Klick-Laminat /-Vinyl / -Kork etc. mit HDF-Träger durchgängig über mehrere Räume verlegen?

  • Hallo zusammen,


    können/dürfen Klick-Laminat /-Vinyl / -Kork etc. mit HDF-Träger schwimmend durchgängig über mehrere Räume verlegt werden oder müssen an den Türen Dehnfugen gemacht werden? Im Estrich sind Dehnfugen in den Raumübergängen vorhanden. Müssen diese auch bei schwimmender Verlegung übernommen werden? Habe es nun schon bei mehreren Leuten gesehen, dass durchgängig verlegt worden ist, allerdings weiß ich nicht, ob Dehnfugen im Estrich vorhanden sind.


    Gibt es hierzu Vorschriften etc.?

    Vielen Dank

  • Ohne jetzt nach Normeb zu suchen, schau mal in die Verlegeanleitung, was dort zu max. Länge, Fläche etc. steht.


    2 schwimmende Flächen über den Flaschenhals Türdurchgang miteinander verbinden, halte ich für keine gute Idee. Die beiden Flächen bewegen sich unterschiedlich, und an der Schwachstelle "Türdurchgang " kann und wird sich das bemerkbar machen. Im einfachsten Fall zieht es "nur" die Fugen auseinander, ďer Boden im Durchgang kann sich aber genau so gut wölben, oder gar brechen.

    Dafür genügen bereits wenige Millimeter die die Flächen gegeneinander laufen.


    Man könnte nun spekulieren, ob eine sehr kleine angebundene Fläche die Bewegung mitgehen kann, bei normalen Raumgrößen würde ich das ausschließen.


    Zudem kann es aus optischen Gründen sinnvoll sein, am Durchgang die Verlegerichtung zu ändern, beispielsweise bei einer Tür in einen schmalen Flur.


    Denkbar wäre ein Verzicht auf eine Fuge vielleicht noch bei 2 großen Räumen mit sehr breitem Durchgang. Da wird dann aber sehr wahrscheinlich die max. Länge/Fläche gem. Verlegeanleitung missachtet.


    Also ohne in eine Norm geschaut zu haben, würde ich nur in Ausnahmefällen durchverbinden, also durch eine Engstelle hindurch verlegen. Man glaubt nicht, welche Bewegungen und Kräfte in so einem schwimmenden Bodenbelag auftreten können.

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  • Dass Fugen im Türdurchgang im Estrich auch im schwimmenden Fußbodenbelag übernommen werden, erscheint durchaus sinnvoll. Aber warum sieht, hört, liest man immer wieder darüber, dass ich durchgängig verlegt werden kann? Gehe viele das Risiko von Rissen ein? Habe nun mal beim Hersteller Parador nachgefragt, wie es bei Vinyl mit HDF-Träger ist. Laut Email-Antwort ist eine durchgängige Verlegung möglich, allerdings sollten dann die Kopfkanten verleimt werden. Der Ratgeber vom Hersteller sagt allerdings etwas anderes aus, dort sind Fugen bei Türdurchgängen nötig.

    Also ich habe kein Problem mit den Übergangsschienen o.Ä. aber interessieren tut es mich trotzdem, warum es oft durchgängig verlegt wird. Oder was die Erfahrungen der Profis hier sind.

  • aber interessieren tut es mich trotzdem, warum es oft durchgängig verlegt wird.

    Weil sehr oft die Verleger keine Ahnung haben von dem was sie machen!

    Manchmal haben sie Glück und manchmal nicht, was dann genauso für den Kunden gilt.


    Je nach System liegen die zugelassenen Gesamtlängen bei bis zu 10 meter.

    Den Ausschlag dafür macht aber (wie R. B. schon geschrieben hat) die Materialbeschaffenheit.

    Unterschiedliche Hersteller = unterschiedliche Angaben. MDF/HDF ist da noch empfindlicher als Homogen-Klickware.


    Die Frage ist, ob es bei diesen Strecken überhaupt noch möglich ist, den längenabhängigen Bewegungsabstand zur Randfuge einzuhalten, und wenn, kann diese Fuge dann überhaupt noch von einer Sockelleiste abgedeckt werden.


    Das beinhaltet aber noch lange keinen Fortgang an der Türe.


    Darum machen wir aus Prinzip an jeder Türe eine Übergangsschiene.

    Gruß Werner :)