

    Würde man hier die handwerkliche Verarbeitung unberücksichtigt lassen, also Toleranzen durch Kleber und die Verarbeitung selbst, dann könnte man die Maßgenauigkeit der Vinyl-Fliesen (für DIelen ist das an sich nicht spezifiziert) heranziehen. Das resultiert in einem möglichen (zulässigen) Höhenunterschied von 0,2mm (oder 0,3mm, bitte nachlesen EN649 wenn ich mich nicht irre).


    Ob diese zulässige Toleranz hier ausgereizt ist, das kann man anhand der Bilder nicht erkennen, das müsste man genau messen.


    2. Zum Wandabstand

    Hier scheiden sich die Geister, und es finden sich verschiedene Informationen. Einerseits ist von min. 3mm die Rede, an anderer Stelle von 8mm, in den Verlegeanleitungen oftmals min. 5mm. Optisch spielt das keine Rolle, da ja ein Sockelabschluss die Fuge überdeckt. Ob eine Fuge von 2mm noch ihre Aufgabe erfüllen kann, das könnte man abseits der Norm höchstens durch die Größe der Bodenfläche bewerten.

    Falls Bedenken bestehen, dann die Fuge mit einer Schiene und Cuttermesser auf die 6mm aufweiten.


    3. Zum Türabstand

    Mit dieser Stelle habe ich mein größtes Problem. Einerseits könnte man sagen, dass pro Diele eine Abweichung bis 0,25mm zulässig ist, was übertragen auf die Fuge dann zu Abweichungen um die 1,2mm führt, anderseits wird ja nachgearbeitet, so dass man vielleicht auch etwas genauer arbeiten könnte. Es spielt auch der vorhandene Türabschluss eine Rolle, und ob überhaupt schon eine Dehnfuge vorhanden ist.


    Gehen wir mal davon aus, dass die Fugenbreite ausreichend ist, dann wäre das nur ein "optisches Problem". Man müsste sich die finale (verschlossene) Fuge aus üblichem Betrachtungsabstand anschauen. Es wäre gut denkbar, dass dann die o.g. Abweichung gar nicht auffällt. Ob eine gleichmäßige und verschlossene Fuge mit sagen wir mal 6mm weniger auffällt?


    Selbst wenn die Fuge die Voraussetzungen für einen Mangel erfüllen würde, so wäre dieser doch äußerst gering.


    Mein Bauchgefühl sagt mir, dass Punkt 1. im Sande verlaufen wird, die Punkte 2. und 3. könnten evtl. Anlass zur Nacharbeit geben, wobei Punkt 3. wohl am ehesten einen geringfügigen Mangel darstellen könnte. Sollte es auf einen Streit hinauslaufen, dann könnte es sein, dass SV das anders bewerten und Gerichte anders entscheiden.


    Ich würde daher zum aktuellen Zeitpunkt noch kein großes Fass aufmachen, sondern einfach mal nachfragen, ob man insbesondere Punkt 3. bitte nacharbeiten könnte. Dann sieht man weiter.

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  • Skeptiker


    Leider sind die Fotos nicht besser machbar. Am besten sieht man es, wenn man stark reinzoomt (STRG und + im Vollbildmodus oder runterladen).



    @ Thomas


    Genau. Es ist Gemeinschaftseigentum. Ich habe das bereits bei der Verwaltung reklamiert. Die hatte auch relativ schnell geantwortet und mir mitgeteilt, dass dort keine Mängel bestehen (hochstehende Planke), mein Foto seie ja eh entstanden (war ein Argument), als die Arbeiten noch nicht fertig waren. Der Mangel besteht aber nach, wie vor, darum spielt es doch keine Rolle, wann das Bild aufgenommen wurde. Alle anderen Mängel sind mir gestern erst aufgefallen (Schief geschnittene Abschlüsse Türeingang, und eine Schraube vom Treppenkantenschutz fehlt). Die Abnahme ergab wohl seitens der Verwaltung keine Mängel.


