Nachtabschaltung Fussbodenheizung

  • Ganz verstehe ich das nun nicht.


    Alle meine Räume haben 21 Grad.

    Ab 23 Uhr habe ich keine Nachtabsenkung,sonder da geht die Heizung aus.Um 4 Uhr morgens geht sie wieder an.

    Ich bin der erste wo aufsteht.Also um 5 Uhr morgens.


    Dann schaue ich mir die Temperatur in den Räume an.Die Temperatur ist auf 20 Grad gefallen.

    Ok viekeicht auch weiter runter.Sagen wir mal 18-19 Grad.Da sie ja um 4 Uhr wieder an ging.


    Wieso hat man dann nicht gespart ?

    Die Heizung war doch von 23 uhr - 4 Uhr aus.Also 5 Stunden habe ich kein Gas verbraucht.

  • Die Temperatur ist auf 20 Grad gefallen.

    Ok viekeicht auch weiter runter.


    Wieso hat man dann nicht gespart ?

    Wenn die Raumtemperatur deutlich niedriger wird, dann reduzieren sich die Verluste, und man hat gespart, auch wenn man am frühen Morgen erst wieder aufheizen muss.


    Bleibt die Raumtemperatur annähernd konstant, dann wird die Energie von den umgebenden Bauteilen geliefert, die dadurch (sehr langsam) an Wärme "verlieren" (Temperatur fällt) und beim Einschalten der Heizung am Morgen werden diese wieder "geladen". In diesem Fall wird nur Wärmeenergie hin und her geschoben, sprich unter´m Strich ist die Einsparung kaum messbar.


    d.h. je besser das Gebäude gedämmt ist, um so weniger macht sich eine Nachtabschaltung bemerkbar. Die geringe Einsparung kann man zwar rechnerisch ermitteln, sie wird aber überlagert von sonstigen Effekten, so dass sich in der Praxis diese geringe Einsparung nicht mehr ermitteln lässt.


    Vereinfacht gesagt, wenn man in den Bodensee einen Eimer Wasser kippt, dann steigt rechnerisch der Wasserspiegel, praktisch wird man das allein schon aufhgrund des Wellengangs nicht messen können.

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  • Dann verhält sich das auch beim Warmwasser so.


    Ich habe einen 300 l Warmwasserspeicher.Am Anfang war der Standard Wert so,das die Heizung das Wasser immer aufgeheizt hat,wenn die Temperatur unterschritten wurde.


    Also eingestellt waren 60 Grad.Sobald die Temoeratur unter 55 Grad fällt,heizt er nach.

    Nun habe ich aber das so eingestellt,das er nur 2x den Kessel aufheizt.(Tag)


    Die Kesseltemperatur fällt so natürlich weiter ab als die 55 Grad.

    Also muss er nun ja länger heizen um die Temperatur auf 60 Grad zu bringen.


    Habe ich also dadurch auch nichts gewonnen/erreicht ?


    So wie bei der Nachtabschaltung.


    Also kurze und öftere Brennerstarts oder 2x Brennerstarts,dafür längere.


    Einsparung also gleich Null ?

  • Die Kesseltemperatur fällt so natürlich weiter ab als die 55 Grad.

    Also muss er nun ja länger heizen um die Temperatur auf 60 Grad zu bringen.


    Habe ich also dadurch auch nichts gewonnen/erreicht ?

    Doch, aber vielleicht nicht so viel, wie Du glaubst. Ganz grob:

    Fall 1) Kessel heizt ab 54 Grad wieder auf 60 Grad auf -> Durchschnittstemperatur 57 Grad, also 37 Grad über Raumtemperatur.

    Fall 2) Kessel heizt ab 40 Grad wieder auf 60 Grad auf -> Durchschnittstemperatur 50 Grad, also 30 Grad über Raumtemperatur.


