Frage zur Gehweggestaltung

  • Hallo.


    Ich möchte von der Terasse ums Haus rum ein sauberen Weg gestalten.

    Geplant ist eine Kiesschüttung, kein Rasen oder Pflaster, ich wünsche mir einen pflegeleichten Weg ums Haus herum.

    Der Weg soll auch bei Nässe einigermaßen sauber begehbar sein.


    Ich dachte mir dass ich noch etwas verdichteten Schotter einbaue aber bei der Oberfläche bin ich unschlüssig.


    MfG

  • bitte , nicht beleidigt sein , aber die "mauer" hätte man deutlich besser bauen können .steine irgendwie aufstapeln ist keine trockenmauer .


    zu deinem anliegen :

    schotter einbauen , verdichten .ca. 4 cm unter fertig(wunsch)höhe

    wurzelschutzgewebe (kein vlies vom discounter)

    splitt 8/11 , vorzugsweise basalt , quarz .... jedenfalls etwas , was im gestein kein wasser speichert .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • jedenfalls etwas , was im gestein kein wasser speichert

    warum?


    Ich habe an 2 Teilstücken meiner Traufe diese "begehbar" gemacht. so bis ca. -4 -5 OK mit STS 0-32 verfüllt und verdichtet.

    Das lange Stück hinter der Garage dann mit Basalt 16-22 (eher selten genutzt) und das kurze Stück an der Terrasse mit Kiesstabilisierung und Basalt 11-16 - um alles was kleinere Rollen hat da besser bewegen zu können. Das funktioniert so lala für den Schlauchwagen und mittlerweile sieht man die Waben durch :thumpsdown:


    8-11 gefällt mir persönlich optisch nicht mehr so gut, weiterhin gibt es beim begehen oder befahren auch stärker nach als gröbere Mischungen.


    Für Fußgänger, Schub- oder Sackkarre und auch Fahrräder mit breiten Reifen wäre 16-22 meine Wahl. Das ist dann aber nur bedingt geeignet für Schlauchwagen, Rasenmäher o.ä.


    Feineres Material gibt zwar eine glattere Oberfläche, ist aber nicht mehr so stabil, also auch für Rasenmäher und co ungeeignet.


    => wenn auch kleine, harte Räder fahren sollen, würde ich pflastern. Sonst eher grobes Material. Das ist mein persönliches Empfinden.



  • bitte , nicht beleidigt sein , aber die "mauer" hätte man deutlich besser bauen können .steine irgendwie aufstapeln ist keine trockenmauer .

    Hallo.

    Dann sag bitte mal was dich stört.

    Optische Mängel?

    Technische Mängel?

    Fakten würden mich wirklich sehr interessieren.

  • Man schreibt es "Katastrophe"...aber sei es drum, ich bin nicht so pingelig ;)

    Aber danke für den fachkundigen Hinweis.

  • Hallo.

    Dann sag bitte mal was dich stört.

    Optische Mängel?

    Technische Mängel?

    Fakten würden mich wirklich sehr interessieren.

    Hallo,

    ich bin zwar kein Experte, aber wir haben bei uns auch einiges an Trockenmauer setzen lassen. Folgende Punkte sind mir aufgefallen, die Du vielleicht überprüfen könntest:

    - Fugen: WWI, seines Zeichens Experte, hat es ja schon gesagt. Teilweise wirkt es (erstes Bild, vor allem aber nicht nur, linke Seite) als wären da einfach nur Steintürme neben einander gestellt. Durch den fehlenden Verband kann die Mauer Druck vom Hang schlecht abfangen

    - Hinterfüllung: gibt es die? Auf dem zweiten Foto habe ich nichts sehen können? Bei uns jedenfalls kam hinter die "Front" noch jede Menge Material, bei Dir sieht es so aus, als wäre einfach eine Lage Steine gegen das abgegrabene Terrain gestapelt worden. Kann aber auch am Foto liegen.

    - Winkel zum Hang: Hier habe ich wirklich keine Ahnung, was die Norm vorschreibt und das Foto mag auch wegen des Aufnahmewinkels täuschen, aber: ich habe den Eindruck, dass unsere Mauern (die zugegeben noch ca. 20-30 cm höher sein dürften) einen stärkeren Winkel zum Hang haben, sprich, nicht ganz so steil wirken. Ist so eine Mauer (die ja nur durch Eigengewicht trägt) zu steil, kann sie dem Erddruck u.U. auf Dauer nicht so gut stand halten. In jedem Falle wirkt es auf deinem zweiten Foto so, als wäre der Winkel nicht überall gleich. Liegt vielleicht an der Perspektive?


    Optisch, das ist mein persönlicher Geschmack, gefallen mir die riesigen Spalten und Löcher nicht, ich finde, dass man in so eine Bruchsteinmauer auch mal an der einen oder anderen Stelle mit kleinerem Material verzwickelt werden darf. Ergibt m.E. ein schöneres Wandbild.

    The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
    - John Maynard Keynes -

  • Optisch, das ist mein persönlicher Geschmack, gefallen mir die riesigen Spalten und Löcher nicht, ich finde, dass man in so eine Bruchsteinmauer auch mal an der einen oder anderen Stelle mit kleinerem Material verzwickelt werden darf. Ergibt m.E. ein schöneres Wandbild.

    Um noch mehr Nicht-Expertenmeinungen in den Raum zu werfen:

    Nach meinem Wissen sollte mann die "verzwickelung" mit kleinem Material vermeiden, da die Stabilitaet leidet. Will man kleinere Fugen heisst es besser und laenger puzzeln oder Steine behauen. Kleinere Steine zum Auffuellen schwaechen eher den Mauerverband.

    Und sowohl puzzeln wie behauen kostet vor allem eins: Zeit.

  • Zumindest das Institut für Landespflege in Freiberg nennt in seinem Leitfaden für den Erhalt historischer Weinbergsmauern bei den Reparaturmethoden in Trockenmauertechnik auch den Einsatz und Ersatz von Steinkeilen, auch Keilsteine oder Zwickel genannt, um durch Verwitterung und Verlust von Steinkeilen verlorene Spannung im Mauerverband wieder herzustellen. Allerdings verbunden mit dem Hinweis, dass diese aus geeignetem Material bestehen müssen, da sie die schwächsten Glieder in der Mauer sind.

    Hier in der Region, wo die Weinbergsmauern in Trockenbauweise im wesentlichen aus dem lokalen Granit gebaut sind, findet man diese Technik auch in den alten Mauern noch viel im Einsatz.

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  • [..] ich finde, dass man in so eine Bruchsteinmauer auch mal an der einen oder anderen Stelle mit kleinerem Material verzwickelt werden darf. Ergibt m.E. ein schöneres Wandbild.

    Du wohnst ja auch nicht in der Mauer. Frag' doch mal den Salamander was er davon hält.

    Und wer saß gleich noch auf der Lauer auf der Mauer ... ?

    ;-)

    Halten muss - gestalten kann.

    Der Rest ist Geschmackssache oder Tierwohl.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Der Salamander hält wenig von der Trockenmauer, die ist ihm zu trocken... so mag es eher die Eidechse ;-)

    Wobei man sagen muss, dass die kleinen Reptilien und Insekten schon durch sehr kleine Spalten kommen. Bei uns in der Bruchsteinmauer hat dieses Jahr sogar ein Paar Hausrotschwänze gebrütet, die sind auch in ziemlich kleine Lücken gekommen. Die Spalten auf dem Foto sind dagegen schon riesig - aber wie du schon sagst: wenn es hält und gefällt...

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  • Und sowohl puzzeln wie behauen kostet vor allem eins: Zeit.

    puzzeln macht man uf dem tisch mit 1000teilen .

    trockenmauer wird aufgesetzt . die steine gegebenenfalls angearbeitet . (machu picchu,gut ,die haben das wirklich auf die sptze getrieben , dafür sind deren 20 , 30m hohen trockenmauern ein paar hundert jahre alt und erdbebensicher)

    Machu Picchu – Wikipedia


    von den krümeln zum ausgleichen halte ich wenig bis nichts , sowas zeugt davon , dass der errichter nicht das passende werkzeug hat und wenn doch , dass er damit nicht umgehen kann .

    dafür (ausgleichen) kann man dünne scheiben schlagen , wenn man es denn kann und es sein muss

    wenn es hält

    das ist der springende punkt (oder die einstürzende mauer) und das wird mit senkrechten fugen über gesamte höhe unwahrscheinlich .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

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  • wasweissich :

    Ich mach Meldung wenn sie umfällt.


    Der erste Meter hat eine Tiefe von 1m purem Stein, die großen Brocken sind alle flach und gehen tief in den den Hang.


    Aber schön wenn deine Glaskugel funktioniert:yeah:

  • Wenn sie fällt, dann fällt sie eben. Dank Sollbruchstellen in der Wand dürfte den Steinen nichts passieren. ;)


    Übrigens, die ersten Pyramiden in Ägypten sind wohl auch eingestürzt, man befindet sich also in guter Gesellschaft.

