Äußere Abdichtung unter Eingangs- und Terrassentüren

  • Hallo liebe Experten,


    wir stehen kurz vor der Abnahme unseres Hauses in 2 Wochen und benötigen fachmännischen Rat.


    Zum Sachverhalt

    Am 08.12.17 wurden in unseren damaligen Rohbau die Fenster und Türen eingebaut. Seit dem sah alles recht gut aus, bis in den letzten 3 Wochen die Temperaturen auf 30 Grad und höher angestiegen sind. Die unter den Türen angebrachten Folienbahnen haben bei den Temperaturen ihren Halt verloren haben und lösten sich von Tag zu Tag ein Stück mehr. (siehe Bilder im Anhang) Der Bauleiter des Bauunternehmens meinte, es werden noch neue Bahnen angebracht, bevor das Haus übergeben wird.

    Die Skizze im Anhang zeigt die mit dem Bauunternehmer vereinbarte Abdichtung und Dämmung des Sockels. Diese wurde auch überall wie skizziert hergestellt. Nur die Türen (Haustür, Garagentür und die 2 Terrassentüren) wurden ausgespart.


    Für mich ergeben sich jetzt mehrere Fragen:

    1. Ist das nachträglich Anbringen der Folien fachgerecht?

    2. Hätten die Folien bereits beim Einbau der Türen unter den Türen, nach außen verlegt werden müssen?

    3. Wenn der Bauunternehmer neue Folien wieder angebracht hat vorauf muss ich achten um beurteilen zu können, ob die Folien fachgerecht angebracht sind?

    4. Wie kann ich verhindern, dass die Folien bis zur Herstellung des Eingangspodestes und der Terrasse nicht mehr abrutschen? Im schlimmsten Fall wird beides (Podest und Terrasse) erst im nächsten Jahr umgesetzt.


    Gern lade ich auch noch ein paar Nahaufnahmen hoch, wenn gewünscht.


    Vielen herzlichen Dank vorab.

    Torsten

  • Moin,


    und herzlich willkommen.

    1. Ist das nachträglich Anbringen der Folien fachgerecht?

    Nein



    2. Hätten die Folien bereits beim Einbau der Türen unter den Türen, nach außen verlegt werden müssen?

    Richtigerweise hätte die auf der Bodenplatte befindliche Bahn am Türausschnitt nach draußen und 10cm an der Bodenplatte herab geführt werden müssen. Und dann beide Folien miteinander wasserdicht verbunden.



    3. Wenn der Bauunternehmer neue Folien wieder angebracht hat vorauf muss ich achten um beurteilen zu können, ob die Folien fachgerecht angebracht sind?

    Es stellt sich eher die Frage, ob ein fachgerechtes Anbringen in dem Bauzustand überhaupt noch möglich ist oder ob man hier nur kaschieren will.



    4. Wie kann ich verhindern, dass die Folien bis zur Herstellung des Eingangspodestes und der Terrasse nicht mehr abrutschen? Im schlimmsten Fall wird beides (Podest und Terrasse) erst im nächsten Jahr umgesetzt.

    Nicht Du! Der Ersteller hat dafür sorge zu tragen. Weiter kann man hier zweifel anmelden ob so eine lange Art der Freibewitterung vom verwendetem Material schadlos überstanden wird -> Hersteller fragen.


    Das scheint mir ein typischer Fall von vermurkster Bauwerksabdichtung zu sein. Was ist überhaupt mit der Tür? Wurde die in die Bauwerksabdichtung einbezogen? Auf den Fotos sieht man das nicht. In Schulnoten ist das wohl eine glatte 6 mit Sternchen.

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  • Kalle , warum soll man nicht auf betonstirn und auf aufstockprofil abdichten dürfen?

    das ist natürlich eine frage des geeigneten materials - und die lösung für die zwickel erkenne ich nicht.

  • warum soll man nicht auf betonstirn und auf aufstockprofil abdichten dürfen?

    Das schrieb ich doch nicht oder? ;) Erst mal ist das Aufstockprofil weder vorgestrichen, noch ist die Bahn ordnungsgemäß am oberen Ende mechanisch fixiert. Noch sehe ich irgendwo die Andeutung eines EPDM-Bandes das von Fensterprofil auf die Abdichtung geht oder braucht es das nicht? ;) Dann stellt sich mir nämlich auch die Frage wie man die seitlichen Flanken des Rahmens mit der Bauwerksabdichtung verbunden hat? So, dass das erste Zufliegen der Tür nicht zum Abriss von was auch immer führt.


