Trepppenbrüstung in Trockenbau

  • Hallo,


    damit der Trockenbauer (macht nächste Woche das Dachgeschoss) noch das Material bestellen kann müssen wir bis heute Mittag entscheiden ob wir die Treppenbrüstung (also als Ersatz für ein Geländer aus Holz oder Stahl) komplett in Trockenbau machen wollen. Die Idee kam ursprünglich von uns, weil uns das zumindest auf Bildern immer gut gefallen hat.


    Nun habe ich zwei Fragen:

    - sollte man zu Treppenbrüstungen/Geländern in Trockenbau irgendwas wissen was wir momentan übersehen? Warum wird das relativ selten gemacht? Hat es besondere Nachteile?

    - Kosten soll das Ganze bei 14 m inkl. Holz Unterkonstruktion, Schwerlastanker, Prallschutzplatte, Verspachteln in Q3, Dämmung (Schall) und MwSt 3100 Euro. Ist das aus eurer Erfahrung heraus ein akzeptabler Preis? Was würden denn ganz grob ein "normales" Geländer aus Holz, Stahl oder Edelstahl kosten?


    Freue mich über jeden noch so kleinen Tipp vor allem Hinweise ob es Nachteile gibt und ob der Preis gegenüber Holz- oder Stahlgeländer eher günstig oder teuer ist.

  • - sollte man zu Treppenbrüstungen/Geländern in Trockenbau irgendwas wissen

    Auch eine Trockenbaubrüstung gilt als Absturzsicherung. Es muss eine Mindesthöhe eingehalten werden und die Brüstung muss genau so stabil sein, wie ein Geländer - muss also dem gleichen Horizontaldruck standhalten können, wie ein normgerechtes Geländer.


    Eine ebene Brüstung verleitet dazu, auch mal 'was darauf abzulegen oder abzustellen. Das kann auch abstürzen. Deko, Blumentöpfe, Vasen, ... ... ...


    Wie lassen sich horizontale, gestrichene Trockenbauplatten reinigen?

    Eine Reihe Fliesen noch oben drauf? Ungeschnitten. Brüstungsbreite an Fliesen anpassen.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Eine ebene Brüstung verleitet dazu, auch mal 'was darauf abzulegen oder abzustellen. Das kann auch abstürzen. Deko, Blumentöpfe, Vasen, ... ... ...

    Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen! Kommt wohl auch darauf an, wie man es so mit der Ordnung hält, aber bei uns ist die Trockenbau-Brüstung ständiger Ablageplatz, das Geländer aus Metall hingegen nicht. Ist sicherlich auch eine gestalterische Frage - wie wirkt das im Raum, wie wirkt die Treppe dadurch etc.

    The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
    - John Maynard Keynes -

  • Vielen Dank für die Hinweise.


    Wenn es keine weiteren "Nachteile" gibt dann bin ich einigermaßen beruhigt. Das Problem dem Reinigen hat man doch im ganzen Treppenhaus. Auf der einen Seite der Treppe habe ich die verspachtelten Prallschutzplatte und auf der anderen Seite die verputzten Wände. Beide Seiten werden doch gleichermaßen schmutzig und müssen entsprechend alle paar Jahre mal neu gestrichen werden.


    Mit dem Abstellen sehe ich auch nicht so problematisch da die Brüstung a) zu 98% aus Schrägen besteht und b) nur 10 cm breit wird und wahrscheinlich auf die Oberseite noch ein Handlauf aus Holz (wie Treppenstufen) drauf kommt. Denke eher nicht, dass da jemand etwas drauf stellt.


    Wie würdet ihr das preislich einschätzen, würde bei 14 m ein einfaches Stahlgeländer oder gar Edelstahl / Holz ungefähr gleich viel (3100) kosten oder deutlich mehr oder günstiger?

  • Braucht ihr den Handlauf dort dringend? Ich stell mir das optisch eher seltsam vor - eine schön cleane Brüstung auf 14m und dann oben drauf noch was aufgesetzt... Wie wäre es die Brüstung vom Tischler mit einer farblichen/holzdekor/ oder weißen Platten zu belegen? Diese ist einfach zu reinigen und etwas robuster als der gespachtelte GK...

    Wenns toll werden soll dann mit Glas belegen - weißes - Stichwort "optiwhite"


    AH MOMENT - geht's nur um die waagerechte Absturzsicherung oder auch im Bereich des Treppenlaufs...? Dann gilt das obige nur eingeschränkt

  • Danke für Deinen Hinweis.


