Auswahl Deckenspots

  • Welche Art der LED Spots würdet Ihr einsetzen? 9

    1. 230V GU10 und Retrofit Leuchtmittel (4) 44%
    2. ein Niedervoltsystem mit Trafo (2) 22%
    3. LED Spots mit fest verbautem Leuchtmittel (230V) (2) 22%
    4. Etwas anderes (Antwort im Thread) (1) 11%

    Hallo,


    wir lassen im EG und OG jeweils die Decke abhängen. Das betrifft damit die beiden Flure, zwei Bäder, Küche und ein Kinderzimmer.

    Mit dem Elektriker sprechen wir gerade die Verkabelung der Decken ab. Wir wollten die Gelegenheit nutzen und Spots einsetzen. Der Elektriker empfiehlt 230V GU10 Sockel zu verbauen. Dann haben wir die Chance ins Retro-Fit Regal zu greifen und nach Belieben LED Leuchtmittel auszuwählen.


    Ist das zeitgemäß? Es gibt auch zahlreiche Lampen mit fest verbauter LED, aber im Falle eines Defekts muss der gesamte Spot noch verfügbar sein und getauscht werden.

    Weiterhin gibt es die 12 oder 24V Option.


    Was wird beim Neubau sinnvollerweise eingesetzt und kann folglich auch im Altbau passen?


    VG
    Christian

  • Ich muss zugeben, dass ich da vielleicht etwas altmodisch bin. Wenn möglich, dann setze ich auf GU10. Für mich haben die Vorteile, wie Leuchtmittelwechsel und große Auswahl an Leuchtmitteln, höhere Priorität. Liegt dort dann eine Zuleitung mit Netzspannung, dann könnte man in Zukunft auch alle möglichen Leuchten anschließen, oder Zubehör (Bewegungsmelder oder was auch immer) das mit Netzspannung versorgt werden muss.


    Leuchten mit fest verbauten LED versuche ich, wenn immer möglich, zu vermeiden. Die Lebensdauer der Leuchten wird gerne mal aus den Datenblättern der LED abgeleitet, aber das ist falsch, denn im eingebauten Zustand kann die Lebensdauer auch deutlich niedriger sein. Ich sehe keinen Sinn darin, dann die komplette Leuchte auszutauschen, und habe schon gar keine Lust, die Leuchte komplett zu zerlegen, um irgendein LED Modul einzulöten (was genau genommen auch gar nicht zulässig wäre).


    Niedervoltsysteme wären noch eine Alternative, damit ist man halt nicht so flexibel. Den "Trafo" sollte man an einer Stelle verbauen an die man leicht ran kommt, denn die sind die Achillesferse solcher Systeme.

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  • wir lassen im EG und OG jeweils die Decke abhängen. Das betrifft damit die beiden Flure, zwei Bäder, Küche und ein Kinderzimmer.

    GK Decke glatt, Rasterdecke, Akkustikdecke...?


    Die Räume haben hinsichtlich der Beleuchtung wohl eher unterschiedliche Anforderungen. Was soll wo geschalten oder gedimmt werden?


    Wir wollten die Gelegenheit nutzen und Spots einsetzen. Der Elektriker empfiehlt 230V GU10 Sockel zu verbauen. Dann haben wir die Chance ins Retro-Fit Regal zu greifen und nach Belieben LED Leuchtmittel auszuwählen.

    Für diese Leuchtmittel steht nur eine sehr beschränkte Auswahl an Lichtverteilungen zur Verfügung. Im Prinzip...ein mehr oder weniger heller Punkt/Lichtfleck.

    Ist das zeitgemäß?

    Eher nicht...War wohl mitte der 90-er mal sehr beliebt. Allerdings im vergangenen Jahrtausend.


    Es gibt auch zahlreiche Lampen mit fest verbauter LED, aber im Falle eines Defekts muss der gesamte Spot noch verfügbar sein und getauscht werden.

