Zahlungsplan und (Teil)Rechnung

  • Moin die Herren und Damen,


    mich lässt irgendwie eine Frage nicht los, die heute in meinem Fachgespräch der Meisterprüfung dran kam. Folgendes Szenario:


    Werkvertrag für eine Dachsanierung, in diesem sind Teilzahlungen nach Baufortschritt vereinbart. Nun habe ich meiner Bauakte nur eine kumulierte Schlussrechnung beigefügt.


    Man warf mir nun vor, die Rechnungen über die Anzahlungen vergessen zu haben. Ich entgegnete, dass dies nicht nötig sei, weil ja im Werkvertrag der Zahlungsplan schon festgelegt wurde. Letztlich hab ich dann irgendwann klein beigegeben, weil ich mir selber nicht 100% sicher war. Nun die Frage an Euch: Muss bei Vorliegen eines Zahlungsplan wirklich noch mal eine Rechnung geschrieben werden?


    Buchungs technisch ergibt das für mich kein Sinn, denn der Buchungsfall würde ja lauten "Bank an Anzahlung". Märchensteuer wird ja erst am Schluss gebucht, weil bis zur Bezahlung die in der Bilanz stehenden Werte Brutto sind, bei Anzahlung. Es hat dann doch für mich absolut keine Auswirkungen ob ich nun eine Rechnungsnummer als Beleg buche oder eben nicht. In der FiBu bleibt der Fall doch gleich?


    Was meint Ihr?

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  • Keine Buchung ohne Beleg, aber das hat ja mit dem Vorliegen einer Rechnung nix zu tun. Dann müsste ich ja bei Ratenkauf, jedes mal eine Rechnung bekommen. Ein Zahlungsplan ist doch nichts anderes, im Endeffekt.

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  • Nein, Kalle , nach meiner Erinnerung als gelernter Einzelhändler, ständiger Rechnungsprüfer und nach zusätzlicher oberflächlicher schneller Recherche ist eine Rechnung auch für jede einzelne Zahlung nach einem Zahlungsplan erforderlich.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Dann frage ich mich, warum man Zahlungspläne macht? In denen ist doch die Summe, der Zeitpunkt festgelegt. Die Rechnung ist doch dann quasi die Kopie die eh schon abgefasstes wiederholt. Dann kann ich auch einfach von meinem Recht im BGB gebrauch machen und Abschlagszahlungen fordern.


    Mir will hat buchhalterisch nicht in den Sinn warum eine Rechnung erforderlich ist und warum in diesem Sinne der Zahlungsplan nicht schon als solches dient.

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  • EIn Ratenkauf, schreibt aber klar und deutlich vor, wann gebucht wird und welcher Betrag. (15. jeden Monats... bis zur letzten Rate.

    Wenn du in deinem Werkvertrag die Zahlungen nach Baufortschrit mit konkreten Datum betitels, wäre das glaub ich ziemlich korrekt.

    Aber das ist Bauuntypisch. Daher ja, zur jeder Teilzahlung muss eine Rechnung raus.

    You do what you have to do, man. :bier::yeah:

  • Wenn du in deinem Werkvertrag die Zahlungen nach Baufortschrit mit konkreten Datum betitels, wäre das glaub ich ziemlich korrekt.

    Ist es. Der Zahlungspunkt ist auf alle fälle kalendarisch genau bestimmbar. Draußen würde man vermutlich eh eine Rechnung schreiben aber mich würde halt schon interessieren ob das immer der Fall sein muss. Eigentlich ist nichts ohne Ausnahmen. Rein von der Logik; fasse ich keinen Zahlungsplan ab, wenn ich dann doch noch Rechnung schreiben muss. Ich will mir - so mein Gedanke - ja Arbeit ersparen, wenn auch Rechnung quasi schon vollautomatisch erstellt werden können.


    Ob ich nun Rechnungsnummer XY verbuche, oder den kontierten Zahlungsplan macht für mich keinen Unterschied. Anzahlungen werden ja eh immer brutto gebucht, daher sind für mich nur zwei Konten von Relevanz. Auf der Aktiva das Bankkonto, was mehr wird und auf der Passiva die Anzahlungen, die dann auch mehr werden. Also eine typische Aktiv-Passiv-Mehrung.


    Einzig was ich mir vorstellen könnte, wenn das Bauvorhaben in zwei Kalendarjahren liegt und der Kunde die Stunden von der Steuer absetzen will. Dann muss darüber ja ein Nachweis erfolgen. Der für mich aber auch wieder nicht zwingend als Rechnung erfolgen muss.

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  • Der Zahlungsplan bestimmt die Rechtsgrundlage für die Abänderung des Prinzips "Zahlung nach Übergabe der Ware". Ohne einen solchen müsste der AN auf Geld warten, bis die Abnahme erfolgt ist.

    Der Zahlungsplan ist ein Plan und keine Rechnung. Jeder Buchhalter würde Dich rausschmeißen, wenn Du ohne eine Rechnung Geld überweisen willst.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Beißt sich irgendwie mit 632a BGB, denn dann wären Teilzahlungen (Abschläge) nicht möglich.

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  • Dieser Paragraf ist ins BGB reingebastelt worden, um den AN das Verlangen nach Abschlägen zu ermöglichen.

    Im Übrigen störe ich mich an Deinem wiederholten Gebrauch des Wortes "Teilzahlung". Teilzahlung leistet ein Besteller, der die Ware schon erhalten hat, aber noch nicht den vollen Kaufpreis entrichten will oder kann. Der hat dann aber die Rechnung über den Gesamtpreis bereits erhalten.

    Voraus- oder Abschlagszahlungen hingegen werden regelmäßig vor Übergabe der Ware geleistet. Im Allgemeinen "nach Baufortschritt" teilweise sogar ohne jeden Fortschritt beim Besteller, wenn es sich um wertintensive Vorfertigungen beim Lieferanten handelt (Beispiel Aufzugsanlagen).

    Diese Zahlungen sind jeweils auf die Übereinstimmung mit den vereinbarten Leistungsständen zu überprüfen und freizugeben. Das bedingt jedesmal wine Rechnung.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Eine Vereinbarung darüber, wann grundsätzlich zu zahlen ist, ersetzt nicht die Anforderung zur einzelnen Zahlung, wenn der vereinbarte Zahlungsgrund real eingetreten ist.

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  • Moin,


    selbst mit Zahlungsplan sind Rechnungen zu schreiben. Bei Teilrechnungen sind die Massen mit anzugeben, die in der Teilrechnung abgerechnet werden ( Aufmaß/Nachweis für bereits erbrachte Lieferungen oder Leistungen ), bei Abschlagsrechnungen erfolgt dies nicht, hier wird ein Prozentsatz oder Betrag x der Gesamtsumme in Rechnung gestellt. Der Zahlungsplan ist für den Kunden, damit er weiß, wann er welche Summen in Rechnung gestellt bekommt, aber eine Rechnung muß kommen. Nur als Beispiel: Auftragsbestätigung mit Zahlungsplan, in dem bspw. steht: Nach dem Aufbringen der Unterspannbahn wird eine Teilzahlung in Höhe von xyz € fällig. Hier wird sich aber keiner den Schuh anziehen und ein Datum eintragen, weil zu dem Zeitpunkt nicht absehbar ist, ob diese Leistung auch wirklich zu diesem Datum erbracht ist ( der Baufortschritt braucht sich nur wegen schlechter Witterung oder noch nicht ausgeführten Vorgewerken verschieben und dann? Der Kunde müsste ja dann für eine Leistung bezahlen, die er noch nicht erhalten hat )

    Auch auf Teil-, oder Abschlagsrechnungen wird die Mehrwertsteuer ausgewiesen.

  • Im Übrigen störe ich mich an Deinem wiederholten Gebrauch des Wortes "Teilzahlung". Teilzahlung leistet ein Besteller, der die Ware schon erhalten hat, aber noch nicht den vollen Kaufpreis entrichten will oder kann. Der hat dann aber die Rechnung über den Gesamtpreis bereits erhalten.

    Voraus- oder Abschlagszahlungen hingegen werden regelmäßig vor Übergabe der Ware geleistet. Im Allgemeinen "nach Baufortschritt" teilweise sogar ohne jeden Fortschritt beim Besteller, wenn es sich um wertintensive Vorfertigungen beim Lieferanten handelt (Beispiel Aufzugsanlagen).

    Wo kommt denn die Definition her? Denn ich gehe da mit Elopant's Beschreibung konform. Dass der Unterschied zwischen Abschlag und Teilrechnung die Detailtiefe ist. Insofern kann ich auch Teilrechnungen über z. B. die Fertigstellung der Unterspannung schreiben. Gleichwohl ist das Gesamte aber noch nicht geliefert. Teilrechnungen sind für mich üblich bei Vorliegen von Teilabnahmen. Ich kann aber gerne nur von Abschlagszahlungen sprechen, wenn es dann nicht zu Missverständnissen kommt.



    Eine Vereinbarung darüber, wann grundsätzlich zu zahlen ist, ersetzt nicht die Anforderung zur einzelnen Zahlung, wenn der vereinbarte Zahlungsgrund real eingetreten ist.

    Das ist natürlich richtig und das möchte ich auch nicht Anzweifeln. Warum kann ein Kostenplan aber nicht die Anforderungen einer Rechnung gleich kommen? Ich schreibe Rechnungen ja aus einem bestimmten Grund. Um meinen Vertragspartner eine Frist zu setzen und bei nicht Zahlen entsprechenden Nachweis darüber zu haben, bez. das grundsätzliche in Verzug setzen. Das ja nur geht, wenn in der Rechnung vor Ablauf der gesetzlichen 30 Tage eine anderen kalendarische genau bestimmbare Frist enthalten ist.


