Ideen für ungünstigen Grundriss

  • Hallo zusammen,


    meine Frau und ich überlegen ein Haus zu kaufen, dessen Grundriss leider etwas ungünstig (für unsere Vorstellungen) ist. Da hier aber freistehende Häuser bzw. Grundstücke hier vorhanden sind und die Lage für uns wirklich sehr günstig ist, wollen wir uns zumindest sehr ernsthaft angucken, wie man doch eine gute Lösung finden kann.


    Ich Liste unsere Top Änderungswünsche einfach mal auf

    - Größere Küche (gerne auch offen/halboffen in Richtung Esstisch)

    - Die Tür zum WC (rot) ist leider aufgrund einer Kollision mit der Treppe so niedrig, dass man nur gebückt durchgehen kann.

    - In den länglichen L-förmigen Wohnzimmer irgendwie das Heimkino einigermaßen vernünftig runterbekommen (braucht c.a. 4x3m). Beamer wird wohl abgeschafft, hab ich mich schon mit abgefunden, aber die Couch und 5.1 Lautsprecher müssen schon sinnvoll unterkommen


    Ich hab den Grundriss mal angehangen, zusammen mit zwei Ideen, die mir bisher kamen. Wenn möglich, wäre ein Durchbruch zwischen Küche und Wohnzimmer vermutlich am einfachsten (02 grün). Dem WC könnte man noch eine Tür zum WZ verpassen (02 blau). Ist dann zwar etwas umständlich um die Ecke, aber besser als vor den Türrahmen zu laufen... Vielleicht könnte man auch WC und Küche tauschen (03). Dann ist allerdings der Weg von Küche zum Garten (ich grille mehrmals wöchentlich) sowie zur Haustür echt lang (bzw. die Tür zur Diele immer noch zu klein) und der Durchgang im WZ ziemlich schmal. Denkbar wäre auch das WC komplett wegzulassen, ich sehe aber auch noch nicht, wie das helfen würde.


    Wir sind gerade dabei einen Besichtigungstermin mit einem Architekten zu vereinbaren, ich würde allerdings gerne schon ein paar Ideen mitbringen. Dementsprechend wäre ich für alle Tipps, Einschätzungen oder gar Erfahrungen mit ähnlichen Problem echt dankbar.

  • Hallo,

    - In den länglichen L-förmigen Wohnzimmer irgendwie das Heimkino einigermaßen vernünftig runterbekommen (braucht c.a. 4x3m). Beamer wird wohl abgeschafft, hab ich mich schon mit abgefunden,

    Warum eigentlich? Niemand sagt doch, dass die Leinwand an der Wand sein muss. Eine Motorleinwand kann man, geschickt verkleidet, auch "mitten" im Raum oder vor Fenstern anbringen (was mit einem großen Fernseher eher nicht so sehr sinnvoll geht). Sowohl unsere letzte als auch unsere aktuelle Wohnung und auch das, was wir für das in Bau befindliche Haus planen, sieht genau dieses Konzept vor und das funktioniert zumindest bei uns prima. Primäre Nutzung ist "Wohnzimmer", "Heimkino" ist bei uns eine exklusive (und aktuell wegen kleiner Kinder eher seltene) Nutzung, so dass es nicht stört, wenn dann z.B. Fenster verdeckt sind oder man einen "Raumteiler" in Form der Leinwand hat (Fluchtwege sollten natürlich frei bleiben, wobei eine Leinwand kein ernstes Hindernis ist). Deckennahe Montage von Lautsprechern ist akustisch bestimmt nicht die allerbeste Wahl, aber für die Raumaufteilung sehr gut. Zudem bin ich aktuell sehr froh, dass die Kinder nicht an meine Boxen rankommen :-)


    In dem L würde ich da sogar mehrere Varianten sehen.


    Viele Grüße,


    Jan

  • Mit Leinwand brauche ich noch mehr Breite, also eher 4x4 Meter. Zudem nervt meine Frau das ständige Abdunkeln (und mich das sonst eher graue Schwarz, trotz Hochkontrastleinwand). Ist aber ehrlich gesagt das kleinste Thema...

  • Doppelhaushälfte?


    Die Sitzgruppe blockiert den Weg durch das Wohnzimmer, kann also entweder nur an einem Raumende stehen oder passt so nicht hinein. Aber das ist nicht das eigentliche Problem.


    Der Grundriss ist - ziemlich speziell. Können wir noch mehr erfahren? Umgebung, Lage auf dem Grundstück, Grundrisse andere Geschosse, tragende Wände, gewünschte Nutzungen, ... ?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Wurde als DHH gebaut, die andere Hälfte (links) gibt es aber nicht, auf dem Grundstück stehen Garagen. Das Grundstück ist schmal und lang (s. Anhang).


    Es gibt zwei Etagen + Keller und ein halb ausgebauter Dachboden (es fehlen eig. nur Heizkörper). Für OG und Keller hab ich die ursprünglichen Grundrisse. Welche Wände tragend sind, weiß ich leider nicht, bin bisher mal davon ausgegangen, dass alle 24er tragend und alle 11,5er nicht tragend sind.


    Nutzen wollen wir es als Wohnhaus, erstmal zu zweit, soll aber nicht unbedingt so bleiben.

  • In welchem Zustand sind die Außenwände (Wärmedämmung?) Fenster (Baualter?) und die Heizungsanlage?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Wärmedämmung wurde in den 90ern außen und unterm Dach installiert, die Fenster sind unterschiedlich alt und die Heizungsanlage muss definitiv erneuert werden. Der Keller ist trocken, das Dach sieht ok aus (für mich als absoluten Laien). Zu den Maßnahmen gibt es noch Rechnungen, hatte der Besitzer bei der Erstbesichtigung aber nicht mit, holen wir dann beim Termin mit dem Architekten nach.


    Was wir eingeplant haben:

    - Elektro- und Wasserleitungen komplett neu

    - Komplette Heizungsanlage neu

    - Küche und evtl. WC im EG umbauen

    - Größeres Bad im OG



    Im Endeffekt müssen wir m.E. zwei Fragen klären: Können wir mit dem Grundriss leben (deswegen suche ich hier Ideen) und können/wollen wir uns die Sanierungskosten leisten. Ich denke die Sanierungskosten sind nur vor Ort belastbar einzuschätzen. Mit 100.000 bis 150.000 rechne ich allerdings schon.


    Bauen wäre mir ehrlich gesagt lieber, aber brauchbare Grundstücke sind so gut wie nicht vorhanden (Gucke seit 2 Jahren immer mal wieder, eben auch nochmal fix) und bei freistehenden Häusern ist die Auswahl sehr begrenzt, mit 500k (Gesamt) Budget dann kaum noch vorhanden.

  • Etwas speziell…..ja!


    Einfach Wände zu entfernen würde ich jetzt erstmal mit einem "?" versehen.


    gerade die elends lange wand im Wohnzimmer (11,50m) würde sich sicherlich über eine Aussteifung freuen. Diese gibt es derzeit ja auch in Form der Schiebetür zum "Arbeitszimmer".


    Irgendwie wird's schon gehen. ggf. muss man eben statisch etwas ertüchtigen.


    Der zentrale Bereich wäre mir aber einfach zu duster. Essen oder Wohnen....immer sind es mindestens 6m bis zum nächsten Fenster.


    Das ist eben (Achtung Zitat!):

    Der Grundriss ist - ziemlich speziell.

    , wie Skeptiker schon schrieb.


    Normalerweise (aber was ist schon normal....) würde man an diese dunkle Wand das Treppenhaus bauen, wo es natürlich genauso dunkel sein würde, was aber -weil ja nur Durchgangsbereich- irgendwie leichter verschmerzbar wäre. Nun erfreut sich die Treppe einer natürlichen Belichtung (schön!), die dann aber wiederum im Wohnbereich schmerzlich fehlt.


    Ich sehe ringsherum 24er Außenwände. Wenig bis sehr wenig. Nicht statisch, aber eben wärmedämmtechnisch.


    Hier würde ich grundsätzlich dazu neigen eine ordentliche Außendämmung aufzutragen. Ob dies an der Grenzseite gehen wird?


    meine Frau und ich überlegen ein Haus zu kaufen

    Muss es denn dieses Haus sein?

  • Muss es denn dieses Haus sein?

    Nein, wenn es nicht passt, passt es nicht. Andererseits sind die Alternativen, wie erwähnt, rar. Wir sind auf dieses Haus auch nur gekommen, weil die Schwiegereltern zwei Häuser weiter wohnen.


    Die Dicke der Außenwände sollte nicht mehr stimmen, die Pläne sind aus 62, Dämmung wurde in den 90ern installiert (ka wie gut)

  • Dreh das ganze:

    Zur Straße hin, Küche und Essen, zur Terrasse und Garten hin das Wohnzimmer. Dann könnte es was werden. WC zur Außenwand hindrehen, so das die Treppe nicht stört und man zur Küche ohne Kopfschmerzen kann. Das würde gehen, wenn eine Keller vorhanden ist.

    You do what you have to do, man. :bier::yeah:

  • Drehen ist da nix, weil es steht schon. ;)


    Also, wenn es schon so verzwickt ist, warum will man da auch noch so eine Mega-Couch rein stellen? Da bedarf es einer anderen Einrichtung. Das muss einem klar sein. Seine schon vorhandenen Möbel muss man evtl verkaufen und andere beschaffen. Mir würde der Grundriss überhaupt nicht zusagen und lieber auf ein anderes Angebot warten, evtl. in der Nachbarstadt/Dorf.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Ja, das mit der Couch war irgendwie eine Denkblockade, hab halt die vorhandenen eingesetzt, aber wenn die nicht passt, kommt natürlich ne andere hin.


    Die Bedenken zum Grundriss kann ich verstehen, teil ich im Grunde ja auch. Donnerstag ist der Termin vor Ort, wenn wir wissen was geht, müssen wir halt entscheiden ob es für uns passt. Danke auf jeden Fall schon mal für den Input!


    Die Idee zu "drehen" hatte ich ja auch schon, wenn auch im Detail etwas anders, mal sehen was da geht.

  • Mal von den ganzen bautechnischen Fragen abgesehen, möchtest du bzw. ihr wirklich Geld, Zeit und Nerven in ein Haus investieren dessen Grundriss dir jetzt schon nicht gefällt?


    Viele Grüße M.

  • Genau. Ich sehe den Grundriss nicht als Anforderung, sondern als Rahmenbedingung. Wenn wir eine Lösung finden, unsere Wünsche umzusetzen, ist mir im Grunde egal, ob der Grundriss speziell ist.