    Bei hochwertigen Leuchten ist seltenst das LED-Modul das Problem, zumeist fallen Konverter (Vorschaltgeräte, Treiber..) aus. Es ist aber i.a. kein Problem, für einen vorhandenen Deckenausschnitt in GK-Decke oder Rasterdecke eine passende Ersatzlösung zu finden.

    Was wird beim Neubau sinnvollerweise eingesetzt und kann folglich auch im Altbau passen?


    Kommt darauf an, wer baut. BT/GÜ bevorzugen Leuchten direkt aus dem China-Container in der Preisklasse unter 50.- ; Private Bauherren bevorzugen mangels Kenntnis das von dir beschriebene System "Eine Decke mit vielen Löchern", Innenarchitekten bevorzugen möglichst exotische (Leuchten-)Lieferanten, Elektriker bevorzugen das, was beim GH den meisten Rabatt abwirft...

  • Leuchten mit fest verbauten LED versuche ich, wenn immer möglich, zu vermeiden. Die Lebensdauer der Leuchten wird gerne mal aus den Datenblättern der LED abgeleitet, aber das ist falsch, denn im eingebauten Zustand kann die Lebensdauer auch deutlich niedriger sein. Ich sehe keinen Sinn darin, dann die komplette Leuchte auszutauschen, und habe schon gar keine Lust, die Leuchte komplett zu zerlegen, um irgendein LED Modul einzulöten (was genau genommen auch gar nicht zulässig wäre).

    Da bist Du vielleicht etwas zu konservativ oder ängstlich. Vielleicht fehlen Dir auch nur die statistischen Zahlen?

    Ich habe in den vergangenen 5 Jahren ca. 250 Treppenhaus- und Haustürleuchten mit fest auf der Platine verbauten LED und ca 100 LED-Einbauspots verbauen lassen.

    Davon ist eine einzige Leuchte bisher ausgefallen (Platine nach einem Jahr durchgebrannt).

    Die vielfältigen, bisher undenkbaren, Gestaltungsmöglichkeiten der LED-Leuchten würde ich mir auf keinen Fall entgehen lassen. Retrofit ist ok für den Austausch alter Leuchtmittel und Niedervoltanlagen sind mir zu sehr festgelegt, was die Zukunftstauglichkeit angeht.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Da bist Du vielleicht etwas zu konservativ oder ängstlich. Vielleicht fehlen Dir auch nur die statistischen Zahlen?

    Zahlenmaterial habe ich dazu tatsächlich kaum. Ich konnte mir eher die vielen Leuchten anschauen die ich hier schon auf dem Tisch hatte, und da handelte es sich überwiegend um professionelle Produkte, seltener aus dem Low Cost Bereich der in großen Stückzahlen in DE verkauft wird.


    Vielleicht liegt es auch daran, dass ich bei Leuchten weniger an Design denke. Leuchten mit fest eingebauten LED, davon habe ich vielleicht 3 oder 4 Stück im Haus verbaut (unter Hängeschränken in der Küche zum Ausleuchten der Arbeitsflächen, aber erst seit 2 Jahren im Einsatz). Die Masse der Leuchten hat E27, E14 oder halt GU10, und dann halt die entsprechenden Leuchtmittel (mit Filament, Mehrfach-LED, Einzel-LED).

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  • Danke für die ausführlichen Rückmeldungen.


    Es werden jeweils Gipskartondecken mit Direktabhänger und Metall-UK.

    Jedes Zimmer bekommt einen eigenen Schalter. Dimmen ist bestenfalls im Kinderzimmer denkbar.

    Die Bäder können je zwei Leuchten schalten. Dabei dachte ich an das Deckenlicht und die (noch nicht definierte) Spiegelbeleuchtung. Das Kinderzimmer ist ein Schlauch mit 2,5x5m.


