Fachfrage zu bodenebenen Duschen

  • Hallo, kurze Fachfrage:

    Wie viel Gefälle sollte bei einer Bodengleichen gefliesten Dusche zum Ablauf sein?

    Gut wäre mit rechtsverbindlicher Quelle...

    Vielen Dank für eure Hilfe

    Gruss Cristalero

  • Wie viel Gefälle sollte bei einer Bodengleichen gefliesten Dusche zum Ablauf sein?

    20 mm absolut

    Gut wäre mit rechtsverbindlicher Quelle...

    ein Anspruchsdenken ... "Stauhöhe a" nach DIN EN 1253-1 (laut diesem Artikel)


    Off-Topic:

    :sarkasmus: Aber was interessiert Dich die Theorie? Praktisch wird das nie so gebaut! Brauchst Du Du also nicht drum scheren. Und ja, ich schreibe Theorie und Blödsinn - und bin ziemlich nachtragend!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Danke für die Hilfe. Hab ein wintziges Problem mit einem " Gutachter für Duschkabinen", was für ein Vollpfosten!

    Sachlage haben vor 5 Jahren eine Eckdusche mit feststehendem Seitenteil montiert. Bei einem " Reklamationskunden", der reklamiert alles, sogar schlechtes Wetter...


    Die Kabine ist " undicht"! Bei der Ortsbesichtigung mit 2 Rae, Kunden und diesem " Gutachter" , beurteilte er die Kabine. Auf mein Hinweis hin, das kein Gefälle vorhanden ist, machte er Fotos davon.


    Nach meiner Frage, ob er der Meinung ist, meine Arbeit bewerten zu können, kam nur" Bin Gutachter für Duschkabinen!

    Das hab ich nicht gefragt! Nach meinem Hinweis, das nach HWO die Sanitärleute diese Art von Duschen nicht montieren dürfen und er sicher ist es dennoch bewerten zu können, wurde er merklich nervös!


    Als der Kunde demonstrieren sollte, wie die Dusche undicht ist, ging er in die Kabine nahm die Brause in die Hand und hielt sie voll auf die Dichtungen der Tür!


    Ich bat den " Gutachter" von dieser Situation ein Foto zu machen! Erst

    weigerte er sich, tat es aber dann!

    Dann sagte ich: Feierabend der Besichtigung mit der Begründung, dies ist kein normales Duschverhalten.


    Der " Gutachter" brauchte ein Jahr für sein " Gutachten" , mit Zwangsgeld vom Gericht!!!!


    Nun kamen Nachfragen dazu vom Kunden die er beantwortete.

    Frage: Ist genug Gefälle vorhanden?

    Anwort: im vorliegenden Fall ist ein Gefälle von 2 mm vorhanden, was ausreichend ist!!!!


    Die Sache geht bald vor Gericht, den zerfleisch ich in tausend Stücke.

    Schreibt von " Schwallschutz" , wo gar keiner vorhanden ist. Kam mit einer 50 cm Wasserwaage zur Begutachtung etc..

  • muss mich korrigieren:

    Anwort: im vorliegenden Fall ist ein Gefälle von 2 mm vorhanden, was ausreichend ist!!!!


    Stand 2 %!

  • Stand 2 %!

    2% wären bei 1m Dusche genau 20mm (2cm). Das wäre m.E. i.O.


    Mehr kann dem Wasserabfluss sicher zuträglich sein, ich finde es aber unangenehm wenn die "Rampe" zu steil ist, auf der man steht.


    Mit der Duschbrause auf die Dichtung dröhnen ist natürlich toll. Was erwartet der Reklamationskunde? Eine druckwasserdichte Duschabtrennung, die dennoch sorgenfrei zu öffnen ist? Beides wird wohl nicht zu haben sein.


    Andere Frage: was war bestellt? (vom Kunden, meine ich)

  • Off-Topic:

    und was schwimmt da noch im Becken rum


    Ich hätte auch 2% gesagt, hab aber dafür leider keine Richtlinie.


    Solche Kunden liebt man. Die brauchen eher nen Psychiater als nen Anwalt.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Wenn ihr das nicht ablaufende Wasser gesehen hättet..

