Gelände mit Gefälle

  • Wir sind immer noch am diskutieren mit der Immobilienfirma wegen den Erdarbeiten.
    Tatsache: der Baugrund hat ein "recht ordentliches Gefälle" (sorry, ich weiß leider nicht wie stark genau). Ist nicht direkt ein Berg, aber Hanglage. (Bitte nicht zerreissen wegen der ungenauen Angabe, ich hab keine Instrumente zum messen. Wenn die "komische Zeichnung" im Bebauungsplan hilft, kann ich die gerne einstellen.)
    Lt. Immobilienmensch müssen wir erst für eine "ebene Oberfläche" sorgen, der Rest der Erdarbeiten ist dann im Preis inbegriffen.
    Hat jemand eine Idee mit was für Kosten man da rechnen muss?
    Wie genau "eben" muss die Oberfläche denn in der Regel sein? Geht es da um mm, cm,....?
    Und .. um wie viel größer lässt man die ebene Fläche machen, als das Haus selbst ist? (Man braucht ja rundum noch "Luft", das Haus soll z. B. nicht mit der Rückwand "im" Hang stehen?)
    Ich lass natürlich jemanden kommen wegen einem vorläufigen Angebot, hätte aber vorab ganz gerne ein paar Infos, was ich genau verlangen muss und worauf ich hinweisen bzw. besonders achten sollte...

  • Das sollte man aber etwas genauer planen, wenn da das Gelände im größeren Stil modeliert wird. Es nützt dir nichts wenn das Haus zwar nicht im Hang steht, aber der Hang beim nächsten Starkregenereignis in Form einer Schlammlawine im Haus steht. Ein bisschen bezahlter Hirnschmalz kann einen vor bösen Überraschungen schützen.

    Wir, bzw. unser Architekt, hatte das Thema Hang/Außenanlagen auch nicht so recht auf der Pfanne und haben im Nachgang nochmal mit Landschaftsarchitekt geplant und gebaut. Da hätten wir wahrscheinlich noch ein paar Synergien heben können.

    The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
    - John Maynard Keynes -

  • Drüber stehen schon Häuser. Ist es naiv zu glauben, dass uns das zumindest davor bewahren sollte, dass "der gesamte Hang daherkommt"?

  • X/So richtig lustig finde ich das gar nicht.

    Uns fehlt aber leider die


    :glaskugel:


    und deshalb können wir die fehlende Planung (Hausverkäufer planen nicht, können sie auch garnicht) leider nicht ersetzen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hatten wir schon.. Architektin hier aus dem Ort. Hat nicht funktioniert.

    Nachbarort? Nachbarort vom Nachbarort? gelbe Seiten? Internet? Suchmaschine? ...

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ah ja. Suchst Du auch keine Freundin mehr, weil das mit 15 schiefgegangen ist und die Angebetete Dich nicht wollte?


    Man, weitersuchen ist hier wie da das Motto

    Die Suche kostet hier nur jedes Mal einen Betrag gut im 4-stelligen Bereich, wenn es nicht klappt...

  • Nein, nur 1.
    Da ich nicht weiß wer hier mit liest, möchte ich lieber vorsichtig damit sein, mich weiter drüber auszulassen.

  • Ein Vorgespräch sollte gar nichts kosten (sofern das Vorgespräch sich nicht über Tage hinzieht...).


    Man setzt sich zusammen, unterhält sich, zeigt worum es geht, welche Problemfelder da sind, der Gegenüber (Architekt) hört sich das an, sinniert, legt seine Stirn gedankenvoll in Falten und hinterher überlegt man was man gemeinsam machen kann, was Sinn macht, was nicht.


    Das...

    wir erst für eine "ebene Oberfläche" sorgen, der Rest der Erdarbeiten ist dann im Preis inbegriffen.

    ..ist erst einmal eher merkwürdig.


    Du willst ein Haus bauen lassen. Dafür gibt es einen Baugrund. Der ist im Idealfall evtl. bretteleben. Wenn nicht, dann eben nicht.


    Warum sollst jetzt DU, als Laie, als Auftrgaggeber, für ebenen Grund sorgen. Sorgen können. Musst Du auch für einen möglichst fluffigen, fuss-schmeichelden Baugrund sorgen, damit die Arbeiter auch barfuß einherschreiten können?


    Und: Wenn der Baugrund eine Hanglage ist, so wirkt sich dies idR auch ganz erheblich auf die Gebäudegestaltung aus. es scheinen ja doch um die 1,50m Höhenunterschied zu sein. Das entspräche etwa einem halben Geschoß. Das sollte man nutzen!