    Was mich aber, unberührt der Mängel, an der ganzen Sache etwas irritiert ist, dass die Angestellte der Verwaltung, welche unsere WEG betreut, den selben Nachnamen trägt, wie der Inhaber des Malerbetriebes, der den Boden gemacht hat (Nachname ist kein oft vorkommender Nachname, wie Müller, Schulz, etc.


    Liebe Grüße und danke.

  • Könnte es sein, dass hier eine haus-interne Fehde ausgefochten werden soll?


    Wenn die Verwaltung der Auftraggeber war, und die Arbeiten bereits abgenommen hat, dann erübrigt sich mein obiger Vorschlag mit dem


    Ich würde daher zum aktuellen Zeitpunkt noch kein großes Fass aufmachen, sondern einfach mal nachfragen, ob man insbesondere Punkt 3. bitte nacharbeiten könnte. Dann sieht man weiter.

    Da müsst ihr Einiges zuerst einmal intern klären.

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  • Hallo RB, danke für Deine ausführliche Antwort. Das ist wirklch nett von euch allen, dass Ihr euch die Zeit nehmt. Toll.


    Also die Größe der Dehnungsfuge könnte von mir aus durchgängig 6mm betragen. Diese Firma hat bereits in ca. 10-15 weiteren Treppenhäusern der WEG den Boden verlegt, dort sei wohl alles ok lt. der Verwaltung und dem Hausmeister (den kenne ich auch privat, der erzählt mir nix vom Pferd im Falle). Allerdings wurde sich auch hier keine große Mühe gegeben. Auf der anderen Seite, der gegenüberliegenden Wohnungstüre von meinem Nachbarn, ca. 2,5-3m entfernt, besteht überhaupt keine Dehnungsfuge, dort wurden die Planken einfach auf Stoß an die Abschlussschiene (diese ist aus Metall, auch an meiner Tür und in den Estrich eingelassen) gelegt. Selbes spiel im Untergeschoss (Aufgang hat 4 Wohnungstüren und 3 Stockwerke).


    Ich habe nur ein Problem vom optischen Aspekt her, dass die Fuge freihand, für mich vollkommen unfachgerecht, freihand, und schief, geschnitten ist. Ich bin selbst Hobbyhandwerker und hätte da mehrere einfache Möglichkeiten gesehen, das schnell und gerade zu schneiden. Z.B. vorab einfach mit einer Tauchsäge und Führungsschiene oder mit dem Teppichmesser und einer Schiene, an der man entlang schneidet. - Das kann man doch von einem Fachbetrieb erwarten, oder erwarte ich da zu viel?


    Liebe Grüße

  • @RB


    Nein ich möchte nichts ausfechten. Ich habe keine Lust auf Ärger und Auseinandersetzungen, das ist absolut nicht meine Art. Ich möchte einfach nur einen schönen Boden in meinem Treppenhaus. Hatte mich sehr darauf gefreut und nun sehe ich jedes mal diesen unschönen Abschluss, wenn ich meine Wohnung betrete + die Planke, die hoch steht.

  • Skeptiker  Leider sind die Fotos nicht besser machbar. Am besten sieht man es, wenn man stark reinzoomt (STRG und + im Vollbildmodus oder runterladen).

    Danke für den Hinweis! Dass Problem ist nicht die Zoom-Stufe! Maße für die bemängelten Punkte sind damit aber eben nicht erkennbar. Ohne Maße keine Bewertung.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Skeptiker


    Ach so, Du meinst Die Türmaße? Entschuldige bitte.


    Die Tür (Fuge) ist ca. 1m breit, der Fugenverlauf, aufgrund des Freihandschnittes beträgt an der dünnsten Stelle ca. 1,5-2mm und an der dicksten Stelle ca. 6mm (s. Foto mit Hinweisen, die ich ergänzt habe).


    Die Planke, die hochsteht, steht ca. 0,5-1mm hoch.


    Auch Dir danke und liebe Grüße

  • Das kann man doch von einem Fachbetrieb erwarten, oder erwarte ich da zu viel?

    Ich vermute, die Optik ist der Punkt über den bei handwerklichen Arbeiten am meisten gestritten wird, denn Optik und "Normen" sind nicht immer in Einklang zu bringen, und jeder hat so seine eigenen Vorstellungen von "schöner Optik". Bei der Bewertung wird man auch berücksichtigen, wo der Boden verlegt wurde. Ein "Treppenhaus" in einem MFH oder eine Multi-Millionen Luxus-Villa.


    Bei der hochstehenden Diele sehe ich nur eine geringe Chance, das hatte ich ja bereits ausgeführt. Ob hier die 0,2 bzw. 0,3mm überschritten werden? Und wenn ja, um wieviele hundertstel Millimeter? und wenn das alles erfüllt wäre, rechtfertigt der Mangel überhaupt eine Behebung (Aufwand), oder bekommt der Auftraggeber dafür einen (sehr geringen) Nachlass?


    Das Problem ist, dass DU selbst nicht der Auftraggeber bist, und daher alles über die Verwaltung abgewickelt werden muss, die anscheinend der Meinung ist, dass alles mängelfrei ausgeführt wurde (warum auch immer).

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  • Meinst Du aber nicht, man sollte auch berücksichtigen, mit wie wenig Mehraufwand man hätte die Fuge gerade hätte machen können? Wie gesagt, das wäre mit einer Schiene in ein paar Sekunden erledigt gewesen und auch für die Otik beuftragt man doch einen Fachbetrieb, damit die Optik fachgerecht ist. Und diese Arbeit hat seinen Preis gekostet, darum kann man doch eine ordentlich ausfgeführte Arbeit erwarten?


    Die Vinyl-Planke steht, ich würde schätzen, vielleicht 0,2-0,5mm hoch. Kann das leider nicht so genau messen, da ich nicht über das nötige Messwerkzeug verfüge. Der Boden ist übrigens verklebt, kein Klicksystem.


    Genau, das läuft wenn dann über die Verwaltung. Ich werde mich da keineswegs mit der Firma auseinandersetzen, schließlich ist das Aufgabe der Verwaltung, dafür bekommt sie von der Eigentümergemeinschaft ja auch Geld.

  • Meinst Du aber nicht, man sollte auch berücksichtigen, mit wie wenig Mehraufwand man hätte die Fuge gerade hätte machen können?

    Da bin ich ganz bei Dir, aber wenn es hart auf hart kommt, dann spielt das nun mal keine Rolle.


    Dann gilt, was wurde bestellt, was wurde geliefert, was hätte geliefert werden müssen.

    Während man den Leistungsumfang bei einer Ware noch relativ einfach bestimmen kann (Produktdatenblatt), wird das bei Dienstleistungen oder handwerklichen Leistungen schon deutlich schwieriger. Es spielt also keine Rolle, ob man die Arbeit relativ einfach hätte besser ausführen können, sondern ob man sie hätte besser ausführen müssen (egal mit welchem Aufwand).


    d.h. nur weil die Fuge nicht optisch ansprechend ausgeführt wurde, stellt das nicht zwangsläufig einen Mangel dar


    Die Juristen hier im Forum könnten Dir das besser erklären.


    Wir wissen nicht, was zwischen Auftraggeber (eure Verwaltung) und Auftragnehmer (ausführende Firma) vereinbart wurde. Demzufolge kann man "nur" eine fachgerechte Ausführung erwarten (Einhaltung a.a.R.d.T., relevante Normen, RIchtlinien etc.). Ob es Vereinbarungen gibt die darüber hinausgehen, das wissen wir nicht.


    Das ist auch der Grund, warum ich die obigen Zahlen einer Norm bzw. Verlegeanleitung entnommen habe, denn ob man mehr erwarten kann, das lässt sich aus Unkenntnis der vertraglichen Vereinbarung (Bestellung) nicht beurteilen.


    Nun kommt noch erschwerend hinzu, dass Du nicht selbst der Auftraggeber bist, sondern eure Verwaltung. Diese hat anscheinend das Werk als mängelfrei abgenommen. Das würde bedeuten, dass die ausführende Firma das geliefert hat, was vereinbart war. Ob die Verwaltung dazu berechtigt war, das wissen wir nicht, denn vielleicht habt Ihr der Verwaltung einen Freibrief ausgestellt, oder was weiß ich.