    Da ist nie genug Gefälle drin. Der " Gutachter" war mit einer nagelneuen 50,0 cm langen Wasserwaage dort und wollte das Lot an Scheiben von 2 m Höhe messen. Schon dafür mach ich ihn vor Gericht platt!

    Das Problem ist, das solche Kunden Rechtschutzversicherungen haben und jeder Anwalt einem sagt: Das gewinnen wir!


    Verliert man, kommt: Ups, damit hab ich nicht gerechnet.


    Ich mach mir nicht viel Sorgen dabei, mich nervt nur der Zeitaufwand und fast alle Beteiligten verdienen etwas dran: Richter, 2 Anwälte, ein Gutachter.

    Nur ich schau in die Röhre! Selbst wenn der Kunde kein Recht bekommt. kann ich keinen Schadenersatz für meine Zeit kriegen!


    Der Kunde ist nicht ganz dicht, der hat selbst an der Tür gebastelt.

    Bei der Montage war an einer anderen Stelle die Armatur, als wo sie jetzt ist.

  • Ich hätte auch 2% gesagt, hab aber dafür leider keine Richtlinie.

    Es gibt meines Wissens auch keine - ich kenne sie jedenfalls nicht, aber ich habe auch noch andere Beschäftigungen.


    In dem oben von mir verlinkten Artikel leitet der SV eine Höhe von 20 mm aus der Mindest-Anstauhöhe des verbauten Ablaufs ab, damit dieser seine Nenn-Ablaufleistung erreicht. Ich kenne mehrere (OLG-) Urteile, die alle auf ähnlich indirekten Ableitungen (Verrenkungen) beruhen und 2 % Gefälle bestätigen. Im „Bausachverständigen“ gab es vor einem guten Jahr einen anderen entsprechenden Artikel, wenn ich mich recht erinnere. Ich selbst halte diese Argumentationen für tlw. schon etwas an den Haaren herbeigezogen, aber die Rechtssprechung ist bis auf weiteres eindeutig.


    Dass es von einigen namhaften Herstellern mit den schönsten Prüfsiegeln versehene Duschtassen mit einem Absolutgefälle von rd. 30 mm gibt, bestätigt im Ergebnis die Mindesthöhe von 20 mm. Das Gefälle ist dabei aber deutlich höher als 2 %!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich möchte das Thema noch einmal aufgreifen.

    Gestern war das Beweissicherungsverfahren und das fand ich gar nicht witzig!

    Die Richterin, na ja, ist halt Frau....


    Gutachter war dabei und wurde von beiden Seiten befragt: Im Gutachten gab er an,

    dass das Gefälle ausreichend ist, nun bemängelt er, das direkt vor der Duschtür ein kleiner

    Huckel ist, der das Wasser nach aussen leitet.


    Es wäre meine Aufgabe gewesen das Gefälle zu überprüfen und nach DIN, die er nicht einmal nannte,

    wäre diese Art der Duschkabine mangelhaft, da undicht. Komisch die von ihm genannte DIN

    14428 regelt nur industrieell hergestellte Duschkabinen und keine "Einzelstücke"...


    Meine Frage wäre jetzt:

    Angenommen dieser Huckel hat Schuld für die Undichtigkeit, dann wwar dieser Huckel ja auch am Montagetag

    vorhanden und es hätte vom ersten Tag an undicht sein müssen! Reklamiert hat er das aber erst nach

    ca. 2 Jahren!!!!!


    Gibt es einen Grund, das eventuell der geflieste Boden durch irgend etwas nachträglich hochgedrückt werden könnte?

    Vielen Dank für Eure Mühen und Antworten.

    Cristalero

  • Gibt es einen Grund, das eventuell der geflieste Boden durch irgend etwas nachträglich hochgedrückt werden könnte

    Quellfähige Bestandteile im Bodenaufbau, z. Gips, Ton o.ä.. Dann müssten ber die Fliesen zumindest in den Fugen gerissen sein.


    Wer hat 2 Jahre gebraucht? Bauherr oder Gutachter?

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Hallo, beide.

    Der Bauherr hat die Undichtigkeit 2 Jahre nach Fertigstellung reklamiert, der Gutachter hat nach der Ortsbesichtigung

    fast ein Jahr für sein Gutachten gebraucht und erst nach Androhung von Zwangsgeld es erstellt.