    Ich habe da mit Handlauf das falsche Wort gewählt, meinte vielmehr eine Art Brett (Material und Farbe wie die Treppenstufen) welches dann oben auf der Trockenbaukonstruktion angebracht ist. Dieses Brett wäre dann auf 14 m schräg und nur auf 1 m waagerecht.




    Viele Grüße

  • Brüstung

    Meinst Du sowas? Im Bild links?



    14m? Ich steh aufm Schlauch


    Oder meinst Du den Handlauf?

    Im Bild rechts?

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Umwehrungen sind in Wohngebäuden auf 0,5 kN (horizontale) Holmlast auszulegen und statisch nachzuweisen. Dies ist nach meiner Erfahrung mit Trockenbauprofilen allein nicht möglich. Es braucht dafür Stahlprofile und deren Befestigung an der Rohdecke. Auch diese sind einschließlich ihrer Verankerung statisch nachzuweisen. Der kritische Punkt ist dabei immer die Aufnahme des Biegemoments in die Kopfplatte(n).


    Nach DIN 18065 sind in allen dt. Bundesländern außer NRW (?) Treppen über allen Stufen mit einem griffsicheren (und umfassbaren) Handlauf auszustatten. Dieser kann mit einem Abstand von 5 cm auch oben auf oder seitlich an einem geschlossenen (Trockenbau-) Treppengeländer angebracht werden. Es ist notwendig, die Befestigung des Handlaufs bereits vor der Ausführung zu planen, weil die Position auf oder neben dem Geländer Auswirkungen auf die später zu erzielende Höhe der Brüstung / des Geländers und des Handlaufs hat. Weiterhin hat die Lage des Handlauf auch eine Auswirkung auf die später erreichbare nutzbare Breite des Treppenlaufs. Für alle genannten Punkte gibt es zwingend einzuhaltende Vorgaben der DIN 18065 und in den meisten Ländern in D auch der LBO.


    Erstmal zu bauen und dann weiter zu sehen und zu entscheiden, führt gerade bei Treppen besonders oft zu bitteren Überraschungen. Treppenplanung erfordert - richtig, Zeichnungen.


    Was steht in Deinen Ausführungsplänen über die Treppe (Brüstungshöhe, Geländerhöhe, lichte Breite)? Nicht das Du die öffentlich rechtlichen Vorgaben am Ende nicht mehr einhältst!


    Die Ausbildung einer geschlossenen Brüstung / eines geschlossenen Geländers mit einer waagerechten Abdeckung führt nach meiner langjährigen Beobachtung nicht unbedingt zu mehr Abstürzen, denn die geschlossene Brüstung verhindert durch ihre Geschlossenheit - grad bei Spielzeugen - erstmal Abstürze. Mein Favorit für die Abdeckung ist gewachstes massives Hartholz mit einer Breite von mind. 10 cm: Es fasst sich warm an, lehnt zum Auflehnen und damit zur Kommunikation ein und lässt sich bei den allfälligen leichten Beschädigungen mit geringem Aufwand gut reparieren. Ich bevorzuge vorgesetzte Handläufe.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Meinst Du sowas? Im Bild links?

    14m? Ich steh aufm Schlauch

    Nein so was eher nicht. Unser Haus hat drei Geschosse also haben wir 2 übereinander liegende Podesttreppen aus Beton, im Prinzip wie ein Treppenhaus. Von unten kommend ist rechts dann die Wand und links wäre dann das Geländer was in unserem Fall dann aus Trockenbau wäre. Oben drauf wäre dann ein schönes Stück Holz als Handlauf in der Farbe wie die Treppenstufen. Google Bildersuche nach "Treppengeländer Trockenbau" oder "Treppenbrüstung Trockenbau" liefert viele Ergebnisse.


    Dies ist nach meiner Erfahrung mit Trockenbauprofilen allein nicht möglich.

    Die Unterkonstruktion soll aus Holz und Schwerlastankern erfolgen.

    Nach DIN 18065 sind in allen dt. Bundesländern außer NRW (?) Treppen über allen Stufen mit einem griffsicheren (und umfassbaren) Handlauf auszustatten.

    Dann scheidet ein Holzbrett also aus? Wie ist dass denn bei freischwebenden Treppen? Habe auch welche gesehen, die haben an den Seiten nur Glas ohne irgendwas.

  • Die Unterkonstruktion soll aus Holz und Schwerlastankern erfolgen.

