Beschichtung Betontreppe innen mit Epoxidharz?

  • Hallo, wer kann mir einen Tipp geben? Wir haben eine 15 Jahre alte Kellerbetontreppe, die nur mit Betonfarbe gestrichen wurde vor dem Einzug.


    Nun muss eine haltbarere Oberfläche her. Fliesenleger riet mir zu Fliesen, da eine z.B. Epoxidharzbeschichtung evtl. auch nicht "ewig" hält.

    Habt Ihr Erfahrungen?


    Danke.

  • Nichts hält ewig, auch Fliesen nicht. Wozu außer Fliesen soll ein Fliesenleger raten? Ich halte Fliesen als Treppenbelag für besonders wenig geeignet.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Na ja, schon klar. Allerdings hat er einen Auftrag über 120qm Fliesen, also den gesamten Keller und reißt sich absolut nicht um die zusätzlichen Arbeiten für die Treppe.

    Gibt es denn noch Alternativen zu einer Harzbeschichtung?

  • Über einen dicken harten Naturstein oder Betonwerkstein könnte man nachdenken, wenn er auf die Treppe noch draufpasst. Wenn die Treppe ohne Belag geplant war, dürfte jeder Belag schwierig werden, weil das Steigungsmaß am Antritt kaum innerhalb der zulässigen Toleranz hinzubekommen sein dürfte.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich halte Fliesen als Treppenbelag für besonders wenig geeignet.

    Äh...wieso das jetzt?


    Fliesen bauen wenig auf (10mm?), sind dauerhaft,....ich habe schon "unzählige" Treppen mit Fliesen belegen lassen. Wüsste nicht warum man das nicht machen sollte.


    Nachgefragt: Handelt es sich um eine normale Kellertreppe oder sprechen wir über eine Kelleraußentreppe???

  • Eine Epoxy Beschichtung hält zwar nicht ewig, aber bei einer Kellertreppe im häuslichen Bereich, kommt die Lebensdauer wohl sehr nahe an die Ewigkeit heran. Wenn bei uns die Kellertreppe 2 oder 3 Mal pro Tag genutzt wird, ist das schon viel. Das ist für einen Belag sicherlich kein Stress.


    Optisch könnte ich mich damit nicht so anfreunden.

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    .

  • Weshalb ich Fliesen für keinen guten Treppenbelag halte: Sie

    1. müssen (bezogen auf die sehr kleine Grundfläche) sehr oft geschnitten werden
    2. benötigen Kanten (-schutz) -profile oder müssen im Übergang Tritt- zu Setzstufe aufwändig auf Gehrung geschnitten werden
    3. oder man benötigen alternativ zu 2. spezielle Kantenfliesen mit Abrundung und Riffeln, die es nur für wenige Fliesensorten gibt
    4. sind an allen Kanten extrem stoßsensibel (bei schickem Gehrungsschnitt nach 2. sogar noch mehr)
    5. sind generell stoßsensibler als andere Beläge
    6. eignen sich überhaupt nur mit rauher Oberfläche (Rutschgefahr)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Und wieder streichen ist keine Option? So alle 15 Jahre mal halte ich das für ok. Epoxi ist sicher haltbarer und wenns als Optik ok ist: Why not.

    Wobei da die Oberfläche auch eher rutschig ist. Evtl meldet sich hier MPI noch und kann was dazu sagen.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Epoxi ist sicher haltbarer und wenns als Optik ok ist: Why not. Wobei da die Oberfläche auch eher rutschig ist. Evtl meldet sich hier MPI noch und kann was dazu sagen.

    Ich bin davon ausgegangen, dass Sand eingestreut wird.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Anda Dass wir die Treppe nun erst nach 15 Jahren auffrischen wollen heißt nicht, dass sie bis vor kurzem gut aussah. Wir haben einfach jahrelang weggeschaut und diese Aufgabe verdrängt. Erst mit der nach dem Wasserschaden nötigen Gesamtrenovierung des Kellers kam mir die Idee, das doch gleich mitzumachen.


    Die Treppe wird bei uns schon stark beansprucht, da Vorräte, Waschküche, Hobby-/Fitness-/TV-Raum sich im Keller befinden. Mit 5 Personen und vielen Besuchern der Kinder mag ich gar nicht zählen, wie oft die Treppe begangen wird.


    Skeptiker Was du wegen der Fliesen sagst, macht mich auch nachdenklich. Allerdings haben wir eine geradläufige Treppe. Da muss je nach Fliesenformat evtl. nicht so viel geschnitten werden.

  • müssen (bezogen auf die sehr kleine Grundfläche) sehr oft geschnitten werden

    Ja, stimmt natürlich


    benötigen Kanten (-schutz) -profile oder müssen im Übergang Tritt- zu Setzstufe aufwändig auf Gehrung geschnitten werden

    Kantenschutz ist schon angesagt. Auf Gehrung würde ich nicht schneiden, genau wg. der Gefahr von Beschädigungen.


    Natürlich besteht immer die Gefahr etwas kaputt zu machen. Fraglos. Andererseits geht der "normale" Bewohner auch nicht mit Stahlkappenschuhen und marodierend und brandschatzend durch sein Haus.


    Und wie sieht es mit Beschichtungen aus? Speziell an scharfen Kanten (Übergang Tritt- auf Setzstufe)? Da halt eine Beschichtung auch nicht gerade optimal bzw. ist vor Beschädigungen gefeit.


    Ich jedenfalls habe mit Fliesenbelag kein Problem. Aber so was von gar kein Problem.


    Ob's mit den Höhen hinhaut, weiß ich natürlich nicht.

  • Natürlich besteht immer die Gefahr etwas kaputt zu machen. Fraglos. Andererseits geht der "normale" Bewohner auch nicht mit Stahlkappenschuhen und marodierend und brandschatzend durch sein Haus.

    grad Kellertreppen werden meist weniger pfleglich behandelt, als andere ...


    (und wir Planer haben doch auch unsere speziellen Vorlieben und Glaubenssätze ...)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich bin davon ausgegangen, dass Sand eingestreut wird.


    Dann ist das aber nicht so toll zum Reinigen, finde ich.


    Ich persönlich würde auch keine Fliesen nehmen wollen, da die - gefühlt - mir zu glatt erscheinen. Es gibt auch welche mit Rutschfestigkeitsanforderungen, ja, aber ich mag diese (meist) abgerundete Kante nicht so.


    Richtig rauhe Fliesen / Steinzeug o.ä. ist auch wieder so rauh, so dass das Reinigen beeinflusst wird.


    Epoxidharzbeschichtungssysteme (Grundierung, Beschichtung, Einstreuung, Kopfversiegelung ö-ä Aufbauten) sieht man häufig in industriellen Bereichen. Oft auch farbig (schwarz-gelb) oder in Bunt (z.B. Laufwegmarkierungen). Die sind sehr stark beansprucht, auch mit Arbeitsschuhen und Reifen, sehen aber auch nach langer Zeit noch gut aus.


    Wichtig ist die fachgerechte Ausführung gemäß Herstellervorgaben, z.B. die Untergrundvorbehandlung, die genaue Beachtung von Mischungsverhältnissen, Trockenzeiten, Einstreumengen, das Abfegen loser Einstreureste, Aushärtezeiten, Auftragsstärken und das Auftragen einer Kopfversiegelung.


    Wenn der Fliesenleger Erfahrung hat im Umgang mit PC-Mörtel kann auch damit ein Ausgleich auf den Stufen und gleichzeitig ein "Endbelag" hergestellt werden. Ist von der Abschalung an den Stufenvorderkanten etwas aufwendig, spart aber u.U. weitere Beschichtungen.

    Ggf. kann damit auch ein Ausgleich der Stufen zur Erzielung eines gleichmäßigen Stufenmaßes erzielt werden, was gerade bei den i.d.R. steileren Kellertreppen wichtig ist. Das ist insbesondere dann relevant, wenn die Stufen beil Laufen nicht sichtbar sind (Wäschekorb, Bierkasten, Einkaufskiste, ...)

    PC-Mörtel kann auch ganz dünn aufgetragen werden, PCC-Mörtel benötigt eine Mindesteinbaustärke


    Kosten: muss man den Fliesenleger fragen


    Alternative: vielleicht Steinzeug - wenn es die Höhen hergeben

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Danke für Eure Anregungen. Hat mir sehr viel weitergeholfen. Wahrscheinlich gibt es nun doch tatsächlich nur einen neuen Anstrich. Alles andere will mir nicht besser gefallen, ist aber doch deutlich teurer und aufwändiger.

  • Es gibt auch Beschichtungen, die mehr sind als nur ein Anstrich. Da kann man die Rutschfestigkeit und die Oberfläche ziemlich genau einstellen, in allen Farben und auch mit Farbchips zum einstreuen.