Betonpool versetzen - Gründung

  • Hello Community,


    wir erhalten in 5 Wochen einen 8x4 außen und 1,5m innen Stahlbetonpool. Aktuell habe ich einen ortskundigen Baggerbetrieb da gehabt der mir die Grube machen soll.
    Nun ist es so, dass wir einen HGW von 1,00m unter GOK haben. Aktuell ist das Grundwasser allerdings bei über 2,30m unter GOK. Ob das noch in 5 Wochen der Fall ist, weiss ich nicht.


    Es ging neben dem Ausheben der Grube auch um die "Gründung" für den Pool. Der Baggerbetrieb ist der Meinung man müsse keine Polster und keine Sauberkeitsschicht in dieser Tiefe erstellen.

    Ich bin jedoch der Meinung das es eventuell sinnvoller wäre... was meint ihr? O-Ton Baggerbetrieb: "Wo sollen das hin?"


    Macht es wirklich keinen Sinn da unten (in 2m Tiefe) ein Schotterbett zu erstellen?


    Vielen Dank im Voraus


    VG Steve

  • Um ungleichmäßige Setzungen zu vermeiden ist ein Schotterbett eine geeignete Maßnahme, da das Erdreich selten vollkommen homogen ist. Da auch ein Schotterpolster nicht so eben ist wie ein Fertigteil ist eine Sauberkeitsschicht und ein Einbau in einem frischen Mörtelbett sinnvoll.


    Die Last des Pools mit Wasser dürfte nicht mehr wiegen, als das ausgehobene Erdreich. Große Setzungen sind daher nicht zu erwarten. Dennoch kann es zu Differenzsetzungen kommen, wenn z.B. in einer Ecke weicherer Boden anliegt, als im übrigen Bereich.


    Sollte es sich andeuten, dass der Grundwasserstand steigt (z.B. durch Starkregen), ist es ratsam, den Auftrieb mal nachzurechnen und ggf. den Pool zu füllen. Mit Wasser, oder 2 Paletten Ziegel, oder was so 'rumsteht oder 'rumliegt.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Hallo Carden Mark,


    ich hatte deinen Beitrag leider nicht mehr gesehen.

    Nee, der Pool wurde im Betonfertigteilwerk monolithisch gebaut und geliefert.


    Bodenplatte mit Fugenblech dann Wände betoniert.

    Außenseitig Boden-Wandfuge gegen drückendes Wasser zusätzlich mit einer flexiblen MDS abgedichtet.


    Nun kommt aber der Bauunternehmer ums Eck und empfiehlt eine Drainage. Allerdings verstehe ich den Sinn hierfür nicht wirklich. Seine Antwort auf mein Warum, "machen wir immer so, muss so".



    Hintergrund:

    Pool könnte zur Hälfte im Grundwasser stehen. Der Höchste Grundwasserstand lag bei 1,00m unter GOK.

    Allerdings frage ich mich nach dem Sinn einer Drainage auf Höhe der Bodenplatte, da diese sowieso im Grundwasser stehen wird, Sie aber dagegen eigentlich abgedichtet ist. Ein Anschluss der Drainage Leitung an den Kanal würde auch nur mittels Hebeanlage gehen..


    Er macht mir hiermit natürlich ein schlechtes Gewissen - möchte aber Zeitgleich 1.500€ für die Drainage + eventuelle Hebeanlage... *rolleyes*


    Ich könnte verstehen das ich eine Drainage bräuchte, wenn ich den Pool mal bei hohem Grundwasserstand mal leeren möchte und durch die Drainage + Pumpe das Grundwasser absenken könnte, aber ansonsten erschliesst mir das nicht :(


    Was meint ihr?

  • Bei wasserdichten und relativ leichten Baukörpern kann die Gefahr des Aufschwimmend bestehen. Beim Pool aber natürlich nur, wenn er leer ist. Bei einer Drainage stellt sich immer die Frage nach der Zulässigkeit.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hallo Skeptiker,

    das Bauwerk wiegt im fertigten Zustand ca. 33 to. Der Statiker hat keinen Auftrieb feststellen können.

    Der Pool ist laut FT Werk absolut dicht. Von daher, wieso Drainage?

  • steht oben drüber :lach::lach::yeah:

    :thumbsup:


    andererseits , ein 8x4m becken mit 1,5m tiefe macht 48 m³ auftrieb . wären 48t wasserverdrängen , wenn das grundwasser bis zum oberen rand steht.

    Die Wasserverdrängung ist 48 m3. Dieser entspricht ein Auftrieb von 48 to. Davon verbleiben abzgl. 33 to Eigenmasse 15 to Auftrieb. Ich würde sagen, der Kahn schwimmt ganz ordentlich. Du kannst mit Familie und Freunden noch zusteigen!


    Ein solches Aufschwimmen auch unter ungünstigsten Umständen sicher auszuschließen ist sinnvoll, in der Bauplanung sogar erforderlich. Ob die Drainage in Deinem Fall dabei wirklich hilft, habe ich keine Ahnung.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hi Leute, der Pool sitzt aber nur zu 70cm im Wasser. (HGW). Der Pool ist nun auch nur noch 7,50x4,00x1,70 (Außenmaße)


    Das wären doch nur 21m3 Verdrängung?


    Der sollte nicht mal im leeren Zustand schwimmen, oder?

  • Wenn der Pool bei 21 m3 (0,7 m Eintauchtiefe) leer 33 to wiegt, kann er in Wasser nicht aufschwimmen.


    (Ein kleines Bisschen ärgerlich ist es schon, wenn nicht darüber informiert wird, dass sich wesentliche Fakten geändert haben.)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hallo Skeptiker,


    tut mir leid, das hatte ich etwas zwischen den Zeilen im Post #5 und #7 geschrieben.

    Hätte ich eventuell besser schreiben können.


    Fakt ist, Statiker sagt kein Aufschwimmen möglich, sonst hätte ich noch einen Sporn dran betonieren lassen müssen.

    Pool wird sicherlich 70cm im Grundwasser stehen

    Pool wird 100cm nicht im Grundwasser stehen


    Da die Bodenplatte und 50cm Wand immer im Grundwasser stehen wird, wurde eine Abdichtung angebracht.


    Was nun mit der Drainage? Will hier der BU nur noch schnelles Geld entlocken? Die Drainage kann das Grundwasser garnet von dem Pool fernhalten.

  • Zitat

    Was nun mit der Drainage? Will hier der BU nur noch schnelles Geld entlocken? Die Drainage kann das Grundwasser garnet von dem Pool fernhalten.

    Bei den vorgenannten Zuständen braucht es keine Dränung.

    Wieso der BU eine haben möchte braucht Dich nicht zu interessieren.

    Nicht beauftragen und gut ist es.

    öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Maurer- und Betonbauerhandwerk