Ich bau mir eine Garage

  • Liebe Experten und Mitleser,


    ich bin neu hier und auf der Suche nach Rat. Ich bau mir aktuell ein Haus mit einer Doppelgarage. Die Garage steht im Rohbau (gemauert auf Ringfundament) und vom Architekten geplant ist, den Boden zu pflastern. Jetzt habe ich von einem Bekannten gehört, dass es besser sei, mit Estrich und Fliesen zu arbeiten. Da in der Garage möglicherweise auch ein Oldtimer stehen soll, ist mir wichtig, dass die Feuchtigkeit begrenzt ist.


    Kann mir bei diesem Thema hier jemand helfen und hat einen Rat, was die beste Lösung ist?


    Schöne Grüße

    Bobby

  • Vielen Dank für die schnelle Antwort. Sorry, ich bin wirklich absoluter Laie. Was für eine Bodenplatte wäre denn zu empfehlen? Geht das überhaupt noch bei dem jetzigen Bauzustand?


    Ich würde meinen Oldtimer (wie heute auch) möglicherweise auch in Zukunft woanders unterbringen, möchte aber gerne trotzdem eine möglichst "trockene" Garage in meinem neuen zuhause ...

  • Was für eine Bodenplatte wäre denn zu empfehlen? Geht das überhaupt noch bei dem jetzigen Bauzustand?

    Beton wäre gut ;)


    Meine persönliche Meinung, klar geht das noch irgendwie, die muss ja nichts tragen (außer dein Auto). Das mit den Fliesen würde ich mir sparen, eher den Beton glätten und/oder beschichteten.


    Eine fachlich fundierte Aussage kommt vielleicht noch, oder mal per Suchfunktion?

    Garage mit Bodenplatte oder pflastern ? / Feuchteproblem

    ;)

  • Hi Hannes, Danke Dir für den Link. Ich hatte das über die Suche hier leider nicht gefunden. Ist aber sehr interessant. Wenn ich die Beiträge von den Experten dort richtig interpretiere, ist pflastern für mich wohl die beste Lösung. Wesentlich ist dann wohl vor allem, dass die Garage gut durchlüftet ist. Um Feuchtigkeit von unten zu begegnen, wäre dann noch der Einsatz einer Folie zu überdenken. Das hilft.


    Viele Grüße

    B.

  • wasn jetzt?


    Folie und pflastern oder Folie und Betonieren?


    Ich dachte der "Vorteil" von Pflastersteinen in Garagen ist das auftretende Feuchtigkeit auch versickern kann, das würdest du mit der Folie verhindern.

  • Richtig, Vorteil von Pflastersteinen ist, dass Wasser versichert. Aus dem Erdreich aufsteigende Feuchtigkeit, so mein Verständnis der Beiträge in dem anderen Fred, können durch eine Folie begrenzt werden.


    Im Falle von Beton und Estrich wäre das ja dicht von unten. Allerdings halt auch nach unten ... deswegen hatte ein Experte dort geschrieben, dass er sich im Leben keine Garage mehr mit Estrich und Fliesen machen würde ... wie gesagt, kenne mich nicht aus, schien mir aber plausibel.

  • Vorteil von Pflastersteinen ist, dass Wasser versichert.

    und nicht nur wasser . was bei einem oldtimer ja so ne sache ist ....

    Aus dem Erdreich aufsteigende Feuchtigkeit, so mein Verständnis der Beiträge in dem anderen Fred, können durch eine Folie begrenzt werden.

    nur weisst die feuchtigkeit sowas nicht immer.

    auf bestimmten standorten , mit besoders günstigen bodenverhältnissen kann gepflasterter boden in der garage super funktionieren ..

    ist halt so ne sache , wenn man genau weiss , was man warum macht .........

    mit angelesenem halbwissen aus dem netz , das man u.u. falsch interpretiert (ist ja nur ein halbwissen :) ) kann einiges schief laufen .


    ich , der vom pflastern einiges versteht , würde meinem oldtimer einen gepflasterten boden nicht antun .

