Heimwerken drinnen am Sonntag/Feiertag

  • Darf ich am Sonn- und Feiertag in meinem Haus laute Arbeiten asuführen, die draußen ggf. noch wahrnehmbar sind.


    1) Staubsaugen

    2) Bohren

    3) Sägen mit der Kreissäge..


    wo ist die Grenze?

  • In B gilt ein LandesImmissionsschutzGesetz . Dieses verbietet akustische Belastungen, u.a. auch Baulärm nachts und am Wochenende. Kreissäge ist, wenn außen wahrnehmbar, verboten, Bohren auch. Den Staubsauger dürfte man außerhalb nicht hören, also unkritisch.


    In den anderen Bundesländern dürfte es ähnliche Regelungen geben, mag ich jetzt aber nicht suchen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

    Einmal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: 2 Sätze ergänzt

  • Zur ersten Frage (so wie sie hier gestellt ist):


    Ja darfst Du! (mit allen Einschränkungen, die die entsprechenden länderspezifischen Gesetze und Vorschriften hergeben)


    Zur zweiten Frage:


    Die Grenze wird wahrscheinlich dort sein, wo sich ein Nachbar gestört fühlt und meint er müsse dagegen vorgehen.

    Da die Lärmbelästigung in den meisten Fällen auf subjektives Empfinden beruht und meistens keine Messmittel vorhanden sind, der Weg zum Telefon aber kurz und die Nummer der Polizei- und Ordnungsbehörden vorhanden, wird man, trotzdessen das man evtl. das Recht auf seiner Seite hat, sich für sein tun rechtfertigen müssen.

  • Dieses verbietet u.a. Baulärm nachts und am Wochenende. In dem anderen Bundesländern dürfte es ähnliche Regelungen geben.

    So kenne ich das auch.

    Hier auf dem Land sehen das die Nachbarn nicht so eng, man sollte die Toleranz aber nicht überstrapazieren, sonst hat man schnell ein paar "sehr gute Freunde" als Nachbarn.



    Die Grenze wird wahrscheinlich dort sein, wo sich ein Nachbar gestört fühlt und meint er müsse dagegen vorgehen.

    100 Punkte.


    Es gibt zwar Grenzwerte, aber die kann so schnell niemand überprüfen. Zudem sind diese an Sonntagen in Wohngebieten so niedrig, dass man diese sehr schnell überschreitet. Wenn also mein Nachbar am Sonntag Abend die Kreissäge hört, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Grenzwert überschritten wird. In Wohngebieten wären das während der Nacht 35dB(A), an Sonn- und Feiertagen noch einmal ein 6dB Zuschlag, was dann zu einem Grenzwert unter 30dB(A) führt (Bsp.: von 06:00 Uhr bis 09:00 Uhr).


    Siehe TA Lärm Kapitel 6.1 und 6.4


    Letztendlich ist es aber so, dass man sich unabhängig von irgendwelchen Grenzwerten die Frage stellen muss, wie man mit seinen Nachbarn zusammen leben möchte.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Zitat

    c)

    in Kerngebieten, Dorfgebieten und

    Mischgebieten

    tags

    60 dB(A)

    schonmal n ganzer Haufen, 60dB(A).

    Abzgl. 6db aberm nur wenn nicht zwischen 9:00 und 13:00 oder 15:00 und 20:00


    Was ich meinen Nachbarn zumuten kann oder nicht, kann ich schon einschätzen.

    Da schmeißt auch mal einer Sonntag den Kompressor an ums Radl aufzupumpen etc...

    Die sind auch alle recht weit weg, da ist irgendein selbsternannter Sheriff die größere Gefahr.


    Meine Kappsäge hat 96dB(A), der Torhesteller sagt ca. 25db(A) Dämpfung = 71.


    Wieviel bringt jeder m Abstand überschlägig??

  • Wieviel bringt jeder m Abstand überschlägig??

