Luft-Wasser-Wärmepumpe "Novelan"

  • Hat jemand Erfahrungen mit der Wärmepumpe "Novelan"?
    Die möchte unser Heizungsbauer einbauen. Nun sagt mir ein anderer Heizungsbauer, dass es damit regelmäßig größere Probleme gibt und wir die Finger von dieser Wärmepumpe lassen sollen.
    Wir sollten lieber z.B. auf "Rotex" bestehen.
    Die Baufirma bzw. der ausführende Heizungsbauer sagt sie hätten das Model (Novelan) schon mehrfach eingebaut, auch vor Jahren, und außer "Kleinigkeiten" (was auch immer das genau ist), hätte es nie Probleme gegeben.
    Ich hab keine Ahnung davon und bin jetzt verunsichert....
    Kennt sich jemand hier damit aus? Erfahrungen?

  • Beide Heizungsbauer erzählen Unsinn. Es kommt nicht darauf an was für ein Namensschild an der Wärmepumpe klebt, sondern ob die Wärmepumpe zu Eurem Haus und Nutzerverhalten passt. Dann sollte noch der Service gesichert sein, was bei Markengeräten meist der Fall ist. Wichtig ist, dass der Heizungsbauer Ahnung von der Materie hat, und dass die Planung diese Bezeichnung auch verdient.


    Wir könnten genau so gut darüber philosophieren ob ein A8 besser ist als eine S-Klasse oder einen 7er BMW. Ich halte jede Wette, wir kommen nie zu einem Ergebnis.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Es ging eigentlich darum, dass speziell dieses Modell angeblich überdurchschnittlich viele Probleme machen soll.
    Also nach dem Motto: Stimmt es, dass der A8 überdurchschnittlich oft in der Werkstatt ist, es mit dem 7er dagegen in der Regel (Ausnahmen gibt's natürlich immer) keine Probleme gibt? (Könnt ich natürlich auch umgekehrt schreiben. ;-) )

  • Passt die Pumpe überhaupt zu Eurem Energiebedarf = KfW ??. Sonst ist das alles müßig. Ich sag ja - vernünftige Planung machen lassen.

    Sonst kaufst Du eien A8 und hast 7 Personen = VW Bus zu chauffieren

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Passt die Pumpe überhaupt zu Eurem Energiebedarf = KfW ??.

    Das gleiche Haus wurde hier in der weiteren Umgebung schon mehrmals vom Anbieter gebaut.
    Angeblich immer mit der genannten Wärmepumpe.
    Niedrigenergiehaus Effizienzhaus 70

  • Es ging eigentlich darum, dass speziell dieses Modell angeblich überdurchschnittlich viele Probleme machen soll

    Das sind wirklich dumme Sprüche die man oft hört. Versucht man dann nachzuhaken bleibt nur noch heiße Luft übrig. Frage ihn mal wieviele WP er von den genannten Modellen schon verbaut hat, und wieviele davon angeblich "defekt" waren.


    Wie schon geschrieben, die Technik ist meist das geringste Problem. Bei Heizungen entstehen Probleme in 99,99999% der Fälle durch mangelhafte Planung und Umsetzung, oder durch unsinnigen Betrieb. DIe Geräte selbst werden industriell gefertigt, und da gibt es auch eine Qualitätssicherung, so dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass ein defektes Gerät ausgeliefert wird. Das zeigt sich dann auch während des Betriebs. Es gibt zwar immer irgendwelche Verschließteile die ersetzt werden müssen, aber das sind nicht die echten Probleme die in der Praxis auftauchen.


    Also nach dem Motto: Stimmt es, dass der A8 überdurchschnittlich oft in der Werkstatt ist, es mit dem 7er dagegen in der Regel (Ausnahmen gibt's natürlich immer) keine Probleme gibt? (Könnt ich natürlich auch umgekehrt schreiben. ;-) )

    und Du würdest das tatsächlich glauben?

    Ich würde zuerst einmal schauen, was für ein Auto derjenige fährt, der diese "Empfehlung" gibt.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Die Empfehlung bzw. der Hinweis kam von einem ehem. Heizungsbauer, der jetzt im Vertrieb ist.
    Allerdings, soweit ich weiß, dieses Modell nicht im Sortiment hat. Er hätt's nur bei seinen Kunden überdurchschnittlich oft mitbekommen.
    (Auch das andere Modell sollte nicht über ihn bzw. seinen Kunden gekauft werden.)

  • Würdest Du eine S-Klasse kaufen wenn Du 20to Paletten von München nach Hamburg transportieren musst? oder doch lieber einen A8?


    Was ich versuche Dir zu erklären, es ist zu Beginn völlig egal, was für Hersteller es gibt, Planung beginnt mit der Ermittlung der Rahmenbedingungen, denn sonst könnte es passieren, dass weder S-Klasse noch A8 oder 7er BMW passen.


    Zuerst müssen die Gebäudedaten bekannt sein damit die Heizlast ermittelt werden kann. Dann braucht man Infos zum Grundstück, um zu prüfen, ob evtl. eine Wärmepumpe mit Erdkollektor eine Alternative wäre. Dann müssen noch so Dinge wie Heizflächen und Warmwasser geklärt werden. So arbeitet man sich Stück für Stück voran, und wenn dann all Daten vorliegen, dann schaut man, was am Markt verfügbar ist, und welches Modell zu den Anforderungen am besten passt.


    Um mal ein Beispiel zu nennen.


    Du schreibst von Luft-Wasser Wärmepumpen, aber wer sagt, dass eine LWP die beste Lösung für Dich ist? Warum keine Sole-WP oder DV oder ein Pelletkessel oder Gastherme oder.......

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Naja... es ist bei weitem nicht so, dass alle Luftwärmepumpen gleich sind.

    Hier gibt es enorme Unterschiede, vom Aufbau, der Technologie, der Regelung über die Geräuschentwicklung zum Service über die Eigenschaften bis zur Ersatzteilversorgung.


    "Kleinigkeiten" hat jeder Hersteller mehr oder weniger.


    Wir verbauen beide Hersteller. Bei Rotex die HPSU- compact und bei Novelan hauptsächlich die LAD und LIV. Beide kannst du ohne schlechtes Gewissen einbauen lassen.

    Viel Wichtiger ist, dass sich dein Heizungsbauer/ Kältebauer mit dem Hersteller/ der Anlage auskennt. Wenn man dem Heizungsbauer die Anlage aufzwingt, kann viel mehr schief gehen und spätestens beim Störfall wirst du es bereuen.

  • natürlich gibt es Unterschiede, aber zu behaupten, dass Hersteller xx permanent Ausfälle hat und Hersteller yy problemlos ist, das ist der falscherste Weg.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Ich denke ich bleibe bei der geplanten Novelan, die der Heizungsbauer wohl regelmäßig einbaut.

    Sorry, aber DU hast nichts verstanden.


    Zuerst einmal klären was Du überhaupt brauchst, und dann kannst Du schauen, ob der von Dir favorisierte Hersteller etwas passendes hat. Ansonsten kann es passieren, dass Du nicht nur eine Unmenge Geld für die Anlage bezahlst, sondern auch noch unnötig hohe Betriebskosten. Während man die Investitionskosten noch abschreiben kann, werden Dich die Betriebskosten die nächsten Jahrzehnte verfolgen.


    Man kauft doch eine Heizungsanlage nach einem "Namen". :wall:

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • R.B.

    das kann ich als Laie doch nicht errechnen und beurteilen?

    Das hat der Fachmann doch schon für mich gemacht.

    Es ging einzig und allein darum, dass mir ein befreundeter Heizungsbauer den Rat gegeben hat das geplante Modell nicht zu nehmen, weil das angeblich "überdurchschnittlich viele Probleme verursachen soll".

