Verbundabdichtung im Bad -- wasserdichte Entkopplungsbahn?

  • Hallo Forum,

    im Bad wurde anlässlich Renovierung ein Trockenestrich mit FBH verlegt.

    Welche Entkopplungsbahn lässt sich zur Verlegung auf den Fermacell-Platten vor dem Verfliesen empfehlen?

    Es gibt sogar ein komplett selbstklebendes System von BL*NKE.

    Danke für Tipps oder Erfahrungswerte!

  • Welchen Sinn hat die Entkoppelungsbahn? Wie heißt das System? Namen dürfen hier genannt werden, Produkte allerdings nicht bewertet werden.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • kommt von dir jemals auch was anderes als doofe Rückfragen?

    Nein, bei Dir jetzt nicht mehr!


    (Bei Weitem nicht alles, was Du nicht sofort verstehst, ist "doof"! Deshalb die Bitte um Erläuterung, was weshalb wovon entkoppelt werden soll. Bei einem richtig verlegten Trockenestrich ist eine Entkoppelung des Fliesenbelages nicht erforderlich. Einige Trockenestrichsysteme müssen nicht einmal flächig abgedichtet werden, Fermacel aber schon. Aber entkoppel mal schön, ich frage nicht mehr!)


    :closed:

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • bitte sehr darum.

    jetzt versuche ich mal herauszufinden , was du eigentlich möchtest :


    a)eine emfehlung für etwas , das bei dir nicht zutrifft/nicht passt?

    b)eine empfehlung , egal ob es passt oder nicht ?

    c)oder etwas für dein problem passendes ?



    es ist nämlich so , das fragen die du nicht verstehst nicht automatisch doof sind .


    dein umgang damit ist es

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Fermacell schreibt selbst anscheinend keine Abdichtungsbahn im Bad vor:

    https://www.ausbau-schlau.de/verarbeitung


    Es genügt das Fermacell-Abdichtungssystem (sowie Dichtbänder und -formteile in den Ecken):

    Zitat

    Das fermacell Abdichtungssystem darf uneingeschränkt in der Feuchtigkeitsbeanspruchungsklasse A0 [mäßige Beanspruchung durch Spritzwasser] eingesetzt werden.

    Bei dem fermacell Abdichtungssystem handelt es sich um eine Verbundabdichtung, bestehend aus dem fermacell Tiefengrund, der fermacell Flüssigfolie (Polymerdispersion) und dem fermacell Flexkleber (Dünnbettmörtel).

    Da wir aber auch noch großformatige Fliesen am Boden verlegen wollen, tendiere ich sicherheitshalber zu einer (zusätzlich entkoppelnden) Abdichtungsbahn wie z.B. der 0,7 mm dicken weber.tec 826.

  • Ich stell hier mal meine Verbundabdichtung zur Dispension.



    Danke für Meinungen, ob das Overkill oder angemessen erscheint.

  • Da ich anderswo weise Worte von R.B. las:

    Eine Fliesen Entkopplungsmatte kommt, wie der Name schon vermuten lässt, unter die Fliesen. Dadurch soll der starre Fliesenbelag vom Unterbau entkoppelt werden. Gerade bei einem Heizestrich ist mit Bewegung zu rechnen.

    Aus dem Bauch heraus würde ich mich für eine Entkopplungsmatte entscheiden, da ich mir bei dem o.g. Aufbau nicht sicher wäre, ob dieser nicht doch etwas federt oder sich sonst bewegt. Die Fußbodentemperierung wird vermutlich über die RTL Box an den Heizkreis angeschlossen, was dazu führt, dass bis zum Reagieren des Ventils Heizwasser mit hoher Vorlauftemperatur in die Fläche gepumpt wird. Je nachdem wie der vorhandene Heizkreis ausgelegt wurde, reden wir hier über Temperaturdifferenzen von 30K, die so eine dünne Ausgleichsschicht schon ziemlich stressen, und für Bewegung sorgen können.

    Da sollte sich dann wirklich nichts bewegen, gar nichts, und das ist bei diesem Aufbau halt nicht ausgeschlossen. Eine Entkopplung des Fliesenbelags könnte dem zumindest ein klein wenig entgegenwirken.

    ...erscheint mir vorliegend (Trockenestrich und FBH und XXL-Fliesen) die Abdichtung nicht nur mit Flüssiggummi (wie von Fermacell vorgeschreiben), sondern mit einer entkoppelnden Abdichtungsmatte weiterhin ratsam. Zumal der Trockenestrich durchaus auch etwas federt

  • Off-Topic:

    Das fermacell Abdichtungssystem darf uneingeschränkt in der Feuchtigkeitsbeanspruchungsklasse

    A0 [mäßige Beanspruchung durch Spritzwasser] eingesetzt werden.