    Abstrakt könnte der statische Nachweis damit möglich sein, konkret dürfte die Verbindung Anker - Holz kaum nachweisbar sein. Aber das klärt der Statiker. Was ist denn im Architektendetail gezeichnet? Wie war der Nachweis bisher geführt?


    Dann scheidet ein Holzbrett also aus?

    Ein „Brett“ ist ohne weiteres nicht umgreifbar, sicher schon garnicht. Ein Handlauf kann wie schon geschrieben auch seitlich angesetzt werden - wenn der Treppenlauf dafür breit genug ausgelegt ist (Mindestbreite nach LBO oder DIN 18065). Auch über dem „Brett“ kann mit Abstand ein Handlauf aufgesetzt werden oder ein Profil mit beispielsweise nierenförmigem Querschnitt. Beides entspricht den öffentlich-rechtlichen Vorgaben und funktioniert.

    Wie ist dass denn bei freischwebenden Treppen? Habe auch welche gesehen, die haben an den Seiten nur Glas ohne irgendwas.

    Heute morgen sah ich die Fahrenden mit zwei PKWs bei roter Ampel abbiegen und dann einen Fußgänger, der auch bei Rot ging.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Viele Treppen in Wohnhäusern entsprechen nicht der DIN, insbesondere die Handläufe. Das ist leider Realität. Die Behörden kümmert das nicht, es wird i.d.R. nicht überwacht. Die DIN hat aber schon ihren Sinn, dient sie doch letztlich der Sicherheit der Benutzer.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Abstrakt könnte der statische Nachweis damit möglich sein, konkret dürfte die Verbindung Anker - Holz kaum nachweisbar sein. Aber das klärt der Statiker. Was ist denn im Architektendetail gezeichnet? Wie war der Nachweis bisher geführt?

    Ich habe die Zeichnungen vom Architekten an den Trockenbauer zwar schon gesehen aber noch nicht übergeben bekommen. Ein Statiker wurde da nicht beauftragt, zumindest nicht meines Wissens. Wenn ich mir von der örtlichen Tischlerfirma eine Holztreppe einbauen lasse, brauche ich da auch einen Statiker?


    Da ist doch nicht viel anders nur das meine Konstruktion (12x12 Kanthölzer + andere Formate + Schwerlastanker) dann noch mit verstärkten Hartgipsplatten verkleidet wird. Ich frag da noch mal nach aber über die Statik mache ich mir in diesem Fall weniger sorgen. Kniffliger ist für mich die Entscheidung bezüglich Handlauf.


    Heute morgen sah ich die Fahrenden mit zwei PKWs bei roter Ampel abbiegen und dann einen Fußgänger, der auch bei Rot ging.

    Ich will da kein Architekten Bashing betreiben aber gerade die "handlauflosen" Treppen wie zum Beispiel freischwebende Treppen oder welche mit Glasteilen an den Seiten werden doch nahezu ausschließlich von Architekten geplant, ganz offensichtlich gegen jede Norm. So was findet man doch nicht im gewöhnlichen Einfamilienhaus von der Stange.


    Würde so eine Treppe aber im Leben nicht wollen und mir leuchtet schon ein, dass man irgendwas für die Hand braucht. Ob das nun normgerecht ein umgreifbarer Handlauf wird oder doch nur ein "Brett" wird noch entschieden. Klar, dass Brett wäre eher was für das Gefühl, eben dass man die Hand auflegen kann beim herunter gehen. Hilft im Falle eines Absturzes natürlich eher wenig.


    Ist der Handlauf eigentlich nur auf einer Seite vorgeschrieben? Und wenn ja die rechte Seite beim herunter gehen?

  • Ein Handlauf ist Minimum, nur für barrierefrei ein zweiter notwendig. Die Seite ist egal.


    Handwerkersmeister mancher Gewerke sollten einen statischen Nachweis führen können. Die wenigsten tun das jemals.


    Wenn ein Werk die a.R.d.T. nicht einhält, teilen sich Planende und Ausführende die Verantwortung zu gleichen Teilen. Wenn eine Person durch die Nichteinhaltung zu Schaden kommt, haftet privatrechtlich erstmal der Eigentümer, nach StGB wird es meist komplizierter.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Unser Haus hat drei Geschosse also haben wir 2 übereinander liegende Podesttreppen aus Beton, im Prinzip wie ein Treppenhaus. Von unten kommend ist rechts dann die Wand und links wäre dann das Geländer was in unserem Fall dann aus Trockenbau wäre.