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    .

  • R.B.

    Das mag sein.


    Trotzdem finde ich Aussagen zur Standfestigkeit ohne z.B. die Bodenklasse hintendran zu wissen sehr spekulativ.

    Der Hang dahinter hält aufgrund seiner Beschaffenheit auch ohne die Mauer.

    Dahinter befindet sich massiver Fels, komplett.

    Die Mauer besteht aus Resten des Aushubs und die Steine sind mehr Verblendung des Hangs um noch einen bepflanzbaren Absatz zu schaffen, reine Optik bzw. Resteverwertung.

    Aber sei es drum, ich bin dankbar für die Tipps zum Gehweg:thumbsup:

  • bzw. Resteverwertung.

    Resteverwertung ist ja OK, die Optik ist halt etwas....gewöhnungsbedürftig. Hätte man schöner machen können.

    Bei uns hier in der Gegend holen sie auch immer massenhaft Sandstein aus den Baugruben, die werden dann oftmals weiter verwertet. Ist halt auch ein Stück Geschmackssache.


    Na ja, ich denke Du weißt jetzt, dass diese Mauer kein Meisterstück ist, und woran es hängt.


    Zum Gehweg, ich bin kein Freund von "Schotter" wenn der Gehweg auch mit Rasenmäher, Schubkarre o.ä. genutzt werden soll. Ich habe hier überall auch viele Bäume und Gestrüpp, und dementsprechend im Herbst auch eine Menge Laub (und das sind nicht immer große Blätter). Von einem festen Weg hat man das Zeug schnell entfernt. Besonders nervig wird es, wenn beim Rasen mähen (oder danach) Reste vom Rasenanbschnitt auf diese "Schotterwege" geweht werden.

    Pflasterflächen sind aber auch nicht immer pflegeleicht. Ich habe ein paar Stellen, da haben sich die Pflastersteine abgesenkt, da musste man also auch nacharbeiten. Das war nach ca. 15 Jahren notwendig.


    Egal wofür Du Dich entscheidest, keine Lösung wird über Jahrzehnte funktionieren, ohne dass man sich ab und zu darum kümmern muss.

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    .

  • Ok, schöner geht immer.

    Die Mauer war schwere Arbeit und ich komme gut damit zurecht.

    Wenn in ein paar Jahren alles etwas zugewachsen ist sieht man meine Fehler auch nicht mehr so, Hobbygärtner halt;)


    R.B.

    Danke für die konstruktiven Denkanstöße, werde ich berücksichtigen. :thumbsup:

  • Hier auch pro Pflaster: Wenns breit genug ist, dann ist es auch ne prima Bobbycar-Fahrstrecke oder Roller oder Malkreideuntergrund oder oder oder.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Der Hang dahinter hält aufgrund seiner Beschaffenheit auch ohne die Mauer.

    Dahinter befindet sich massiver Fels, komplett.

    Wir haben hier aehnliche Beschaffenheit...ich finde die Mauer trotzdem etwas "sparsam" dimensioniert. Was ist das fuer ein Stein, sieht ja optisch durchaus ansprechend aus. Wuerde mich interessieren, ob diese Mauer dem Hangdruck wirklich standhalten kann. Ich haette mehr aus dem Bauchgefuehl heraus etwas groessere Steine angesetzt:


  • eine stabile mauer geht auch mit wesentlich kleineren steinen . muss halt nur richtig aufgesetzt werden .


    deine mauer gefällt mir ganz gut .nur die rechte stufenwange wirkt ein bisschen ...... hätte man vielleicht etwas geschickter machen können .


    ob diese Mauer dem Hangdruck wirklich standhalten kann.

    halte ich für fraglich , weil die auffüllung zwischen felsen und den türmchen durch jedes durchfrieren die türmchen ein bisschen auseinander drückt , das felswiderlager ist in diesem fall nicht unbedingt ein vorteil .

    heisst jetzt nicht , dass das ganze auf einmal umfällt , es dürfte ein recht langsamer prozess werden , so dass man dann halt alle 2-3 jahre einen (wahrscheinlich kleinen) teil nachbessern wird .

    hat den vorteil , dass man dann bei dem umbau mehr auf die vermeidung von senkrechtfugen achten kann =>einen besseren verbund erstellen.


    ein weiteres risiko könnte im material selbst liegen , da es sich bei den steinen um oberflächennahes materil handelt dürfte die erosionsanfälligkeit recht hoch sein

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer