Mauer aus Beton und YTong

  • Hallo zusammen,


    was ist teurer eine Mauer aus YTong oder aus normalen armierten Beton. Gleiche Dicke 24 cm, Länge 30 meter mit einer rechtwinkligen Ecke. Es gibt Fenster und Türdurchlässe.


    Es nicht um genaue Zahlen. Einfach durch eine Tendenz. Ca. Preiseunterschiede wäre natürlich klasse.


    Viele Dank und Grüsse

  • Bei den Gesamtkosten dürfte die Betonwand etwas günstiger werden, aber anhand der bisher vorliegenden Infos kann das niemand mit Gewissheit sagen, geschweige denn verlässliche Zahlen nennen.


    Was ist mit der Gründung? Die Wand braucht ein Fundament, dieses wird üblicherweise aus Beton erstellt, warum dann nicht die Wand schalen und gleich mit Beton füllen?

    Wafür ist die Wand eigentlich, wenn bei 30m Länge Fenster- und Türdurchlässe geplant sind?

    Handelt es sich um Wohnräume auf einer Seite, dann kommt das Thema Wärmedämmung in´s Spiel. Das bedeutet beim Beton weitere Arbeitsschritte, beim Porenbeton kann man Steine mit entsprechender Dämmwirkung kaufen (ob dann 24cm ausreichen, das ist ein anderes Thema). Das kann unter´m Strich die Wand aus PB wieder etwas günstiger machen.


    Muss nicht gedämmt werden, dann muss die Wand aus Porenbeton auf jeden Fall verputzt und vor Witterung geschützt werden. Beton ist diesbezüglich deutlich resistenter. Das spricht dann wieder für Beton.


    Muss die Wand 24cm Dicke haben? GIbt es statische Anforderungen? usw. usw. usw.


    Du siehst, da stellen sich eine Menge Fragen, bevor man überhaupt etwas zu den Kosten sagen kann.


    Hinzu kommt dann ein regionaler Faktor, denn das Erstellen der Wand kann in der Region x teurer sein als in der Region y, es könnte auch sein, dass sich ein Preisvorteil für eine variante der Wand in´s Gegenteil umkehrt, selbst der Anbieter der die Wand erstellen soll spielt eine Rolle.


    Der beste Weg wäre, beide Varianten zu planen, ein LV erstellen, und dann konkrete Angebote einholen. Damit hätte man eine einigermaßen verlässliche Kalkulationsgrundlage.

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  • Hi,


    wir bauen mit einem Bauunternehmen. Das Haus steht am Hang.

    Ursprünglich haben wir vorgehabt den kompletten Keller mit Beton zu machen, also auch die offenen beiden Wände ohne Erdreich.

    Wegen dem Raumklima und den Dämmwerten sind wir auf Ytong umgestiegen für die nicht Erdberührende Wände..

    Der Bauunternehmer berechnet uns keinen Mehrpreis und jetzt frage ich mich war das Goodwill oder ist es billiger und ich sollte nachbohren wegen einem Preisnachlass.

    Es kommt eine 20 cm Dämmung drauf (KFW 40 plus). Verputzt von innen und von aussen.

  • Was mich an der Frage wundert: Es wird quasi der leichteste, gut wärmedämmende Stein (Porenbeton) mit dem schwersten, überhaupt nichz dämmenden Werkstoff (Stahlbeton) gegenübergestellt. Einer von beiden MUSS da eigentlich für den vorgesehenen Zweck (den wir leider nicht kennen) ziemlich ungeeignet sein, aber dich interessieren nur die Preise.

    Ist ungefähr so wie wenn ich frage, was teurer ist, ein Porsche mit 300PS oder ein LKW mit 300PS. Mit beiden kommt man von A nach B und beide liegen in ähnlichen Preisregionen, aber sonst habe die beiden kaum was gemein,

  • Was sagt der Statiker dazu? Kann der Porenbeton tatsächlich alle Anforderungen erfüllen, die an den Stahlbeton gestellt werden?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Wegen dem Raumklima und den Dämmwerten sind wir auf Ytong umgestiegen für die nicht Erdberührende Wände..

    Wird der Rest des Gebäudes auch mit PB gebaut?


    Meine Glaskugel sagt mir, dass es hätte teurer werden müssen, selbst wenn er einen einfachen PB genommen hat. :haue:

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  • Dann ist der Gesamt U Wert der Betonwand immer noch schlechter!

    Richtig.


    Der Unterschied, U-Wert 0,12W/m²K bei PB zu 0,15W/m²K bei Beton.

    Wenn mit Beton KfW40plus erreicht wurde, sollte das mit PB auch kein Problem sein, da der U-Wert ja noch besser ist.

    Man könnte jetzt theoretisch das WDVS beim PB etwas dünner machen, aber preislich spielt das keine große Rolle.


    Hitzeschutz könnte evtl. noch ein Thema sein, da hätte die durch 20cm WDVS von der Außenwelt isolierte Betonwand einen Vorteil.

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  • Die Aussenwände sind aus Porenbeton mit einer zusätzlichen Dämmschicht.


    Die Innenwände sind aus Kalksandstein. Die Wohnungstrennwände und Treppenhaus sind sogar aus Kalkvollsandstein.


    Hintergrund: Kalksandstein sollte wenn ich richtig informiert bin, in so gut wie allem Überlegen sein für die Innenwände (ausser bei den Kosten und bei der Verarbeitung).


    Für die Aussenwände Porenbeton. Wegen Dämmung, im Schallschutz ist er ja leider nicht so gut, wir wohnen aber ruhig.


    Der Statiker hat es mit Ytong gerechnet.

  • im Schallschutz ist er ja leider nicht so gut, wir wohnen aber ruhig.

    Durch das WDVS kann man die Schalldämmung sowieso nicht so einfach rechnen wie bei einem monolithischen Aufbau. Die Eigenschaften der Dämmschicht, und die Dicke der Armierung (und Edelputz) spielen hier eine wichtige Rolle. Es gibt elastifizierte Dämmplatten, die die Schalldämmung positiv beeinflussen.


    Vereinfacht gesagt geht es darum, die Resonanzfrequenz in einen Bereich zu schieben, in dem die dort schwächere Schalldämmung nicht mehr so stark stört.


    Schalldämmung ist aber ein komplexes Thema, und man muss dann auch die anderen Bauteile berücksichtigen. Wenn bei Euch aufgrund der Lage eine hohe Schalldämmung "nach außen" nicht notwendig ist, dann braucht man hier auch nicht weiter optimieren.


    Hitzeschutz hatte ich ja schon angesprochen.


    KS für die Innenwände ist in meinen Augen eine gute Entscheidung. Das bringt (Speicher)masse und Schalldämmung in´s Haus.


    Aber zurück zum Grund Deiner Frage, dem Kostenunterschied für die beiden Kellerwände. Meine Glaskugel sagt, dass die Variante mit PB für die Firma vielleicht geringfügig teurer wurde, da der Arbeitsaufwand wohl höher ist. Unter´m Strich dürfte der Unterschied aber nicht so gewaltig sein, da beide Materialien an Deinem Bau sowieso verarbeitet werden, und sich daher "nur" die Mengen etwas ändern, und die Zeit für deren Verarbeitung.


    d.h. Selbst wenn sich ein (preislicher) Unterschied einstellen sollte, dann wird der angesichts der Bausumme bzw. Auftragsgröße nicht so sehr in´s Gewicht fallen. Vielleicht hat die Firma deswegen noch nichts dazu gesagt.

    Du überlegst, ob Du nach einem Preisnachlass fragen sollst, was machst Du aber, wenn die Firma mit einem Preisaufschlag kontert?


    Mangels verbindlicher Vereinbarung könnte man diese Kosten ja würfeln.


    Ich weiß jetzt nicht, wie ausführlich das Angebot der Firma war, ansonsten könnte man ja daraus die Kosten pro m² Wand für PB und die Keller-Betonwand ermitteln, und vergleichen. Damit hätte man zumindest einen Anhaltspunkt.

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  • Hallo,


    wenn WDVS eh ausgeführt wird und verputzt wird, dann ist Porenbeton deutlich billiger als Beton bei ansonsten gleichen Randbedingungen. Wenn ich das kalkulieren müsste, bei einer stinknormalen Baustelle: Porenbeton d=24 cm ca. € 75 pro m2. Beton+Schalung d=24 cm ca. € 100 pro m2 +Stahl lt. Stahlliste ca. 25 € pro m2.

    Jochen

  • Hallo Jochen,


    deine Annahmen sind richtig. Es wird alles verputzt und eine Wärmedämmung kommt drauf.

    Das wären ja dann richtig viel Geld: 2.8 höhe mal 30 lfm ...


    Kann das jemand bestätigen?


    Viele Grüsse

  • Bisher war es so das sowohl ich als auch er Fehler zu den jeweiligen Ungunsten eigentlich immer von sich aus zugegeben haben.

    Das Ursprungsangebot war mit Beton gerechnet und jetzt sind wir bei Porenbeton gelandet. Ich vermute das er das vielleicht auch noch nicht bei sich upgedatet hat mit dem Hochbauer. Zur Zeit haben alle viel um die Ohren....

  • die stürze gibt es, 2 Türen, 3 mehrflüglige elemende und 2 fenster

    PPW2 oder 4 sagt mir nichts.

    Das war an den Jochen gerichtet, denn für einen richtigen Vergleich genügt es eben nicht, nur 2 Zahlen in den Ring zu werfen.


    Ob PPW 2 oder PPW 4, also höhere Festigkeitsklasse, das kann beim Stein den Preis problemlos verdoppeln. Da sind die 75,- €/m² schnell Geschichte, wobei mir der Preis sowieso verdächtig niedrig vorkommt.


    Abgesehen davon, um wieviel werden die beiden (von vier) Betonwände jetzt teurer, wenn ursprünglich 4 Betonwände kalkuliert waren?

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  • Bis jetzt ist das ist es Kostenneutral.

    Bei ihm kosten der LM Kalksandstein Innenwand qm 98,- Brutto. EIn Betonsturz für ne Tür 50 Euro Brutto...

    Und ich meine mich zu erinnern dass er gemeint hätte dass die Innenwände aus Poroton billiger wären.

    Ich weiss das sind jetzt Äpfel vergleich mit Birnen. Aber so als Laie denke ich gibt es ein ungefähres Preisgefüge, da alle Arbeiten von einem Hochbauer gemacht werden.

    Da wir mit Bauunternehmerbauen ist halt alles eine grosse Blackbox, wo Preise halt ab und zu durch mehr minderkosten sichtbar werden.

  • EIn Betonsturz für ne Tür 50 Euro Brutto...

    dann


    2 Türen, 3 mehrflüglige elemende und 2 fenster

    Je nach Breite der Fenster und der mehrflügeligen Elemente, macht allein dieser Posten schnell mal 500,- € aus, also Mehrkosten bei der PB Variante.


    Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass die PB Variante zwingend teurer ist, oder billiger, sondern nur darauf hinweisen, dass der Unterschied nicht so gewaltig ist wie vielleicht erhofft. Klarheit kann nur ein Gespräch mit der Firma bringen, aber Dir muss klar sein, dass Du quasi einen Blanko-Auftrag für die Änderung erteilt hast. Wenn er sagt "diese PB Wand kostet bei mir jetzt 200,- €/m²", was willst Du dann machen?

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  • PPW2 oder 4?

    Was ist mit Sturz für die Tür(en) und Fenster?

    das ist natürlich die günstigste Version PPW2, Lambda 0,9. Bei PPW 4 Material ca. 30 % teurer.

    zusätzliche Aufwendungen für Stürze etc. beim Beton auch nicht mitgerechnet.

    Nur ganz grober Anhalt. Ich bleibe dabei: bei günstigster Ausführung ist Beton deutlich teurer als Porenbeton.

    Jochen

  • Für solche Fragen gibt es an sich einen Planer, der auch die Thematiken wie "Lastkonzentrationen, Abdichtung, seitlicher Erdruck" uaw. bedenkt und in € packt.


    So wird das ne milkmaidbill - othing else

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Es geht um Wände die nicht mit Erdreich verbunden sind.

    Die Betonwände mit Erdreich werden wegen drückendem Wasser eh Arsch teuer. Und es geht um eine Indikation.

  • naja, mein Bauunternehmer legt einmal im Jahr die Preise fest pro lfm.

    Klar gilt das Preis Leistungsverhältnis. Aus diesem Grund haben wir auch genau diesen Bauunternehmer gewählt, und der hat bisher sehr gute Handwerker eingesetzt.


    Deine Stichworte habe wir schon durchgesprochen. Deswegen auch Porenbeton statt Beton. Es wäre trotzdem schön einfach mal jemanden zu haben der ca. Preise in den Raum werfen würde für Beton vs Porenbeton.

  • Preise? Das wird so kaum funktionieren, ehrlich. Ist ja mehr als nur

    „1x Wand, bitte“

    Wie Du schon gemerkt hast, kommen da noch Dinge wie Öffnungen, welcher Porenbeton etc. dazu.


    Wenns bisher mit der Baufirma geklappt hat mit + /- rechnen, dann würde ich das, ehrlich gesagt, so lassen.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Was mir bei der Aktion etwas Sorgen bereiten würde:


    Da wir mit Bauunternehmerbauen ist halt alles eine grosse Blackbox, wo Preise halt ab und zu durch mehr minderkosten sichtbar werden

    und es wurde mal einfach ein Bauteil geändert, ohne dass über den Preis gesprochen wurde. Jetzt sind die Wände wohl gestellt, und das Thema ist erledigt, zumindest für die Firma.


    Was spielt es für eine Rolle, ob die Betonwand nun 100,- € und die PB Wand 75,- € kostet, oder umgekehrt?

    Natürlich könnte man nach einem Nachlass fragen, aber ob die FIrma darauf reagiert, und wie sie reagiert, das steht in den Sternen. WIe schon geschrieben, mangels Vereinbarung, sitzt man als Kunde in diesem Fall an einem sehr kurzen Hebel.

    Was kann passieren?

    Die FIrma sagt nein, ich kriege von Dir noch xxxx,-€ für die Änderung. Was kostet das Ändern der Pläne? Was ist mit der KfW Geschichte? Schließlich wird ja nicht so gebaut wie geplant (und eingereicht, und genehmigt).

    Es könnte auch sein, dass die Firma sagt, jawohl, Du kriegst von mir noch 100,- €. Was dann? Da kannst Du nicht damit kommen, "die im Forum haben gesagt", denn das interessiert niemanden. Es geht schließlich um eine Vereinbarung zwischen Dir und der FIrma.

    Es könnte auch passieren, dass er genervt ablehnt, und sich an anderer Stelle einen Bonus holt (vorausgesetzt, das Haus ist noch nicht fertig und komplett abgerechnet).


    Egal wie, es sind viele Möglichkeiten denkbar, aber keine ist für den Bauherrn wirklich prickelnd.

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