Kühlen mit FBH und WP

  • Durch meine aktuellen Versuche damit und ersten Diskussion dazu hier

    deutschlandwetter

    würde ich das Thema doch gerne etwas genereller betrachten.


    Vorrausgeschickt:

    Diese Variante der Kühlung hat halt den Vorteil, praktisch "kostenlos" zu sein.Besonders vom Invest her (evtl. ein paar Sensoren, Taupunkt, Luftfeuchte), bei WW-WP auch im Betrieb (nur der Pumpenstrom), bei LWWP kostet der Betrieb dann schon etwas.


    Damit ist dann meiner Meinung nach die vielen Einschränkungen dieser Variante auch gerechtfertigt.


    Aber fangen wir doch mal ganz von vorne an -


    1) gibt es Schätzwerte/Erfahrungswerte/Tabellen wieviel W/m²K bei welchen Fußbodenbelägen übertragen werden können? Die Werte fürs Heizen sind wohl nicht übertragbar, da die Konvektion fehlt - oder aber doch, weil moderne FBH dank geringer Spreizung eh keinen Konvektionseffekt haben?!


    2) Kühllast überschlägig berechnen - was kann man hier ansetzen?



    3) Taupunkt! Ist ein Problem, bei aktueller Witterung hat man schnell 70% r.F. im Haus, und den Taupunkt bei 18°..

    Damit klappt noch eine Kühlung über den Boden, aber um diese VL-Temp am Heizkreis zu erreichen, rutscht bei mir der Primär-VL weiter runter, an den Leitungen gabs Kondensat, ich musste den Sicherheitsabstand zum Taupunkt vergrößern. Woher kommt die Differenz zwischen VL und Primär-VL ? Wahrscheinlich am



    4) Pufferspeicher

    viele WP Anlagen werden trotz der effizienteren, aber schwierigeren Betriebsweise nicht ohne Puffer betrieben sondern mit.

    Während im Heizbetrieb durch "VL oben" und "RL unten" eine Schichtung entsteht (warmes Wasser steigt nach oben bzw bleibt oben), bewirkt dieser Effekt bei Kühlung genau das Gegenteil.



    5) Oberflächentemp. der Böden

    Messungen mit einem IR-Thermometer auf Fliesen zeigen im Selbstversuch, dass sich eine Absenkungen von 22,5° im Zustand ohne Kühlung mit VL 19° recht schnell in einer Oberflächentemp. von 19,5 - 20° einstellt. Diese Differenz ist barfuß und auch mit Socken deutlich spürbar und selbst für mich unangenehm (bin da eigtl. unemflndlich). Für Schlappenträger aber kein Thema. Auf Teppichboden spürt man gar nix, auf Holz sehr, sehr wenig.



    Weitere Aspekte/Ideen, über die man mal sprechen könnte


    6) bei SWWP lädt man den Erdkollektor wieder auf bzw. kann man sogar etwas Energie darin speichern



    7) Als zusätzliche Maßnahme könnte man über eine evtl. vorhandene KWL die Raumluft entfeuchten und etwas temperieren.

    Bei den geringen Volumenströmen ist zwar nur eine Kühlleistung von vielleicht 500 bis max. 1000W im EFH möglich (Ein Split-Klima liegt schon im Bereich 3-4kW), aber Entfeuchtung senkt den Taupunkt, was sich wiederrum positiv auf die Kühlung per FBH auswirkt. Außerdem ist weniger Feuchte angenehm.

    So ein Kühlregister wäre am geschicktesten in der Zuluft anzuordnen.

    Fertige Komplettlösungen für die Nachrüstung wie z.B. bei Heizregistern sind im EFH-Maßstab nicht verfügbar - zumindest find' ich nix.

  • Danke SirSydom für die Rückmeldung.

    Was ein Zufall. Gerade eben, hatte ich an Dich gedacht, als ich barfuß über meine warme Fussbodenheizung gelaufen bin. :)


    Mangels eigener Testmöglichkeiten kann ich leider nur therotische Überlegungen beisteuern.

    Zur Leistungsbewertung: Hier würde ich die gleichen Werte wie im Heizbetrieb vermuten, da die Temperaturschichtung im Allagsbetrieb nichtstatisch sein dürfte.