    Kann man schlecht pro Meter umrechnen, jede Verdopplung der Entfernung ca. -6dB beim Schalldruckpegel.


    Wenn Deine Kappsäge 96dB(A) hat, dann müsste man wissen, ob das nun der Schalldruckpegel oder Schallleistungspegel ist. Laut Maschinenrichtlinie ist der Schalleistungspegel zu ermitteln, aber auch Spitzenwerte in dB(C).


    Gehen wir mal davon aus, dass Du vor dem Tor 71dB(A) an Schalldruckpegel messen könntest, dann wären das in 10m Abstand etwa 51dB(A). In 20m (doppelte Entfernung, also -6dB) Abstand dann 45dB(A).


    Das End(mess)ergebnis kann aber erheblich von den Rechenwerten abweichen, denn man hat ja keine Freifeldbedingungen. Allein durch die Aufstellung der Maschine in einem Raum breiten sich die Schallwellen fast schon chaotisch aus, da sie überall mehr oder weniger reflektiert werden. Der Schallpegel am Garagentor kann somit auch höher sein.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • In Bayern gilt hierfür das Bayerische Immissionsschutzgesetz, hier Art. 12 (Art. 12 BayImschG) und ggf. die Lärmschutzverordnung der jeweiligen Gemeinde (Art. 10 BayImSchG), so es eine gibt.


    Wir wohnen auch am Dorfrand und hier regt sich niemand auf, wenn man es mit dem Lärm nicht übertreibt. Allerdings ist sonntags i.d.R. Ruhe.


    Ach ja: das Sonn- und Feiertagsgesetz nicht vergessen (FTG)!

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Die Kreissäge geht überhaupt nicht- schon aus menschlichen Gründen.

    Klar würde man gerne gerade in der freien Zeit arbeiten, man sollte aber auch respektieren, dass der Rest deiner Umgebung ein Recht auf Erholung und Ruhe gerade an Sonn- u. Feiertagen hat.


    Die Dämpfung eines Garagentores sollte man nicht überschätzen.

  • Die Kreissäge geht überhaupt nicht- schon aus menschlichen Gründen.

    Ein wichtiger Punkt, nicht nur die Lautstärke bestimmt, ob Lärm als Belästigung empfunden wird.

    Ein leise tropfender Wasserhahn kann einem zur Verzweiflung bringen, das kreischende Geräusch einer Kreissäge wird anders empfunden als zwitschernde Vögel, selbst bei gleicher Lautstärke.


    Ob sich ein Nachbar gestört fühlt, hängt also auch davon ab, was den Lärm verursacht. Es gibt Geräusche die man in einer bestimmten Situation erwartet, und "unnatürliche " Geräusche. Letztere werden eher als lästig empfunden.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Hab letzen Sonntag den Split verteilt und Pflastern angefangen. Von der Flexibilität würde ich allerdings die Finger lassen.

    Bohrhammer innen haben wir aber auch schon gemacht. Zur Not die Nachbarn einfach Mal fragen oder vorwarnen...

  • Flex, ist eigentliche ein Marken bzw Firmenname und keine Produktnennung :P


    Um beim Thema zu bleiben.

    Ein Rührwerk einer Biogasanlage in 800m Entfernung hör ich problemlos und stört mich nachts nicht

    die Kids mit ihren tragbaren Lautsprechern Nachts aufm Heimweg dagegen eher schon.

    Alles eine persönliche Wahrnehmung. :)

    :thumpsdown:

  • Off-Topic:

    Produke nennen wir ja hier nicht oder jetzt doch?

    Im inhaltlichen Zusammenhang der Posts genannte Produkte sind nach Punkt 9.1. der aktuellen Nutzungsbedingungen zulässig. Diese NUBs wurden von allen aktuellen Nutzern bei ihrer Neuanmeldung im aktualisierten Forensystem individuell ausdrücklich bestätigt.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Die Grenze wird wahrscheinlich dort sein, wo sich ein Nachbar gestört fühlt und meint er müsse dagegen vorgehen.