    Selbst wenn wir mal davon ausgehen, dass vertikal, als auch horizontal richtig die Bauwerksabdichtung hergestellt wurde. Lassen die Fotos zu mindestens den Schluss zu, dass es bei der Tür - wer hat die Gewerke koordiniert?- aufgehört hat.

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  • Hier ein Link, der auch für den Laien verständlich erklärt, wovon die Rede ist. So wie es hier bisher erklärt wurde, hilft das nämlich niemandem.


    Die Bauwerksabdichtung ist nach dem im Anhang 4 beigefügten Plan eine Dichtschlämme. Der Plan zeigt allerdings im Gegensatz zu dem Link nicht die dreidimensional zu betrachtende Situation an der Außenmaueröffnung für die Terrassentüre.


    Die Dichtschlämme war als Bauwerksabdichtung von der Stirnseite der Bodenplatte kommend bis mindestens 15 cm im fertigen Zustand (!) über OK des noch fehlenden Terrassenbelags / des fertig gestellten Erdreichs an den umlaufenden Außenwänden ( roh ) hochzuführen und an der Wandöffnung mit den seitlichen Türrahmen ( ebenfalls bis mindestens 15 cm über OK fertig außen ) hinterlaufsicher anzuschließen. Unten war die Dichtschlämme am Türstock anzuschließen und bis mindestens 5 cm über OK Austritt fertig von der Stirnseite der Bodenplatte kommend hochzuführen und dort muß dann jetzt noch eine Entwässerungsrinne hinkommen. Ob das so und auch richtig erfolgt ist, kann man den Bildern nicht entnehmen, da die Bilder das bereits ferig gestellte WDVS zeigen.


    Die in der Anlage 4 gezeichnete KMB ist keine Bauwerksabdichtung, sondern sie ist " nur " der sog. Feuchteschutz für den auf die Dämmung angebrachten Putz. Der Feuchteschutz ist zu niedrig, wenn auch der Bereich unterhalb der Tür, wo jetzt die " nackte " XPS-Dämmung zu sehen ist, mit dem Terrassenaufbau und seitlich mit Erdreich angefüllt werden soll ( ??? ). Auf den Bildern ist zu sehen, dass der obere Rand der KMB nicht abgeklebt wurde und daher die Pampe " ausgefranzt " ist. Warum als Feuchteschutz überhaupt KMB verwandt wurde, ist mir schleierhaft. Überlicherweise verwendet man hierfür Dichtschlämme. Also Feuchteschutz und Bauwerksabdichtung mit genau umgekehrten Material: Bauwerksabdichtung KMB und Feuchteschutz Dichtschlämme.


    Um zu überprüfen, ob die Bauwerksabdichtung ( hier: die Dichtschlämme ) fachgerecht an die Terrassentüre angeschlossen worden ist, müßte man am unteren Türstock und an den seitlichen Türrahmen die Dämmung entfernen. Es sei denn es gibt noch Bilder, die die Situation vor Anbringung der Dämmungen ( Bauwerksabdichtung hat darunter zu sein ! ) zu sehen ist.


    Ob man eine Dichtschlämme überhaupt dauerhaft an die seitlichen unteren Türrahmen und den unteren Türstock anschließen kann ( mit irgendwelchen Dichtbändern ?? ), kann ich nicht beurteilen; ich würde dort keine Dichtschlämme verwenden. Wenn dort irgendwelche " Folienbänder ihren Halt verloren haben ", hat´s offenbar - wie so oft - nicht funktioniert oder es ist in der falschen Reihenfolge gearbeitet worden ( fehlende Baukoordination ).


    Näheres gibt´s in dem Link.


    Die vorhandene Ausführung sollte von einem Fachmann vor Ort überprüft werden, weil die falsche Ausführung von Türanschlüssen auf Dauer zu schweren Feuchtigkeitsschäden im Haus führt.


    An dem um die Ecke liegenden Hauseingang ist die richtige Ausführung ebenfalls zu prüfen!

  • Hallo Kalle, hallo Eric,


    vorab in riesiges Dankeschön für die, wenn auch vernichtenden, Bewertungen der Bauausführungen!


    Wirklich zu 100% verstanden habe ich (noch) nicht alles. Dafür bin ich vielleicht auch gerade etwas zu aufgewühlt und erschrocken.


    Um zu überprüfen, ob die Bauwerksabdichtung ( hier: die Dichtschlämme ) fachgerecht an die Terrassentüre angeschlossen worden ist, müßte man am unteren Türstock und an den seitlichen Türrahmen die Dämmung entfernen. Es sei denn es gibt noch Bilder, die die Situation vor Anbringung der Dämmungen ( Bauwerksabdichtung hat darunter zu sein ! ) zu sehen ist.

    Zu erst habe ich nach Bildern gesucht auf denen die Höhe der angebrachten Dichtschlämme zu sehen ist. (Dichtschlämme Eingangstür)


    Außerdem bin ich gleich noch einmal zum Bau gefahren und habe noch ein paar Nahaufnahmen zur Beweissicherung vom Aufbau der Abdichtung gemacht.

    So wie ich es als Laie sehe, der Aufbau von oben nach unten betrachtet:

    - unter den jeweiligen Rahmen der Türen ist eine graue Plastikverkleidung angebracht, die bis an den Fensterrahmen oder sogar darunter (siehe Bild Türrahmen von unten)

    - darunter folgt eine Bauschaumschicht

    - unter der Bauschaumschicht ist wieder die blaue Folie zu erkennen. Ich gehe davon aus, dass die blaue Folie über die OK Bodenplatte gelegt wurde (siehe Bild Aufbau unter Türrahmen)


    Richtigerweise hätte die auf der Bodenplatte befindliche Bahn am Türausschnitt nach draußen und 10cm an der Bodenplatte herab geführt werden müssen. Und dann beide Folien miteinander wasserdicht verbunden.

    Wie erfolgt die Wasserdichte Verbindung der Folie über der Bodenplatte mit den nachträglich angebrachten Folien fachgerecht? oder besser: Woran kann ich als Laie die Wasserdichte Verbindung erkennen?


    Vielen Dank und viele Grüße

    Torsten

  • Wie erfolgt die Wasserdichte Verbindung der Folie über der Bodenplatte mit den nachträglich angebrachten Folien fachgerecht? oder besser: Woran kann ich als Laie die Wasserdichte Verbindung erkennen?


    Vielen Dank und viele Grüße

    Torsten

    Was kann man auf den Fotos erkennen?

    1. Die Abdichtung der Bodenplatte (blaue PCI-Folie)
    2. Dann eine Bauschaumfuge
    3. Dann die Aufstockprofile
    4. Abschließend das Türelement
    5. abgefallene Abdichtung


    Zu 1: Soweit Okay, scheint auch an der Stirn der BoPla herab geführt zu sein.

    Zu 2: Lastverteilende Verklotzung vorhanden oder steht das Element nur auf dieser Fuge?

    Zu 3: Hier fehlt definitiv die Grundierung, wie man unschwer erkennen kann gab es hier keinen wirklichen Haftverbund zwischen Bituminösen Adhesiv-Kleber und der Kunststoffoberfläche.

    Zu 4: Mir persönlich fehlt hier das vom Fensterbauer zu bringende EPDM-Dichtband. Dies wird vor der Montage in den Rahmen gelegt/ geklebt und dient der wasserdichten Abdichtung an die Bauwerksabdichtung

    Zu 5: Ich halte es weiterhin fachlich nicht für möglich in dem Bauzustand die Abdichtung noch sauber zu erstellen - Rückbau.


    Du hattest mich gefragt wie man die Verbindung sicherstellt: Wenn der Fensterbauer das EPDM-Band liefert wird dieses mittels geeigneten Kleber auf die vorhandene Bauwerksabdichtung aufgeklebt und ist damit wasserdicht. In wie weit die Tür eingedichtet werden muss, ergibt sich aus den Höhenknoten des fertigen Gelände/ der Terrasse. Gibt es hier einen Plan mit verzeichneten Höhen? Wo endet nachher die Terrasse? Wer hat hier die Planung inne und die Höhen festgelegt?

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  • Danke für die superschnelle Antwort.


    Zu 2: Lastverteilende Verklotzung vorhanden oder steht das Element nur auf dieser Fuge?

    Kann man das im eingebauten Zustand erkennen? Wenn ja wie?


    Zu 4: Mir persönlich fehlt hier das vom Fensterbauer zu bringende EPDM-Dichtband. Dies wird vor der Montage in den Rahmen gelegt/ geklebt und dient der wasserdichten Abdichtung an die Bauwerksabdichtung

    In wie weit die Tür eingedichtet werden muss, ergibt sich aus den Höhenknoten des fertigen Gelände/ der Terrasse.


    So wie ich das verstehe, werden wir wahrscheinlich das Nachsehen haben, da wir keine Vereinbarung über etwaige spätere Anbauten mit dem Bauunternehmen getroffen haben. Und er sagen kann, dass wir unter der OK der Bodenplatte bleiben müssen.



    Zitat von Kalle

    Gibt es hier einen Plan mit verzeichneten Höhen? Wo endet nachher die Terrasse? Wer hat hier die Planung inne und die Höhen festgelegt?


    Die Terrasse wurde noch nicht geplant...was sich jetzt als Fehler herausstellt. Es gibt aktuell nur eine grobe Vorstellung,dass die Terrasse aus WPC mit entsprechender Unterkonstruktion gebaut werden soll. Dabei soll wenn möglich alles aufzuschüttende Material unter OK der Bodenplatte bleiben. Genaues muss ich aber mit einem Gala-Bauer besprechen. Die OK der WPC Dielen sollte Unterkante der Fensterrahmen sein.

  • Kann man das im eingebauten Zustand erkennen? Wenn ja wie?

    Ist der Estrich schon drin? Wenn nein mach mal n Foto von der Bauschaumfuge vom Hausinneren.



    Die Terrasse wurde noch nicht geplant...was sich jetzt als Fehler herausstellt.

    Exakt, ja. Hier wird dann definitiv eine Rinne vor der Tür notwendig. Über das Material würde ich auch noch mal nachdenken, aber das ein anderes Thema. Ob du den BU? In die Pflicht nehmen kannst zwecks der Abdichtung soll dir Eric sagen.

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  • OK: Kein WDVS, sondern verputzter Poroton.


    Off-Topic:

    Die OK der WPC Dielen sollte Unterkante der Fensterrahmen sein.


    Kanst Du vergessen, weil die Bauwerksabdichtung ( Dichtschlämme an den Außenwänden dann mindestens 15 cm über OK des fertigen Terrassenbelags hätte geführt werden müssen und die KSA von PCi dann in dieser Höhe ebenfalls höher geführt und seitlich am Türrahmen hätte angeschlossen werden müssen. Die KSA wurde jedoch nur bis UK Türrahmen = UK Rollladenfürungsschiene geführt. Siehst Du auf dem Bild 1 in # 7.


    Wenn der Unternehmer ohne Terrassendetail gearbeitet hat, könnte er Hinweispflichten verletzt haben. Das müßte ein Anwalt anhand der weiteren Unterlagen und Vereinbarungen klären.


    Das Wanddetail in # 1 ( von wem? ) und die Höhe der KSA an der Türe läßt darauf schließen, dass der Unternehmer von einer 15 cm hohen Schwelle vom Haus auf den Terrassenbelag ausgegangen ist. Wäre normgerecht, aber wer will heute noch die Beine anheben/absenken.


    Das kommt dabei heraus, wenn man meint, die Bauwerksabdichtung ohne Rücksicht auf das Außengelände planen und ausführen zu können. Der Fachmann sollte den zwingenden Zusammenhang kennen und daher dem Laien aufklären, dass mit der Bauwerksabdichtung die Höhe des fertigen Geländes vorgegeben wird.


    Warum hat sich die PCI-KSA vom Aufstockprofil des Herstellers PROFINE gelöst? Offenbar hat die KSA keine ausreichende Haftung auf dem Profil bekommen. Unzureichende Vorbereitung des Profils als Verlegeuntergrund. Profil erscheint auch irgendwie wellig. Schutzfolie nicht abgezogen ???? Jedenfalls ist schon wegen der geringen verbliebenen Kleberreste am Profil klar, dass die Haftung der KSA völlig unzulänglich war.


    Aufbau:

    Die KSA von PCI wurde auf der Bodenplatte und von dort nach unten auf deren Stirnseite verklebt. Danach kam das Aufstockprofil ( offenbar zweiteilig ) und dann die Tür. Zwischen abgeklebter Bodenplatte und UK Aufstockprofil gab´s offenbar eine " satte " Fuge und die wurde mit Bauschaum geschlossen. Wenn das Aufstockprofil nicht unterklotzt/mit Winkeln, sondern nach unten nur vom Bauschaum gehalten werden sollte, dann droht die Absackung und späteres " Klemmen " der Türe. Insofern auch das überprüfen!

  • Jedenfalls ist schon wegen der geringen verbliebenen Kleberreste am Profil klar, dass die Haftung der KSA völlig unzulänglich war.

    Hin zu kommt, dass Bitumenbahnen grundsätzlich (es gibt Ausnahmen) mechanisch gegen Abrutschen gesichert werden müssen. Der Adhesivkleber bei KSA-Bahnen reicht dafür nicht aus.


    Das Ergebnis, lieber TS, hast du hautnah mitbekommen, denn durch die Wärmeeinwirkung wird auch die Wärmestandfestigkeit beeinflusst und das eher negativ als positiv. Vermutlich wäre die Bahn auch abgerutscht, selbst wenn Haftverbund bestanden hätte.