    So, und jetzt beginnt der Eiertanz. Du behauptest erst einmal einen Mangel durch die ungleichmäßige Fuge und die Überzahnung. Nun musst Du Dich mit der Verwaltung auseinandersetzen, dass diese das Werk nicht als mängelfrei hätte abnehmen dürfen. Ob und wie das möglich ist, das kann ich nicht sagen, da ich solche Verträge zwischen Eigentümern und Verwaltung nicht so detailliert kenne. Hier kann vermutlich ThomasMD eher etwas dazu schreiben.


    Nehmen wir einmal an, Du könntest darlegen (anhand der o.g. Normen etc.), dass die Firma hier einen Mangel produziert hat, dann bedeutet das noch lange nicht, dass der Mangel auch beseitigt wird. Hier kommt dann die Sache mit dem Aufwand (Verhältnismäßigkeit) in´s Spiel. Es wäre nicht das erste Mal, dass so ein Mangel durch einen geringfügigen "Rabatt" aus der Welt geschafft wird. Es würde mich auch nicht wundern, wenn die verwaltung für so eine Entscheidung Rückendeckung durch die anderen Eigentümer bekommt (ich weiß nicht wie das bei Euch geregelt ist, Stimmrecht usw.).


    Du bist also erst am Anfang eines steinigen Weges, mit ungewissem Ausgang.

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  • Erstmal vielen Dank Dir, dass Du Dir die Mühe machst und Dich so ausführlichen mit meinem kleinen Dilemmer so befasst, das weiss ich sehr zu schätzen.


    Also ich kenne mich auch nicht sonderich mit den Pflichten einer Verwaltung aus, aber ich weiss, dass die Verwaltung die Pflicht hat im Interesse der Eigentümer zu handeln, denn sie wurde ja dafür von den Eigentümern bestellt.


    Was ich bisher bewusst nicht erwähnt habe, um die Antworten eventuell zu verfälschen, ist, dass die Angestellte (Ich stehe bislang bei der Sache nur mit ihr in Emailkontakt) der Verwaltung (die Verwaltung ist ein größeres Unternehmen), welche unsere WEG vorort operativ betreut, den selben Nachnamen trägt, wie der Inhaber der Malerfirma, die mit der Verlegung des neuen Bodens beauftragt wurde. Und es ist kein Mülller, Schulz, sondern ein Nachname, der eher seltener vorkommt. - Ich hatte der Angestellten Frau der Verwaltung Bilder der herausstehenden Diele, vor ein paar Tagen, geschickt. Das Bild nahm ich während der Arbeiten auf (11.12.), hatte den Mangel aber nicht angezeigt, da ich davon ausgegangen bin, dass er noch behoben wurde. Die Angestellte antwortete mir, dass man auf den Bildern klar sieht, dass das Bild während der Arbeiten aufgenommen wurde und sie bei nochmaliger Begehung den Mangel nicht mhr erkennen konnte (die Dame, welche den selben Nachnamen, wie der Malerbetrieb trägt). Ich habe gestern nochmal neue Bilder gemacht und im Zuge dessen auch die Fugen bemängelt. Ob sie tatsächlich verwandt sind, kann ich nur mutmaßen. Diese Firma macht aber grundsätzlich alle Malerarbeiten. In der Aufstellung für die jährlichen Ausgaben sieht man aber nicht, wer wofür beauftragt wurde, sondern nur die Gesamtsummen.


    Ich habe das Gefühl, dass der Verwalter (die Dame) gegen mich arbeitet, dem Verwalter, welcher von uns Eigentümern bestellt wurde, um unsere Interessen hinsichtlich des Gemeinschaftseigentums, wahrzunehmen.


    Andere Eigentümer wissen davon noch nichts. Das müsste man wenn dann im Vorfeld als TOP für die Eigentümerversammlung einreichen. Und dafür ist auch diese Dame zuständig. Wenn es aber dazu kommen sollte, ist das große Fass aufgemacht. Denn dann müsste man auch die Sache mit dem Nachnamen näher beleuchten und ich möchte niemanden ansch*****.