    Ich kann's mir immer noch nicht vorstellen wie das aussehen soll. Oder ist es eine schräge Wand eben x0cm über den Treppenstufen endet? Wenn ja, warum dann nicht ganz herkömmlich mauern?

  • Ich kann's mir immer noch nicht vorstellen wie das aussehen soll.

    Die Bilder direkt verlinken wird untersagt sein, deshalb die Links auf die Seiten (hoffe das ist OK):


    Puristischer Kubus à la Bauhaus aus Porenbeton

    Das fertige Treppenhaus › BauBlog - Wir bauen unser Massivhaus

    Treppen Tischlerei Wessels Bad Bentheim, Gildehaus


    Oder Bildersuche:

    https://www.google.com/search?…ch&tbo=u&source=univ&sa=X


    Hier noch eine für uns akzeptable Variante mit Handlauf: https://www.pinterest.de/pin/560416747357251584/?lp=true



    Ich weiß, immer alles Geschmackssache aber ich finde die oben verlinkten geschlossenen Treppengeländer/brüstungen um ein Vielfaches schöner als irgendwelche Metallgatter.

  • Gefällt mir gut. Wenn es zum Haus passt...

    Das erste Bild der Tischlerei Wessels zeigt auch eine schöne Variante mit Handlauf und Abdeckbrett.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Gefällt mir gut. Wenn es zum Haus passt...

    Danke ;-) Ja es passt schon gut zum Haus. Es war ursprünglich unsere Idee weil ich es wie auch bei der Dusche gern puristisch mag. Haben unseren Architekten gefragt und der hätte es sich leicht machen können und uns abraten können. Er hat sich aber fast schon über diese Variante gefreut obwohl es für ihn ja mehr Arbeit (Planung, Überwachung) bedeutet als ein "fertiges" Geländer vom Treppenbauer. Er hat zumindest bestätigt, dass es gut zum Haus passen würde und wir es von daher auch machen sollten. Von sich aus vorgeschlagen hätte er es aber vermutlich nicht.

  • Mir gefällt das auch.

    Bzgl „Brett“ : Wenn ich solche Konstruktionen richtig in Erinnerung habe, dann liegt das Brett nicht planauf, sondern mit etwas größerer Schattenfuge, sodass man es recht gut umfassen/ anfassen kann.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Das wovon ich schrieb kann beispielsweise so aussehen (alle Holzbauteile Eiche Lamellenverleimt, gewachst)


    barrierefreie Rampe mit vorgesetzten Handläufen, Höhenlage nach DIN 18040 (?)



    Treppe mit integriertem Handlauf (gefräst)



    im Trockenbau sah es vorher so aus




    Es gab ganz ähnliche Treppen auch mit massiven Sichtbetonbrüstungen. Die sahen dann so aus:




    Auf die Notwendigkeit von Schattenfugen im Übergang hat Anda ja schon hingewiesen. (Es gibt noch einige weitere Dinge zu beachten. Ja, das öffentliche Gebäude liegt nach Anlage 10.2 zur HOAI in Honorarzone IV, die Innenräume mit individuell geplanten Möbeln teilweise in V.)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Super, Danke für die Bilder.


    Auf die Notwendigkeit von Schattenfugen im Übergang hat Anda ja schon hingewiesen.

    Bei Anda ist es wohl so gemeint, dass das Brett a) schmal genug ist und b) mit etwas Abstand auf der Trockenbaubrüstung liegt um es greifen zu können? Diesen Abstand zwischen den beiden Bauteilen nennt sich dann Schattenfuge? Damit könnte ich gut leben.


    Auf Deinem Bild "T3 Handlauf3" sieht man dann diese Schattenfuge plus zusätzlichen Handlauf wobei ich das auch für sehr gelungen halte. Zumindest deutlich besser als die Variante einen runden Handlauf aus Holz oder Edelstahl auf die Trockenbaukonstruktion zu setzten.

  • Bei Anda ist es wohl so gemeint, dass das Brett a) schmal genug ist und b) mit etwas Abstand auf der Trockenbaubrüstung liegt um es greifen zu können?

    Nö, glaube ich nicht. Das ist ja für durchschnittliche Hände mit 2,5 cm + 10 cm + 2,5 cm bei Weitem nicht umgreifbar!

    Zumindest deutlich besser als die Variante einen runden Handlauf aus Holz oder Edelstahl auf die Trockenbaukonstruktion zu setzten.

