Ideen für niedrigen Fußbodenaufbau auf dem Dachboden

  • Hallo in die Runde,


    wir wollen unseren Spitzboden zwar erst zu einem späteren Zeitpunkt ausbauen, aber jetzt schon alle nötigen Voraussetzungen schaffen bzw. dafür sorgen, dass nichts getan wird, was uns später dabei stört/behindert.


    Entsprechend ist der Spitzboden von der Statik her geplant, ebenso ist die Wohnnutzung bereits mit dem Bauantrag beantragt und genehmigt worden, was natürlich auch bedeutet, dass er die betreffenden Anforderungen an die Höhe und Fenstergrößen erfüllt. Da die Höhenmaße natürlich auch im fertigen Zustand eingehalten werden müssen, ist der Spielraum in der Aufbauhöhe begrenzt, zumal die beiden bodentiefen Fenster entsprechend eingebaut wurden. All das zusammen lässt uns 32 mm Aufbauhöhe, bei Teppich könnten es auch 35 mm sein, da ein sehr geringer Abstand zu den Fenstern nicht stören würde.


    Der aktuelle "Rohbauaufbau" sieht momentan so aus: Kehlbalken 6x20, darauf 22 (oder 25, müsste ich nochmal nachmessen) mm OSB-Platten (die OSB-Platten zählen bei den 32mm nicht mit). Unten drunter kommt (ist noch nicht verbaut) eine Lattung und daran doppelt Gipskarton. Zwischen die Kehlbalken soll eine schwere Dämmung, die hauptsächlich dem Schallschutz dienen soll. Wärmeschutz ist quasi nicht nötig (nur über dem Bad, aber da begegnen 23C Bad 20C Spitzboden, also keine extremen Anforderungen), Spitzboden und das Geschoß darunter werden beide beheizt (von Beginn an). Luftdichte Ebene umfasst den Spitzboden, die Kehlbalkenlage befindet sich im Bereich des Fußbodens vollständig innerhalb der luftdichten Hülle.


    Dass man mit dem Aufbau keinen perfekten Schall- und Trittschallschutz hinbekommt, ist vollkommen klar und auch nicht in extremen Umfang nötig (dann hätten wir die Decke ganz anders bauen lassen, vermutlich wie die anderen beiden Decken aus Stahlbeton). Die Frage ist vielmehr, welcher Aufbau für 32-35 mm einen guten Kompromiss aus Wirtschaftlichkeit und Schallschutz darstellt. Hinsichtlich des Belages sind wir noch unentschlossen - Teppichboden, Laminat oder Vinyl wären passend, Fliesen in dem Raum eher nicht. Nutzung wird eher sporadisch sein als Gästezimmer, erweiterten Spielbereich für die Kinder oder ähnliches dieser Art.


    Optionen, über die ich konkret nachgedacht hatte:

    - Laminat schwimmend auf ca. 2 cm Dämmung

    - Trockenestrich schwimmend auf Dämmung, darauf Teppich oder Vinyl - könnte aber vermutlich knapp mit der Höhe werden


    Habt ihr andere Ideen dazu?


    Eine Fußbodenheizung muss nicht verbaut werden - der Raum bekommt eine Wandheizung an den Dachschrägen.


    Viele Grüße und vielen Dank,


    Jan

  • Von beiden Varianten ist der Trockenestrich die akustisch bessere Lösung. Nimm einen möglichst schweren und starren Trockenestrich (zementgebunden oder Gipsfaser).

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hallo,


    danke für deine Antwort. Ich habe mal bei einigen Herstellern nach solchen Elementen geschaut - die üblichen Dicken der dünneren Elemente liegen bei 20 oder 25 mm. Bei 20er Elementen könnte da also noch 1 cm Dämmung drunter, so dass für Teppich oder Vinyl oben noch 2-5 mm bleiben, was ja durchaus realistisch wäre. Bei der Laminatvariante hätte man ca. 1 cm Laminat, was Platz für 2 cm Dämmung lassen würde. Der OSB-Boden ist sehr oben und hat keine Unebenheiten, so dass die knappe Kalkulation funktionieren sollte. Kabel o.ä. dürfen dann natürlich nicht in den Fußbodenaufbau, was aber auch gar nicht nötig ist.


    Denkst du, dass 1 cm unter dem Trockenestrich ausreichen würde, um eine bessere Schalldämmung als 2 cm unter Laminat zu erreichen?


    Viele Grüße,


    Jan

  • Von beiden Varianten ist der Trockenestrich die akustisch bessere Lösung. Nimm einen möglichst schweren und starren Trockenestrich (zementgebunden oder Gipsfaser).

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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