    Ob die Fliesen defekt sind, kann ich nicht sagen, da ich da drauf nicht geachtet habe. Hatte nur mal auf einem Neubau ähnliches.

    Da war eine Bodenfliese 2 mm hoch gekommen und darüber ging die Tür nicht mehr drüber. Laut Architektin kann so etwas passieren.

    Es könnte doch sein, das irgendwo unter dem gefliesten Boden Wasser eindringt und diesen Huckel hervorbringt oder ist das Wunschdenken?


    Im vorliegendem Fall kann ich aber auch nicht sagen, ob alles im Bad neu gemacht wurde, das Haus ist auf jeden Fall alt...

    Gruss cristalero

  • Und der Gutachter hat jetzt den Buckel festgestellt? War eine Beweisfrage: Was ist der Grund der Undichtigkeit? (O.ä.)

    Wenn nein, wäre das Ausforschung und der Gutachter hätte sich selbst disqualifiziert!

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Seeeehr merkwürdig.


    Wie Ralf schon schrieb: Wenn sich etwas verändert hat, müsste folgerichtig auch eine Fuge deutlich gerissen sein.


    Ist das nicht der Fall, so dürfte der jetzige Zustand schon irgendwie dem Ursprungszustand entsprechen.


    Und dann ist es schon wieder merkwürdig, dass dies nach 2 Jahren auffällt.


    Gab es eine förmliche Abnahme? Wenn "nein" kann man durch die Inbetriebnahme eine fiktive Abnahme annehmen, denke ich (= Umkehr der Beweislast). Nun erbringt das Verfahren ja diesen Beweis.

    , das direkt vor der Duschtür ein kleiner

    Huckel ist, der das Wasser nach aussen leitet.

    Das kann dann ja nur auf dem letzten Teilstück, kurz vor der Tür sein, oder? Wieviel Wasser kann denn da anfallen? Irgendwie alles sehr komisch.


    Fotos? Skizzen zum besseren Verständnis.


    Was will der Gegner? Komplett neue Dusche? Minderung? Abriss des Hauses?

  • Den Bodenaufbau kenne ich nicht.

    Der Gutachter hat schriftlich das Gefälle als ausreichend genannt, aber den Grund für die Undichtigkeit

    dem Huckel zugeschoben!


    Das der Gutachter ne Flitzepipe ist, wusste ich nach 10 Minuten nach der Besichtigung. Der wurde ganz nervös, als ich ihn fragte,

    ob er sicher sei, dazu befähigt zu sein, diese Art von Kabinen zu begutachten!!! Da sein eigenen Berufsstand nach HWK diese

    Art von Duschen nicht montieren darf, das darf nur der Glaser.

    Deshalb hat das Gutachten ja auch ein Jahr gedauert, der hatte Muffe ha ha ha

  • Kunde will Abbau und Geld zurück. Selbstverständlich haben wir einen unterschriebenen Lieferschein, das alles OK ist.

    Hab mal das Foto vom Abnahmetag angehängt. Wörtlich vom KD, das Wasser kommt so unten durch die Tür durch(

    hält die Duschbrause voll auf die Tür). Als ich der Richterin sagte, das dieses Verhalten aber kein "normales Duschverhalten ist, kam:

    Der KD kann in seiner Dusche machen was er will... oh,oh


    Ich habe bei der Ortsbesichtigung nicht auf dem Boden geachtet, kann ja auch am Rand nach unten laufen oder?

  • Als ich der Richterin sagte, das dieses Verhalten aber kein "normales Duschverhalten ist, kam:

    Der KD kann in seiner Dusche machen was er will... oh,oh

    Stimmt. Er kann in der Dusche auch eine Sau schlachten. Dennoch bist Du dann nicht dafür zuständig das geronnenes Blut in den Fugen anhaftet. Oder er kann über die Tür hinausspritzen, womit die Glastür eindeutig zu niedrig wäre … ;)


    Eine Duschtür soll ja nur verhindern das das Bad geflutet wird. Hält man da voll drauf, so sind das m.E. gänzlich andere Beanspruchungen, die dem Bauteil auch gar nicht zugedacht sind. Eine Duschtür ist keine U-Boot-Luke!