    Dann warte bis die Grillparty beim Nachbarn angefangen hat; dann ist das Gequatsche auf deren Terrasse lauter als die Kreissäge bei geschlossenen Fenstern und Türen. ;-)

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Flex ist wie Tempo mittlerweile ein Gattungsbegriff und nur im engsten Sinn eine Firmennennung.

    Ich hatte in meinem ganzen Leben nur ein einziges mal eine echte Flex in der Hand, und da erst bemerkt, dass das ein Firmenname ist.

    Grüsse Peter

  • Könnt Ihr Sonn- und Feiertags nicht einfach den lieben Gott einen frommen Mann sein lassen?

    Dieselben Leute führen dann auch gern die Werte des christlichen Abendlandes ins Feld um den Eindringlingen aus dem Morgenland beizubringen, wie man sich zu verhalten hat.

    Dieses Rücksichtslosigkeiten zu jeder unmöglichen Zeit waren einige der Gründe, für meinen Wegzug vom Dorf, zurück in die Großstadt.

    PS: Ich bin Agnostiker, kein Christ.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Solche Erfahrungen habe ich noch nicht gemacht. An Sonntagen oder Feiertagen wird nur gearbeitet wenn es sich nicht vermeiden lässt.

    Wenn ein Landwirt raus fährt und noch Heu einholen muss, dann ist es eben so. Viel schlimmer sind da die Sonntags Biker die in Scharen darum wetteifern, wessen Kiste nun 1dB lauter ist, oder die meinen, dass Verkehrsregeln nur für die anderen gelten.


    Grundlos käme ich nie auf die Idee an einem Sonntag mit der Kettensäge Holz zu sägen, und meine Nachbarn denken ähnlich.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Am schlimmsten finde ich die Güllefahrer...

    Nein, sonntags arbeiten unsere Nachbarn auch nicht. Aber sonst praktisch jeden Tag, auch früh morgens und abends. Da ist vom Rasenmäher bis zur Kreissäge alles dabei. Vorteil: man braucht auch selber nicht immer mucksmäuschenstill zu sein.

    Sonntags mach vor allem die Kirche Lärm mit ihrem Glockengeläut - aber da hält man sich am Land besser mit Kritik zurück. :nono:

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Wenn ein Landwirt raus fährt und noch Heu einholen muss, dann ist es eben so. ...

    Nicht dass da etwas in die falsche Kehle kommt:

    Ich habe nichts gegen landwirtschaftstypische Geräusche. Das Muss man auf dem Dorf aushalten.

    Das Dorf, in dem ich fünf Jahre gelebt habe, war ein reines Wohndorf mit einer einzigen Baumschule als Landwirtschaftsbetrieb.

    Die Nachbarn waren zum großen Teil Rentner. Sonntagmittag, wenn die Sonne schien, wurde der Rasen gemäht und danach Holz gesägt. Fast noch schlimmer waren die ständigen "Brauchtumsfeuer". Hatte sich genügend Sperrmüll angesammelt, wurde es angesteckt.

    Als Zugereister hat man da keine Chance. Es bleibt nur der Wegzug.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • mich sört in erster Linie nur der unnötige Verkehrslärm, weil jeder zweite meint er müsse die Kurve schneiden und voll Karacho über den Gehweg bzw. die 3-Zeiler-Rinne brettern... ist zwar 30, hält sich aber keine Sau dran.


    Noch schlimmer ist nur der penetrante Holzbrandgestank von September bis Mai..


    Wenn Nachbar Brennholz macht und den ganzen Samstag Kettensäge/Kreissäge läuft empfinde ich weniger störend.

    Kirchenglocken stören mich auch nicht, sind zwar nur 200m, aber ist ja nur für ein paar Minuten.


    Richtig nerven können nur die Amis, wenn die mal wieder Stundenlang mit ihren C-17 und CH47 Staffeln in er Gegend kreisen

  • Sonntags mach vor allem die Kirche Lärm mit ihrem Glockengeläut - aber da hält man sich am Land besser mit Kritik zurück.

    Vor allem in Deinem Bundesland - sonst kommen die Herren S. und bleuen Dir ihre chrsitlichen Werte mit dem Kruzifix ein, das in Ihrer Amtsstube hängt.

    C-17 und CH47 Staffeln in er Gegend kreisen

    In der Zeit kann man doch prima Kreischsägen, flexen, bohren. Das hört dann kein Mensch:P

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Vor allem in Deinem Bundesland - sonst kommen die Herren S. und bleuen Dir ihre chrsitlichen Werte mit dem Kruzifix ein, das in Ihrer Amtsstube hängt.

    Ja, als Nichtgläubiger hat man es bei uns schwer. Aber seit ich dreifach verglaste Fenster habe, klappt es auch wieder mit dem Ausschlafen am Wochenende :thumbsup:

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Off-Topic:

    Das muss jeder für sich entscheiden. Ich bin nicht im Dorf, sondern in einer Kleinstadt (s. Avatar) hier in der Nachbarschaft aufgewachsen. Mir hat es nicht geschadet, bekenntnislos zu sein. Ich bin aber eher einzelgängerisch veranlagt und gebe nicht viel auf das Gerede der Nachbarn.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Am schlimmsten finde ich die Güllefahrer...

    Jepp, aber die sterben aus, genau so wie die kleinen Betriebe, die die Viehhaltung schon längst aufgegeben haben.


    Schweinefleisch gibt's für 3,99 €/kg beim Discounter. Im Preis enthalten ist gleich noch das Antibiotikum, für das man in Apotheke viel Geld bezahlen müsste. Wer braucht da noch einen Landwirt? :bier:

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Bei uns stirbt da (leider) nix aus. Klar, es werden weniger, aber die haben dafür um so größere Viehbestände. Gülle wird hier inzwischen schon mit ausgedienten Heizöltankwagen angeliefert und dann verteilt. Das sieht dann so aus:




    Einziger Vorteil: man weiß immer ziemlich zuverlässig, wann es regnen wird.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Ja, als Nichtgläubiger hat man es bei uns schwer

    Der Herr Pfarrer konnte, anhand seiner Literatur, nicht nachweisen das es sich, beim Tag seines Herrn, zwingend um einen Sonntag handelt.:D

    Gegen einen Tag Ruhe in der Woche hat auch der ungläubige Landwirt nix einzuwenden.

    Ich hatte in seiner Hörweite, eine meiner älteren Gartenbesitzerinnen darauf hingewiesen das am So das Kreiselmähwerk zwecks Heuernte vor ihrem Fenster heulen wird.

    Ich mach mir nur manchmal Sorgen ob ich es meiner (ungetauften) Tochter nicht schwer mache damit... in einem Dorf mit 80% Katholiken.

    Wenn es jemand schwer macht,dann eher ein fundamentalistischer Pfarrer, der den anderen Kinder die Schauermärchen aufdrückt und Ausgrenzung betreibt.

    Und wieviel von den 80% sind da wirkliche Kirchgänger. Also wenn ich mich hier um schau, die wenigsten.


    Stichwort wäre Rücksicht

    Wenn mir eine Maschine kaputt geht und ein Reperatur ansteht wird das halt wenn nicht unbedingt nötig nicht draussen erledigt.

    Drin hat wohl schon jeder mal gelärmt und wenn das kein Dauerzustand ist warum nicht.

    Die Schichtzeiten des Nachbarn kann man ja auch kennen. (Auch wenn der von Spätschicht kommend, nachts um 1 Uhr den Odel ausfährt)


    Also hier wurde in einer Kleinstadt das Brennholzsägen in einem offenen Stadl geahndet. Also kommt es auf die örtlichen Gepflogenheiten darauf an.