  • dass die Angestellte (Ich stehe bislang bei der Sache nur mit ihr in Emailkontakt) der Verwaltung (die Verwaltung ist ein größeres Unternehmen), welche unsere WEG vorort operativ betreut, den selben Nachnamen trägt, wie der Inhaber der Malerfirma, die mit der Verlegung des neuen Bodens beauftragt wurde.

    Vorsicht, da kann man schnell in Verschwörungstheorien abgleiten, das hilft nicht weiter.

    Grundsätzlich ist es zulässig, wenn die Verwaltung ihr bekannte Firmen beauftragt, das kann auch die Firma eines Stammtisch-Kumpels sein, der einen ganz anderen Nachnamen trägt. Um das zu verhindern müsste es zwischen den Eigentürmern und der Verwaltung entsprechende Vereinbarungen geben.


    Wie gesagt, Du kannst nur versuchen über die Verwaltung die Sache zu klären, evtl. mit Hilfe der anderen Eigentümer, aber wenn die Verwaltung das abwehrt, dann wird es schwierig.

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  • aber ich weiss, dass die Verwaltung die Pflicht hat im Interesse der Eigentümer zu handeln, denn sie wurde ja dafür von den Eigentümern bestellt.

    Aber sie muss und darf nicht jedem einzelnen Eigentümer zu Gefallen sein, sondern nur der Gemeinschaft als Ganzes. Und der Willen der Gesamtheit wird durch die Beschlüsse der Eigentümergemeinschaft gebildet und ist in der Gemeinschaftsordnung und im Teilungsplan dokumentiert.

    Was ich bisher bewusst nicht erwähnt habe, Die Angestellte antwortete mir, dass man auf den Bildern klar sieht, dass das Bild während der Arbeiten aufgenommen wurde und sie bei nochmaliger Begehung den Mangel nicht mhr erkennen konnte (die Dame, welche den selben Nachnamen, wie der Malerbetrieb trägt). Ich habe gestern nochmal neue Bilder gemacht und im Zuge dessen auch die Fugen bemängelt.


    Ich habe das Gefühl, dass der Verwalter (die Dame) gegen mich arbeitet, dem Verwalter, welcher von uns Eigentümern bestellt wurde, um unsere Interessen hinsichtlich des Gemeinschaftseigentums, wahrzunehmen.


    Andere Eigentümer wissen davon noch nichts. Das müsste man wenn dann im Vorfeld als TOP für die Eigentümerversammlung einreichen. Und dafür ist auch diese Dame zuständig. Wenn es aber dazu kommen sollte, ist das große Fass aufgemacht. Denn dann müsste man auch die Sache mit dem Nachnamen näher beleuchten und ich möchte niemanden ansch*****.

    Doch, das hattest Du bereits erwähnt.


    Dir wird nichts anderes übrigbleiben als Dir eine Mehrheit unter den Eigentümern zu suchen. Heimlich und aus der Deckung läuft nichts. Du kannst ja erstmal den Verwaltungsbeirat kontaktieren und auf Deine Seite ziehen. Auch kannst Du versuchen eine außerplanmäßige ET-Versammlung anzuberaumen. Du brauchst dazu die Stimmen von 25% der Eigentümer.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • und ob sich die anderen EIgentümer dafür interessieren, wenn vor einer ("fremden") Tür eine Fuge optisch nicht so gelungen ist?


    Ich zitiere mich mal selbst:


    Du bist also erst am Anfang eines steinigen Weges, mit ungewissem Ausgang.

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  • R.B.


    Genau, deswegen sagt ich ja mutmaßlich. Wissen tue ich es nicht. Es könnte aber nicht schaden, das mal genauer zu hinterfragen.