    Ich wollte jetzt lediglich hier im EXPERTENforum nachfragen, ob diese Erfahrung schon öfter gemacht wurde, bevor ich wegen einer Einzelmeinung "einen Aufstand" mache und den Wechsel zu einem anderen Modell verlange.

    Nachdem hier anscheinend noch niemand davon gehört hat und für mich nachvollziehbar ist, dass der Heizungsbauer bei vielleicht doch auftretenden Problemen besser mit einer bekannten Anlage klar kommen wird, denke ich im Moment, dass es wohl doch besser ist beim geplanten Modell zu bleiben.

    Wie gesagt, ich bin absoluter Laie und kann es selbst nicht beurteilen.

  • Das hat der Fachmann doch schon für mich gemacht.

    Na hoffentlich hat er das auch wirklich gemacht, und nicht einfach so Pi * Daumen. Es wäre nicht die erste Anlage die aufgrund solcher Planungsfehler später für Frust sorgt.


    Du brauchst erst einmal eine richtige Heizlastermittlung nach EN12831. Würde mich nicht wundern, wenn es bereits daran scheitert.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • [...]


    Viel Wichtiger ist, dass sich dein Heizungsbauer/ Kältebauer mit dem Hersteller/ der Anlage auskennt. Wenn man dem Heizungsbauer die Anlage aufzwingt, kann viel mehr schief gehen und spätestens beim Störfall wirst du es bereuen.

    Genau diese leidvolle Erfahrung musste ich machen. Ich kann nur empfehlen, sich vor allem zu erkundigen, was der Heizungsbauer so drauf hat. Die Folgen von Pfusch haben uns gerade erst 20.000 Euro gekostet. Und das nach nur 5 Jahren Betrieb.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • R.B. das Haus wurde so schon mehrfach gebaut. Wir waren auch schon eins anschauen und haben ohne Probleme 2 weitere Adressen in der Nähe bekommen (allerdings nicht zum "drin rumlaufen", sondern nur als Info dass da noch welche stehen).
    Ich muss mich darauf verlassen, dass das das alles richtig errechnet wurde, wenn die Häuser so z.T. schon länger stehen.

  • Bei einem Haus von der Stange kann das passen. Nicht selten wird aber genau bei diesen Häusern das verbaut, was gerade günstig verfügbar ist. Da steht dann in der Baubeschreibunghinter Herstellerbezeichnungen "oder vergleichbar"......

    Du kannst ja mal die genaue Modellbezeichnung der WP hier einstellen.


    Im Gegensatz zu den Bauherren interessiert den Heizungsbauer erst einmal eine Anlage die zuverlässig warm macht, und dann muss beim Verkauf natürlich auch ein Gewinn übrig bleiben. Ob so eine Anlage "sparsam" läuft, das spielt nur eine untergeordnete Rolle.

    Was glaubst Du wieviele LWP da draußen nicht einmal eine JAZ von 3 schaffen......alle von Fachleuten geplant und eingebaut.


    Wenn Dein Heizungsbauer alles schon perfekt geplant hat, dann ist ja gut.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Ob es "perfekt" geplant ist, ist für mich nicht nachvollziehbar, R.B.
    Ich weiß nur, dass es so schon in Gebrauch ist und es angeblich keine Probleme gibt.
    Der 2. Heizungsbauer, den ich gefragt habe (und der meinte das Modell wäre störanfällig), hatte außer dem Modell keine Einwände....
    Ich muss zu Hause schauen was die ganz genaue Modellbezeichung ist.

  • R.B. das Haus wurde so schon mehrfach gebaut. Wir waren auch schon eins anschauen und haben ohne Probleme 2 weitere Adressen in der Nähe bekommen (allerdings nicht zum "drin rumlaufen", sondern nur als Info dass da noch welche stehen).
    Ich muss mich darauf verlassen, dass das das alles richtig errechnet wurde, wenn die Häuser so z.T. schon länger stehen.

    Verlass dich da mal nicht drauf. Frag mal die Besitzer nach Stromverbrauch und sonstigen Zipperlein mit der Heizung.


    Ich kann dir da ein Lied von singen. Habe auch ein Standardhaus von der Stange und hatte Heizungstechnisch nur Murks. Habs dann selber lösen müssen. Hat mich zwar keine 20.000€ gekostet aber knappe 2 k€ warens auch. Ja, und ich habe mich drauf verlassen dass die schon wissen was sie tun.....:wall:

    Lg

    Frank

  • Habs dann selber lösen müssen.

    So ist es, leider. Meine unmaßgebliche Erfahrung zeigt, wer sich nicht selbst um seine Heizungsanlage kümmert (kümmern kann), der hat schlechte Karten. Ob Planung, Einbau, Inbetriebnahme, Betrieb, da gibt es so viele mögliche Fehlerquellen, dass man sich nicht wundern muss, dass so viele Anlagen in der Praxis völlig neben der Spur laufen. Viele Bereiber bermerken das aber nicht, oder ignorieren das einfach. Da kommt der jährliche Aufschrei bei der Nebenkostenabrechnung, und dann ist wieder für ein paar Monate Ruhe.....bis zum nächsten Jahr.


    Ich behaupte ja, wir könnten locker 10% der jährlichen Heizenergie deutschlandweit einsparen, wenn nur mal der Bestand ein klein wenig optimiert würde. Dazu wäre es nicht einmal notwendig die Optimierung bis auf die Spitze zu treiben.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Ist ein Zukaufmodell, soweit ich weiß. Stammt von AI.


    AUch hier gilt, sie muss zum Haus passen, und wenn das Anlagenkonzept korrekt ist, dann funktioniert sie auch. Vor allen DIngen die Hydraulik muss passen, da die WP anscheinend über keine Leistungsregelung verfügt. Das sorgt dann während der Übergangszeit für einen Leistungsüberschuss, mit dem man umgehen muss.


    Bei einer LWP würde ich einer modulierenden (leistungsgeregelten) Variante den Vorzug geben. Gerade bei neuen Gebäuden ist die Heizlast während der Übergangszeit sehr gering. Wenn dann eine ungeregelte LWP mit vielleicht 8 oder 10 oder was weiß ich wieviel kW an Leistung aufwartet, muss man das in den Griff kriegen.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Vielleicht noch als Ergänzung.


    Ich hatte ja geschrieben, dass zuerst die Heizlast ermittelt werden muss. Dann muss man die dafür passende WP wählen, und darauf aufbauend die Hydraulik für die Heizflächen.


    Auf der Webseite des Herstellers gibt es alle Infos. Hier mal als Beispiel die Leistungskurve des 7kW Modells (ob die zum Haus passt, das zeigt die Heizlastermittlung).


    LAD7-leistungskurve.pdf


    und wenn man dann in die technischen Daten schaut


    LAD7-technische Daten.pdf


    dann sieht man, dass diese LWP wasserseitig einen Mindest-Volumenstrom von 1,2m³/h möchte, Nenn-Volumenstrom 1,6m³/h. Wenn da die Hydraulik nicht passt, dann geht die Kiste schnell auf Störung, im besten Fall leidet "nur" die Effizienz.


    Entscheidend für eine korrekte Funktion und effiziente Betriebsweise ist also nicht nur das Gerät selbst, sondern das ganze drumherum. Ansonsten muss man sich nicht wundern, wenn die Anlage nicht einmal eine JAZ von 3 erreicht.


    Ach ja, und weil wir schon dabei sind, laut Datenblatt ein Schalldruckpegel von 45dB(A) in 1m Abstand. Das ist jetzt nicht unbedingt viel, aber in manchen Fällen vielleicht doch zuviel. Also Aufstellort sehr sorgfältig planen, und dabei auch an die Nachbarn denken.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .