Fensterrahmen exorbitant groß sichtbar

  • Hallo,

    wir bauen gerade unser Haus um (komplett) und haben eine Fachfirma (mit der wir vor zwei Jahren schon mal erfolgreich zusammengearbeitet haben) beauftragt, neue Fenster in unser Haus einzubauen. Der Chef kam mit einem Ausmesser des Fensterherstellers und mein Mann als Bauherr war auch anwesend.

    Unsere Fensterlaibungen sind innen größer als außen, er wurde darauf hingewiesen, dass der Rahmen innen "etwas" breiter sein wird, da sonst draußen kein Rahmen mehr sichtbar wäre. Als Laie hat mein Mann dem natürlich zugestimmt.

    Beim Einbau der Fenster sind wir fast in Ohnmacht gefallen. Die Rahmen innen sind ca. 20 cm breit, von außen sichtbar 6-8 cm. Innen manchmal drei weitere Leisten zur Rahmenerweiterung. Es sieht scheußlich aus und die Fensterscheiben sind natürlich dementsprechend kleiner. (es geht um 5 Fenster und eine Balkontür).

    Auf Nachfrage beim Betrieb kam die Antwort " Das wurde ja beim Aufmaß so abgesprochen, wegen dem Versatz der Laibungen wäre das halt so, man wolle sich ja jetzt nicht streiten, sonst müßte man halt in Zunkunft alles schriftlich festhalten."

    Wie verfahren wir jetzt am besten weiter? Mit 4 Fenstern könnten wir ja leben, dann lassen wir eben die Laibungen noch etwas über die Rahmen zuputzen, aber die Balkontür und das Badfenster sind soooo kleine Löcher geworden, wir kriegen schon jetzt die Krise.

    Wie einigt man sich am bestem mit der Firma? Wir sind erst beim 2. Bauabschnitt und beim dritten Abschnitt werden nochmal 6 Fenster sowie alle Zimmertüren für 3 Etagen gemacht - wir können es uns also mit der Firma nicht verscherzen ;-(:wall:

  • Werden außen an der Fassade/Leibungen noch Arbeiten fällig? (neuer Putz, WDVS oder was weiß ich)


    Wenn nein, dann hätte man die Fenster vielleicht beidseitig 2-3cm breiter machen können. Ist auch eine Frage der Optik. Ich finde Fenster, deren Rahmenprofile von außen komplett hinter einem Anschlag verschwinden, optisch nicht gerade ansprechend.


    Auf die Verbreiterungen innen hätte man nur verzichten können, wenn man die alten Fenster ausgebaut, Leibungen nachgearbeitet, und dann die neuen Fenster eingebaut hätte.


    Ich vermisse die innere Abdichtung, dann könnte man die Fensteröffnung schmäler machen, und einen Teil der Verbreiterungen damit überdecken.

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  • Unsere Fenster sitzen zum Beispiel in der Laibung, da später noch gedämmt wird. Damit haben wir innen 20 cm, die offen sind. Diese sind Laibungstechnisch schräg zum Fenster hin verputzt, wann dafür sorgt, das das nicht so eingezwängt wirkt. Nur mal so als Tip, wie wir das am Rahmen gemacht haben.

  • Ich vermisse die innere Abdichtung, dann könnte man die Fensteröffnung schmäler machen, und einen Teil der Verbreiterungen damit überdecken.

    Das Ganze gehört - gerda bei Aussenanschlag - GEPLANT. Die Planung wäre dann auch Maßgrundlage gewesen und gut. Da hätte es keinen Streit um Abdichtung, Grösse usw. gegeben.

    Aber ....hätte, hätte, Fahrradkette. Planung gibts nicht, also hat die Firma geplant und denen Mist zu BEWEISEN, wird ohne Zeichnung sauschwer bis unmöglich.

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  • Wurde doch "geplant" :D



    Der Chef kam mit einem Ausmesser des Fensterherstellers und mein Mann als Bauherr war auch anwesend.

    Unsere Fensterlaibungen sind innen größer als außen, er wurde darauf hingewiesen, dass der Rahmen innen "etwas" breiter sein wird, da sonst draußen kein Rahmen mehr sichtbar wäre. Als Laie hat mein Mann dem natürlich zugestimmt.

    "Geplant" und beauftragt. ;)


    Ob es ein externer Planer wirklich besser gemacht hätte? Ich weiß nicht. Vielleicht hängen wir die Messlatte etwas (zu)hoch. Es fällt mir schwer zu glauben, dass ein Planer dafür viel Zeit investiert, Pläne und Detailzeichnungen macht, am besten noch M1:1 ausdruckt, und stundenlange hochwissenschaftliche Gespräche mit dem FB und dem Bauherren führt.

    Ich könnte mir eher vorstellen, dass die Praxis da ganz anders aussieht, aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren,

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  • Ob es ein externer Planer wirklich besser gemacht hätte? Ich weiß nicht. Vielleicht hängen wir die Messlatte etwas (zu)hoch. Es fällt mir schwer zu glauben, dass ein Planer dafür viel Zeit investiert, Pläne und Detailzeichnungen macht, am besten noch M1:1 ausdruckt, und stundenlange hochwissenschaftliche Gespräche mit dem FB und dem Bauherren führt.

    zeichnerisch kann das ohne ambitionierte Detailplanung in 1:50 / 1:20 ungefähr so aussehen




    Mit 3 - 5 Details in 1:5 oder 1:1 ist es dann richtig toll.


    Und ja, dann sieht man, wie es aussieht. In dem Objekt waren die Fensterprofile historisch auch nicht breiter.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Das sollte, da hast Du recht, vorsichtshalber geklärt werden, Und ja, für 3,50 € gibts auch nur Leistung für 3,50 €, Das heisst nicht, für 350 € gibts gute Leistung. Aber billig bleibt Billig = Mistig.


    Für unsere Fassadensanierung habe ich jedes Fenster einzeln gemessen und in die Zeichnung übernommen. Das mag übertrieben kligen und vielen Kollegen nicht sinnvoll erscheinen; aber HINTERHER ist alles klar und Streit vermieden. Von daher merkt man das auch nicht direkt.

    Nur das es glatt flutscht.


    Aber dazu braucht es erstmal einen Planer und nicht "Unternehmer macht das schon. Is auch billiger" Und dann noch Geld auch für den Planer und nicht bloß 2,50 € für eine schöne, aber wertlose Ansicht.

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  • Um mal bei Skeptikers Beispiel zu bleiben. Da sind Innenanschläge zu sehen. Der TE hat Aussenanschläge. Da hätte man dann schon den Zeichnung sehen können, dass es aussen breiter wird, EINE Prinzipskizze mit EINEM Maß für den Abstand Fensterflügel/Putz und schon wäre viel klar gewesen.


    Über die Ausreden der Fb könnte ich ein Buch schreiben und hätte wahrscheinlich noch Material für die Fortsetzung, glaubts mir

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