    Diese Firma hat auch die anderen Aufgänge gemacht und diese Firma arbeitet auch als Malerfirma in unserer WEG. - Darum könnte es die anderen Eigentümer interessieren, wenn dort Arbeiten nicht richtig ausgeführt werden und auch in Zukunft ausgeführt werden könnten. Außerdem steht neben den beiden Fugen eine Diele hoch und eine Schraube an einem Treppenkantenprofil wurde vergessen. Und das ist nur Aufgang von 15. Habe überlegt, ob ich mir vielleicht einmal selbst alle anderen Aufgänge genauer ansehe, was da so gemacht wurde. Obwohl ich ganz offen gesagt keine Lust habe, das Haar in der Suppe zu suchen und hier was vom Zaun zu brechen. Ich warte erstmal ab, habe der Verwaltung vorhin nochmal geschrieben und sie freundlich aufgefordert die Mängel beseitigen zu lassen. Wenn das nichts wird, reiche ich ein TOP ein, das bekommen alle Eigentümer schriftlich mit der Einladung zur Eigentümerversammlung und dann muss man mal sehen, was die davon halten.


    Thomas


    Genau, im Sinne der Eigentümergemeinschaft, das ist klar. Da der Bereich, wo Arbeiten stattfanden, Gemeinschaftseigentum ist, betrifft das alle Eigentümer, wenn Arbeiten dort schlampig ausgeführt wurden.


    Ja, wenn das wie gesagt so nicht klappt, bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als das gemeinsam mit den Eigentümern zu besprechen und abzustimmen.

  • Du schreibst, ein Aufgang von 15?

    Ist das eine Riesen-WEG? Kennst Du überhaupt alle Eigentümer persönlich?Nein?

    Dann rate ich Dir, Deine Nerven zu schonen und Dich auf Dein Sondereigentum zu konzentrieren. Alles Andere ist vergebene Liebesmüh.

    Meine WEG hat 31 Eigentümer und ich bin als "vom Bau" anerkannt und habe deshalb eine gewisse Reputation bei baufachlichen Fragen, aber auch ich weiß meine Grenzen einzuschätzen und bestimmte Dinge, die der Mehrheit nicht zu vermitteln sind, gar nicht erst anzugehen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Eine Riesen-WEG nicht unbedingt, es sind insgesamt ca. 100 Einheiten.

    Bis auf's Messer kämpfen werde ich da nicht, denn die Nerven sind es mir nicht wert. Da würde ich mir dann eher den Farbcode vom Silikon miteilen lassen und die Fuge noch mal nachschneiden und neu verfugen bzw. die Planke rausnehmen, plan schleifen und wieder einkleben. Das sind höchstens 60 Min. Arbeit insgesamt und ein paar Euro Materialkosten, denn diese unschöne Fuge sehe ich jedes mal, wenn ich das Sondereigentum bertrete und das stört mich sehr, weil es einfach nur schlampig und geschludert aussieht für meine Begriffe. LG

  • Wäre es denn so schlimm, wenn jemand von der Verwaltung "auf dem kurzen Dienstweg" mit dem Handwerker vereinbaren würde, zu kommen und nachzubessern? Braucht es da wirklich TOPs und Versammlungen?

    Die WEG ist schließlich kein kleiner Auftraggeber.

  • Von meiner Seite aus absolut nicht.

    Durch den Verwalter wurde, wie gesagt, mitgeteilt, dass der Mangel nicht vorhanden seie und meine Bilder, die ich am 11.12 machte klar zeigen, dass mein Foto noch während der Arbeiten gemacht wurde und sie konnte bei der Begehung angeblich nichts entdecken. Zugegeben sieht das mit der Diele auf den Bildern, aufgrund des Winkels, schlimmer aus, als in der Realität. Nichts desto trotz sieht man es. Ich habe daraufhin neue Bilder gemacht und die gesendet mit dem selben Mangel, nur anderem Datum und neuen Sockelleisten im Hintergrund, die zu dem Zeitpunkt noch nicht angebracht waren.


    Den Mangel bzgl. der Fugen habe ich heute erst mitgeteilt, da warte ich noch auf Antwort. Hoffe dass das unkompliziert geregelt wird. Meine Intention das hier zu posten, war, wie gesagt, um zu erfahren wie andere die Qualität des Abshlusses und dem damit verbundenen Bild der Fuge, einschätzen.


    LG