Stösse der Holzterassen UK

  • Eine eher technische Frage zur Praxis der Holz-Unterkonstruktionen einer Terasse: Wie und wo werden die bei entsprechender Länge vorhandenen Stösse der UK Kanthölzer ausgebildet?

    - auf dem Fundament oder daneben ("fliegend", z.B. wegen Staunässe?)

    - werden die Kanthölzer verbunden? Und falls ja, zimmermannstechnisch (z.B. gerades oder schräges Blatt, waagrecht oder senkrecht? Oder ingenieurstechnisch, mit Lochblechen?


    Interessiert mich für die Zukunft auch für unsere eigene Terasse, die hoffentlich dann nächstes Jahr oder so kommt (Achtung: dann vermutlich DIY), jetzt aber eher weil ich mir verschiedenste Beispiele live oder im Netz anschaue und schon alle Varianten gesehen hab...

  • Ich verarbeite Holz nur hobbymäßig..

    ich würde die Stöße auf den Fundamenten ausbilden, und zwar so, dass eine kraftschlüssige Verbindung gar nicht notwendig ist.

    Staunässe ist sowieso zu vermeiden durch entsprechendes Auflager.

  • Ich würde mir generell die Frage stellen ob Holz UK notwendig ist oder ob es nicht auch etwas "wertiger" sein kann mittels Alu-UK. Die haben passende Verbinder und sind in der Regel so konzipiert, das zwischen Diele und UK keine vollflächiges Auflager besteht. Dann muss man drehendes Holz auch nicht am natürlichen Prozess der Verwerfung hindern, in dem man es verankert ;)


    Andernfalls Stoß dort, wo auch etwas aufliegt, nicht frei im Feld. Sonst muss ja die Diele das tragen, was die UK eigentlich tragen sollte.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • da kann ich nur beipflichten. Sicher kostet die Alu-UK etwas mehr, aber wenn das Holzdeck nach 10-25 Jahren druch ist, kann ich eine Alu-UK ein zweites mal nutzen... Keine Holzterrasse hält ewig, wer nicht gerde mit 65 sein Rentnerschlösschen baut, kann sich sicher sein, da nochmal dran zu müssen.


    Weiterer Punkt der Zeitfaktor beim Aufbau. Ist halt alles schnugerade.

  • stösse, ohne verbindung der dielen miteinander, werden auf ausreichend breiter unterkonstruktion ausgeführt.


    zur unterkonstruktion .. wenn nicht schwerwiegende konstruktive gründe (zB fehlende bauhöhe, geplante unterterrassendeckvermüllung) eine holz-UK ausschliessen, ist die bei richtiger ausführung (auch für zweitbelag) bei weitem ausreichend langlebig. die ökobilanz von alu ist zwar durch hohen recycling-anteil besser geworden, aber es gibt sinnigere verwendungszwecke für aluminium. ich habe bisher keinen kosten-zeitvorteil für alu-UK gegenüber anderen lösungen (insbes. holz oder stahl) feststellen können, das liegt an den verkaufskilopreisen für strangpressprofile und an der sehr kleinteiligen verarbeitung.

  • Das Zeug was ich bis jetzt in Händen hatte war nur mit Stellbrettern in eine gerade Position zu zwingen. Empfand ich immer als Zeit raubend und nervig... Aber jeder hat da andere Präferenzen.

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  • Alu UK kommt aus zweierlei Gruneden wohl nicht in Frage:

    1.) Meine Frau will kein Alu

    2.) die aufbauhoehe ueber der alten Terasse ist 30cm bis zu 50 cm, daher wurde uns eine zweite Lage als UK unter den eigentlichen Rahmen fuer die Dielen empfohlen. Und zwei mal Alu waer dann wirklich zu viel (siehe auch Punkt 1). Klar, vermutlich kann man die 50 cm auch anders sinnvoll ueberbrucken aber mir erschienen Kanthoelzer auf kleineren Punktfundameten einfacher.