    Im Falle von Beton und Estrich wäre das ja dicht von unten.

    genau

    Allerdings halt auch nach unten ...

    und das ist noch besser .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • auf bestimmten standorten , mit besoders günstigen bodenverhältnissen kann gepflasterter boden in der garage super funktionieren ..

    Danke Dir. Kannst Du etwas konkretisieren, was Du unter "besonders günstigen Bodenverhältnissen" verstehst?


    Zum Thema Oldtimer: Es ist noch nicht sicher, dass ich ihn über den Winter dort abstelle (auch im Sommer wird er da wohl nicht dauerhaft stehen).

  • "besonders günstigen Bodenverhältnissen" verstehst?

    Staubtrocken wie die Sahara.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • Nun, das Grundstück liegt nicht in einem typischen Hochwassergebiet, sondern im Münchner Süden (Schotterebene). Bodenbedindungen sind sicher nicht so staubtrocken wie in der Sahara (Grundwasser ca. 10m-15m), die Durchlässigkeit ist meines Wissens gegeben.

  • sahara muss es nicht sein , aber ..... trocken sollte es schon ziemlich sein.


    ich plädiere immer noch für betonplatte .

    Danke für das Plädoyer und die Hinweise. Nach meiner Wahrnehmung scheint es gute Argumente für beide Lösungen zu geben. Ich werde jetzt mal mit meinem Architekten sprechen und bei Interesse dann gerne hier berichten, was es geworden ist.

  • Was spricht gegen eine Betonplatte?

    Hätte man gleich machen sollen, anstatt zuerst Fundament und Mauern, und dann am Ende doch eine Betonplatte.


    Nebenbei bemerkt, ich habe noch keine Autowerkstatt mit Pflaster als Boden gesehen, und da werden täglich viele Autos rein gefahren, im Winter inkl. Schnee und Wasser. Die Lösung heißt hier lüften (und bei Bedarf auch heizen).

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    .

  • Der Grund, warum ich gerne pflastern wollte, ist trivial. Es gefällt mir schlicht viel besser. Außerdem hat man keine lästigen Pfützen stehen, die Nässe sickert einfach nach unten weg. Wenn ich es richtig verstanden habe, kommt es bei vergleichsweise "dichten" Garagen mit Betonboden noch stärker darauf an, dass sie richtig belüftet werden (ach herrje, was habe ich zum Thema Feuchtigkeit und Schimmel dazu alles lustiges gelesen :lach:). Und dann ist es wohl noch günstiger und massiver, einen Betonboden würde ich mir mit Fliesen belegen lassen (schon aus ästhetischen Gründen). Wenn mal ein Pflasterstein kaputt ist, tausche ich ihn schneller und kostengünstiger aus. Für Oldtimer gibt es auch PermaBags (falls ich ihn da och mal dauerhaft über den Winter einmotten sollte, was aber meine Frau wohl verhindern wird) und letztlich, ich baue mir nur eine Garage und keine Autowerkstatt ... vom "Heizen" einer Garage hat man mir komplett abgeraten, sei wohl extrem schlecht für die armen Autos (es rostet sich da viel schneller). Aber zugegeben, ist halt nur alles nur Laienhalbwissen aus dem Internet und mein Architekt und GÜ haben scheinbar gar keine Ahnung. Habe jetzt gelernt, dass die Experten hier auf Beton schwören. Das wird mich eine Stange mehr Geld kosten. Wehe Euch, wenn ich nachher Feuchtigkeit in der Garage habe :rulez:


    ;)

  • Wird denn das Auto, egal ob Oldtimer oder nicht, bei jedem Wetter bewegt oder ist das ein reines Schönwetterauto?

    Allein von der Beantwortung dieser Frage würde ich die Entscheidung über Boden, Lüftung und evtl. Beheizung abhängig machen.

    Wird täglich Nässe und Schnee in die Garage eingebracht, ist eine Pflasterung auf einer kapilarbrechenden Kies- und Schotterschicht vermutluch das Beste.

    Hat das Ganze mehr Showroomcharakter dürfte eine versiegelte Bodenplatte das Beste sein.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Es ist eine 6m x 6m Doppelgarage gemauert mit einem Walmdach aus Holz. Darin werden immer zwei Fahrzeuge stehen, in aller Regel mein Fahrzeug und das meiner Frau, die beide im Winter in der Regel täglich bewegt werden. Wir werden also definitiv Nässe auch von außen hereinbringen.


    Es war eine Überlegung im Winter den Oldtimer miteinzustellen, allerdinds ist das eher unsicher. Showcharakter hat die Garage nicht, wobei wir schon auf Ästhetik wert legen (die Garage hat mehrere Fenster) und die darin befindlichen Autos sind jetzt auch alles andere als hässlich ...

  • Ich habe eine Doppelgarage auf Betonplatte und diese wurde flügelgeglättet und beschichtet.

    Saubere Sache, und würde ich wieder so machen.


    ABER: Ich hab ein Problem "kleingedacht" und die Auswirkungen nerven mich jetzt sehr. Ich habe kein Gefälle und keine Entwässerung.


    Mit folgenden Argumenten hab ich mir das begründen (lassen):

    Wenn dann braucht man sowieso mind. 2% und dann ist die Garage hinten höher und außerdem schräg, man muss sowieso manuell mit dem Schieber ran...


    Und nun? die Bodenplatte ist nicht eben, sondern hat kleine Senken.. und nun sammelt sich genau da Wasser wo ich es überhaupt nicht haben will (unter den Winterrädern, dem Kühlschrank und anderem Geraffel.


    Ich würde heute ein Gefälle auf einen Punk in der Mitte erstellen lassen, mit max. 1%. Das ist erträglich, und sorgt dafür dass sich keine (größeren) Wasseransammlungen bilden.

  • Sähe das dann überhaupt noch halbwegs vernünftig aus, Gefälle auf einen Punkt in der Mitte (vielleicht dort auch noch einen Ablauf verlegt)? Wie wahrscheinlich ist es, dass eine Betonplatte mit 2% Gefälle mangelfrei erstellt wird?


    Hat hier sonst noch jemand Erfahrungen gemacht, die mir bei der Entscheidungsfindung helfen können?

  • nicht vielleicht, auf jeden Fall mit Ablauf... Garage, nicht Pool!

    Wenn man keine Probleme mit den Anschlusshöhen hat wie ich, dann kann man sicher auch Linienförmig an eine Seite entwässern...

    Aber wie sieht das denn aus? =o

  • Aber wie sieht das denn aus? =o

    Wenn ein Auto draufsteht, sieht es keiner und wenn kein Auto draufsteht ist es eine Garage und bleibt eine solche und kein Tanzparkett.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • ...würde ich instinktiv 2% Gefälle zum Tor vorschlagen.

    Das würde ich auf keinen Fall wollen, weil ich dann befürchten müsste, dass das Auto ohne angezogene Bremse wegrollt.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Garage mit Gefälle würde ich auch nicht machen. Und in eine Garage, die vor allem zum Einstellen von Autos dient, gehört sowieso kein Kühlschrank oder anderes Geraffel... Für Winterräder gibt es Ständer, so dass sie nicht auf dem Boden liegen müssen.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Bodenablauf in Garagen hat man schon seit zig Jahrzehnten schon gemacht. Ist in letzter Zeit wohl dem Rotstift zum Opfer gefallen. Ich würde es so machen wie der Sir angedacht hat, mit Gefälle nach innen und mitten drin der Bodenablauf. Dann darf der Schmodder im Winter abtauen und fließt gleich weg.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Aber wie sieht das denn aus? =o

    Es geht ja vor allem darum, das Wasser sicher abzuleiten. Und das geht über zentralen Ablauf am sinnigsten - bei 2 % Gefälle dorthin, was dann um die 5 - 6 cm sein dürften. Abgesehen davon besteht die von Thomas angeführte Gefahr des Wegrollen nicht mehr.


    Bei der Größenordnung 2er-Garage würde ich auf eine waagerechte StB-Bodenplatte einen Gefälleestrich im Verbund oder auf Trennlage aufbringen. Für 36 m2 wird das Flügelglätten ziemlich aufwändig. Wobei, Handgerät reicht ja.


    Abdichtung / bzw. OS mit Hohlkehle nicht vergessen!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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