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  • Hallo und wieder danke für die Beiträge. Ich komme erst jetzt zum Antworten, da ich 2 Tage offline unterwegs war. Ich habe aber die Zeit genutzt um mir die Anlage von Eric anzusehen. Sehr gut geschrieben, auch für mich als Laien. Danke!


    Ist der Estrich schon drin? Wenn nein mach mal n Foto von der Bauschaumfuge vom Hausinneren.

    Ja Estrich ist schon drin. Wir sind kurz vor der Abnahme in ca 2 Wochen. Ich habe nur ein Bild von Innen auf dem die Heizschleifen der Fußbodenheizung bereits verlegt sind. Das wird nichts bringen, oder? Zumal auf dem Bild bereits der Randstreifen (der zwischen Estrich und Wand) angebracht ist.


    Hin zu kommt, dass Bitumenbahnen grundsätzlich (es gibt Ausnahmen) mechanisch gegen Abrutschen gesichert werden müssen. Der Adhesivkleber bei KSA-Bahnen reicht dafür nicht aus.

    Für alle die sich später einmal mit dem Problem beschäftigen, ist das hier am Beispiel eines Herstellers beschrieben: Technisches Merkblatt (--> ich hoffe der Link fällt nicht unter Werbung)

    Außerdem steht dort auch worauf die PCI angebracht werden darf. Plastik, also ein Aufstockprofil, und Bauschaum sind dort nicht aufgelistet.

    Die einzelnen Zuschnitte der PCI müssen mind. 10 cm überlappen und um die Ecken herum 15 cm geklebt werden Die 10 cm wurden bei mir ganz offensichtlich nicht eingehalten.


    Wenn der Unternehmer ohne Terrassendetail gearbeitet hat, könnte er Hinweispflichten verletzt haben. Das müßte ein Anwalt anhand der weiteren Unterlagen und Vereinbarungen klären.

    Ich werde schauen wie sich der Bauleiter verhält und was er morgen alles vorbringt. Mit welchen Kosten kann ich für Ausbau+ Abdichtung+ Einbau von 2 Terassentüren, einer Hauseingangstür und einem halben Glasseitenteil der Hauseingangstür gegenüber dem Bauleiter argumentieren? Das ist ja auch wichtig, wenn es später doch zum Rechtsstreit kommen sollte.

    Moin , man sollte auch erst die Schutzfolie vom Aufdopplungsprofil entfernen.

    was bringt eine gute Abdichtung wenn sich die Schutzfolie löst

    Kannst du das näher beschreiben? Ich weiß nicht was mit Aufdopplungsprofil und der Schutzfolie gemeint ist?

  • Das wird nichts bringen, oder?

    So fern man das Detail nicht sieht, nein.

    (--> ich hoffe der Link fällt nicht unter Werbung)

    Nein, darüber hinaus ist er auch schon gut veraltet und für deine Situation (auf das Detail bezogen) nur bedingt zu gebrauchen ;)

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  • Ich sehe darauf jedenfalls nichts.

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  • Moin .

    Aufdopplungsprofil = Aufstockprofil

    auf den Profil ist doch noch die bedruckte Schutzfolie zu sehen wie zB. die blaue Bedruckte auf der Tür.

    Diese lässt sich ohne große Mühe abziehen und wenn die Abdichtung nur auf der Folie klebt kann es doch nicht dauerhaft auf dem Profil halten.

  • auf den Profil ist doch noch die bedruckte Schutzfolie zu sehen wie zB. die blaue Bedruckte auf der Tür.

    Diese lässt sich ohne große Mühe abziehen und wenn die Abdichtung nur auf der Folie klebt kann es doch nicht dauerhaft auf dem Profil halten.

    Danke ... jetzt hab ich es.

  • Kann ich auf den Bildern nicht erkennen - die Frage stellt sich ja auch wie dauerhaft die (PE?)-Folie auf dem Rohboden ist und wie diese an die PCI etc. angeschlossen wird? Ist Estrich schon drin oder stellen die Bilder den aktuellen Stand wieder?

  • Update zum Sachverhalt und Frage an den Juristen:


    Sowohl auf dem Aufstockprofil mit abgezogener Folie, als auch auf den Aufstockprofilen ohne abgezogener Folie ist die PCI abgerutscht. D.h. es besteht ein grundsätzlicher Fehler beim Anbringen der KSK.


    Laut PCI ist die KSK nach dem Anbringen mit Pecithene Vliesband zu verwahren. "Eine Fixierung/Verwahrung der KSK mit PCI Pecithene Vliesband ist zwingend erforderlich...Unmittelbar nach Anordnung der Abdichtung muss ein Schutz vor Sonneneinstrahlung und mechanischer Zerstörung erfolgen." (Vielen Dank an die Damen und Herren von PCI, die schnell, verständlich und ausführlich auf meine Fragen geantwortet haben.)

    Laut Technischem Merkblatt muss dann das Vlies zeitnah mit mineralischem Putz überputzt werden.


    Der Bauleiter hat anerkannt, dass die KSK PCI Pecithene nicht fachgerecht angebracht wurde. Folgende Lösungsangebote wurden gemacht:


    1. Anbringen der KSK OHNE die bereits mit Puntputz versehene Perimeterdämmung abzunehmen. Dafür eine Garantiezeitverlängerung (wie auch immer diese aussehen wird) auf 10 Jahre.


    Meine Bedenken: Auch wenn die Garantiezeit auf 10 Jahre verlängert wird, bin ich bei einem Schaden nach der Abnahme in der Beweispflicht. Der BU wird dann sicherlich die Schuld zuerst bei mir suchen. Außerdem kann niemand sagen, wie lange eine Baufirma existieren wird.


    2. Aufschneiden der Perimeterdämmung links und rechts mind. 15 cm neben jeder Tür. Anbringen der KSK, Perimeterdämmung wieder drauf, Anputzen an den Schnitt.


    Der Bauleiter meinte, wir müssen dann aber mit einem unschönen an der Schnittkante angeputzen Buntputz leben. Den gesamten Buntputz noch einmal an den gesamten betroffenen Seiten zu erneuern sieht er als unverhältnismäßig an.


    Müssen wir wirklich mit einem unschön an 6 vielleicht auch 8 stellen angeputzen Buntputz leben? Zumal das Abrutschen der KSK bereits seit März auf Bildern nachweislich erkennbar war.

  • D.h. es besteht ein grundsätzlicher Fehler beim Anbringen der KSK.

    Jo, das schrieb ich Dir aber schon. Es fehlt die Untergrundbehandlung. Voranstrich und ggf. anrauen der Oberfläche.



    "Eine Fixierung/Verwahrung der KSK mit PCI Pecithene Vliesband ist zwingend erforderlich

    Das mag auf den Hersteller bezogen sicherlich richtig sein. Ist meiner bescheidenen Meinung ggü. aber dennoch falsch. Das Klebeband ist keine mechanische Fixierung, wie es die a.R.d.T fordern. Die gibt es nur mit Anpressleiste + Schraub/Dübel -kombination. Es ist und bleibt ja eine Bitumenbahn und die sind nun mal zu fixieren und das ausschließlich mechanisch. Insofern wäre der Ausführende mindestens verpflichtet auf diese Tatsache aufmerksam zu machen, durch seine Hinweis- und Prüfpflicht. Die steht zwar nur explizit in der VOB, die vermutlich bei euch nicht vereinbart ist - gilt sinngemäß aber auch für Verträge nach BGB.


    Auch wenn dir Eric das besser erklären wird: Der Auftragnehmer schuldet Werkerfolg, das geht nur durch Erledigung der vertraglichen Pflichten. Du wirst kein "Flickwerk" bestellt haben. Insofern kann es dir egal sein, ob er am Ende alles erneuern muss - sein Problem. Ich bin mir aber sicher das Eric dir das noch besser erklären wird. Zu mal das von mir nicht als Rechtsberatung anzusehen ist - das darf ich nämlich nicht ;)

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  • Das Angebot zu 1. des Unternehmers ist " Augenwischerei ". Denn es verwässert den Unterschied zwischen fachgerechter Herstellung und Verjährung des Gewährleistungsanspruchs.


    Fachgerecht und damit mangelfrei hergestellt ist ein Gewerk nur dann, wenn es im Zeitpunkt der Abnahme (! ) dauerhaft gebrauchs- und funktionstauglich ist. Die Dauerhaftigkeit ist ein wesentlicher Teil des Rechtsbegriffs aRdT, an der jedes Gewerk nach der 3. Mangelalternative des § 633 Abs. 2 BGB ( ... Beschaffenheit, die bei Werken der gleichen Art üblich ist und die der Besteller nach der Art des Werkes erwarten kann ) zu beurteilen ist.


    Die " Dauerhaftigkeit " bemißt sich nach der Haltbarkeit eines Gewerks gleicher Art, die bei mangelfreier Ausführung üblicherweise zu erwarten ist. Es ist also eine Prognose anzustellen, wielange ein Gewerk gleicher Art ohne Versagensgefahr hält. Diese beträgt bei einer mangelfreien Bauwerksabdichtung, um die es hier geht, erfahrungsgemäß weit mehr als 10 Jahre ( = ca. 30 Jahre ).


    Wenn der Unternehmer daher abweichend von der üblichen Lebenserwartung nur eine " Garantie " ( gemeint offenbar: Verlängerung der Gewährleistungsfrist um weitere 5 Jahre ab Abnahme ) übernehmen will, verändert er damit unzulässigerweise bereits das Anforderungsprofil an die Dauerhaftigkeit und damit an die Beurteilung des Gewerks als mangelfrei im Zeitpunkt der Abnahme. Die Verlängerung der Gewährleistungsfrist gleicht diesen Nachteil nur unwesentlich aus.


    Das Angebot zu 1. ist also ein " Trick " des Unternehmers, den Anspruch des Bestellers an die Mangelfreiheit des Gewerks zu verkürzen. Die Verlängerung der Verjährungsfrist soll dies nur kaschieren. Abnahme und Beginn der Verjährungsfrist muß man so verstehen, dass sich damit der Anspruch an die Dauerhaftigkeit des Gewerks auf die Laufzeit der Verjährungsfrist verkürzt. Wer sich hierauf einläßt, weiß folglich nicht, was er tut.


    Insofern ist es richtig, dass Du das Angebot 2 annehmen möchtest. Dies bietet dann auch die Möglichkeit, genauer zu überprüfen, ob die Bauwerksabdichtung an den Wänden ( hier: Dichtschlämme ) fachgerecht ausgeführt worden ist. Hierzu sollte ein eigener Fachmann hinzugezogen werden, der bei der Öffnung anwesend ist und die Nachbesserung des Unternehmers beaufsichtigt.


    Die Erklärung des Bauleiters, Du hättest " unschöne " Schnittkanten an dem Buntputz " zu akzeptieren und könntest für den Fall ihrer Entstehung keiner Erneuerung/Überarbeitung des Buntputzes fordern, weil dies dann " unverhältnismäßig " sei, ist eine unmaßgebliche Rechtsmeinung. Was " unverhältnismäßig " ist regelt das Gesetz in § 635 Abs. 3 BGB und im Streitfall entscheidet hierüber das Gericht. Hierbei kommte es darauf an, wie sich der Zustand des Gewerks nach der Nachbesserung funktional und optisch darstellt. Neue funktionale Mängel hast Du in keinem Fall zu akzeptieren. Hinsichtlich des optischen Ergebnisses kommt es darauf an, wie sich der Buntputz nach der Mangelbeseitigung darstellt. Er hat Sichtfunktion. Diese darf nicht " verhunzt " werden. Ergo Ergebnis der Nachbesserung abwarten.


    Unter Umständen kommt der Unternehmer um eine Erneuerung des Buntputzes eh nicht herum. Denn wenn ich den Thread richtig verstanden habe, befindet sich der Buntputz direkt auf der Bauwerksabdichtung ( Dichtschlämme ). In diesem Falle hätte der Buntputz starren Verbund mit der Bauwerksabdichtung, was bedeuten kann: Die Bauwerksabdichtung ist als ununterbrochene wasserdichte Hülle ohne Unterbrechungen, Einschnitte und Ablösungen herststellen. Wenn der Unternehmer den Buntputz einschneiden sollte, wird er damit auch die Bauwerksabdichtung beschädigen. Diese ist dann an der Schnittstelle nicht mehr zu reparieren ( flächige Überlappung der Dichtschlämme an der Schnittstelle fehlt ! ). Der Unternehmer wird sich also etwas anderes einfallen lassen müssen ( z.B. in etwa wie bei der Sanierung von Bädern mit Verbundabdichtung ). Insofern nochmals: unbedingt eigenen Fachmann hinzuziehen.

  • Off-Topic:

    Insofern wäre der Ausführende mindestens verpflichtet auf diese Tatsache aufmerksam zu machen, durch seine Hinweis- und Prüfpflicht.

    Nö, ist etwas " schief ".


    Prüf- und Hinweispflichten hat der Unternehmer nur in Bezug auf Vorgewerke auf denen sein Gewerk aufbaut und in Bezug auf fremde Planungsleistungen einschließlich etwaiger Fehler/Unvollständigkeiten im LV ( gemeint: solche des Bauherren bzw. dessen Architekten ). Bessert der Unternehmer ein selbst verursachten Mangel nach, muß er für sich klären, wie er zu einem mangelfreien Ergebnis kommt. Das hat aber nichts mit Prüf- und Hinweispflichten iSd der VOB/B oder VOB/B analog bzw. § 242 BGB zu tun.


    Will der Unternehmer Murks ausführen, hat er sich vorher vom AG freizeichnen zu lassen, d.h. er muß dem AG genau und ohne Beschönigung erklären, welchen Murks er vorhat, welche Nachteile der Murks hat und der AG muß sodann erklären, dass er genau diesen Murks gerne haben möchte. Erst dann wäre die Freizeichnung ( zu Beweiszwecken auch noch schriftlich ) perfekt. Das kann man als Unternehmer getrost vergessen!


    Insofern erklärt der TE seinem Unternehmer: Führ nach Vorschlag 2 aus und erbringe ein fachgerechtes Ergebnis.

  • Prüf- und Hinweispflichten hat der Unternehmer nur in Bezug auf Vorgewerke auf denen sein Gewerk aufbaut und in Bezug auf fremde Planungsleistungen einschließlich etwaiger Fehler/Unvollständigkeiten im LV


    Was ja hier gegeben ist, oder nicht? Tür/Fenster und Abdichtung wird sicherlich nicht ein Gewerk sein. Sicherlich ist nicht klar wer hier was koordiniert und vor allem was hier letztlich ausgeschrieben ist. Du schreibst vermutlich aus Sicht AG/ Bauunternehmer, ich aus der Sicht eines Handwerkers. Wenn ich unseren Rechtsanwalt richtig verstanden habe, sind "Bedenken" die Konsequenz der Prüf- und Hinweispflicht.


    Hätte der TS denn hier das Fixieren mittels diesem Klebeband zu dulden? Eigentlich ja nicht oder?

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  • OK, ich bin davon ausgegangen, dass der Unternehmer BT oder GU/GÜ ist. Dann wären alle Gewerke und deren richtige Koordination in einer Hand.


    Handelt es sich um eine Einzelvergabe, dann sind die bereits benannten Ausführungsmängel hinsichtlich der PCI-KSK vorhanden.


    Mängel am dann fremden Vorgewerk Türen würde ich nur sehen, wenn die OK Aussengelände ( Terrasse und Hauseingang ) so hoch erstellt werden soll, dass dann die Vertikalabdichtung an den Außenwänden von mindestens 15 cm nicht mehr vorhanden ist und deren Anbindung an die seitlichen Türrahmen wegen der zu früh angebrachten Rolladenführungsschiene von Anfang an nicht möglich war. Der Buntsockel deutet aber auf eine tiefer liegende Terrasse/ Geländeaufschüttung hin.


    Nach Angabe des TE liegt hinsichtlich der Höhe des Geländes eine " Nullplanung " vor. Die Frage ist also, ob Türbauer und Abdichtungsunternehmen in Bezug auf die " Nullplanung " Hinweispflichten hatten, d.h. hätten nachfragen müssen, wie sich der TE die Höhen des Außengeländes vorstellt.


    Sofern man das bejaht, muß zunächst der Türbauer ran und seine Rolladenführungsschiene entfernen, damit das Abdichtungsunternehmen die Bauwerksabdichtung an die seitlichen Türrahmen anschließen kann. Danach hätte das Abdichtungsunternehmen die PCI-KSK unten und seitlich zu erneuern.


    Verneint man die Frage, gibts meiner Meinung nach nur die Abdichtungsmängel in Höhe unterhallb des Türrahmens an der PCI-KSK.

  • "Eine Fixierung/Verwahrung der KSK mit PCI Pecithene Vliesband ist zwingend erforderlich ".


    = die übliche Herstellerungenauigkeit. Was meint PCI mit dem Begriffspaar " Fixierung/Verwahrung "? Vermutlich doch wohl zweierlei und damit je nach örtlicher Anforderung mehr oder weniger. Der Anwendungsfall " Türen " wird in der Herstelleranleitung auch gar nicht detailliert abgehandelt.


    Sollte mit " Verwahrung " keine Anpreßschiene gemeint sein, dann wäre die Herstelleranleitung ein Verstoß gegen die aRdT in der DIN und in der Flachdachrichtlinie. Der ausführende Unternehmer hätte also nachzuweisen, dass eine Ausführung ohne Anpreßschiene nach Vorgabe von PCI ebenfalls den aRdT entspricht, d.h. ebenso dauerhaft ist und keine Gefahr der Ablösung vorhanden ist. Der Unternehmer kann diesen Nachweis nicht führen. Also müßte er sich an PCI wenden und diese um einen Beleg für die Gleichwertigkeit bitten, z.B. in Gestalt eines hieb- und stichfesten Dauertest an einem Kunststofffenster. Ob PCI den hat ????


    Herstelleranleitungen entbinden den Unternehmer nicht, das eigene Gehirn einzuschalten und bei erkennbarem Verstoß gegen die aRdT besser die Finger von dem Produkt zu lassen oder dieses zu Vermeidung von Haftungsnachteilen aufzurüsten, was hier ja ohne weiteres möglich wäre.