    Wir sind vom Bad und Flur aus auf die Spots gekommen. Eine indirekte Beleuchtung macht bei den schmalen und kleinen Zimmern mit ca. 2,45m Deckenhöhe wenig Sinn. Wir sind in den 90ern aufgewachsen :thumbsup:

  • Einfache Deckeneinbauspots bringen gerichtetes Licht ausschließlich direkt und starr senkrecht unter sich (auf den Boden). Außer im Museum und auf dem Zahnarztstuhl braucht das eigentlich niemand. „Wohnliches“ Licht ist anders! Wird wirklich sehr punktuelles direktes Licht gewünscht? Ich halte deshalb die Fragestellung für Wohnräume für prüfenswert.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Da stimme ich Wolfgang zu. Deckenspots sind eher geeignet um Akzente zu setzen, Teilbereiche von Räumen stärker auszuleuchten, beispielsweise Wände, Fensterfront, Essbereich. Möchte man einen ganzen Raum gleichmäßig ausleuchten, dann führt das bei Deckenspots zu einer Menge Leuchten an der Decke, und die Ausleuchtung ist trotzdem nicht gleichmäßig.


    Man beachte, bei LED Leuchtmitteln/Spots wird ein "Abstrahlwinkel" angegeben. Der Abstrahlwinkel ist der Bereich, in dem die Helligkeit um max. die Hälfte abgefallen ist. d.h. Innerhalb dieses Abstrahlwinkels kann es bereits zu Helligkeitsunterschieden kommen. Während man bei "Glühbirnen" von einer eher gleichmäßigen Helligkeitsverteilung sprechen kann, haben LED Leuchtmittel eine eher ungleichmäßige Ausleuchtung zur Folge (je nach Aufbau des Leuchtmittels, Einzel-LED mit/ohne Optik, Mehrfach LED).


    Verwendet man nun einen Spot mit sagen wir mal 60° "Abstrahlwinkel", dann habe ich bei einer Deckenhöhe von 2,45m auf dem Boden einen Kreis von ca. 2,8m Durchmesser, in dem die Helligkeit zwischen 100% und 50% variieren kann. Das kann man bedingt ausgleichen, in dem man die Spots an der Decke enger aneinander rückt, so dass sich auf dem Boden die einzelnen Bereiche überlagern. Es versteht sich von selbst, dass die Spots die gleiche Lichtfarbe aufweisen müssen, da sich bereits leichte Unterschiede optisch sehr stark bemerkbar machen.


    Da die Spots ja auf den Boden gerichtet sind, werden die Wände kaum ausgeleuchtet, was nicht nur zu einer ungleichmäßigen Lichtverteilung am Boden, sondern vor allen Dingen zu ungleichen Lichtverhältnissen im Raum führt. Hier spielt dann auch die Farbe des Bodens bzw. der Wände und Decke eine Rolle.


    Dieser Effekt mag gewollt sein, oder aber er wirkt störend.


    Für ein Kinderzimmer könnte ich mir Deckenspots verkneifen, dort wäre mir eine gleichmäßige Raumausleuchtung wichtiger. Dadurch wirkt der Raum auch viel freundlicher.

    in eher selten oder kurzzeitig genutzten Bereichen spielt die Ausleuchtung keine so entscheidende Rolle.

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  • Eigentlich bin ich auch für die Gu Fassungen, weil das für mich genormte Fassungen und Einbaugrößen sind.

    Einfach zu tauschen, ohne Probleme.

    Alle Panele und Co haben für mich keine Auswechselbarkeit. d.h. Ist das Teil Kaputt, muss ich drauf hoffen das es Ersatzteile gibt oder das ganze in der Gleichen Größe noch verfügbar ist. Ansonsten bin ich der Depp und muss die Decke Spachteln und Streichen.

    You do what you have to do, man. :bier::yeah:

  • Also bei mir werkelt, seit über 5 Jahren; ein Panel im Flur (2,45m h 6m lang)

    Bei diesem ist der Treiber/Netzteil seperat und das Panel wird mit nem Strip von der Seite her beleuchtet.

    Beim Panel, kein Hitzstau verausgesetzt, kann nicht viel kaputtgehen, LEDs und die paar Widerstände sollten eigentlich lange leben. Der Treiber ist auch kein Exot, also wäre austauschbar.


    Für Flächenbeleuchtung würde ich auf Panels setzen. Wo danns mehr Licht braucht Spots oder indirekt. Bei leds muss man ein bischen umdenken..