    Wie verhält sich Dein Wärmemengenzähler im Umkehrbetrieb?

    Die kaltwasserbeaufschlagten Armaturen und Leitungen würde ich mit dififfusionsdichter Dämmung nachrüsten, damit Du die Taupunktüberwachung auf den Fußboden legen kannst und keine Kühlreserven verschenken musst.

    Ansonsten bin ich gespannt auf weitere Berichte.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Wie verhält sich Dein Wärmemengenzähler im Umkehrbetrieb?

    der in die WP integrierte Zähler zählt etwas.

    Ich kann nur zu einem Zwischenstand, ca. 24h nach erstmaligen Aktvieren berichten:


    Leistungsaufnahme Kompressor kühlen: 0 kWh

    Erzeugte Leistung Kühlen: 53 kWh

    (bei dieser dämlich Firma kennt man anscheinend nicht mal den Unterschied zwischen Energie und Leistung. Peinlich!)


    Da gibts wohl einen Bug in der Anzeige. Ich kann aber über Differenzbildung Gesamt "Leistungsaufnahme" - Heizen - Warmwasser den Kühbetrieb berechnen: 19 kWh


    Arbeitszahl

    53/19 = 2,8

    Bei Umgebungsbedingungen von Quelle im Schnitt 25°, VL primär 15° ein eher entäuschendes Ergebnis.

    Das Teil ist halt nicht zum Kühlen gemacht.


    Modulation: Erst auf 70%, später über 45% auf 35% (min). Dann Abschaltung wahrscheinlich wegen zu wenig Delta VL/RL bzw VL zu niedrig.



  • wie sieht denn eine diffusionsdichte Dämmung aus bzw. hat mal jemand eine Produktbezeichnung?

    Aktuell sind da Rohrschalen drauf mit Kunststoffkaschierung, die aber zB. an Absperrhähnen unterbrochen ist.

    Dort konnte ich Kondensat feststellen.

  • Und jetzt mein Auftritt aus dem Off: „Im EFH mit massivem Flachdach ist für die sommerliche Kühlung eine Betonkerntemperierung oder -aktivierung ideal. Sie lässt sich am sinnvollsten mit einer Sole-WP kombinieren.“ Für die sparsame Variante wird allerdings bis auf das unterste beheizte Geschoss auf eine Trittschalldämmung verzichtet.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • 1) gibt es Schätzwerte/Erfahrungswerte/Tabellen wieviel W/m²K bei welchen Fußbodenbelägen übertragen werden können? Die Werte fürs Heizen sind wohl nicht übertragbar, da die Konvektion fehlt - oder aber doch, weil moderne FBH dank geringer Spreizung eh keinen Konvektionseffekt haben?!

    Das hängt von der Raumtemperatur ab, die man zulässt (siehe 2.)



    2) Kühllast überschlägig berechnen - was kann man hier ansetzen?

    An sich erfolgt die Berechnung nach VDI 2078. Diese kümmert sich aber nicht um Raumtemperaturen, sondern setzt andere Prioritäten. Es macht halt einen Unterschied, ob man ein Labor klimatisieren muss, oder ein EFH.


    In EFH wird im Sommer gerne von maximalen Raumtemperaturen zwischen 25°C und 27°C ausgegangen, wie sie in der DIN4108 genannt sind. Hintergrund ist, dass der Mensch im Sommer diese höheren Raumtemperaturen noch nicht als unangenehm empfindet.


    Es gibt Schätzverfahren mit entsprechenden Vereinfachungen. Diese resultieren aus der Annahme, dass man die Raumtemperatur um ca. 7K absenken möchte. Wände, Fenster werden dann nach Ausrichtung und Pauschalwerten angesetzt (mit oder ohne Verschattung). Dazu dann Flächen zu nicht klimatisierten Bereichen (Innenwände, aber auch Dach usw.), und abschließend noch Anzahl der Personen, und vorhandene Technik inkl. Beleuchtung.

    Am Ende wird noch die Lüftung überschlägig betrachtet.


    Die Berechnung erfolgt also ähnlich wie bei einer Heizlastermittlung.


    Bsp.: 10m² Fenster in Richtung Westen mit außen liegender Verschattung -> 10m² x 110W/m² = 1.100W

    Bsp.: 4 Personen x 150W = 600W

    usw.


    Die Frage ist, wie genau man die Werte braucht. In einem Labor mit vorgegebener Raumtemperatur von 21°C, oder einem Serverraum mit typ. 22°C, muss man schon genau rechnen, weil eine Abweichung zu Schäden führen könnte. Hier wird ein Fachplaner unumgänglich, der dann auch Sonnenstände, jahreszeitlicher Temperaturverlauf usw. betrachten sollte.


    3) Taupunkt! Ist ein Problem, ................................Woher kommt die Differenz zwischen VL und Primär-VL ? Wahrscheinlich am

    Puffer wäre denkbar, das hängt von den hydraulischen Verhältnissen ab. Wenn die FBH Kreise mehr Volumenstrom anfordern, als von der WP geliefert, dann wird über den Pufferspeicher zugemischt. Deswegen sollte der "Primärkreis", also WP Kreis immer mit höherem Volumenstrom betrieben werden. So wirkt sich das nur auf den Rücklauf zur WP aus, nicht aber auf den FBH Kreis.


    4) Pufferspeicher

    viele WP Anlagen werden trotz der effizienteren, aber schwierigeren Betriebsweise nicht ohne Puffer betrieben sondern mit.

    Während im Heizbetrieb durch "VL oben" und "RL unten" eine Schichtung entsteht (warmes Wasser steigt nach oben bzw bleibt oben), bewirkt dieser Effekt bei Kühlung genau das Gegenteil.

    s.o. unter 3.



    5) Oberflächentemp. der Böden

    Messungen mit einem IR-Thermometer auf Fliesen zeigen im Selbstversuch, dass sich eine Absenkungen von 22,5° im Zustand ohne Kühlung mit VL 19° recht schnell in einer Oberflächentemp. von 19,5 - 20° einstellt. Diese Differenz ist barfuß und auch mit Socken deutlich spürbar und selbst für mich unangenehm (bin da eigtl. unemflndlich). Für Schlappenträger aber kein Thema. Auf Teppichboden spürt man gar nix, auf Holz sehr, sehr wenig.

    Hier kommt die Temperaturleitfähigkeit des Materials in´s Spiel.

    Ungeachtet dessen bin ich mir jetzt nicht im Klaren, ob es gesund ist, wenn die Füße bei dieser Hitze quasi dauerhaft gekühlt werden. Ich vermute, dass die Temperatur noch unkritisch ist, schließlich taucht man die Füße ja nicht in Eis.

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  • wie sieht denn eine diffusionsdichte Dämmung aus bzw. hat mal jemand eine Produktbezeichnung?

    Aktuell sind da Rohrschalen drauf mit Kunststoffkaschierung, die aber zB. an Absperrhähnen unterbrochen ist.

    Dort konnte ich Kondensat feststellen.

    Am Verbreitesten ist hier Armaflex. Wichtig ist hier die dichte Verklebung aller Stöße. Dafür gibts auch Klebeband aus dem gleichen Material.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • wie sieht denn eine diffusionsdichte Dämmung aus bzw. hat mal jemand eine Produktbezeichnung?

    Such mal nach Armaflex (ist keine Reklame). Damit hab ich meine Sole Leitungen ummantelt.

    6) bei SWWP lädt man den Erdkollektor wieder auf bzw. kann man sogar etwas Energie darin speichern

    das wird nicht funktionieren. So schnell wie du die Energie reingebracht hast ist sie wieder weg.

  • Puffer wäre denkbar, das hängt von den hydraulischen Verhältnissen ab. Wenn die FBH Kreise mehr Volumenstrom anfordern, als von der WP geliefert, dann wird über den Pufferspeicher zugemischt. Deswegen sollte der "Primärkreis", also WP Kreis immer mit höherem Volumenstrom betrieben werden. So wirkt sich das nur auf den Rücklauf zur WP aus, nicht aber auf den FBH Kreis.

    jetzt wirds interessant.

    Ich weiß dass meine Heizkreispumpe voll aufgedreht ist und bis auf 3 Heizkreise (Bäder+HWR) sind alle offen - sprich nahezu maximaler Volumenstrom auf Heizkreisseite.


    Auf Wärmepumpenseite weiß ich es nicht - die Pumpe ist integriert, Einstellmöglichkeiten dazu sind sehr beschränkt (die zulässige Spreizung VL/RL kann definiert werden). Es ist wohl eine modulierende Pumpe, einen Wert kann ich übers Monitormenü abrufen. Muss ich mal anschauen bzw. aufzeichnen.

  • Es ist wohl eine modulierende Pumpe, einen Wert kann ich übers Monitormenü abrufen.

    Solche WP würde man der Einfachheit halber eher ohne Puffer betreiben, oder im Fall von wenig Wasserinhalt im Heizkreis, evtl. noch mit einem Serienpuffer, nur um das Wasservolumen zu erhöhen (bei FBH weniger sinnvoll).


    Die an sich sinnvolle Konfiguration mit einem Parallelpuffer als hydraulische Weiche, erfordert eine vorausschauende "Planung" was die Volumenströme betrifft. Übliche Konzepte gehen davon aus, dass der FBH Kreis im Volumenstrom verändert wird, beispielsweise durch Einsetzen der ERR, oder eine geregelte Pumpe. Bei einer WP mit konstanter Leistung ist deren Leistung ja immer höher als vom Heizkreis angefordert, also wird so abgeglichen, dass WP seitig ein Überschuss an Volumenstrom vorhanden ist. Somit kommt es auch nicht zu einer Verringerung der Vorlauftemperatur im Heizbetrieb, es wird nur der RL leicht angehoben.


    Wenn der WP Kreis seine Leistung regelt, und zur Vermeidung einer zu hohen bzw. zu niedrigen Spreizung auch die Pumpe geregelt wird, dann würde man so konzipieren, dass auf der WP Seite immer der höhere Volumenstrom vorherrscht. Das ist von Seiten der Regelung nicht ganz einfach, da der Regler ja nicht sieht, was im FBH Kreis los ist. Sieht der Regler am WP Kreis keinen Bedarf, und regelt zurück, während aber der FBH Kreis noch voll bedient wird, dann kann sich im Puffer die Strömungsrichtung umkehren.

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  • und regenerieren muss man Ende Juli wohl auch nicht mehr

    Wenn das Ende Juli nicht passiert ist dann passt die Auslegung WP/ Heizlast Haus und Quelle nicht.

    Und es bezoge sich auf #1 Punkt 6. das die über die Kühlung entzogene Energie in Boden gebracht wird und dort gespeichert wird.;)

  • Solche WP würde man der Einfachheit halber eher ohne Puffer betreiben, oder im Fall von wenig Wasserinhalt im Heizkreis, evtl. noch mit einem Serienpuffer, nur um das Wasservolumen zu erhöhen (bei FBH weniger sinnvoll).

    meine Ahnung diesbezüglich hält sich in Grenzen, nur soviel - der Hersteller findet, dass die Variante ohne Puffer eine "Sonderlösung" ist, die Anlagenbeispiele sind eigentlich fast alle mit Puffer... in den Planungsunterlagen.


    Aber bei der Erforschung wie es nun sein kann, dass ich einen Primär-Vorlauf von 13,1°, einen Rücklauf von 16,3° und einen Vorlauf im Heizkreis von 16,2° bin ich wohl auf etwas gestoßen... der Rücklauf ist tatsächlich der Primär Rücklauf, der im Tower fest verdrahtet ist, wie auch der Vorlauf. 13,1°, 16,3° klingt plausibel.

    Aber warum hat der Vorlauf im Heizkreis 16,3° ?!

    Die Antwort ist: hat er nicht. Der Dummdödel von Installatuer hat nicht nur die Phasenanlage falsch angeschlossen, die Heizkreispumpe auf fixed-Speed gestellt (nicht differenzdruck!) sonder er hat auch der Vorlauftemperaturfühler in die Meßhülse für den Rücklauf am Puffer montiert (unten) statt in die Meßhülse für den Vorlauf (oben).


    Ja bin ich deppert? Wofür gehen die Seppeln denn auf die Schule?! Was ist ein Meisterbrief bitte noch wert wenn so ein Rotz abgeliefert wird. Einmal das Hirn einschalten.. manmanmanman.


    Die analogen Schätzeisen an der Heizkreispumpengruppe sagen mir was von Vorlauf 18°, RL 21°. Klingt plausibler..


    Wie sinnig ist es eigentlich, die Temperatur im Puffer zu messen, wenn ich eigentlich die des Heizkreises regeln will?! So wie hier dargestellt misst man damit doch nur Mist...

    Gibts da nix besseres?


  • der Hersteller findet, dass die Variante ohne Puffer eine "Sonderlösung" ist, die Anlagenbeispiele sind eigentlich fast alle mit Puffer... in den Planungsunterlagen.

    Das ist verständlich, er legt sich damit auf die sichere Seite. Zuverlässigkeit hat für ihn höhere Priorität als Effizienz.



    Wie sinnig ist es eigentlich, die Temperatur im Puffer zu messen, wenn ich eigentlich die des Heizkreises regeln will?

    unsinnig :D


    Die Messung am Puffer ist möglich, wenn VL und RL sowieso durch den Puffer geführt werden. Ich bevorzuge Tauchhülsen im Heizkreis, und wenn das aus Platzgründen nicht machbar ist, dann Anlegefühler. Die Temperaturen im Puffer sind zwar interessant, werden aber durch zu viele Faktoren beeinflusst, und sind somit nicht zuverlässig, wenn es darum geht die Heizkreistemperatur für einen Regler bereitzustellen.

    Oben hatte ich ja schon geschrieben, wie sich das mit der Strömung im Puffer verhält, wenn am Heizkreis und WP seitig geregelt werden soll.

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  • [...]


    Ja bin ich deppert? Wofür gehen die Seppeln denn auf die Schule?! Was ist ein Meisterbrief bitte noch wert wenn so ein Rotz abgeliefert wird. Einmal das Hirn einschalten.. manmanmanman.


    [...]

    Off-Topic:

    So ein Könner von Heizungsbauer hat uns inzwischen zu einer komplett neuen Heizung verholfen...

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Was für ein Geniestreich...

    Sind die Tauchhülsen genormt bzw. einheitlich?

    Kann man evtl. anstatt der analogen Thermometer an der Heizkreis-Pumpengruppe Meßfühler anbringen?

    Anlegefühler an gedämmten Leitungen sollten auch präzise genug sein, evtl. etwas träge, aber denke nicht zu träge..


    Ich mach' auf jeden Fall eine Mängelanzeige, weil klar gegen Installationsanleitung, aber das wird mit einem Umsetzen des Fühlers am Puffer behoben sein.


    Für weitere Optimierungen brauch ich entweder einen fähigen HB oder self is the man...


    Rose24

    ja, ich verfolge das Disaster bei dir.. schrecklich.

    Manchmal (ne, eigtl. immer) bereue ich, keinen Erdkollektor gebaut zu haben. Dann gehts bei dir wieder weiter, und ich bin froh über meine LWWP.



    Zur Wirksamkeit der Kühlung - ich kämpfe gerade etwas mit meiner Diagramm-Software, aber mein Fazit nach 4,5 Tagen ist, dass es im Haus weiterhin angenehm ist mit ca. 22°, kein Ansteig über die letzten Tage trotz Tageshöchstwerten von über 30° - evtl. sogar eine leichte Abkühlung.


    Aber irgendwie logisch, irgendeinen Effekt müssen die ca. 100kWh Kühlenergie ja gehabt haben. - Aber leider auch auf den Geldbeutel => 35kWh a 22 Cent = 7,70€. Naja 2€ am Tag, geht ja eigetlich, ist ja nur für einige Tage, wenige Wochen... das ist es mir wert.



    komisch ist, dass die WP immer nur Abends anspringt. Ich gehe davon aus, dass sie AT-geführt agiert und entweder eine Art Verzögerung drin hat oder ein I Anteil bei der Regelung... fide ich suboptimal - macht Pause, um dann wieder auf 60% zu laufen. Dann doch lieber durchgehend bei 30%.. das würde auch die Kühlleistung der FBH erhöhen. die Oberflächentemp. der Fliesen steigt nämlich ziemlich schnell wieder an...

  • Nein,

    eine Kompressor läuft nur Sauber und Rund im Sollbereich = 100% Da hat der Kompressor die langlebigkeit und Effizenz zum Energieverbrauch.

    Was bei einem Betrieb bei 30% nicht der fall ist. Nur weil er auf 33% Leistung läuft, heist das nicht das auch nur 1/3 Strom braucht bzw Leistung liefert.

    :thumpsdown:

  • Hängt auch vom Typ des Verdichters und dessen Ansteuerung ab. Es kann sehr gut sein, dass die WP bei Teillast einen besseren COP aufweist.

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  • komisch, dass bei meiner WP der COP im Teillastbereich besser ist, als bei Volllast. Widerspricht deiner Aussage...

    Dann ist das halt bei deiner so. (Woher soll ich wissen was du drin hast.) Die frage ist aber bei DEINER Anlage, in welchem Teillastbereich der besser ist. Das ist ja nur ein Ausdruck ohne klare Ecken und Kanten. 60% und 30% sind alles Teillastbereiche.

    :thumpsdown:

  • darf ich mich mal mit einer Detailfrage einklinken?


    Denke auch grade drüber nach (witterungsbedingt natürlich), meine Split-LWWP aufzurüsten, daß eine Kühl- bzw. Temperiermöglichkeit geschaffen wird.


    Diffusionsdichte Rohrisolierung ist nur teilweise möglich. Die Aufputz verlegten Leitungen sind größtenteils noch nicht isoliert, da wärs kein Problem. An die Rohre unterm Estrich komm ich jetzt halt nicht mehr so gut ran. Sind hier Probleme zu erwarten? Oder reicht es hier bis an den Übergang zum Estrich diffusionsdicht zu isolieren?

  • in die FBH darfst du eh nicht mit Temperaturen unter dem Taupunkt gehen...

    Bei mir müsste man nur den Primärvorlauf dämmen, und das wahrscheinlich auch nur weil der Vorlauftemp.-Fühler falsch montiert ist..

  • Hallo,

    So ein Kühlregister wäre am geschicktesten in der Zuluft anzuordnen.

    Fertige Komplettlösungen für die Nachrüstung wie z.B. bei Heizregistern sind im EFH-Maßstab nicht verfügbar - zumindest find' ich nix.

    Google mal nach "Sole EWT" (bzw. "Sole Erdwärmetauscher"). Die Dinger sind zwar für etwas anderes gedacht, aber letztlich könnte man das auch prima als Kühlregister in der Zuluft "missbrauchen". Ist bei mir auf der Agenda für "später machen"... ich habe extra dafür einen Baugrubenkollektor in drei Meter Tiefe zweimal um das Haus. So ein Teil könntest du aber auch mit deinem kalten "Heizwasser" im Kühlmodus anfahren.


    das wird nicht funktionieren. So schnell wie du die Energie reingebracht hast ist sie wieder weg.

    Bei einer SWWP mit Bohrung wird das funktionieren. Die Belastung der Bohrung wird im wesentlichen über den Entzug pro Jahr bestimmt. Im Gegensatz zu einem Flachkollektor strömt da so schnell keine Wärme von oben nach. Wenn ich also z.B. über das Jahr 10000 KWh entziehe und im Sommer 1000 KWh über die Passivkühlung "einspeise", dann hat das für die Bohrung die gleiche Wirkung, als hätte ich nur 9000 KWh im Jahr entzogen. Mit wievielen Zentigrad sich das in der Soletemperatur bemerkbar macht, ist eine andere Frage, aber gerade bei knappen Sonden oder falsch gebauten Sonden (also vermutlich sehr vielen) könnte das schon einen Unterschied machen.


    Eine "Speicherung" im Sinne von "Aufheben der Wärme" ist es natürlich trotzdem nicht wirklich. Es hilft halt nur der thermischen Bilanz der Tiefenbohrung. Bei einem Flachkollektor ist der Effekt logischerweise nicht vorhanden, dazu sind Zu- und Abströmung von/nach oben viel zu stark.


    Viele Grüße,


    Jan

  • Hi,

    Die im Sommer eingespeicherte Wärme wird wohl kaum im Winter verfügbar sein.

