Mutterboden

  • Ich möchte auf mein Grundstück (Neubau) Mutterboden auffüllen. Mir wurde jetzt Erde angeboten der Hacken daran ist nur das es Erde von unter einer Scheune ist. Meine Frage jetzt: Ist das brauchbare Erde oder sollte ich da lieber die Finger von lassen?

    Über eine Antwort würde ich mich freuen.

    Gruß

    Andreas

  • ich würde sie nehmen .


    biologisch ist damit erstmal nicht viel los , aber nähstofftechnish dürfte sie top sein . und dann kommt die biologie von alleine , und das recht zügig .


    auf jeden fall besser als der analogboden , den viele baustoffhändler verkaufen .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • im prinzip so, wie wasweissich - sofern die "scheune" scheune war - und nicht garage.

    beim letzten landw. bauvorhaben erfolgte die entsorgung kontaminierten bodens quer durch die republik.

    wenn das also nicht 100% sicher auszuschliessen ist: analytik.

  • Auf unserem Grundstück stand auch mal eine Scheune und dort war der Boden (Tenne) bis in eine gewisse Tiefe aus gestampften Lehm. Den "gartentechnischen" Wert von Lehm kann ich nicht beurteilen aber Mutterboden ist es wohl eher nicht.

  • Wert von Lehm kann ich nicht beurteilen

    aus deiner beschreibung kann ich es auch nicht . nur ist nicht alles , was dunkelbraun-fast schwarz ist wertvoller "mutterboden"

    oft genugist scheinbar wertloser heller boden besser , als so ein synthetisches dunkelgefärbtes zeug


    manchmal ist so ein hellbraunes gepampe wertvoller als ausgelaugter boden , dessen farbe jeden schrebergärtner dahinschmelzen lässt ....

    Mutterboden ist es wohl eher nicht.

    mutterboden ist ausserdem ein falscher terminus . im zuge der emanzipation wurde mutterboden von oberboden , bzw belebte bodenschicht abgelöst .

    eigentlich .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Jede Deiner Zeilen bietet einiges an Diskussionsstoff aber das hilft Andy ja auch nicht weiter.


    Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass das was Andy erwartet (Mutterboden, belebte Bodenschicht) ggf. nicht dem entspricht was er bekommen könnte. Die Böden von Scheunen sind wie oben bereits beschrieben sehr oft aus gestampften Lehm und selbst wenn die letzten 100 Jahre noch der alte Trekker in der Scheune stand und diese mit Diesel und Öl bereichert hat dann wird aus dem Lehm immer noch kein Mutterboden.


    Natürlich sollte man beim Kauf von Mutterboden immer genau hinschauen aber bei dem insgesamt reichhaltigen Angebot sollte man vielleicht nicht unbedingt den Boden einer Scheune in den eigenen Garten karren. Gut möglich, dass der Eine einfach nur günstig/kostenlos "Mutterboden" haben will und der Andere auf diesem Weg günstig/kostenlos "kontaminierten Lehm" entsorgt (im schlimmsten Fall).

  • ich würde sie nehmen .


    biologisch ist damit erstmal nicht viel los , aber nähstofftechnish dürfte sie top sein . und dann kommt die biologie von alleine , und das recht zügig .

    tja oder es ist halt alles bestens , kein alter trecker sondern pferde , und die welt ist nicht nur böse

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Pferde und andere Nutztiere stehen für gewöhnlich im Stall, nicht in der Scheune. Aber selbst wenn dort Pferde auf relativ begrenzten Raum über Jahrzehnte/Jahrhunderte in den Dreck uriniert haben dann ist das vermutlich nicht der Boden den Andy erwartet. Der Boden aus der Scheune wird dann ja auch nicht mit anderer Erde vermischt und über viele Hektar verteilt sondern in einem "kleinen" Garten (vermutlich > 0,1 Hektar) konzentriert.


    Natürlich kann auch alles gut gehen aber das Risiko wäre mir aus oben beschriebenen Gründen einfach zu hoch.

  • So ein Quatsch... In nahezu jeder Scheune wurden und werden auch die Landmaschinen beherbergt. Vielleicht ist das aber auch nur eine Besonderheit hier in unserer Region. Die Scheunen bei uns haben meist zwei große Tore, der Bereich zwischen diesen heißt Tenne oder Fahrt. Dort wurde gedroschen, getanzt und eben auch die Landmaschine, Kutsche oder welches Gefährt auch immer abgestellt. Dann gibt es meist noch eine kleine Werkstatt. In den oberen Etagen wurde dann Stroh, Heu usw. gelagert. Aber wegen mir, dann ist das eben nur eine regionale Besonderheit, schließlich bist du hier der Experte.

  • So kenne ich das auch. Es gibt Feldscheunen, in denen werden überwiegend Heu, Stroh, aber auch mal Anbauteile für den Traktor gelagert, und die Scheunen am Hof selbst, die eher universell genutzt werden. Dort können sich sogar Ställe für Kleinvieh befinden, und Abstellmöglichkeiten für Anhänger, Traktoren, usw., bis hin zu einem Werkstattraum mit Werkzeugen und Ersatzteilen. Dann natürlich Lagerfläche für Futter, Heu und Stroh dann eine Etage (oder zwei) höher.


    Eigene Maschinenhallen finden sich bei uns in der Gegend eher selten, viele Betriebe sind dafür schlichtweg zu klein.


    In Großbetrieben sieht es etwas anders aus. Wenn man ein halbes Dutzend Traktoren und Anhänger, ein Dutzend Anbauteile usw. unterbringen muss, dann lohnt sich der Bau einer eigenen Maschinenhalle, dann inkl. Werkstatträumlichkeiten. Solche Betriebe werden aber immer weniger.

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  • Oberboden fällt doch bei fast jeder Baumaßnahme an. Rede doch mal mit einem Erdbauer in deiner Gegend, ob er demnächst eine Baumaßnahme hat, wo ordentlicher Oberboden abfällt (am besten Neubaugebiet wo vorher Felder waren) und den du gegen Übernahme der Transportkosten bekommst.


    Der Boden aus der Scheune wäre mir zu heikel...