Entsorgung von Alt EPS und PAK/teerhaltigen Dachbahnen

  • Hallo zusammen,


    ich habe ein Angebot für eine Flachdachsanierung eines Bürogebäudes abgegeben. Die Abdichtung und Wärmedämmung ist aus 1962. Ich habe eine Bauteilöffnung mit Beprobung angeboten, damit ich es beim entsorgen einfacher habe, so habe ich gedacht, bis ich eine Antwort von meinem Entsorger auf meine Preisanfrage bekommen habe....:rb::eek:

    Antwort von diesem: Eine Entsorgung von Alt EPS sowie PAK/teerhaltigen Dachbahnen ist nicht möglich:rulez::rb:, Altbitumen, PAK-, und teerfrei, ist nur mit Prüfzeugnis eines anerkannten Labores unter Angabe der Baustelle möglich....

    OK, ich bin ja nicht mit dem Entsorger verheiratet, also noch 2 weitere angefragt, die Antwort war die selbe. :eek: Dies habe ich mit im Angebot angegeben, die Begeisterung meines Kunden hat sich stark in Grenzen gehalten. Wir machen jetzt erst mal eine Bauteilöffnung mit Beprobung und sehen mal, was diese so ergibt ( Bei der Schweißbahn habe ich noch Hoffnung, bei der Dämmung weniger, da war sich der Eigentümer auch ziemlich sicher, das EPS verwendet wurde ...)

    Wie sieht das denn bei euch aus? Hat da jemand Erfahrung? Es muß doch möglich sein, die Materialien zu entsorgen, zumal es ja in Deutschland Anlagen gibt, die beides thermisch Verwerten können.


    Gruß Elopant

  • Was kostet es denn wenn das Labor beprobt und zusichert? Kann ja schlecht das ganze Dach ins Labor.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • Die wollen jeweils einen Probewürfel von min 100 x 100 mm haben und pro Probe mit Analyseprotokoll 220 € zzgl. MwSt. haben. D.h. wir schneiden ein Stück aus der Abdichtung und Dämmung und fahren es Ihnen hin. Die können auch die Probe selbst nehmen, dann nehmen Sie 300 €/Probe, das wieder verschließen der Dachfläche erfolgt bei beiden Varianten durch uns.

  • Vor 3 Wochen hat mein Entsorger ohne weiteres Bitum/Teerhaltig als Mischfraktion per Container abgeholt. Bei Anlieferung auf deren Platz bei Kleinmengen gibt es noch den Schnelltest mit weißer Sprühdose.

  • Das ist natürlich ne blöde Situation - vor allem für den AG. Ist aber trotzdem der einzig richtige Weg, Beprobung, Analyse, Ergebnis, darauf fußend Angebote zur Entsorgung einholen. Und es geht noch weiter: Sollte sich darin PAKs befinden die leicht flüchtig sind oder in Ihrer Konzentration hoch dann gilt es entsprechende Arbeitsschutzmaßnahmen zu ergreifen und geeignetes Personal einzusetzen die sowas auch abbauen dürfen inkl. Erstellen einer Gefährdungsbeurteilung und Arbeitsanweisung etc...


    Hat der AG keine Angaben geliefert in Form eines Schadstoffkatasters (sicher nicht)?

  • Antwort von meinem Entsorger ...: Eine Entsorgung von Alt EPS sowie PAK/teerhaltigen Dachbahnen ist nicht möglich:rulez::rb:, Altbitumen, PAK-, und teerfrei, ist nur mit Prüfzeugnis eines anerkannten Labores unter Angabe der Baustelle möglich....

    OK, ich bin ja nicht mit dem Entsorger verheiratet, also noch 2 weitere angefragt, die Antwort war die selbe. :eek:

    Bei der Deponierung von Boden haben wir das ja schon länger genau so. Und leider wird nach meinem Eindruck in der Branche besonders intensiv geschummelt.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Situation bei uns:

    EPS Kleinmengen bis 8m³ pro Tag sind gar kein Problem.

    Bei EPS in größeren Mengen vorher anrufen, wird auch nicht ganz billig (um die 900,- €/to).

    Wichtig ist, dass die Mengen bei uns im Kreis angefallen sind, ansonsten wird die Anlieferung zurückgewiesen.


    PAK kann bei Anlieferung beprobt werden, bis zur Vorlage des Ergebnisses kann es ein paar Tage dauern. Kosten 150,- €.

    Bei gewerblicher Anlieferung geht man davon aus, dass alle Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden. Dann kann zwischengelagert werden (unter 1,- € pro Tonne und Kalendertag).

    Werden diese Bestimmungen nicht eingehalten, dann hat der Anlieferer ein Problem. Er darf, abhängig vom Verstoß gegen die Sicherheitsbestimmungen, weder auf die Deponie, noch zurück in den Straßenverkehr. Dann läuft unter Umständen ein richtig teures Programm ab, im einfachsten Fall wird nur kostenpflichtig umgepackt. ;)


    Nach meiner unmaßgeblichen Erfahrung, ein vorheriger Anruf lohnt immer, manchmal sind es nur Kleinigkeiten auf die man achten muss, die aber bei Missachtung richtig teuer werden können.

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