    Off-Topic:

    ...erscheint mir vorliegend (Trockenestrich und FBH und XXL-Fliesen) die Abdichtung nicht nur mit Flüssiggummi (wie von Fermacell vorgeschreiben), sondern mit einer entkoppelnden Abdichtungsmatte weiterhin ratsam. Zumal der Trockenestrich durchaus auch etwas federt


    Die Herstellerangabe kann man getrost vergessen, da die Feuchtebeanspruchsklasse A0 noch aus der RiLi " Verbundabdichtungen " kommt und für die Abdichtung von Bädern seit 7/2017 die aRdT in der DIN 18 543 gelten. Die Angabe von PCI ist also durch die neue Normenreihe überholt. Das gezeigte Bad war im Übrigen auch nach der RiLi nicht A0, sondern A0-2.


    Das gezeigte Bad unterliegt hinsichtlich der bodengleichen Dusche mit Duschabtrennung der Wassereinwirkungsklasse W2-1 nach DIN 18 534-1 iVm Anhang A, Beispiel e), womit nach Abschnitt 6.2 der DIN 18 534-1 die Verwendung gipshaltige Fermacell-Platten als Verlegeuntergrund am Boden der bodengleichen Dusche ausscheiden.


    Das Erfordernis einer Trennlage wird in der DIN 18 534-1, Abschnitt 4.5, nur dann als " gegebenenfalls erforderlich " angeführt, wenn die Abdichtung direkt auf einer hierfür geeigneten Dämmschicht angeordnet wird. Hier nicht der Fall, da eine harte, plattenförmige Lastenverteilungsschicht vorgesehen ist, die aber am Boden der Dusche nicht geeignet ist.


    AIV-B ist nach Teil 5 vollflächig haftend mit Klebstoff oder Mörtel auf dem Verlegeuntergrund zu verkleben, womit sich eine " Entkopplung " erledigt. Bei AIV-F ist die Abdichtung ebenfalls vollflächig auf der Lastenverteilungsschicht aufzubringen.


    " Federn " aufgrund der Trittschalldämmung unterhalb des Trockenestrichs ist nur in engen Grenzen zulässig, weil anderenfalls die Gefahr des Abrisses der Boden-Wand-Anschlüsse und des Anschlusses am Bodenablauf droht. Es ist also eine geeignete, druckfeste Trittschalldämmung zu verwenden, die das " Federn " weitgehend unterbindet ( Abschnitt 4.5 der DIN 18 534-1 ).


    An der Badezimmertür sind gegebenenfalls die Vorgaben im Abschnitt 8.5.5 zu beachten.


    Im Übrigen zählt der TE unterschiedliche Abdichtungsarten ( AIV-F und AIV-B ) auf und wirft diese durcheinander. AIV-F und B sind in der DIN unterschiedlich geregelt.


    Da der TE aber eh alles besser zu wissen meint, mag er sich beim Beuth-Verlag die Normenreihe besorgen und dort sein " Problem " nachlesen und klären.

  • tja , Eric , ich glaube , das alles interessiert den TE nicht .

    Im Übrigen zählt der TE unterschiedliche Abdichtungsarten ( AIV-F und AIV-B ) auf und wirft diese durcheinander.

    er hat eine klare vorstellung davon , wie er es falsch machen will , nur möchte er wissen , womit :D

    Da der TE aber eh alles besser zu wissen meint,

    genau das ist sein problem ........


    siehe #8 und seine reaktion darauf .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Now we're talking. Klartext. Daumen hoch

    Das fermacell Abdichtungssystem darf uneingeschränkt in der FeuchtigkeitsbeanspruchungsklasseA0 [mäßige Beanspruchung durch Spritzwasser] eingesetzt werden.

    Die[se] Herstellerangabe kann man getrost vergessen, da die Feuchtebeanspruchsklasse A0 noch aus der RiLi "Verbundabdichtungen" kommt und für die Abdichtung von Bädern seit 7/2017 die aRdT in der DIN 18 543 gelten. Die Angabe von PCI ist also durch die neue Normenreihe überholt. Das gezeigte Bad war im Übrigen auch nach der RiLi nicht A0, sondern A0-2.

    Geht klar.

    Das gezeigte Bad unterliegt hinsichtlich der bodengleichen Dusche mit Duschabtrennung der Wassereinwirkungsklasse W2-1 nach DIN 18 534-1 iVm Anhang A, Beispiel e), womit nach Abschnitt 6.2 der DIN 18 534-1 die Verwendung gipshaltige Fermacell-Platten als Verlegeuntergrund am Boden der bodengleichen Dusche ausscheiden.

    Ich bin zwar doof, aber nicht ganz doof.
    Am Boden der bodengleichen Dusche sind natürlich keine Fermacell-Platten. Dort ist ein Fertig-Duschelement à la Saxoboard.

    Das Erfordernis einer Trennlage wird in der DIN 18 534-1, Abschnitt 4.5, nur dann als "gegebenenfalls erforderlich" angeführt, wenn die Abdichtung direkt auf einer hierfür geeigneten Dämmschicht angeordnet wird. Hier nicht der Fall, da eine harte, plattenförmige Lastenverteilungsschicht vorgesehen ist, die aber am Boden der Dusche nicht geeignet ist.

    Dito, am Boden der Dusche ist das Fertig-Duschelement.

    AIV-B [bahnenförmiger Abdichtungsstoff im Verbund mit einer Nutzschicht aus Fliesen- und Platten] ist nach [DIN 18534] Teil 5 vollflächig haftend mit Klebstoff oder Mörtel auf dem Verlegeuntergrund zu verkleben, womit sich eine "Entkopplung" erledigt. Bei AIV-F [flüssig zu verarbeitender Abdichtungsstoff] ist die Abdichtung ebenfalls vollflächig auf der Lastenverteilungsschicht aufzubringen.

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    Ich verweise jedoch auch auf die Zitate von R.B. weiter oben.

    "Federn" aufgrund der Trittschalldämmung unterhalb des Trockenestrichs ist nur in engen Grenzen zulässig, weil anderenfalls die Gefahr des Abrisses der Boden-Wand-Anschlüsse und des Anschlusses am Bodenablauf droht. Es ist also eine geeignete, druckfeste Trittschalldämmung zu verwenden, die das" Federn" weitgehend unterbindet (Abschnitt 4.5 der DIN 18 534-1).

    Gut.

    An der Badezimmertür sind gegebenenfalls die Vorgaben im Abschnitt 8.5.5 zu beachten.

    OK, insbesondere wohl "im Bereich von Türen und Zugängen ist die Abdichtung auch in den Leibungen hochzuführen".
    Gleich noch mal +2 Vlies-Außenecken in den Warenkorb leg. Ansonsten noch den Übergang in den Flur nach den AaRdT.

    Da der TE aber eh alles besser zu wissen meint, mag er sich beim Beuth-Verlag die Normenreihe besorgen und dort sein " Problem " nachlesen und klären.

    Danke, ist nach Deinen obigen erschöpfenden Ausführungen wohl nicht mehr nötig. So muss dass. Forumsbauleitung 👷 at it's best.


    Ich schließe insgesamt, dass auf der Bodenfläche (minus Duschenboden, s.o.) entweder mit AIV-F oder mit AIV-B abgedichtet werden kann. Da mir hiervon B auf der sicheren Seite erscheint, werde ich diesbezüglich weiterhin zu einer Bahn tendieren.


    Gruß

  • PS:

    Die Herstellerangabe [von Fermacell zur Verbundabdichtung] kann man getrost vergessen

    Auch was Fermacell hier noch empfielt (Wannenabdichtung ohne Dichtband) ist ja offensichtlich nicht mehr zeitgemäß bzw. zulässig.

  • So genial wie das selbstklebende Blanke-System erscheint, so teuer ist es auch mit ca. € 23/m². Zudem würde mir auch noch etwa die Hälfte der teuren 30m-Rolle übrigbleiben. Ist daher raus aus der Überlegung.


    Die Entscheidung fällt voraussichtlich für die weber.tec 826 Dicht- und Entkopplungsbahn. Diese ist 1,2mm dick (PCI Pecilastic W Abdichtungsbahn zum Vergleich 0,5mm). Da wir großformatige Bodenfliesen (evtl. bis zu 120cm Kantenlänge) verlegen wollen, wäre auf den bereits eingebauten fermacell Estrich-Elementen lt. Fermacell-Vorschrift eine zusätzliche 10mm fermacell-Platte zu verlegen (was wg. der bestehenden Anschlusshöhen nicht geht).

  • ...bzw. wahlweise die BEHA Abdicht- und Entkopplungsbahn ABE15 mit sehr ähnlichen Eigenschaften wie die vorgenannte weber.tec 826. Die ABE 15 gibt es auch in 10m²-Rollen, was besser zu der vorliegenden kleinen Fläche passt.

  • Siehst Du; wenn Du Dich anstrengst, gibtst Du Dir selbst die Antworten. Macht ja sonst auch keiner. Und obs fachgerecht ist oder grosser Murks, interessiert Dich ja nicht.

    Selbst die Sanierungs- und Renovierungssendungen div. privater Fernsehsender sind gegen Deine AUsführungen ja ein Muster an Einhaltung der Fachregeln.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Ja, gell. Wenn alle einfach DIN-gerecht planen würden, dann hätte Deiner Einer ja gar nichts mehr zu tun.

    Macht ja sonst auch keiner

    Nach RA Eric's umfassenden Ausführungen blieb ganz im Gegenteil keine Frage mehr offen.

  • Keines der genannten Produkte ist eine Entkoppelungbahn! Alle sind reine Verbundabdichtungen.

    warum ist die Pecilastic W keine Entkopplungsbahn ?


    ...Verformbar,

    gleicht Spannungen, Untergrundverformungen, Temperaturschwankungen und Erschütterungen aus.

    ...Rissüberbrückend,

    hohe Sicherheit auch bei nachträglich auftretenden Untergrundrissen.