Undichte Kernbohrung von innen abdichten

  • Aloha!
    Ein Kunde kam jetzt mit einem Problem zu uns:
    Im Keller, direkt unter dem Eingang seines Ladengeschäfts ist die Wand feucht. Der Wassereintritt erfolgt durch eine Kernbohrung, in der sich die Hauseinführung eines Kabelnetzbetreibers befindet. Die Kernbohrung ist lediglich mit Bauschaum abgedichtet verfüllt. Hat aber trotzdem fast 25 Jahre gehalten. Der Kunde nutzt den Anschluß des Kabelnetzbetreibers aber schon seit Jahren nicht mehr, deshalb nimmt dieser sich auch nichts von dem Schaden an. So kamen wir ins Spiel...
    Da eine Abdichtung von Außen für sein Geschäft eher ungünstig wäre, weil dann niemand mehr sein Geschäft betreten könnte, suche ich nach einer Möglichkeit die Kernbohrung von innen abzudichten.

  • Lässt sich der Bauschaum (weitgehend) entfernen und dann eine passende geteilte Ringraumdichtung einbauen?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Der Kunde nutzt den Anschluß des Kabelnetzbetreibers aber schon seit Jahren nicht mehr, deshalb nimmt dieser sich auch nichts von dem Schaden an.

    nur nebenbei: idR liegt der ÜP (Übergabepunkt) im Haus und der Kabelnetzbetreiber ist bis zu diesem Punkt verantwortlich, egal ob der (funktional bereitgestellte) Dienst ab dem ÜP vom Kunden genutzt wird oder nicht. Wenn also damals die Verkabelung von NE (Netzebene) 3 (Verteiler auf öffentlichem Grund) zu NE4 (im Haus) durch den Kabelnetzbetreiber erfolgte, ist dieser auch verantwortlich für die Durchdringung.


    Funktional besser wird aber sein, wenn jemand das technisch richtig macht, weil der Sub des Kabelnetzbetreibers wird da vermutlich wieder Bauschaum reinspritzen ;)

  • Auch wenn der Kunde den Kabel-Anschluss nicht aktiv nutzt, ist der Kabelnetzbetreiber dennoch mit im Boot, da seine Anlage - die vermutlich auch der Kabelnetzbetreiber hat errichten lassen - zu den Schäden am Gebäude führt.

    Der Kabelnetzbetreiber wäre sicher auch nicht einverstanden, wenn der Gebäudeeigentümer das Kabel - weil ungenutzt - außen vor dem Haus einfach abschneidet.


    Als Erstes würde ich den Kabelnetzbetreiber auffordern, seine Anlage (Kabeldurchführung) instandzusetzen um weiten Schaden vom Gebäude abzuwenden.


    Nachträgliche geteilte Ringraumdichtung wäre eine Lösung. Dennoch würde ich außen ein Kopfloch herstellen, um den äußeren Bereich zu prüfen und ggf. die Ringraumdichtung an eine (ggf.) vorhandene Abdichtung sauber anzuschließen. Bei guter Planung und Abstimmung sollte das in ein bis max. 2 Tagen erledigt sein. Notfalls an einem Samstag, falls die Geschäftstätigkeit zu sehr eingeschränkt wird. Aber dafür gibt es kleine Fußgängerbrücken als Grabenquerung.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • KS-Mauerwerk

    schade ;)


    Wäre es ein Betonkeller, wäre es von innen einfach gewesen. So aber nutzt ja eine superdichte Wanddurchführung an sich nichts, wenn Wasser über den perforierten Stein ins Gebäude gelangen kann. Da wird man wohl von außen ran müssen. Leider.


    Aber: Auch ich würde hier, wie Olger MD, den Verursacher dieser nicht fachgerechten Wanddurchführung auf das Problem aufmerksam machen.