  • Naja, was nützt einem ein/e ArchitektIn, wenn man ein Haus aus dem Katalog bestellt? Ich würde mich nicht dafür her geben für ein fremdes Haus aus dem Katalog meinen Kopf hinzuhalten. Obwohl, Du bist doch der mit dem älteren Mann als Hausanbieter, der nicht mal eigene Leute zum Bauen hat? Wer bitte geht freiwillig zu so einem Anbieter? Normalerweise gibt es Vorgespräche zusammen mit dem eigenen Architekten des Anbieters, der die Möglichkeiten auslotet und dir Vorschläge unterbreitet. Ich hoffe Du hast noch nicht unterschrieben. Sonst bekommen wir hier einen zweiten Pin-Cho Fall, kombiniert mit dem Isabellwe Problem. X/

    Südbayern ist Voralpengebiet mit kaum flachen Baugrundstücken. Im Flachen ist es ja meist kein großes Problem ein Musterhaus sonst wo hin zu stellen. Aber am Hang sollte das Haus schon passen. Da ist ein Musterhaus aus dem Katalog nicht unbedingt die erste Wahl. Deutschland ist das Land mit der höchsten Architektendichte. Da wirst Du doch einen Architekten finden. Du bist doch erwachsen, Du kannst doch mit den Leuten reden. Du solltest aber nicht wie ein Kleinkind auf bestimmte Dinge pochen, sondern dich vom erfahrenen Architekten leiten lassen, der besser weiß wie ein Haus funktioniert und was zusammen passt.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Das wäre das

    Nicht unbedingt.


    Eher wird man der armen Sonne wohl aufgeben den Hang (einseitig) abzugraben um eine eben Fläche zu erhalten. Wie man dann später ins haus kommt, weil der Zugang entweder "im Hang" liegt oder weil er auf der anderen Seite in unerreichbarere Höhe liegt, klärt man dann mit dem Außenanlagenbauer, der sich dann schon mal den neuen Porsche ordert....


    O.K., das mit dem Porsche mag überzogen, dramatisierend, klingen. Aber: Das Hauskonzept (Zugang, Garten, Höhenentwicklung) sollte im Vorfeld (!) auf das Baugrundstück abgestimmt werden. Nicht ein Kataloghaus, geplant für die grüne, ebene Wiese, irgendwie in einen Hang vergewaltigen.


    Fairer weise muss man dazu sagen: Kataloghäuser können fast nur von einem "idealen Grundstück" ausgehen.


    In der Realität gibt es da aber oft nicht.


    Dann muss man das Haus so planen (planen lassen), dass es zum Gelände passt.

  • Normalerweise gibt es Vorgespräche zusammen mit dem eigenen Architekten des Anbieters, der die Möglichkeiten auslotet und dir Vorschläge unterbreitet. Ich hoffe Du hast noch nicht unterschrieben. Sonst bekommen wir hier einen zweiten Pin-Cho Fall, kombiniert mit dem Isabellwe Problem. X/

    Aufpassen sollte Sol1 auf jeden Fall und vermutlich ist der Weg zum Architekten hier auch sinnvoll. Aber auch da sollte er ein waches Auge haben, denn mir ist das passiert obwohl ich mit Architekt in LP1-8 arbeite (auch wenn ich seit Wochen keine Rückmeldung mehr kriege). Auch da gibt es schwarze Schafe.


    In meinem Fall glaub ich langsam, dass ich zu genau bin. Buchhalter eben :P Wahrscheinlich musste sich meine Architektin sonst nie rechtfertigen und es wurde einfach bezahlt.

  • Man kann Häuser ins Gelände bauen, ins Gelände integrieren, mit dem Gelände bauen oder gegen das Gelände bauen, das Gelände um modellieren mit gewaltigen Erdbewegungen, Trockenmauern usw.


    Hier einfach mal "Hang haus" oder "Haus am Hang" in eine Suchmaschine tippen. da gibt es tolle Beispiele für beide Kategorien.

  • Sol1 :


    Du solltest schnell zurück auf Los gehen. Deinen Fragen nach zu urteilen, bist Du auf dem besten Weg, viel Geld für maximalen Ärger zu investieren.

    Bitte nicht böse sein - aber bei mir auch vieles schief gegangen und ich würde nie mehr so naiv an die Sache herangehen. Liebe mehr in die Planung investieren und hinterher sorgenfrei leben. Tipps hast du hier jetzt schon einige bekommen. Du hast noch die Chance, sie anzunehmen - ich habe das Forum leider erst entdeckt, als das Kind schon tief im Brunnen lag.


    Zum Thema Hanggrundstück: in dem Landkreis, für den ich zuständig bin, gibt es ein Baugebiet, das komplett im Hang liegt. Nachdem fast alles bebaut war, kam es zu einem Starkregenereignis mit schweren Folgen - einige Wohnkeller sind heftig abgesoffen.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Jetzt ist Plätzchenbackzeit: Nimm Mehl, ( oder Teig) und forme das zu einem Hang. Dann vwrsuchen, den Hang gerade zu bekommen und dabei die Nachbarn „ unberührt „ lassen. Schwierig. Manchmal muss man es fühlen/ sehen, was da passiert bzw verlangt würde.


    Thomas B hat definitiv Recht: Kataloghaus auf Hang=teurer Unsinn.


    Und Geld willst Du sicher nicht in den Sand setzen.


    Auch meine Empfehlung wäre: Such nen Archi, der sowas kann.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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