    Das hat auch niemand behauptet. Durch den geringeren Gesamtentzug sind die Soletemperaturen im Winter dann aber eine Spur besser. Tiefensonden werden (neben der zu liefernden Spitzenleistung) anhand des jährlichen Entzugs ausgelegt - eine "Rückspeisung" im Sommer verringert diesen.


    Bedenken muss man dabei, dass die Tiefensonde im Sommer (also z.B. zur Warmwasserbereitung) gegenüber dem Flachkollektor den Nachteil hat, dass die Temperatur in 100m Tiefe im Sommer wie im Winter identisch ist, weil eben keine "Aufwärmung" von oben stattfindet. Statt dessen bildet sich über Jahre/Jahrzehnte ein "Temperaturtrichter" um die Sonde, dessen Entwicklung durch den jährlichen Entzug definiert ist. Da es hier um eine gewaltige Menge Gestein geht, werden ein paar 100 KWh Wärme natürlich nicht dazu führen, dass die Umgebung der Sonde wesentlich wärmer wird.


    Viele Grüße,


    Jan

  • Nochmal ein kleines Zwischenfazit nach knapp 2 Wochen (11 Tage, 27.07 - 07.08) Betrieb.


    Angabe laut Wärmpepumpe:

    61kWh elektrische Engerie verbraucht, um

    291kWh Kühlenergie zu erzeugen.


    Das entspricht einer AZ von 4,7.

    291kWh in 11 Tagen = ca. 1,1 kW Kühlleistung

    Fairerweise müsste man 3 Tage abziehen, an denen nicht gekühlt wurde aufgrund Feuchtigkeit

    291kWh in 8 Tagen = 1,5kW Kühlleistung


    Das entspricht ungefähr 1/2 Klima-Splitgerät, das 24/7 durchläuft.


    Zum Effekt: der ist für mich eigentlich erwiesen - klar ist es immer schwierig, mal man nie weiß wie wäre es ohne aktivierter Kühlung.



    die beiden grünen Linien sind Raumtemperatur meines großen, offenen Wohnbereichs im EG. Praktisch nur Fliesen.

    die dünne blaue Linie ist die Luftfeuchtigkeit im Wohnbereich, leider ist die Legende nicht lesbar.

    Gelb ist AT.

    Rot, orange und blau sind Temps im Heizkreis, Türkis ist die Kompressorleistung.

    rot = VL, blau = RL, orange = Puffertemp. unten.


    Was kann man erkennen:

    Mit Aktivierung der Kühlung am 27.07 sinkt die RT im Wohnbereich trotz täglicher AT-Max > 30° sogar etwas. Im OG bleibt sie konstant.

    Am Donnerstag gabs ein Gewitter mit entsprechenden Anstieg der r.F., woraufhin die Kühlung nicht mehr lief.

    Deutlicher Anstieg der RT trotz gar nicht mehr so extremer AT.


    Dann die kühle Nacht 05-06.08 - AT 15°. Ich habe alle Fenster aufgerissen, die RT ist runter und auf die r.F.

    Die Kühlung ist wieder angesprungen.

  • auch nicht mehr, weil im April/Mai/Juni keine Kühlung erforderlich war?!

    Und wahrscheinlich nach dem Ende dieser Hitzeperiode mit nächtlichen Temperaturen um 20° auch nicht mehr nötig ist.


    die ~25€ was es dieses Jahr also vielleicht werden, kann man auch locker bei einem Besuch in der Eisdiele lassen...

  • 8 Tage 61 kwh

    Das sind rd. 8 kWh / Tag und dürften bei einem Wärmepumpentarif damit etwas weniger als 2,- € / Tag bedeuten. Bei vielleicht 30 Kühltagen im Jahr kommt in der Summe mit 60 € schon ein nennenswerter Betrag zusammen. Aber zusätzlicher äußerer Wärmeschutz kostet auch Geld und hält als bewegliches Bauteil nur begrenzt. Insofern kann das durchaus wirtschaftlich interessant sein. Und das Jahr 2018 ist sicher kein Maßstab für ein Durchschnittsjahr.


    (verglichen mit dem Pumpenstrom einer im Bypass laufenden Erd-WP ist der Verbrauch natürlich dramatisch höher, aber die verursacht dafür wieder erheblich höhere Investitionskosten... Insofern passt das schon!)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.