• Guten Abend


    Ich habe vor kurzem ein Haus BJ.1973 mit vor 8 Jahren installiertem Vollwärmeschutz

    gekauft.

    In der Küche hatte ich drei seltsame Flecken die wie Dreck aussahen.

    Nachdem ich die Flecken mit Farbe übermalt habe waren am nächsten Tag wieder zwei Flecken daneben da.

    Handel es sich um Wasserflecken? Ist das Plausibel, dass die Flecken dann daneben kommen?

    Auffällig ist das der Verkäufer kurz vor dem Verkauf eine Regenleiste zwischen Wand und dem Boden angbracht hat.

    Für mich sieht das so aus als ob der Verkäufer eine undichte Wand vertuschen möchte.

    Danke und viele Grüße

    Christian

  • Ergänzung


    Das Haus liegt am Hang, die Regenleiste wurde außen an die Hauswand geschraubt um den Regen von der Hauswand abzuleiten und das kein Wasser zwischen Isolierung und Hauswand eindringt. Der Verkäufer sagt das er die Regenschutzleiste aus kosmetischen Grunden anbringen lassen hat, das glaube ich nicht. Was meint ihr?

    Danke u Grüße

    Christian

  • Was ist eine „Regenleiste“? Meinst Du eine Regenrinne? Wie verläuft diese (Foto / Skizze)?


    Zu den Flecken: Ist die Wand dort fühl- oder messbar feucht / nass?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hallo Skeptiker


    Vielen Dank für Deine Antwort.


    Ich meine eine Regenspritzleiste die an der Hauswand im Freien angebracht wird. Die Flecken sind nicht fühlbar feucht und

    da das Haus am Hang liegt ca. 1m unter der Erde.

    Die Flecken sind nur an einer Stelle an der Wand. Wenn man dort klopft hört es sich hohl an. Um die Flecken herum ist das

    Mauerwerk massiv wenn man klopft.




    Grüße

    Christian

  • Es tut mir leid, aber ich kenne weder Regenleisten noch Regenschutzleisten noch Regenspritzleisten. Zu letzterer findet Google keinerlei Eintrag, zu den beiden anderen keinen, unter dem ich mir etwas vorstellen könnte. Kannst Du ein passendes Bild verlinken und darstellen, wo diese Leisten angebracht sind?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ob es sich um Wasserflecken handelt, das ist anhand des Bildes schwer zu beurteilen, es könnte sich auch um irgendeine andere Flüssigkeit handeln, aber Wasser ist wohl sehr wahrscheinlich.


    Was ich mit "anderen Flüssigkeiten" meine, es könnte sich bei einer Küche beispielsweise auch um "Fettflecken" handeln, die immer wieder durch den Anstrich durchschlagen. Gegen diese Theorie spricht jedoch, dass Du geschrieben hast, dass die neuen Flecken nach dem erneuten Anstrich "neben" den alten Flecken entstanden sind.


    DIe Frage ist also, woher das Wasser kommt.


    Du gehst davon aus, dass das Wasser von außen "oben" durch die Wand kommt. Ein denkbares Szenario, aber nicht das einzige. Es könnte auch von außen "unten" kommen (Drainage?) oder sogar von außen "mittig" (Quelle auf dem Grundstück?). Denkbar wäre auch ein defektes Fallrohr außen bzw. die zugehörigen, im Erdreich verlegten, Rohre. usw. Es könnte auch sein, dass das Wasser von außen von der Oberfläche kommt (versiegelte Fläche die das Oberflächenwasser gegen die Wand leitet). Das alles gibt Dein Bild nicht her.


    Kondensat von innen wäre theoretisch auch denkbar, das würde ich aber eher im oberen Bereich der Wand vermuten, da dieser Bereich die kälteste Oberflächentemperatur aufweisen dürfte. Es wären auch Leitungen in der Wand denkbar, was man bei der Höhe nicht völlig ausschließen kann.


    Kennst Du den Wandaufbau?

    Ich würde zuerst einmal die betroffenen Stellen öffnen und schauen, wie es "in" der Wand aussieht. Für einen neuen Anstrich der Wand ist es zu früh, zuerst musst Du die Fehlerursache beseitigen.


    Sollte die Wand schon im Kern feucht sein, was ich nach Bauchgefühl vermute, dann wird man außen öffnen müssen. Denkbar wäre eine defekte Abdichtung außen in diesem Bereich. Bei einer Abdichtung die bereits 45 Jahre alt ist, würde ich das nicht ausschließen.


    Wie Du siehst, es gibt viele denkbare Szenarien. Welche der o.g. Vermutungen bei Dir nun zutrifft, das steht (noch) in den Sternen.

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  • könnte sich bei einer Küche beispielsweise auch um "Fettflecken" handeln, die immer wieder durch den Anstrich durchschlagen. Gegen diese Theorie spricht jedoch, dass Du geschrieben hast, dass die neuen Flecken nach dem erneuten Anstrich "neben" den alten Flecken entstanden sind.

    Das wäre auch meine Überzeugung. Genauso sehen fettige Stellen aus. Und ich bin fast der Überzeugung, dass da nix feucht ist.


    Ich lehne mich schon fast so weit aus dem Fenster, zu behaupten, dass die an der gleichen Stelle wieder gekommen sind.

