Bruchfeste Fensterbank gesucht

  • Hallo liebe Experten,

    eine Fensterbank aus "Jura-Marmor" ist durchgebrochen, ich möchte sie ersetzen durch eine etwas bruchfestere Ausführung. Beim Fensterputzen könnte es auch sein, dass man sich mal draufkniet.


    Die Maße: 115 cm x 20 cm. Leider kann sie nur links und rechts (wie üblich) ein Stück in der Wand befestigt werden, dazwischen liegt sie NICHT im Mauerwerk auf, auch nicht an ihrer rückseitigen Kante; diese stößt nur flach an den Holzfensterrahmen (Ist sicher nicht optimal, aber ich muss die neue Fensterbank wieder so einbauen)


    Gerne würde ich für das neue Stück auch Granit nehmen - ist das wirklich bruchfester?

  • 115m Spannweite? Und dann darauf knien...ich empfehle eine Stahlplatte oder eine entsprechend dicke (!) Steinplatte oder eine bewehrte Betonplatte. wie dick so eine Platte sein müsste, kann ich nicht sagen, würde aber schon mal 5cm ausgehen. Ausreichend Auflager links und rechts nicht vergessen.

    Leider kann sie nur links und rechts (wie üblich) ein Stück in der Wand befestigt werden,

    Da ist so aber eben nicht üblich. Üblicherweise liegt diese auf dem Mauerwerk auf und ragt bestenfalls ein wenig über das Fenster hinaus., Eher eine Gestaltungsfrage, denn eine statische.


    Deine "Brückenkonstruktion ist also alles andere als "üblich". Wenn es nicht anders geht, wären hier idR Stahlkonsolen einzubauen, auf der die Fensterbank aufliegen könnte.

  • Dem stimm ich zu. So ohne weiteres hält eine Granit oder jeglich anderes Material ohne Armierung das nicht aus. Selbst bei einem Türsturz mit 5cm höhe hätte ich bedenken das die Elastizität ein Jura Platte wieder reisen liese.

    You do what you have to do, man. :bier::yeah:

  • granit ist auf jeden fall biegestabiler als jura"marmor" . natürlich von der körnigkeit abhängig. je feinkörniger , um so stabiler.


    freitragend mit draufknieen über einem meter müsste er aber einiges dicker sein , als normale festerbank .


    eine metallstütze würde ich auch favorisieren.

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • ohne Konsole wird das nichts, zumal das Teil in den Leibungen sicherlich nur eine kleine Auflagefläche hat.


    Was die Dicke betrifft, einfach mal schauen wie die Stufen einer Treppe dimensioniert werden,dann kann man sich vorstellen, was das für eine Fensterbank wird.

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  • Mit einer Konsole wird's auch nicht einfach werden: Diese muss ich ja an der Rückwand (unter der Fensterbank) befestigen, auf diese ist - wegen der Isolation hinter dem Heizkörper - eine Schicht Rigips aufgeklebt. Kein guter Untergrund für eine Konsole!


    Was sagt ihr zu folgender Konstruktion:
    Eine Granit-Fensterbank, ein bisschen dicker also normal, soweit es eben die Optik verträgt. Darunter könnte ich - hinten im wandnahen Bereich - eine Winkelschiene quer ziehen, auf der dann die Fensterbank aufliegt. Die Schiene kann ich ja links und rechts in der Laibung einmauern, hier ist festes Mauerwerk.

    Unsicher bin ich mir nur in Folgendem: Die Eisenschiene hat wahrscheinlich(??) eine höhere Elastizität als der Granit, d. h. sie gibt in der Mitte minimal nach, der Granit dagegen nicht, sondern bricht höchstens!

    Würde so gesehen eine Eisenschiene überhaupt Sinn machen?

  • Ich würde hier eher Holz verbauen, das sieht in entsprechender Dicke auch etwas freundlicher aus, bricht nicht und kann unsichtbarer befestigt werden. Einfach mal deinen Schreiner des Vertrauens holen.

  • zweimal U- Profil 50x50x4 mm das sollte reichen.

    bei Treppen sind des meist weniger als 1m spannweite (eher 80cm) und dann meist doppellagig mit 25-30mm je Lage.

    Meine Granitplatte mit 80x160 für WaMa und Trocknerpodest soll alle 30- cm aufliegen können, lt. Steinmetz

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  • U- Profil 50x50x4 mm

    U-Profile mit 5-cm-Kante sind natürlich kräftige Dinger, aber etwas weiter hinten an der Wand fallen sie nicht auf. Die Ausführung mit Holz muss ich mir nochmals durch den Kopf gehen lassen, könnte sein, dass es etwas "arbeitet" und an den eingemauerten Stellen mal der Putz bröselt.


    Auf jeden Fall vielen Dank für eure Tipps und Anleitungen!

  • Holz hat den Vorteil, dass es nicht einfach bricht. Es macht sich vorher bemerkbar bevor es bricht. Steine hingegen brechen auf einen Schlag. Selbst ein Stein, dass unterlegt ist kann durch die Elastizität des Stahles brechen. Sieht dann blöd aus, auch wenn es durch den Träger weiterhin hält. Holz bricht innerhalb seiner Elastizität nicht. Es hängt erst einmal sehr auffällig durch, bevor es bricht. Für diesen Fall wäre Holz durchaus eine Überlegung wert.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Selbst ein Stein, dass unterlegt ist kann durch die Elastizität des Stahles brechen

    wissen die meisten steinplatten nicht , weil sie die elastizität des stahls garnicht erst testen und die stahlunterlage nicht mittig-punktuell belasten (können)


    liegt daran, dass sie nicht schneller nachgeben als die unterlage :eek:

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • durch einen (hammer&co)schlag bekommt man so eine platte aber mit sicherheit kaputt . das hat aber nichts mit der elastizität der unterlage zu tun :P

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer