Schallbrücke entstanden?

  • Hallo,

    wir kaufen einen ETW in einem Neubau und haben bei der Elektroplanung auch einen Bodentank planen lassen. Dieser ist nun an der falschen Stelle und muss umgelegt werden. Der Estrich wurde bereits gegossen und die Fußbodenheizung verlegt.

    Laut Bauträger ist dies aber alles kein Problem. Aber ich denke das sagen die zu einem Laien immer...

    Nun bekam ich den Hinweis zu überlegen, ob ggfls durch das Umlegen des Tanks eine Schallbrücke entstehen könnte. Kann mir dazu jemand etwas sagen?

  • Nana_HH

    Hat den Titel des Themas von „Schallbrücke entstanden“ zu „Schallbrücke entstanden?“ geändert.
  • Elektroplanung und Bodentank?

    Was ist ein Bodentank? Meinst Du einen Warmwasserspeicher?

    Sollte der auf den Rohbetonboden gestellt werden? Jetztauf den Estrich?


    Bitte mehr Informationen, damit man sich zumindest mal grob vorstellen kann, um was es da geht.


    Bedenke, wir kennen weder die Wohnung noch die Haustechnik dazu, wir können nur beurteilen, was Du schreibst, oder evtl. noch in Form von Bildern hier einstellst.

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  • Bodentank = Elektroinstallationsbox mit Endbenutzerandockmöglichkeiten bodeneben verbaut.

    Schallbrückenrisiko ist wie bei der Erstverlegung - richtig ausgeführt gibt es keine. Müssen sich alle Beteiligten entsprechend bemühen.

    Nachdenken kostet extra!

  • Genau, es geht um eine in den Boden eingelassenen Steckdose, die dann mit einem Deckel geschlossen wird.

    Da habe ich mich ggfls. etwas kryptisch ausgedrückt :)

  • Sorry, diesen Ausdruck kannte ich jetzt nicht. Danke für die Aufklärung. Unterflursteckdose oder Bodensteckdose wäre mir geläufiger gewesen.

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  • Bodentanks sind im Privatbereich eher unüblich und sitzen erfahrungsgemäß fast immer an der falschen Stelle, weil der künftige Nutzer den Platz zu solch frühem Zeitpunkt festlegen muss, an dem die finale Möbilierung noch gar nicht feststehen kann.

    Ich halte sie nur bei Doppelböden für wirklich sinnvoll und auch dort nur, wenn alle Anschlussleitungen 2 m länger als erforderlich ausgeführt werden, um ein späteres Rangieren zu ermöglichen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Nachträglicher Einbau ist nicht kritischer als vor Estricheinbau. Erfahrungsgemäß sitzen Bodentanks immer noch falscher als alle anderen Anschlüsse.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Sicher macht die FBH die Umverlegung nicht einfacher. Hier war aber nach Schallbrücken gefragt. Vielleicht beschäftigt der BT Gehirnchirurgen, die solche Eingriffe hinbekommen? ;)




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Aber der TE hat eine FBH, da kann ich mir einen nachträglichen Einbau nur schwer vostellen....

    Er hat sich aber Gedanken über eine mögliche Schallbrücke gemacht. Man kann einen Heizestrich mit gehöriger Vorsicht und vielleicht sogar nach vorheriger Infrarotkamera-Untersuchung durchaus entfernen, ohne die Heizleitungen dabei zu beschädigen. Aber da wird ja gestemmt, nicht gebohrt. Ich hatte schon mehrfach die Freude, das begleiten zu dürfen, einmal sogar bei einer Betonkerntemperierung in einer 25 cm starken Decke. Natürlich ist das Loch im Estrich deutlich größer als der einzubauende Tank, denn um die Heizleitungen ausreichend auseinanderziehen zu können, braucht es gehörig Platz. Aber was tut man nicht alles, wenn's schön macht.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Vielleicht beschäftigt der BT Gehirnchirurgen, die solche Eingriffe hinbekommen? ;)

    Würde da eher an den Orthopäden denken. Wobei, Schädeldecke, Neurochirurg passt schon!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Bodentank nachträglich verschieben ist erstmal technisch kein Problem (bei FB-Heizung würde ich dann aber sagen, dass der Aufwand schon beträchtlich ist!).


    Über den Sinn oder Unsinn von Bodentanks kann man trefflich streiten. Ich halte sie für wenig sinnig.


    Habe gerade selber einen BH, dem nach so einem Teil in der Nähe des späteren Esstischs der Sinn stand. Wo der Anschluss dann später wirklich benutzt werden würde und für was (Raclette?) war im Vorfeld natürlich kaum zu sagen. Ich riet ihm (erfolgreich!!!) darauf zu verzichten und lieber ein oder zwei mehr Steckdosen in der nahe gelegenen Wand mehr vorzusehen.

  • Aber der TE hat eine FBH, da kann ich mir einen nachträglichen Einbau nur schwer vostellen....

    Der Einbau könnte zumindest spannend werden. Neben den FBH Rohren die man umverlegen muss, muss die Bodensteckdose ja auch mit einer Leitung versorgt werden. Liegt die Bodensteckdose irgendwo in Wandnähe, dann kann man sich die gleich sparen, liegt sie irgendwo mitten im Raum, dann muss man für die Leitung erst einmal einen Weg finden, ohne den ganzen Estrich öffnen zu müssen.


    Liegen die alte Position x und die neue Position y relativ nahe beieinander, dann kann man versuchen, die Leitung im Bodenaufbau (Dämmlage unter dem Estrich) zu verziehen. Dazu müsste man aber zuerst einmal wissen, wie der Bodenaufbau im Detail aussieht. Mutige Zeitgenossen schlitzen den Estrich und produzieren damit eine Sollbruchstelle.


    Wegen der Schallbrücke, da bin ich bei PeMu.


    Schallbrückenrisiko ist wie bei der Erstverlegung - richtig ausgeführt gibt es keine. Müssen sich alle Beteiligten entsprechend bemühen.

    Die Box für die Bodensteckdose hat eine Tiefe von etwa 60mm, sie ist somit kaum tiefer als der Estrich bei FBH hoch ist (16mm Rohr + 45mm Überdeckung = 61mm). Eine Schallbrücke ist somit schwer vorstellbar.


    Ob man so ein Teil wirklich braucht? Ich weiß nicht. Ich kenne die Dinger eher aus dem industriellen Umfeld, in großen Hallen oder größeren Büros. In meiner Halle habe ich 3 Reihen mit jeweils 8 oder 9 Bodensteckdose (jeweils 4 x Schuko + 1 x CEE pro Box). Das ist eine Alternative, um nicht so viele Leitungen über Trassen an der Decke führen zu müssen. Genutzt wurden die in den letzten 20 Jahren so gut wie nie.


    Zuhause wüsste ich jetzt nicht, wie ich so eine Bodensteckdose sinnvoll nutzen sollte, da die Raumgrößen ja eher überschaubar sind, und man Sitzgelegenheiten nicht immer mitten im Raum platziert. Sollte man irgendwann auf die Idee kommen, die Möbel umzustellen, dann sitzt die Bodensteckdose sowieso mit hoher Wahrscheinlichkeit am falschen Platz. Zudem sind die Räume in den meisten Fällen ja so geplant, dass sich eine bestimmte Anordnung der Möbel ergibt (Fenster, freie Wandflächen, Durchgänge, Türen etc.).

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  • Dann werden die Leitungen an einem "Kabelkanal" am Tischbein hochgezogen. Im industriellen Umfeld spielt Optik jetzt nicht so die Rolle. Solche Lösungen sind besser als wenn jeder seine 25m Kabeltrommel quer durch die Halle zieht (Stolpergefahr).

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  • Für ein einzelnes Kabel reicht ein Forstnerbohrer. :D


    Aber ein mittiges Loch....mitten in der Tischplatte? Dann muss man beim Schreiben ja immer um das Kabel herum schreiben. :lach:

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  • Im industriellen Umfeld spielt Optik jetzt nicht so die Rolle. ...

    Auch da sind Bodentanks meist nicht erste Wahl. Hochstehende Klappen sind Stolperstellen, ein umgekippter Wischeimer verursacht eine mittlere Katastrophe und das Rumkriechen unter Tischen, um den Laptop für die Präsentation anzuschließen ist im Nadelstreifen ziemlich entwürdigend.

    In Werkstätten, Laboren etc. favorisiere ich hängende Steckdosenwürfel an Kabelpritschen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • und das Rumkriechen unter Tischen, um den Laptop für die Präsentation anzuschließen ist im Nadelstreifen ziemlich entwürdigend.

    Kann ich bestätigen! Ich war bei einem Mandanten und brauchte eine Steckdose (im Besprechungsraum) und LAN-Anschluss. Natürlich Bodensteckdose irgendwo unterm Konferenztisch, ich durfte also abtauchen.

    Meine Damen: dies ist der Grund warum man im Business Umfeld nicht allzu kurze Röcke tragen sollte...

    The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
    - John Maynard Keynes -

  • Die Bodensteckdosen sind für ständiges ein- und ausstecken weniger geeignet, das ist richtig. Eher für die dauerhafte Versorgung von Arbeitsplätzen, die sich mittig in einem Raum befinden (sei es Steckdose oder Netzwerk oder...).


    Ich könnte mich jetzt nicht daran erinnern, wann bei uns das letzte Mal eine Bodensteckdose genutzt wurde. Die meisten Arbeitsplätze befinden sich sowieso im Randbereich der Halle, oder sie werden "über die Decke" versorgt. In den Büros ist es sowieso kein Problem, wir haben ja keine Großraumbüros.


    Zuhause hat man in den Wohnräumen fast immer eine Steckdose quasi in "Griffweite", und so lange meine Frau nicht auf die Idee kommt, und Backofen und Kochfeld mittig in die Küche verlagert, reichen die Anschlüsse an den Wänden problemlos aus.


    Aber was soll´s, es ist nicht meine Entscheidung, ob jemand eine Bodensteckdose möchte. Für meinen Geschmack wirken die in einem Wohnraum optisch eher störend. Es mag aber Konstellationen geben, bei denen eine Bodensteckdose auch sinnvoll genutzt werden kann.

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  • Dafür gibt es sowas...

    Im gewerblichen Bereich eine akzeptable und praktikable Lösung, in Wohnräumen für meinen Geschmack nicht. Meinen privaten Bauherrn brauche ich das jedenfalls nicht zu zeigen

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Mit Bodensteckdosen hatte ich zuletzt in einem Bürohaus zu tun. Ist aber schon viele Jahre her. Seitdem hat sich die Bürolandschaft verändert und mir sind kaum noch solche Dinger untergekommen. Im Privathaushalt noch nie. Verrückt man Schreibtische und will die Bürolandschaft verändern, kann man die Bodensteckdosen vergessen, weil dann alles im Weg ist, wie skeptikers Bilder schön verdeutlichen. Bei jedem Neumieter des Büros muss man dann auch den Boden umbauen.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Das Problem, auch schalltechnisch, dürfte nicht die Verlegung des Tanks sein, sondern das Verlegen der Zuleitung.

    Wie bitte soll das Leerrohr, oder die Leitung von A nach B verschoben werden? Durchbohren nach unten? bei einer ETW?

    Grüsse Peter