Was muss ein Baustellenschild beinhalten und wer stellt dieses aus?

  • Meine Frage bezieht sich auf ein Baustellenschild (Roter Punkt).


    Was muss darauf unbedingt vermerkt werden und wer füllt diesen Schein aus?


    Es handelt sich bei dem Bauvorhaben um einen Anbau aus massivem Mauerwerk, dessen Dach an das Dachgebälk des bestehenden Hauses angegliedert wird. Also, wie eine Art Schleppdach.


    Ist ein Baustellenschild korrekt, wo in der Fußleiste der Hinweis auf relevante Vorschriften der Bauordnung fehlen? Ebenso fehlen Bauleiter/ bzw. die Anschrift bzw. der Name des ausführenden Unternehmens.


    Muss man, sofern man den Anbau selber errichtet und für die Dacharbeiten keine Firma beauftragt, dann anstelle der Firmen, seinen Namen in das Baustellenschild eintragen?

  • wer füllt diesen Schein aus?

    Das Bauamt, bzw. in Teilen auch der Bauherr.



    Ist ein Baustellenschild korrekt, wo in der Fußleiste der Hinweis auf relevante Vorschriften der Bauordnung fehlen?

    Welche Vorschriften sind gemeint? Die LBO ist immer einzuhalten, genau so wie lokale Verordnungen/Satzungen. Ich wüsste nicht, warum man das zusätzlich auf die Baufreigabe schreiben sollte.


    Ebenso fehlen Bauleiter/ bzw. die Anschrift bzw. der Name des ausführenden Unternehmens.

    EIn Bauleiter ist immer zu benennen, ein ausführendes Unternehmen nicht zwingend. In der LBO für BaWü steht das irgendwo im §42, dürfte in NRW oder Berlin wohl ähnlich sein. Wenn man die entsprechenden Fachleute verfügbar hat bzw. selbst über die notwendige Sachkunde verfügt:


    .....ist die Bestellung von Unternehmern nicht erforderlich, wenn genügend Fachkräfte mit der nötigen Sachkunde, Erfahrung und Zuverlässigkeit mitwirken.

    §§ 43 und 45 bleiben unberührt.

    Nebenbei bemerkt, Du schreibst "Roter Punkt", also ein Verfahren mit Bauantrag, Baugenehmigung. Oder meinst Du evtl. Kenntnisgabeverfahren? Dann würde zumindest hier bei uns in BaWü ein Formular mit grünem Punkt vom Bauherren ausgefüllt und als Baustellenschild angebracht. Ansonsten ändert sich grundsätzlich nichts, weil LBO etc. immer einzuhalten sind, wie ich oben schon geschrieben habe. Beim Kenntnisgabeverfahren lohnt es sich, einfach mal beim lokalen Bauamt anzurufen und nachzufragen, da scheinen manche ihr eigenes Süppchen zu kochen.

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  • Meine Frage bezieht sich auf ein Baustellenschild (Roter Punkt).


    Was muss darauf unbedingt vermerkt werden und wer füllt diesen Schein aus?

    Das regelt in jedem Bundesland die Bauordnung oder eine Ausführungsverordnung dazu etwas anders. In B muss beispielsweise nur der Bauleiter und der Rohbauunternehmer vermerkt sein. Das Schild hat in B der Bauherr anzubringen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Beitrag von Albatros1 ()

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  • Der Bauherr ist gleichzeitig auch derjenige, der das Bauvorhaben selber baut. Er ist kein Fachmann...Das Schild mit dem roten Punkt hat keinerlei Stempel und man erkennt auch nicht, welche Behörde das Vorhaben genehmigt hat. Außerdem sieht dasSchild, von dem ich rede, nie und nimmer so aus wei die regulären Formulare, die bei uns in NRW gültig sind.

    Im Ort hängen noch weitere Schilder an manchen Gebäuden, diese sehen ganz anders aus und sind vorne an der öffentlichen Straße sichtbar befestigt. Nicht wie in demFall, an der Rückseite des Hauses.

  • Okay, und wie schaut es aus wenn man den Anbau selber ausführt? Es also keine Firmen gibt, die beauftragt wurden?

    Steht auch in der LBO, und hatte ich oben zitiert.


    Pläne, Statik, brauchst Du sowieso, und einen Bauleiter musst Du auch benennen. Du kannst ja nicht einfach so einen Anbau in die Landschaft stellen. Das Bauamt kann fordern, dass für die Rohbauarbeiten eine Firma benannt wird, ob es von dieser Möglichkeit Gebrauch macht, wer weiß.

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  • Außerdem sieht dasSchild, von dem ich rede, nie und nimmer so aus wei die regulären Formulare, die bei uns in NRW gültig sind.

    Wie gesagt, es kann sich auch um ein verfahrensfreies Vorhaben handeln, da sind die "Schilder" dann etwas anders. Ob grüner PUnkt oder nur ein Formular des Bauamts, das ist unterschiedlich.



    und sind vorne an der öffentlichen Straße sichtbar befestigt. Nicht wie in demFall, an der Rückseite des Hauses.

    ob das zulässig ist, das kann ich nicht mit Gewissheit beantworten. Ich kenne es so, dass die Baufreigabe gut sichtbar angebracht werden muss, üblicherweise von der Straße einsehbar. Das müsste ich jetzt im Detail nachschlagen.

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  • Deine beiden obigen Beiträge, in denen Du nur ein Zitat von mir geschrieben hast, ohne weiteren Text, habe ich entfernt. Sie helfen im Thema nicht weiter und verwirren nur.


    (Ich, Skeptiker, habe noch zwei weitere Beitrage gelöscht, für die das ebenfalls gilt!)

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    Einmal editiert, zuletzt von Skeptiker ()

  • Kannst Du uns bitte erklären, worum es Dir genau geht? Willst Du Dein eigenes "Bauschild" richtig aufhängen oder hast Du Zweifel an der Richtigkeit eines fremden "Bauschildes". Und was meinst Du genau mit "Bauschild"?


    Die Bauordnung NRW regelt in

    3) Bei der Ausführung genehmigungsbedürftiger Bauvorhaben nach § 63 Abs. 1 und solchen nach § 67 hat die Bauherrin oder der Bauherr an der Baustelle ein Schild, das die Bezeichnung des Bauvorhabens und die Namen und Anschriften der Entwurfsverfasserin oder des Entwurfsverfassers, der Unternehmerin oder des Unternehmers für den Rohbau und der Bauleiterin oder des Bauleiters enthalten muss, dauerhaft und von der öffentlichen Verkehrsfläche aus sichtbar anzubringen.

    Formale Vorgaben daran habe ich nicht gefunden, aber auch nicht weiter danach gesucht. Mir sind bisher noch nie formale Vorgaben für Bauschilder im Sinne der BauO NRW § 14 begegnet.


    Zur Frage nach der Notwendigkeit, Unternehmen und / oder eine/n Bauleitung zu beauftragen gibt die BauO NRW folgendes vor:

    Es muss also in NRW weder zwingend ein Bauunternehmen, noch eine Bauleitung geben. Je nach durchgeführtem Verfahren können sich auch die im Ergebnis vorliegenden Genehmigungen unterschiedlich aussehen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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    2 Mal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: Zitate eingefügt und zusätzlich verlinkt

  • Ich habe, zusammen mit weiteren Personen, erhebliche Zweifel an einem "Bauschild" am Haus eines Nachbarn.

    Ich kann es leider hier nicht einfügen, aber an der Angelegenheit ist etwas faul.

    Das Formular wurde manipuliert, mit welchem Zweck, bleibt zu erahnen.

  • Schon der Vordruck ist nicht der Reguläre.

    Da wurde an Spalten und Zeilen manipuliert.

    Habe beim hiesigen Bauamt erfahren, wie das Schild eigentlich aussehen müsste.

    Es wurde auch nicht zur Straße hin sondern hinter dem Haus angebracht, so kann fast niemand einen Blick draufwerfen. Im Ort sind noch weitere Schilder von der Straße aus sichtbar, diese sehen alle völlig anders aus und entsprechen auch denen, die man im Download für NRW finden kann.

    Es wäre nicht das erste Mal, dass dieser Mitbürger nicht ganz rechtens handelt.

  • Wenn Du Zweifel hast, dann gib halt dem Bauamt Bescheid. Das kann dann, falls notwendig, eingreifen.

    Genau so ist es. Die müssten wissen was Sache ist, es geht ja nicht um ein verfahrensfreies Vorhaben, also müssten die zumindest informiert sein (Kenntnisgabeverfahren). Ich könnte mir gut vorstellen, dass dann einmal jemand "zufällig" vorbei fährt, und schaut was da los ist. Zumindest in kleineren Gemeinden ist das gängige Praxis.

    Ich würde aus einer falschen Baufreigabe, bzw. falsch angebrachten Baufreigabe, noch nicht darauf schließen, dass der Anbau illegal ist. Es wäre auch denkbar, dass der Bau im Kenntnisgabeverfahren erstellt wird, und der Bauherr nur nicht weiß, was er da wo als Schild aufstellen muss. Es gilt zwar, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, aber es macht halt einen Unterschied, ob er hier bewusst eine nicht vorhandene Baufreigabe vortäuscht, oder halt einfach keine Ahnung hat, was für ein "Schild" nun notwendig ist.

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