    Gruß Werner :)

  • Sind das Wasserflecken in meinem ersten Bild?

    Ich habe keine Ahnung. Ich würde eine Aussage dazu erst nach einer Besichtigung und örtlichen Messung treffen.

    Off-Topic:

    (Hatte erst gestern einen solchen Auftrag. Ergebnis: Flecken haben eine andere Ursache, aber an anderer Stelle ist die Wand auch ganz ordentlich nass - durch Kondensat.)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Wenn ich mir die Fliesen "rechts im Bild" so anschauen, könnte es sein, dass das Bild "gedreht" ist?

    Also rechts wäre unten?


    Was befindet sich hinter dem "kreisrunden" Fleck? (rechts im Bild)

    Das ist ein nahezu perfekter Kreis, und mein erster Gedanke war, dass da jemand eine Unterputzdose eingeputzt hat. Wenn "rechts = unten", dann könnte das in der Verlegezone liegen in der man Steckdosen setzt (ca. 30cm ab OKFFB). Wenn man dann bedenkt, wie 197x solche Unterputzdosen gesetzt wurden, dann könnte dahinter nicht mehr viel von der Wand übrig sein.


    Aber wie schon geschrieben, anhand eines einzelnen Photos.......:haue:

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  • Das ist keine " Regenleiste " auf dem ( offenbar ) vorhandenen WDVS-Sockel.


    Man muß hier etwas weiter ausholen:


    Putz, der in Erdreich oder - wie hier - in eine Kiesschicht einbindet, benötigt a.) eine zusätzliche Beschichtung aus z.B. Dichtschlämme ( = Feuchteschutz ), die verhindert, dass die im Erdreich befindliche Bodenfeuchte oder aufstauendes Sickerwasser bei lehmig-bindigem Boden bei Hanglage nicht kapilar im Außenputz aufsteigt und/oder permanent Wasser gegen den Sockel spritzt. Anderenfalls wird der Außenputz durchfeuchtet. Bei Frost gefriert durchfeuchteter Putz. Durch Volumenvergrößerung entstehen Risse und der Putz wird vom Putzuntergrund abgesprengt.


    Dies wird verhindert durch den vorgenannten Feuchteschutz, der den Putz von der Bauwerksabdichtung kommend bis mindestens 5 cm über OK Gelände umhüllt. Vor dem Feuchteschutz für den Putz ist dann b.) zusätzlich noch eine Schutzschicht anzubringen, die verhindert, dass der Feuchteschutz durch die Anschüttung - hier die Kieselsteine - beschädigt wird. Die Schutzschicht könnte das von Dir im Bild gezeigte beschichtete Zinkblech sein.


    Zur weiteren Verdeutlichung siehe die RiLi " Fassadensockelputz/Außenanlage ", die Du im Internet googeln und dort gegen Zahlung von rund 30,00 € bestellen kannst. Die RiLi ist bebildert und insofern auch für de3n Laien verständlich.


    Zitat

    ... in die Hauswand geschraubt um den Regen von der Hauswand abzuleiten und das kein Wasser zwischen Isolierung und Hauswand eindringt. Der Verkäufer sagt das er die Regenschutzleiste aus kosmetischen Grunden anbringen lassen hat,Die Aussage ist so nicht richtig. Das Zinkblech ist ( s.o. ) nur eine Schutzschicht für den zuvor auf dem Putz anzubringende Feuchteschutz. Außerdem ist sie ein Spritzschutz, soweit sie den Kiesstreifen überragt.


    Entscheidend ist, ob hinter dem Zinkblech noch ein Feuchteschutz auf dem Putz angebracht wurde.


    Auf der tragenden Wand ( also hinter der Sockeldämmung ) muß eine funktionsfähige und dem vorhandenen Lastfall angepasste Bauwerksabdichtung ( sog. Vertikalabdichtung ) vorhanden sein. Nur die - nicht das Zinkblech - verhindert, dass die Außenwand durchfeuchtet wird. Denn: die Außenwand steht mit einem Meter im Anhang. Insofern geht es auch um Feuchtigkeit/ Sickerwasser von unten, d.h. im angeschütteten Erdreich und in der Kiesschicht.


    Jetzt zu dem von Dir geschilderten Erscheinungsbild auf der Innenseite der Wand:


    Mit Deinen Angaben läßt sich leider nichts anfangen, weil wir keine " Glaskugel " haben. Es müßte zunächst eine Feuchtemessung mit einem Feuchtemeßgerät durchgeführt werden. Ergibt die Messung überhöhte Wandfeuchte, dann muß geklärt werden, wie tief die Wand durchfeuchtet ist. Oberflächenfeuchtigkeit würde für Kondensatausfall durch zu geringe Außendämmung hindeuten. Sitzt die Feuchtigkeit tiefer, wäre an einen Fehler in die Bauwerksabdichtung zu denken. Denkbar sind gegebenfalls auch Leitungsschäden.


    Erster Schritt, den nur Du erledigen kannst, ware also eine Feuchtemessung der Wand. Erst danach beginnt dann die Ursachenerforschung.


    Was der Verkäufer Dir erklärt hat, ist jedenfalls nicht schlüssig und gibt hinreichenden Anlaß zur weiteren Aufklärung.