  • Sehe ich auch so, aber auf hoher See und vor Gericht, sind wir alle in Gottes Hand...

    Jetzt folgt der Prozess...

  • Das Argument von mir, das der KD es erst nach 2 Jahren reklamiert hat, wird beim Prozess mein Trumpf sein.

    Trotzdem wäre es schön der Richterin noch sagen zu können: Überprüft mal die Dichtigkeit des Bodens....

    vielleicht liegt da der Grund für den Huckel, der dann nachträglich entstand...?

  • Das der Gutachter ne Flitzepipe ist, wusste ich nach 10 Minuten nach der Besichtigung. Der wurde ganz nervös,.........


    der hatte Muffe ha ha ha

    Wenn ich ehrlich sein soll, ich glaube Du hast ganz andere Probleme. Lass den Gutachter Gutachter sein und konzentriere Dich auf das was Dich betrifft. Mit ungeschickten Bemerkungen kann man sich auch gleich in´s Abseits schießen, und dann muss man sich nicht wundern, wenn so ein Verfahren ewig dauert, oder am Ende gar verloren geht.


    Fakten, Fakten, Fakten, und an die Leser denken. Übertragen auf Deinen Fall, Fakten, Fakten, Fakten, und an den Richter denken.


    Ohne Informationen zum Bodenaufbau lässt sich nicht einschätzen, ob es hier zum Quellen (des Estrich?) gekommen sein könnte.

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  • R.B.

    Danke für den Hinweis und Du hast leider Recht, musste ich auch schon lernen.

    Mein Anwalt hat den klaren Auftrag, mir gegen das Schienbein zu treten, wenn ich mich "Aufpumpe".

    Gestern war er aber ganz stolz auf mich-sachlich und ruhig war ich, fiel mir richtig schwer ha, ha


    Mir ging das gestern schon gegen den Strich, als der Gutachter meinte, ich müsste das Gefälle überprüfen..

    Bin kein Fliesenleger und kenne auch nicht die technischen Richtlinien dafür und wenn im Duschbereich ein Abfluss

    ist und ich beim reingehen nicht "Bergsteigen" muss, ist für mich alles ok.

    PS. Die elektrischen Leitungen im Badezimmer hab ich auch nicht überprüft, ob der KD im Dunkeln Licht hat....

  • Ach....ich stand auf der Leitung. Hatte Dich jetzt irgendwie mit den Fliesen in Verbindung gebracht. Die kommen ja gar nicht von Dir.


    Wieso musst Du das Gefälle überprüfen? Klar: Du musst gucken wie der Boden im Bereich der Duschabtrennung ist. Ansonsten könntest Du ja keine passgenau Duschabtrennung liefern.


    Wenn da also eine Unebenheit im Boden vorhanden ist, ein Huckel, wieso konfrontiert man den Huckelersteller, vulgo Fliesenleger, nicht mit eben diesem?

  • Ach....ich stand auf der Leitung. Hatte Dich jetzt irgendwie mit den Fliesen in Verbindung gebracht. Die kommen ja gar nicht von Dir.


    Wieso musst Du das Gefälle überprüfen? Klar: Du musst gucken wie der Boden im Bereich der Duschabtrennung ist. Ansonsten könntest Du ja keine passgenau Duschabtrennung liefern.


    Wenn da also eine Unebenheit im Boden vorhanden ist, ein Huckel, wieso konfrontiert man den Huckelersteller, vulgo Fliesenleger, nicht mit eben diesem?

    Gute Frage! Laut Gutachter wäre ich verpflichtet gewesen das Gefälle zu überprüfen und den KD darauf hinzuweisen, das in diesem Fall eine rahmenlose Tür nicht die erforderliche Dichtigkeit bringt.

    Warum es dem Fliesenleger nicht an den Kragen geht, wird mein Anwalt beim Prozess klären...

  • Danke für den Hinweis und Du hast leider Recht, musste ich auch schon lernen.

    Geht mir auch nicht anders, hat mich auch schon einiges an Lehrgeld gekostet.


    Ob die Strategie, dass da irgendwann ein Hügel gewachsen ist, wirklich erfolgreich sein kann, da habe ich so meine Bedenken. Das muss aber der RA abwägen, ich befürchte, weder das eine noch das andere wird sich nachweisen lassen,

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