Welches Holz für Terrasse

  • Hi,

    Ich plane nach dem Einzug meine Terrasse mit 4,2m x 12,5m Größe.


    Es sollen 1mx1m Terrassenplatten (Sichtbeton, 5cm in grau) werden.

    In der Mitte möchte ich 3 mal eine Holzfläche von 2x2m einbauen - also in Summe 12qm (damit ist der qm-Preis nicht ganz so ausschlaggebend)

    Für Unterlüftung ist gesorgt.

    Die Hausfassade ist komplett mit Lärche unbehandelt.


    Welches Holz in welcher Stärke ist hier am geeignetsten?

    Ist Lärche geeignet (wegen Harz)?

    Ich möchte kein Holz mit 8000km Anfahrt.


    Danke für Ratschläge :thumbsup:

  • Meinst du, weil es nicht aufgeht?

    Da soll aussenrum eine Reihe mit Granitblöcken von ca. 20cm


    Und die genauen Maße werden erst im Frühjahr festgelegt.


    Es sollen 34 von den Platten werden und dann bleiben die freiräume. Könnt ihr es euch vorstellen oder soll ich ein Bild einstellen

  • ich kann schon . (das vorstellen , und nicht nur das)


    nur ob ich es will ?


    und wenn die fassade aus lärche ist und die einfassung aus granit .....

    dann ist das auch egal;)

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Vorab in Kürze, zur Frage nach der Lärche kann ich leider aus eigener Erfahrung nix beitragen. Bangkirai und Douglasie habe ich schon erfolgreich - für den jeweiligen Anwendungsfall - verarbeitet, Lärche nicht. Ebensowenig Eiche. Geben täte es aber beide als Terrassendiele.


    Stell mal ein Bild ein, was du dir da bauen willst und warum - bin neugierig.


    Ansonsten ist sicherlich auch die Gestaltung nicht zu vernachlässigen, die anderen Elemente (Fassade in Lärche und die 100er Platten) wollen ja auch angemessen begleitet werden. Ich bin selten mit wwi einer Meinung, aber hier mal wirklich.. warum unbedingt Granit?? Der hat sicher auch 8000 km Anreise und optisch, na ja.


    P.S. Hast du ein Bild von deiner Fassade? Auch hier wieder Neugier, plane selbst bzw lasse planen) grad eine für mein Haus.:thumbsup:

  • Ok - bei dem Granit bin ich noch Beratungsfähig.

    Anbei ein Bild - Terrasse kommt auf Höhe der Türen.

    Sichtbeton in 1x1m ist die Fortsetzung des Innenbodens.

    Vom Raster sind es 4 x 12m die bebaut werden.

    Und aussenrum eine Abgrenzung - evtl. Mit Sitzmöglichkeit.

    Unterbau mittels L-Steinen und Schotter. Aussenrum kommt die restliche Erde.

  • Meine Erfahrungen mit Terrassenholz sind begrenzt, weil die dafür meist zuständigen Kollegen von Hannes oder ich überwiegend andere Materialien vorsehen bzw. vorgesehen haben.


    Die Erfahrungen, alle mit umgeriffelten, unbehandelten trockenen einheimischen Hölzern sind unterschiedlich:

    1. Eichendeck: Inzwischen fast 20 Jahre alt, ca. 50 cm aufgeständert, frei unterlüftet, begehbar: eine handvoll Hölzer wurden ausgestauscht, Zustand gut.
    2. Lärche als 50 m (!) lange Sitzfläche verarbeitet, einige Zentimeter (= Höhe UK) aufgeständert: Innerhalb der Gewährleistungszeit so stark von Pilzen zerstört, dass sie komplett erneuert werden musste. Es wurde vermutet, dass anderes (Nadel-) Holz verbaut wurde. Dies und mögliche andere Ursachen wurden nicht untersucht, da der Schaden vom Ersteller anerkannt und widerwillig beseitigt wurde. Heutiger Zustand ca. 10 Jahre nach Erneuerung unbekannt.
    3. Lärchendecks, 2 x + / - 100 m2, begehbar, ca. 20 cm hoch aufgeständert, umlaufend von begrünter Fläche dicht umgeben: Zum Ende der Gewährleistungszeit mussten ca. 50 % der Fläche ausgetauscht werden. Ursache waren Stauwasserbildung durch Durchhänge bzw. fehlendes Gefälle und zu geringe Abstände und falsche Auflagerung an den Stößen und Enden. Hier kam es zur Ansiedlung holzzerstörender Pilze.
    4. Einzelne kleine hohle Betonhocker mit Lärchenbohlen abgedeckt, sehen nordseitig eines höheren Hauses: Innerhalb der ersten zwei Jahre stark vergraut, danach leichter Flechtenbewuchs, also etwas grünlich. Nach knapp 10 Jahren kein Bewuchs mit holzzerstörenden Pilzen erkennbar, Holz inzwischen dunkelgrau, sitzt sich noch ganz gut, macht aber manchmal leicht hellgrünliche Flecken.
    5. Sitzbank aus längs gestossen verleimter Robinie (unterseitig geriffelt), in Sitzhöhe von ca. 40 cm frei von einer Wand über einem bewässerten Gartenbeet auskragend, Südseite, voll besonnt: Mittleres Verziehen und Vergrauen im 1. Jahr, seither über 5 Jahre keine sichtbaren Veränderungen mehr, kein Bewuchs, sitzt sich weiterhin akzeptabel, fleckfreies Sitzen ist möglich.

    Zusammenfassend würde Holz für eine Terrasse nur dann einsetzen, wenn:

    1. im Einzelfall das Holz einen praktischen Mehrnutzen bietet, der mit beständigeren Materialien nicht erreicht werden kann (man kann direkt drauf sitzen, erhitzt sich im Hochsommer weniger ... ).
    2. es dauerhaft großzügig hinterlüftet ist.
    3. es sicher immer wieder durch Besinnung + freien Luftzug immer wieder abtrocknen kann.
    4. vom AG anerkannt wird, dass das Material eine in ihrer Dauer unbekannte sehr begrenzte Lebenserwartung hat.

    (Ich habe schon mehrere hinterlüftete Vorhangfassaden mit Lärche geplant und gebaut, teils aus Plattenware, habe also keine grundsätzliche Aversion gegen unbehandeltes bewittertes Holz im Hochbau.)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich bin selten mit wwi einer Meinung,

    wieso eigentlich nicht ???

    100er Platten

    auf 12m länge 4m breit und in der mitte ein klecks holz .....


    !!!! achtung!!!! ganz persönliche meinung !!!

    sieht aus , wie gewollt und nicht gekonnt

    !!!! achtung!!!! ganz persönliche meinung !!!

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Na ja, es ist ja nicht ein klecks holz, sondern immerhin 3 mal 2x2m. Macht 12qm. Viel größer ist meine komplette Terasse nicht.

    Trotzdem, so richtig vorstellen kann ich mir das Ganze trotzdem nicht. Zwischen den Holzflächen gibt es dann 1m der max. 2m Beton.

    Also ist keine einzige Fläche größer als 2m - ein vernünftiger Tisch mit Stühlen drumherum steht dann nie ganz auf Beton oder Holz, sondern immer so halb/halb.

  • Das Haus gefällt mir auch gut!


    Die Mischung der Platten mit Holz hingegen ebenfalls nicht so richtig - damit die großen Platten wirken können, brauchen sie m.E. ausreichend Fläche und sollten auf der verhältnismäßig kleinen Breite nicht noch unterbrochen werden.


    Den Grundgedanken, die Elemente Holz und Beton weiterzuführen finde ich dagegen gut, man sollte dann nur nicht zu kleinteilig werden. Holz könntest du aber wieder bei der Sitzmöglichkeit sinnvoll einsetzen, dort hätte es auch Vorteile gegenüber z.B. Beton, etwa gefälligere, wärmere Haptik.


    Willst du die unterschiedlichen Höhenlagen von Terrasse und übrigem Garten noch optisch etwas trennen?Dafür würden sich vielleicht Gräser anbieten, Pflanzen als Teil der Gestaltung hatten wir jetzt noch nicht, würden aber - mein persönlicher Geschmack - das Holz und die Platten besser ergänzen als z.B. Granit. Je nachdem, wie du wir das vorstellst mir der Sitzmöglichkeit, könnte man diese durch unterschiedliche Platzierung der “Trennung“ eher der oberen oder der unteren Fläche zuordnen. Ich finde, ein Garten lebt davon, dass man nicht alles sofort von einem Punkt erfassen und überblicken kann.

  • wieso eigentlich nicht ???

    Was weiß ich? :D

    Manchmal ist es vielleicht auch ein bisschen die Art, wie die Meinung vorgetragen wird, ich bin offenbar etwas harmoniebedürftiger als du ;) :bier:


    Auch wenn es mich gerade bei vielen Neubauten schon oft in den Fingern juckt, dem Bauherrn und dem Gärtner rechts und links eine zu watschen. Ist oft traurig, was man aktuell als “Gärten“ sieht...


    So, genug off topic!

  • Den Sichtbeton von innen wird man außen nicht machen können.


    Da mangelt es extrem an Rutschfestigkeit. Um Veralgung vorzubeugen, müsste auch noch imprägniert werden, macht es noch weniger Rutschfest.


    Nebenbei wird das ein großer Wärmepuffer. Im Sommer eher unangenehm. Ich würde da keine Betonplatten empfehlen.


    Wenn es auf Erdreich liegt, könnte man Ortbeton geglättet machen. Da könnte wenigstens die Wärme nach unten weg. Persönlich würde ich eher zu Naturstein tendieren. Und das bei meinem Beruf.

    Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten. 8o

  • dem Bauherrn und dem Gärtner rechts und links eine zu watschen.

    schau mal , noch eine gemeinsamkeit :D


    das mit dem vortragen mag an meiner herkunft liegen .in slavischen sprachen ist das beim namen nennen tief verwurzelt :eek:

    Persönlich würde ich eher zu Naturstein tendieren.

    ich auch .


    ausserdem dürfte eine quarzitterrasse nicht teuerer kommen , als das gefrickelte 1m-beton-holzsammelsorium .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • wasweissich - nenne mal die slawischen Sprachen bitte richtig beim Namen ... 🧐

    Da die deutschsprachige Slawistik selbst auf Deutsch beide Schreibweisen benutzt und sich selbst auch "Slavistik" schreibt, dürfte die Frage nach der "richtigen" Nennung schwierig zu beantworten sein.


    Wikipedia zur Slawistik / Slavistik

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  • schau mal , noch eine gemeinsamkeit :D

    Na Mensch, es wird doch! :thumbsup:


    Ich hatte den TE übrigens nicht so verstanden, dass er draußen echten Estrich oder Sichtbeton machen wollte, sondern die Optik des Bodens im EG (vielleicht Sichtestrich) durch die Betonplatten im großen Format, also mit relativ wenig Fugenanteil, zumindest ansatzweise weiterführen wollte. Das könnte ich mir im Grunde erstmal auch ganz gut vorstellen. Ich persönlich finde auch, dass es zu dem gezeigten Haus gut passen könnte.


    Diese großen Platten sind halt nicht unbedingt dankbar zu verlegen, man muss schon ordentlich arbeiten beim Planum und beim Verlegen und sollte sich bewusst sein, dass sie vor allem bei Anschlüssen, die viel Schnitt erfordern, mehr Aufwand machen als herkömmliche Platten oder Pflaster, nicht zuletzt, weil die Platten auch bewehrt sein werden. Ist aber kein Ding der Unmöglichkeit. Aus meinem Bauchgefühl wäre mir bei einer größeren Dicke der Platten wohler, 8 oder 10 cm, da diese satter liegen und weniger zum Kippeln neigen. Je nachdem, ob das ganze in DIY geplant ist, kann aber dann das Handling der Platten schwer werden, das geht nur noch mit Maschine, die 5er sind noch per Hand beherrschbar.


    Klar muss halt sein, je größer das Format von Platten wird, desto empfindlicher reagieren die auf Unebenheiten oder Setzungen. Da wir hier eine Anfüllung haben... Ich habe das Glück, dass mir Pflaster meistens besser gefällt als Platten, und das ist in dieser Hinsicht einfach umkompliziert. Wenn man scharfkantige Platten, also ohne Fase, nimmt und auf Kreuzfuge verlegt, ist eine entsprechende Optik vielleicht aber auch schon mit einer 50er oder 60er Kantenlänge zu erreichen. Habe selbst jetzt kein Beispielbild zur Hand, googelt z.B. mal "raketenstation hombroich kloster" dafür.


    Bei Naturstein reden wir sicherlich von einer anderen Optik, da wäre einfach die Frage, ob und was von AndreR gewünscht ist.


    Zur "Frickelei" - die Mischung mit Holz würde ich tatsächlich auch als eine solche bezeichnen, weil vom Unterbau ganz andere Erfordernisse - am Ende läuft einem die Bettung unter den Platten weg zwischen zwischen die UK der Holzdielen oder das Holz liegt ständig feucht. Also, lieber sein lassen.

  • Geplant (von mir) war eigentlich eine halbwegs ebene Fläche ca. 30cm unter OK aus Betonrecycling ( 70cm gut verdichtet). Darauf kommt ein wenig Split und eine granitplatte (40x60, ist schon da). Darauf Ständer für die Platten und das Holz. Also beides nicht im dreck.

  • Darauf kommt ein wenig Split und eine granitplatte (40x60, ist schon da). Darauf Ständer für die Platten und das Holz.

    kann man alles machen ........ muss man mit sicherheit nicht .



    man kann vieles , sich z.b. einen knopf an die backe nähen und klavier dranhängen , dann weiss man , wie schwer musik ist ;)

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Nach der bisherigen Beschreibung stelle ich mir das Ergebnis der Aktion annähernd so



    vor. Ist das so gemeint? Wenn nein, was nicht?


    Mich würde dabei der nicht erkennbare Sinn der Ornamentik des mit großem technischen Aufwand hergestellten Terrassenbelags stören. Welcher Effekt soll erzielt werden? Sitzinseln? Markierungen für das Aufstellen von irgendwas? Ornamentik der Ornamentik willen?


    Außerdem gäbe es laut der genannten Maße beinahe einen Zusammenhang von Terrassenteilung und Fassade, dann bei näherem Hinsehen aber doch nicht. Was soll erreicht werden? Wie liegen die Holzquadrate vor den Fenstern und welchen praktischen Nutzen haben sie?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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