    Der durchschnittliche Unterschied beträgt also 7 Grad, und dadurch hat der Kessel minimal höhere Verluste. Das kann man (oder R.B.) ausrechnen, aber vermutlich kaum messen, weil der Gewinn minimal ist.

  • Moderne WW Speicher haben nur noch geringe Verluste, typ. 35-90W bei 300 Liter, je nach Effizienzklasse (gemessen bei 20°C RT und 65°C WW Temperatur).


    Man beachte, 45K Temperaturdifferenz, da ist schnell ersichtlich, wie gering sich 1 oder 2 oder 4K auswirken, selbst wenn man mehrere Stunden Absenkung berücksichtigt..

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  • Moderne WW Speicher haben nur noch geringe Verluste, typ. 35-90W bei 300 Liter, je nach Effizienzklasse (gemessen bei 20°C RT und 65°C WW Temperatur).


    Man beachte, 45K Temperaturdifferenz, da ist schnell ersichtlich, wie gering sich 1 oder 2 oder 4K auswirken, selbst wenn man mehrere Stunden Absenkung berücksichtigt..

    Also rechnet er sich, wenn man zum Nachttarif nachlädt?

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Das hängt vom Preisvorteil beim Nachttarif ab, vom Wärmeerzeuger, und WW Bedarf.


    Bei einer LWP könnten die niedrigeren Außentemperaturen während des Nachttarifs den Vorteil zunichte machen.


    Ansonsten könnte man damit ein paar Cent pro Tag sparen.

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  • Der Speicherverflust ist paraktisch Marginal zu sehen. Entscheidend ist das Anschlußbild bzw die Leitungsführung vom/zum Speicher. Die macht viel mehr aus.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Der Speicherverflust ist paraktisch Marginal zu sehen. Entscheidend ist das Anschlußbild bzw die Leitungsführung vom/zum Speicher. Die macht viel mehr aus.

    Darf ich fragen warum?

    Wir haben ja bekanntlich eine Sole-Wärmepumpe - jetzt mit nagelneuem Speicher (800 Liter mit FriWa). Unser Warmwasserbedarf ist vermutlich eher niedrig - drei Personen, wovon eine i.d.R. nur einmal in der Woche badet, zwei duschen ein bis zweimal am Tag.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Der Wärmeverlust hört ja nicht einfach an der Speicherisolierung auf.

    Die Anschlüse die aus dem Speicher rausgehen verursachen ja auch Wärmeverlust.

    Das beste beispiel ist die Schwerkraftzirkulation ohne Elektropumpe.

    Je nach Anordnung der Leitungen zum Speicher braucht es nicht mal eine Zirkulationsleitung, da es eine Rohrinterne Wasserzirkulation geben kann.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Darf ich fragen warum?

    Da hat Rose während der letzten Unterrichtsstunde nicht aufgepasst, wo wir so Themen wie Thermosiphon, Mikrozirkulation, Dämmung der Rohre, Temperaturdifferenzen usw. besprochen haben. Oder war das eine andere Rose? :D

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  • Thema Thermosiphon... Wurde bei uns leider nicht verbaut. Da habe ich während der Bauphase wohl gepennt.

    Macht es Sinn sowas nachzurüsten. Unser 180l speicher verliert über Nacht ca. 10-15 Grad. In der früh wird dann wieder aufgeladen.

    Oder ist der Aufwand hier größer wie der Nutzen?

  • 180l x 10K x 1,16 = 2.088Wh


    Wieviel davon durch den Speicher selbst verursacht sind müsste man im Datenblatt nachschauen, oder anhand der Abmessungen und Dämmung berechnen.


    Mein Bauchgefühl sagt mir, dass hier keine wesentlichen Verluste über die Leitungen entstehen, sonst würde sich das stärker bemerkbar machen.


    Du kannst ja mal die Temperatur der Leitungen beobachten.


    Mit welcher WW Temperatur wird der Speicher betrieben? Bei einer WP als Wärmeerzeuger sind die WW Temperaturen meist niedrig.