    Bitte beachten, dass unter den gezeigten Brüstungen der Treppe eine kräftige Konstruktion aus Stahlprofilen und Konsolen die Holmlasten aufnimmt! Die Trockenbau-UK hält nur die GK-Verkleidung und ist von alleine bei weitem nicht ausreichend tragfähig!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Nö, glaube ich nicht. Das ist ja für durchschnittliche Hände mit 2,5 cm + 10 cm + 2,5 cm bei Weitem nicht umgreifbar!

    Sie schreibt doch aber:

    Bzgl „Brett“ : Wenn ich solche Konstruktionen richtig in Erinnerung habe, dann liegt das Brett nicht planauf, sondern mit etwas größerer Schattenfuge, sodass man es recht gut umfassen/ anfassen kann.



    Bitte beachten, dass unter den gezeigten Brüstungen der Treppe eine kräftige Konstruktion aus Stahlprofilen und Konsolen die Holmlasten aufnimmt! Die Trockenbau-UK hält nur die GK-Verkleidung und ist von alleine bei weitem nicht ausreichend tragfähig!

    Ich verstehe das noch nicht ganz. Unsere Treppe besteht ja aus 6 Teilen also 2 Podesten und 4 Treppenläufen. Wenn ich es richtig erinnere sollen je Treppenlauf 6 Stück 12x12 Kantholzer mit je 2 Schwerlastankern befestigt werden. Das soll jetzt gerade so die GK-Verkleidung tragen aber für einen Handlauf "bei weitem nicht ausreichend tragfähig" sein? Am Montag ist Baubesprechung da frage ich noch mal nach.


    Nochmal Danke für die Bilder

  • Unsere Treppe besteht ja aus 6 Teilen also 2 Podesten und 4 Treppenläufen. Wenn ich es richtig erinnere sollen je Treppenlauf 6 Stück 12x12 Kantholzer mit je 2 Schwerlastankern befestigt werden. Das soll jetzt gerade so die GK-Verkleidung tragen aber für einen Handlauf "bei weitem nicht ausreichend tragfähig" sein?

    Das habe ich so nicht geschrieben. Ich schrieb, dass ein statischer Nachweis zu führen ist und eine Trockenbau-UK kleine nicht ausreicht. Ich bin dabei allerdings auch davon ausgegangen, dass der dünnste, in Trockenbau mit beidseitig doppelter Beplankung mögliche Aufbau gewählt wird, nämlich GK 2-lagig (2 x 12,5 mm = 25 mm), CW-Profil 50 mm, GK 2-lagig (2 x 12,5 mm = 25 mm), zusammen sind das fertig 100 mm. Genau dieses Maß haben die von mir oben gezeigten Brüstungen, die schon nicht besonders schlank sind.


    Nicht vergessen: Trockenbauwände sind in Regelbauweise oben und unten über UW-Profile halten, also vertikale Einfeldträger. Die Brüstung ist aber eine (vertikal) auskragende Konstruktion und muss am Befestigungspunkt an der Decke ein Moment aufnehmen. Dafür sind deutlich größere Querschnitte erforderlich. Alles weitere dazu bitte schriftlich vom Statiker (er)klären lassen, nicht vom Trockenbauer, nicht vom Tischler, nicht von mir.


    Eine GK-Wand im EFH mit einer 120 Holz-UK zu bauen käme mir nicht in den Sinn. Es geht doch um möglichst schlanke Bauteile.


    Und der Übergang Schraubenkopf auf Holz stellt wegen wegen der Aufnahme des erheblichem Moments dabei den neuralgischen Punkt dar.


    Mit Deinen 120er Kanthölzern kommst Du übrigens mit 2 x 25 mm Beplankung auf satte 170 mm Brüstungsstärke. Das ist im EFH optisch klar als "fett" zu beschreiben. Und umgreifen können das nicht mal mehr kräftige männliche Handwerkerhände. Das Maß würde ich mir noch einmal überlegen! Gibt es keine (Schnitt-) Zeichnung dazu, die dies sichtbar macht? Eine derartige Platzverschwendung würde ich im EFH nur unter besonderen gestalterischen Aspekten überhaupt ernsthaft in Erwägung ziehen. (Nebenbei: für eine Brüstung sind Quadratquerschnitte der UK nicht sonderlich "wirtschaftlich", denn 120 x 60 mm würden in Richtung der Holmlast fast die selbe Last aufnehmen können. Lange Kante natürlich in Wirkungsrichtung der Holmlast! In Stahl würde vermutlich sogar weniger als die Hälfte ausreichen. Der kostet allerdings dafür etwas mehr... )

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.