  • Die Frage waere dann, ob aus Stabilitaetsgruenden eine kreuzweise Verlegung der UK, eventuell mit zusaetzlichen Aussteifungen, nicht besser waere.

    Ich will halt die Punktfundamente nicht unnoetig gross machen, da das Zeug an den Verwendungsort nur getragen (6m Hoehenunterschied ueber Treppen und dann hinters Haus), werden kann... oder man braeuchte einen Kran, oder oder Heli (Wieviel schaffen die Amazon-Drohnen)?

  • kreuzweise Verlegung der UK, eventuell mit zusaetzlichen Aussteifungen

    ich hätte jetzt mal gemeint, da die Dielen kreuzweise liegen, brauchts keine kreuzweise UK... in meinen Augen Materialverschwendung.

    Wenn du Gewicht sparen willst mit den Punktfundamenten - dann nimm verstellbare Kunststoff-Terrassenlager. da wiegen alle zusammen weniger als eins aus Beton. Und sauber nivellieren kannste zudem. Ich fand die Dinger sehr angenehm zu verarbeiten.

  • daher wurde uns eine zweite Lage als UK unter den eigentlichen Rahmen fuer die Dielen empfohlen.

    Verstehe ich nicht. Die 2 Kreuzungspunkte sind statisch nicht so toll. Hast du mal ein Foto von dem jetzigen Zustand?

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  • Alu UK kommt aus zweierlei Gruneden wohl nicht in Frage:

    1.) Meine Frau will kein Alu

    Wir haben da eine klare Kompetenzteilung:

    Meine Frau ist für die Schönheit, also für alles was man sieht, fühlt, schmeckt und riecht zuständig und ich für das Konstruktive. Damit sind wir immer gut gefahren.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Naja, ist nicht 100 % ideologisch, aber wir versuchen im wesentlichen auf Kunststoff zu verzichten, wenn moeglich. Das selbe gilt fuer Alu. und wenns halt nicht geht, dann wird auch Alu verbaut. Hier sehe ich aber noch nicht ganz die Notwendigkeit....

    Meine Frau ist Anhaengerin eines schlanken Materialsortiments... Und da ziehen wir eben Stahl, Beton/Stein und Holz vor. Angesichts der wilden Mischungen die wir hier tagtaeglich auch so sehen (muessen) kann ich das auch nur unterstuetzen.


    Hab mal zwei Fotos rausgesucht die die Ist Situation zeigen:





    Referenzhoehe ist die Kante der untersten Stufe, der Ablauf (tiefster Punkt) ist in Bild 1 rechts nicht mehr zu sehen, der Hoehenunterschied betraegt dort ca 42 cm. Ach ja, das ganze wird so hoch da wir aus der Terassentuer eben raus laufen wollen...

  • Wat ist unter der Terrasse?

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  • lange wird die UK bei der Einbausituation nicht halten. Tropenholz ist wahrscheinlich dann genauso pfui wie Imprägnierung?


    Welches Holz solls werden?


    PS: die UK und die Lager werdet ihr nicht sehen...

  • Unter der Terasse (Schichtfolge von oben nach unten, soweit aus bisherigem Rueckbau bekannt: Waschbeton, 2-4 cm Sand, Betonplatten, 2-4 cm Sand, wahlweise gewchasener boden und /oder Bauschutt Aufschuettung.


    Tropenholz waere eher schwierig. In Frage kommen eher heimische Hoelzer. Das Holzdeck ist aber an zwei Seiten (teilweise) offen, zwecks Belueftung

  • Ich halte Holz dafür ja immer noch ungeeignet aber nimm dann was in Richtung Lärche/ Eiche. Fichte u. Tanne ist eher ungeeignet. Den alten Plunder raus und dann Punktfundamente. Ich würde mir ja n Erdbohrer dafür leihen. Großes KG Rohr als Schalung und dann Füße zum Verstellen. Zum Rand Luft lassen mittels Lochblech oder ähnlichem.

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  • Was spricht gegen einen mineralischen Belag? Holz möchte luftig liegen, nicht in einer Senke!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Gegen einen mineralischen Belag sprechen die schieren Massen an Material die dorthin zu bewegen waeren. Richtig gemacht inkl. abtragen und Auskoffern mussen hier einige (zehn) Tonnen ab und wider hin transportiert werden. Und wie anfangs mal erwaehnt geht das nur haendisch, ich bekomm kein schweres Geraet an die Stelle. Muesste schon ein grosser Autokran her, der mir alles uebers Haus (17m Ausladung) transportiert. Kostenmaessig kann ich fuer den Aufwand wahrscheinlich ein paar Holzdecks bauen.


    Moeglichst eben aus der Terassentuer heraus, da das ganze weitgehend behindertengerecht sein soll (ist aber nicht fuer nen Rolli ausgelegt). Mir ist klar dass die Anschlusshoehen dafuer nicht optimal sind, aber mit Rinne und groesstenteils Ueberdachung durch den darueberliegenden Balkon kann man zumindest gegensteuern, oder?

  • dir ist bewusst, dass du mit entsprechend dauerhaftem Holz mit massiver UK und Betonfundamenten auch ne Menge Material transportieren musst?


    Gewichtsoptimierteste Bauweise wäre Kunststofflager, Alu-UK + WPC Hohlkammerdiele.


    Mögen mich die Experten zerreißen - könnte man die Höhendiff. mit Glasschaumschotter auffüllen und darauf dann einen Plattenbelag... ?

  • jepp, das weiss ich, alles wird irgendwann schwer. Evtl. ist dass ja am Ende des Tages doch noch ein gutes Argument fuer Kunststoff und Alu UK. WPC geht halt gar nicht, weder ideologisch, noch praktisch (zu heiss), ausserdem sieht's ... aus.


    Hab halt grad erst 6 t Erde hochgetragen, da wir die Terasse verkleinert haben und dementsprechend Material erst wegtragen, und anschliessend anderes Schuettgut wieder hochtragen mussten. Das brauch ich dann nicht sooo oft.


    Mal was anderes, mir gefaellt eigentlich die Idee den alten Belag zu erhalten, damit das Wasser auch seinen Weg wie bislang in den Gully findet und nicht irgendwo einfach versickert, bzw. das aufgrund des Lehmbodens dann nicht tut und sich einen neuen Weg z. B. in unseren Keller aus nicht abgedichtetem Einkornbeton sucht. Ist das sinnvoll, oder habe ich hier einen Denkfehler drin?

  • nebeneinander? übereinander?

    frostsicher oder lebendig mit hebungen/setzungen?


    je nach bauherrlicher genügsamkeit und den lokalen gegebenheiten kann es reichen, die holz-uk mit robusten querschnitten a bissi aus der wasserebene rauszuheben - dafür können ein paar mörtelbatzen, meinetwegen auch mörtelsäcke, reichen.

  • alles uebereinander, liegt so seit 40 Jahren, da lebt nix mehr, auch keine Hebungen etc (zumindest die letzen 6 Jahre). Allein von der Aufbauhoehe aber per Definition nicht frostsicher. Genuegsam sind wir... Will nur keinen grossen Mist bauen, und noch weniger bauen lassen.


    Die Ueberlegungen gingen bisher in die Richtung Kantholz >= 90x90 als UK punktweise auf Beton, plus eventuell 2. Lage UK 40x70 (wurde uns aufgrund der Aufbauhoehe empfohlen)

  • Kantholz >= 90x90 als UK punktweise auf Beton, plus eventuell 2. Lage UK 40x70

    klingt nach baumarkt .. muss ja ned schlecht sein, geht aber auch anders (und der sinn von 40x70?)

    dickere querschnitte führen zu deutlicher arbeitsersparnis, erfordern mehr höhe und weniger fundamente .. und die mehrkosten sind marginal, erst recht im vergleich zu industrialisierten plastiklösungen mit 4-stufiger abschöpfungskette