    Selbst wenn hier 1kWh thermisch pro Tag gespart würde, was ich nicht glaube, wären das wenige Cent. Dafür lohnt es nicht einen Heizungsbauer zu rufen.

    Ist er mal sowieso im Haus, dann kann er ja danach schauen.

    Evtl. kann man auch den Speicher etwas besser dämmen. Eine Rolle MiWo kostet nicht die Welt.

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  • schon Mitte der 1990er Jahre hat Hauser einen Bericht veröffentlicht über die Wirksamkeit von Nachtabsenkungen in Niedrigenergiehäusern (oder das, was damals ein Niedrigenergiehaus war).

    Er kam zum Ergebnis, dass nahezu kein Einsparpotential besteht, sofern der Wärmeschutz der Gebäudehülle gut ist.

    Einsparpotential nur bei ungedämmten Altbauten.


    ich kenne Fälle, bei denen eine Nachtabschaltung zu unzureichender Beheizung ("Bad ist immer eiskalt") und zu Schimmelproblemen führte... Das waren überwiegend Häuser aus den 1980ern/90ern...

  • ich kenne Fälle, bei denen eine Nachtabschaltung zu unzureichender Beheizung ("Bad ist immer eiskalt") und zu Schimmelproblemen führte... Das waren überwiegend Häuser aus den 1980ern/90ern...

    Ich hatte mal geschrieben, dass die Mehrzahl der Schimmelprobleme auf falsches Nutzerverhalten, also auch falsche Beheizung zurückzuführen ist. Das hör(t)en die Betroffenen sicherlich nicht gerne, schließlich leben viele noch mit ihren Vorstellungen einer "heilen" Welt von früher. Damals war ja alles gut. Egal ob WInter, Sommer, Weihnachten, alles war gut, und heute ist alles schlecht.


    Vor über 20 Jahren hatte ich mal eine Diskusion mit einem Hersteller, da ging es um die default Einstellungen des Kesselreglers. Vorgabe war Absenk- bzw.- Abschaltbetrieb von 22:00 Uhr bis 06:00 Uhr. Auf meine Frage, warum ausgerechnet diese Zeiten, bekam ich als Antwort


    1. Das machen alle so

    2. Ein Drittel der Tageszeit abzusenken spart Heizkosten

    3. Der Kunde kann das ja ändern


    Nun wissen wir ja, wieviele Anlagen da draußen mit den default Einstellungen laufen, weil sich die wenigsten Gedanken darüber machen, wie man diese optimieren könnte. Das ging sogar so weit, dass die Leute meinten, sie müssten ihre Nutzungszeiten einprogrammieren (ich stehe um 06:00 Uhr auf, also muss dann die Heizung laufen), von einer notwendigen Vorlaufzeit wusste man nichts.


    Das führte dann oftmals zu einer mangelhaften Beheizung kompletter Gebäude, aber durch die ständig steigenden Energiepreise, hat man das in Kauf genommen, schließlich wollte man ja sparen.

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  • Also wir schalten nachts die FBH nicht ab. Nur das Aufheizen für Warmwasser habe ich auf die NT-Tarif-Zeiten gelegt. Unser Speicher verliert auch von selbst nicht viel an Wärme - ich müsste direkt mal aufpassen. Wir heizen auf 48°C auf und haben abends - trotz Warmwasserverbrauch tagsüber - meist noch über 40°C. So dramatisch kann es also mit den Verlusten nicht sein.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Dann ist bei uns keine grosse Einsparung wenn wir von 23 Uhr - 4 Uhr abschalten.

    Neubau und Gas Brennwerttherme ( chieff )


    Da die Räume max. 2 Grad abkühlen,bis die Heizung wieder anfängt zu heizen.

    Schimmel haben wir keinen.Die Belüftungsanlage hält die Raumfeuchte bei 50-55%