Übergang zur Dachrinne an einem Betonflachdach

  • Hallo in die Runde,


    gegeben: Ungedämmtes Betonflachdach, das auf drei Seiten eine Attika (19 cm hoch) hat. Die vierte Seite soll eine vorgehängte Dachrinne bekommen. Dicht werden soll das ganze mit EPDM-Bahnen, entweder in einem Stück oder geschweisst (Resitrix), die dann natürlich auch fachgerecht an der Attika hochgeführt werden sollen. Da das ganze eine Garage ist und in keiner Weise gedämmt ist bzw. werden soll, ist zwischen Beton und EPDM kein wirklicher Aufbau geplant (von Grundierungen etc. mal abgesehen).


    Die Systeme, die ich mir angeschaut haben, sehen ein "Traufblech" bzw. "Traufstreifen" vor, der quasi über die Kante gelegt wird und unten in der Rinne eingehängt wird, während oben das EPDM drüber geführt wird. Sämtliche Detailzeichnungen, die ich dazu gesehen habe, gehen aber von einem gedämmten Dach aus, bei dem man den Traufstreifen bequem so aufbauen kann, dass er keine Erhöhung der Fläche bildet. Hier geht es aber um eine nackte Betondecke, auf der so ein Traufblech durchaus etwas auftragen würde. Sind vermutlich nur ein paar Millimeter (wegen Unebenheiten der Decke), aber das würde ja letztlich den Ablauf des Wassers schon etwas behindern.


    Gibt es hier sinnvolle Alternativen? Da das EPDM vom Dach aus auch ein Stück um die Kante geführt werden könnte, kann ich mir z.B. eine Art Traufstreifen vorstellen, der eben nicht oben auf der Decke aufliegt, sondern nur am senkrechten Teil über der Rinne befestigt wird.


    Hintergrund: Die Firma, mit der ich drüber geredet habe und die das bauen soll, sieht in den paar Millimetern kein Problem, aber ehe ich das beauftrage, will ich zumindest wissen, ob es da sinnvolle andere Varianten gibt.


    Ergänzung: Da die Beschreibungen vermutlich nicht so aussagekräftig sind, habe ich noch eine Skizze ergänzt. 1. ist die Variante mit "Traufblech" und der "Stufe", um die es mir geht, 2. das, was ich als Alternative gefragt hatte. Schwarz ist jeweils die Betondecke, rot das Traufblech, grün die Rinne und blau das EPDM. Befestigungselemente sind jeweils weggelassen.


    Viele Grüße,


    Jan

  • Moin,

    Nach Richtlinie soll ein Flachdach beim Wunsch der Pfützenfreiheit mehr als 5 ° Neigung erhalten.

    Es gibt weitere Abstufungen bis hin zu 0 ° -Dach, je nachdem sind die Abdichtungsmaterialien zu wählen oder es soll ein zum Beispiel ein zusätzlicher Oberflächenschutz aufgebracht werden usw, es gibt viele Möglichkeiten.

    Die Kante bei der Verwendung eines Traufbleches ist soweit erstmal zulässig , ebenso eine Pfützenbildung, wenn denn die Fachregeln angewendet werden.

    Falls Dir so eine Stufe nicht behagt, was ich allerdings auch verstehen kann, wäre die Befestigung der Rinneisen viel interressanter, denn diese werden im Normalfall auch auf der Dachfläche befestigt, und tragen aber im Vergleich zum Traufblech (0,7 mm Materialstärke) mehrere Millimeter auf. Normalerweise werden die Rinneisen in die Unterlage (typischerweise Holz) eingelassen, was aber bei Beton einen erheblichen Aufwand bedeuten würde, der als Extraposition natürlich vergütet werden müßte. Wobei die Frage bleibt, ob das einflexen der Dachplatte wirklich so sinnvoll wäre. Dein Dachdecker sollte also, wenn technisch möglich, Rinneisen auswählen, die man an der Stirnseite der Deckenplatte befestigen kann.

    Über die 0,7 mm des Traufblechs würde ich mir dann keine Gedanken mehr machen. Ich schätze mal, ich würde versuchen zu klären, ob mann das Blech kleben kann, dann hätte man nicht mal die Befestiger durchs Resi durchzuscheinen.

    Wie gesagt, bei den zulässigen Toleranzen könnte auch an einer ganz anderen Stelle des Daches Pfützenbildung auftreten und wäre technisch bis zu einer gewissen Grenze erstmal kein Mangel.

    Gruß

    Jan ;)

  • Hallo,


    die Neigung ist noch nicht final geklärt. Die Betondecke ist 0 Grad, mit der 19 cm hohen Attika kann man aber problemlos darauf ein Gefälle realisieren. Pfützen stören prinzipiell aber nicht (Pfützenfreiheit ist ohnehin nicht möglich, weil 5 Grad nicht erreichbar sind), so dass auch das 0-Grad-Dach bei entsprechenden Abdichtungsmaterialien akzeptabel wäre (ist vermutlich auch günstiger als der Aufbau eines Gefälles). Da die Attika hinten offen ist, besteht auch keinerlei Gefahr von gefährlich schweren Wassermassen auf dem Dach.


    Rinneisen bzw. Rinnenbefestigungen an der Stirnseite sind ohnehin gesetzt, das Einflexen wäre wesentlich zu aufwendig.


    Über die 0,7 mm des Traufblechs würde ich mir dann keine Gedanken mehr machen.

    Ich fürchte nur, dass es eben keine 0,7mm sein werden. So ein gekantetes Blech kann sich ja nicht wirklich "anschmiegen", so dass die wirkliche Höhe durch die Unebenheiten der Betonkante gegeben wäre. Diese komplett gerade zu flexen, wäre ja auch ein erheblicher Aufwand. Darum ja die Idee von Variante 2, wo das im Grunde egal wäre, weil sich das Resi (oder was auch immer) dann deutlich besser an die kleinen Ungenauigkeiten der Betonkante anpassen könnte als es ein gekantetes Blech kann.


    Viele Grüße,


    Jan

  • Das Traufblech soll unter anderem eine Unterlage für die Abdichtung bilden um den Spalt zwischen Dachkante und Rinne zu schließen.

    Das wäre bei deiner Variante nur mit extra angefertigten Blechen möglich, welche aber Umständen nicht wesentlich teurer sein müssen als fertige Traufbleche.

    Ein an seinem Job interressierter Handwerker wird Deinen Bedenken Rechnung tragen, diesen Punkt mit Dir durchdenken und Dich fachlich korrekt beraten :thumbsup:

  • Ein an seinem Job interressierter Handwerker wird Deinen Bedenken Rechnung tragen, diesen Punkt mit Dir durchdenken und Dich fachlich korrekt beraten :thumbsup:

    Sorry aber das ist in meinen Augen nicht richtig. Fachlich gibt es nämlich keine Bedenken, da gebe es ganz andere Dinge zu beachten als das Traufblech. Was im übrigen nur ein Stützblech darstellt, bez. Anforderungen an den Windsog genügen muss.


    Wie überall kann bei einem Flachdach die Traufe auch mit "Überstand" eher Einstand oder zurückgesetzt verlegt werden. Bei der zurückgesetzten Montage muss das Blech verlötet werden (wasserdicht verbunden werden) was regelmäßig Kopfdehner erforderlich macht. Sieht man heute nur noch sehr selten und in der Regel reißt man es ab. Ein interessierter Dachdecker würde daran gelegen sein die Bedenken die der TS hat entsprechend fachlich zu kommentieren und dahingehend auszureden. Das gerade aus einer Mücke ein Elefant gemacht wird.


    Stellen wir mal als gegeben, dass die Konstruktion ein Null-Dach wird. So wird schon mal ein schwerer Oberflächenschutz notwendig. Geht das überhaupt? Wenn nein, ist der TS über die Nachteile aufgeklärt?


    JanRi Welche Gebäudemaße hast du und in welchem Maß ist das Gefälle nötig? Willst du einen pragmatischen und einfachen Rat? Lass vor der Abdichtung eine Ausgleichslage auf den Beton vollflächig aufschweißen. Das kann eine V60 S4 sein oder etwas höherwertig eine G 200 S4. Lass im Vorfeld das Blech verdübeln, und dann mit der Ausgleichslage drauf. Hier sollte nicht das ganze Blech eingefasst werden. Schnell, preiswert und funktioniert. Anschließend geeigneten Kleber für deine EPDM Bahn wählen (die sind ziemlich teuer!) oder aber Auflast wenn möglich.


    Wo drauf du vorallem achten MUSST ist die Rinne. Bei Resitrix ist ein Schutzanstrich Pflicht, ich würde eher auf Edelstahl umschwenken. Auch wenn das die Handwerker nicht freuen wird, weil es sich beknackt löten lässt. (Hab vor 2 Wochen 120m machen dürfen...) Ansonsten bleibt für das Gefälle nur ein Verbundestrich oder aber Gefällekeile und Holzschalung. Letzteres ist wenig wirtschaftlich.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • Hallo,

    Welche Gebäudemaße hast du und in welchem Maß ist das Gefälle nötig?

    Das Dach ist etwa 7x6 Meter, wobei die "offene" Seite 6 Meter misst.

    Wo drauf du vorallem achten MUSST ist die Rinne. Bei Resitrix ist ein Schutzanstrich Pflicht, ich würde eher auf Edelstahl umschwenken.

    Ich hatte die betreffende Stelle in den Verlegeanleitungen von Resitrix gelesen - Schutz, Edelstahl oder Kunststoff. Da es eine Garage ist, geht der Plan eigentlich in Richtung Kunststoff. Das Schadpotential ist extrem gering... wenn es an der Stelle tropft, richtet das keinen Schaden an.


    So wird schon mal ein schwerer Oberflächenschutz notwendig. Geht das überhaupt? Wenn nein, ist der TS über die Nachteile aufgeklärt?

    Ich bin noch beim Einholen von Angeboten/Ideen, wobei immer im Hintergrund steht, dass es eine Garage ist (die auch als solche genutzt werden soll und nicht als illegaler Partyraum, Lager, Werkstatt oder sonst etwas) und eben kein Wohngebäude.


    Falls "schwer" sich auf die Belastbarkeit bezieht: Die Betondecke ist vom Statiker so berechnet, dass sie eine extensive Begrünung von bis zu 150 kg/qm tragen kann. Diese soll aus Kostengründen später realisiert werden. Wenn natürlich der zur Lagesicherung nötige Kleber am Ende das gleiche (oder mehr) kostet wie die Begrünung als Auflast (was ich aber eher nicht denke), dann sieht das natürlich anders aus.


    Ansonsten bleibt für das Gefälle nur ein Verbundestrich oder aber Gefällekeile und Holzschalung. Letzteres ist wenig wirtschaftlich.


    Zu einem eventuellen Gefälle noch: Die Attika ist 19 cm (mehr war nicht realisierbar) über der waagerechten Betondecke. Die Länge eines etwaigen Gefälles wäre etwa 7 Meter. Für 2% wäre das schon ein Höhenunterschied von 14 cm, was vorne dann nur 5 cm Restattika ließe. Mit Verbundestrich wäre das zumindest im vorderen Bereich zu schwer, zumal die Belastungsreserve eigentlich für die Begrünung geplant ist. Von daher würde man ohnehin unter 2% landen mit allen Konsequenzen, so dass ich nach meinen bisherigen Recherchen keinen wirklichen Nachteil in 0 Grad sehe, denn Pfützen wird es in jedem Fall geben.


    Das gerade aus einer Mücke ein Elefant gemacht wird.


    Vermutlich hast du da recht, zumal das Ausmaß eventuell dadurch entstehender Pfützen geringer als das sein dürfte, was schon durch die Toleranzen der Betonplatte kommt. Aktuell ist die Betondecke nackt und ich habe nach dem letzten Regen mal Pfützen angezeichnet. Die maximale Tiefe beträgt etwa 1,5 cm bei einer Pfütze von vielleicht 2-3 Quadratmeter. Alles andere ist flacher und trocknet zumindest bei der aktuellen Sonneneinstrahlung gut ab.


    Vielen Dank auch für den Hinweis mit der Ausgleichslage.


    Viele Grüße,


    Jan

  • Ich hatte die betreffende Stelle in den Verlegeanleitungen von Resitrix gelesen - Schutz, Edelstahl oder Kunststoff. Da es eine Garage ist, geht der Plan eigentlich in Richtung Kunststoff. Das Schadpotential ist extrem gering... wenn es an der Stelle tropft, richtet das keinen Schaden an.

    Das wiederum kann ich nicht verstehen. Haust eine Abdichtung für vermutlich um die 35 €m2 und mehr rauf und dann Plaste? Das ergibt keinen Sinn.

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  • Wenn du Plastik dran haust bin ich sowieso raus, mein Klo umarmen...
    An Häuser und Garagen gehört Blech und kein Plastik, das hält nämlich nicht so lange und sieht immer Scheiß** aus...
    Nimm Edelstahl wie Kalle sagt...

    Mach eine Lage Schweißbahn drauf, als Ebenenausgleich, das mach ich allerdings vor der Rinnenmontage und schneide die Rinneisen dann wieder raus...
    Dadurch versenkt man die und es liegt nur noch das Traufblech auf...

  • Hallo,

    und mehr rauf und dann Plaste?

    und

    Wenn du Plastik dran haust bin ich sowieso raus, mein Klo umarmen...

    Sind die Dinger wirklich so schlimm? Immer noch? Die Hersteller zumindest scheinen das anders zu sehen, aber die wollen das ja auch verkaufen. In diesem Fall ist die Rinne an der hinteren Grundstücksgrenze, dahinter kommt ein quasi unzugänglicher Steilhang zu einem Wald hinunter. Sehen kann das Teil da quasi niemand.


    Wobei auch Resi nicht gesetzt ist - das war das, was eine der bislang angefragten Firmen machen wollte. Bei einer EPDM-Bahn ohne Bitumen sollte das Problem ja nicht bestehen und somit auch Titanzink (wie auch am Haus verbaut) möglich sein.


    Viele Grüße,


    Jan

  • Mach eine Lage Schweißbahn drauf, als Ebenenausgleich, das mach ich allerdings vor der Rinnenmontage und schneide die Rinneisen dann wieder raus...
    Dadurch versenkt man die und es liegt nur noch das Traufblech auf...

    Oder nimmst die Schiene mit den Haltern zum Eindrehen. Dann wird Stirnseitig in die Betonplatte gebohrt.

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  • Hallo,

    Oder nimmst die Schiene mit den Haltern zum Eindrehen. Dann wird Stirnseitig in die Betonplatte gebohrt.

    Das war ja ohnehin der Plan. Halter sollten nicht oben auf die Platte, sondern stirnseitig.

    Die Nähte werden gerne undicht...

    Kann man das so einfach hersteller- und systemübergreifend sagen? Wenn man eine Zinkrinne schlecht lötet, wird sie vermutlich auch nicht lange dicht sein...


    Viele Grüße,


    Jan

  • Kann man das so einfach hersteller- und systemübergreifend sagen? Wenn man eine Zinkrinne schlecht lötet, wird sie vermutlich auch nicht lange dicht sein...

    Du musst uns nicht davon überzeugen, das Kunststoff toll ist - oder sagen wir mal das andere Materialien auch Nachteile haben. Mit dieser Art kann man alles gesundbeten. Ich denke aber nicht, das Holger oder meine Wenigkeit von der Meinung abrücken das das Baumarktschrott ist. Eine Zinkrinne kann man immerhin reparieren oder ausflicken. Bei Kunststoff? Naja egal..

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  • Hallo,


    ich will euch ja gar nicht überzeugen. Ich wollte nur wissen, warum ihr das für Schrott haltet.

    Eine Zinkrinne kann man immerhin reparieren oder ausflicken. Bei Kunststoff?

    Das ist ein nachvollziehbares Argument. Das "wird gerne undicht" kommt mir doch ziemlich pauschal vor, zumal es ja Systeme zu geben scheint, die nur gesteckt werden und solche, die geklebt werden.


    Viele Grüße,


    Jan

  • Rechne dir doch mal aus was die beiden Materialien an thermischer Längenänderung mit machen? Wenn da hochwertige Kunststoffe zum Einsatz kommen würden, wie z. B. bei Dachbahnen, wo her soll der Preisvorteil resultieren? Warum montieren Dachdecker das Zeug nicht Land auf und ab? Das muss ja Gründe haben. Braas hatte mal eine Zeit lang Kunststoffrinnen im Angebot. Wurde auch verbaut, weil so schön farbig. Den Plunder hast regelmäßig von den Traufen geholt.


    Und das mag jetzt ideologisch sein aber: Ich wehre mich dagegen einfach nur Montage-Idiot für irgendwelche Industrieprodukte zu sein. Wo Handwerk drauf steht, darf auch Handwerk drin sein auch wenn wir uns das Leben alle einfacher machen wollen. Ich könnte es ideologisch schon nicht verkraften mit eine Tube Kleber zu nehmen und da irgendwie eine Rinne zusammen zu kleben. Völlig egal welches Material das nun ist. Ich wehre mich einfach gegen das versiffen des Handwerkes. So kann man den Fachkräftemangel natürlich beheben, denn dann kann sich jeder Depp Handwerker schimpfen ohne auch nur Ansatzweise Talent zu besitzen :D


    Wenn dir dein DD das ran schmeißt, Glück gehabt. Ich würde es zu mindestens nicht tun, nicht mal wenn das Material ansatzweise dem Standard ähnlich wäre.

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  • Hallo,

    wo her soll der Preisvorteil resultieren?

    Welcher Preisvorteil? Ich habe gerade mal in einem Onlineshop (der beides im Angebot hat) verglichen... die Preise für ein Stück Rinne in Titanzink und Kunststoff (vermutlich kein Baumarktschrott, sondern hochwertig) unterscheiden sich nur um wenige Prozent. Abschlussteile usw. habe ich nicht im Detail verglichen, da könnte die Kunststoffausführung sogar teurer sein.


    Dein Handwerksargument ist natürlich nachvollziehbar, wobei ich mir vorstellen kann, dass das korrekte Zusammenkleben der Rinnen (so, dass sie möglichst lange dicht bleiben) auch nicht ganz trivial ist.


    Der Gedanke an Kunststoff kam darum auch nicht, um Geld zu sparen, sondern als mögliche Lösung für das Problem mit Resi und Zinkrinnen. Wenn ihr aber auch mit hochwertigen Kunststoffrinnen (also solche, die vom Materialpreis her auf Augenhöhe mit Titanzink sind) Probleme seht, dann ist das natürlich ein Argument, diesen Gedanken nicht weiterzuverfolgen.


    Insgesamt habt ihr mir aber schon damit weitergeholfen, dass der Punkt, über den ich mir Gedanken gemacht hatte, quasi egal ist.


    Viele Grüße,


    Jan

  • Welcher Preisvorteil?

    Wenn eine 2m Länge irgendwas um die 8 Euro kostet, kostet der Meter irgendwas zwischen 3-4 Euro. Dafür kaufst du in der Regel keine Zinkrinne ein, Kupfer oder Edelstahl drei mal nicht. Also ja, es hat Preisvorteile, sonst wären sie gar nicht am Markt vertreten.



    Dein Handwerksargument ist natürlich nachvollziehbar, wobei ich mir vorstellen kann, dass das korrekte Zusammenkleben der Rinnen (so, dass sie möglichst lange dicht bleiben) auch nicht ganz trivial ist.

    Kunststoff hat ein vielfaches an Ausdehnung wie Metall. Nun Frage ich dich, welcher Kleber macht das auf Jahrzehnte mit? Allein das Fügeverfahren bei Metallrinnen erlaubt ein besseren Verbund - ja selbst mit einer Tropfnaht die viel zu kalt gelötet wurde. Hagelfestigkeit bei Verspröden des Kunststoffes? Bist du dir im Klaren, das bei Versagen der Rinne auch die Traufe der Abdichtung mit dran glauben wird? Heißt also, wenn deine Rinne hin ist muss auch die Abdichtung gegenläufig der Fließrichtung erstellt werden.


    Denn mir sind keine Feder-Feder-Rinnenhalter bekannt die mit der Schiene genutzt werden kann und bei Kunststoff erst recht nicht - was aber nichts heißen muss.

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  • Hallo,

    Wenn eine 2m Länge irgendwas um die 8 Euro kostet

    In dem Shop, in dem ich geschaut habe, lagen 2 Meter Zink um 24 Euro. 2 Meter Kunststoff in der gleichen Dimension lagen bei ungefähr 21-22 Euro. Darin sehe ich keinen relevanten Unterschied.

    Denn mir sind keine Feder-Feder-Rinnenhalter bekannt die mit der Schiene genutzt werden kann

    Was ist von "Stirnbretthaltern" zu halten? Da habe ich zumindest für Zink welche gefunden, die auf beiden Seiten Federn haben, die man über die Rinne biegen kann. Da ein Link in irgendeinen Shop vermutlich gegen sämtliche Forenregeln verstößt... man findet die Dinger (diverse Anbieter) bei Google nach "Zink Stirnbretthalter Rinneneisen halbrund RG 250 mm". Sowas sollte man doch auch an die Stirnseite einer Betonplatte schrauben können.


    Kunststoffrinnensysteme haben anscheinend ihre eigenen Halter und auch da habe ich welche für Stirnbrettmontage gefunden.


    Ist aber auch egal, denn...

    Bist du dir im Klaren, das bei Versagen der Rinne auch die Traufe der Abdichtung mit dran glauben wird?

    ...das ist in der Tat ein K.O.-Argument. Vielen Dank dafür!


    Viele Grüße,


    Jan

  • Wie gesagt Metall mag man nach Jahrzehnten noch mit FSK flicken können. Bei dem Kunststoffzeug hab ich da meine Bedenken.


    Letztlich ist die Frage aber ähnlich wie Dachstein und Dachziegel. Als Handwerker hat man einen Materialhorizont die eng mit der eigenem Anspruch verwoben ist.

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  • Hi,


    Letztlich ist die Frage aber ähnlich wie Dachstein und Dachziegel.

    Redest du noch mit mir, wenn ich schreibe, dass wir Dachsteine auf dem Hauptdach haben? :-)


    Das Garagendach scheint seine Probleme jetzt ohnehin in eine andere Richtung zu entwickeln, bei der die Frage nach der Auftragsdicke des Traufbleches oder dem Material der Dachrinne eher egal ist: Unser Dachdecker, der das Hauptdach gemacht hat, arbeitet nicht mit EPDM, er würde FPO nehmen. Könnte ich vermutlich auch mit leben (auch wenn mich die Vorteile von EPDM eigentlich mehr überzeugen), aber er ist so extrem ausgelastet, dass das vermutlich ziemlich lange dauern wird (ich wollte eigentlich vor dem Winter einen abdichtenden Schutz auf der Betondecke haben). Zwei andere Unternehmen, die bei einem Vertreiber von EPDM-Dachbahnen auf der Liste der Partnerbetriebe stehen, haben meine Anfrage noch nicht einmal beantwortet. Vermutlich sind 42qm Dach zu wenig, um sich bei der aktuellen Auftragslage die Mühe zu machen, wenigstens kurz zu antworten.


    Von daher muss ich jetzt ernsthaft Alternativen bedenken... die Auftragslage wird wohl in allen Firmen ähnlich sein (merken wir bei den anderen Gewerken am Haus auch, aber nicht so extrem, weil es da zum einen um größere Dinge geht und es zum anderen alles Partnerbetriebe unseres Rohbauers sind).


    Resi würde der Rohbaubetrieb recht zeitnah aufbringen können - sie haben damit sehr viele Erfahrungen für Abdichtungen in anderen Bereichen, sind aber halt keine Dachdecker.


    Oder ich tue das, was im Forum keiner gerne sieht... DIY. EPDM-Bahnen von D**hp*****t bekommt man in Größen, die nahtfreie Verlegungen zulassen (mit dem dazugehörigen Kleber auf dem Untergrund befestigt) und eine hinten offene Wanne kann man an den Ecken ebenfalls nahtfrei erstellen. Auf die Attika könnte provisorisch ein weiterer Streifen EPDM, bis jemand die Blecharbeiten professionell machen kann. Damit wäre der Bau zumindest noch vor dem Winter nach oben hin dicht. Toll ist das aber nicht und würde vermutlich auch nicht so lange leben wie eine professionelle Arbeit, ganz abgesehen von potentiellen Problemstellen.


    Viele Grüße,


    Jan

  • Naja ich sagte ja schon Ausgleichslage. Klar die Bahnüberlappung wirst trotzdem sehen. Aber wat juckt das bei quasi Null Gefälle? Die ist bis zum Winter dicht. Nimmst n G200 S4 und fertisch. Da wird sich ja wohl einer finden der das Fix macht.

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  • Hallo,


    das optische ist recht egal und falls es doch mal stört, kommt die extensive Begrünung drauf.


    Ist die Bitumenausgleichslage bei Resi nicht quasi redundant? Da ist doch schon eine ziemlich dicke Bitumenlage von Haus aus dabei. Oder bezog sich der Rat mit der Ausgleichslage nur auf den Fall, dass eine reine EPDM-Dachfolie verwendet wird?


    Da wird sich ja wohl einer finden der das Fix macht.

    Naja... dann könnte er aber auch gleich das EPDM ebenfalls drauftun :-)


    Vielleicht muss ich einfach noch viel mehr Unternehmen fragen.


    Viele Grüße,


    Jan

  • st die Bitumenausgleichslage bei Resi nicht quasi redundant?

    Die ist ja nur deinem Wunsch an der Traufe geschuldet. Is halt schwierig keinen Stammdachdecker zu haben. Da wirst wohl lange suchen müssen...

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  • Hi,

    Die ist ja nur deinem Wunsch an der Traufe geschuldet.

    Den Wunsch haben wir ja als "irrelevant" geklärt :-)

    Is halt schwierig keinen Stammdachdecker zu haben.

    So oft deckt man als Nicht-Dachdecker keine Dächer bzw. lässt das machen. Unser Stammdachdecker ist eben der, der das Haus gemacht hat (über 200 qm Satteldach). Der hat ja auch sofort gesagt, dass er es tun würde, nur ist er so ausgelastet, dass es nicht von jetzt auf sofort geht. Auf die Verschieferung der Gaubenfronten (ein paar Quadratmeter fehlten da noch wegen Fenstereinbau) haben wir im Sommer nach Vorliegen der Bedingungen (Aufstellbarkeit Gerüst) an die zwei bis drei Monate warten müssen...


    Viele Grüße,


    Jan