    Ohne Rechnung oder Zahlungsaufforderung auch kein Fristenablauf. Ich erhalte z. B. vom Lohnsteuerverein oder vom ACE über meine Mitgliedsbeiträge nie eine separate Rechnung. Warum geht es da, bei einem verbindlichen Zahlungsplan, der durch seine Beschaffenheit ja den Verzug deutlich macht, hingegen nicht? Das verstehe ich halt nicht und da ist mir "ohne Rechnung keine Bezahlung" einfach kein Argument.


    Was sagt denn unser Steuerberater Der Bauamateur dazu? Kann ich einen Zahlungsplan als Beleg verbuchen? Oder muss es auch steuerrechtlichen Gründen immer eine separate Rechnung mit fortlaufender Nummer sein?

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  • Eine "verbindliche" Antwort kann ich Dir nicht geben, bei mir läuft das bisher so.


    Bsp.: Strom

    Abschlagszahlungen werden anhand der Kontoauszüge gebucht, auch wenn kein Beleg vorhanden ist. Dafür gibt es ja im ersten Jahr den "Vertrag" mit den festgelegten Abschlagszahlungen, und dann die Jahresendabrechnung, in der die Abschläge für das kommende Jahr festgelegt sind.


    Bsp.: Grundsteuer, Wasser

    Hierfür gibt es einen (Vorauszahlungs)bescheid als Grundlage, aber auch keinen Beleg für jede Abschlagszahlung.


    Die Buchungen bekommen ein Nummer, wie wenn ein physischer Beleg für jede Zahlung vorhanden wäre.


    Früher habe ich die Bescheide bzw. Jahresabrechnungen kopiert, und jeden Monat die Kopie eingelegt. Irgendwann bei einer BP meinte der Prüfer, dass das nicht notwendig wäre, so lange der Vorauszahlungsbescheid bzw. die Jahresendabrechnung vorhanden wären. Bei 12 bzw. 4 Buchungen (monatlich oder quartalsweise) ist es ja nicht schwierig diese zu finden.

    Seitdem habe ich nur 1 Kopie ganz vorne in meiner Buchhaltung (Ordner) liegen, auf der ich die Buchungen abhake, und das Original liegt bei der Buchung der Endabrechnung.


    Wie gesagt, ich kann Dir nicht garantieren, dass das so richtig ist.


    Bei der Soll-Buchhaltung müsste ich jetzt nachschauen, ob der Vorauszahlungsbescheid als Verbindlichkeit gebucht wird, und die monatlichen Abuchungen dann gegen diese Verbindlichkeit gebucht werden.

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  • Da muss ich meinen Vorredner Recht geben. Für Abschlagszahlungen muss eine Rechnung gestellt werden. Die zahlen eh erst dann, wenn die Rechnung kommt. Immer dann wenn Geld fließt, will das Finanzamt eine Rechnung sehen und die Buchhaltung sowieso. Ein Zahlungsplan ist nun mal nur ein Plan und keine Rechnung.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Immer dann wenn Geld fließt, will das Finanzamt eine Rechnung sehen

    Das hängt ja wohl maßgeblich davon ab ob die Umsatzsteuerschuld abgeführt werden muss oder nicht.

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  • Nö, jede Zahlung muss belegt sein.

    Das steht da ja auch nicht. Da steht, dass für das Finanzamt für die Abführung der Steuerschuld der Zeitraum der Bezahlung des Kunden relevant ist, nicht der Zeitraum der Vorankündigung.


    Ich hab mir das Thema aber jetzt selber erklärt. Beim Zahlungsplan mangelt es an 2 Anforderungen gem. §14 UStG. Nämlich dem Titel "Abschlagszahlung" und der fortlaufenden Nummerierung. Sofern aber alle Punkte gem. §14 enthalten wären, kann das sehr wohl eine Rechnung darstellen. Und darum ging es mir ja.

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  • Jan, ein Buchungsbeleg muss nicht zwangsläufig eine Rechnung sein, und Steuerschulden entstehen nicht erst bei Bezahlung (siehe Soll-/Ist-Buchhaltung, Bilanzierung oder einfache E/A-Rechnung).

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  • Bin im Urlaub, daher kurz:

    "Rechnung" ist theoretisch nicht nötig, USt musst du bei AZ erst bei Zahlungseingang abführen, egal ob Soll oder Ist- Versteuerung. Nur der AG hat idR ein Problem, weil er die VSt erst bei vollst. Rechnung iSd 14UStG ziehen kann, mithin ein erheblicher Nachteil, zumal Kaufleute ein Recht auf eine vollständige Rechnung haben. Daher würde ich das auch immer nur so empfehlen:

    Bezeichnung als AZ-Rechnung mit fortlaufender Nummer, UST- Ausweis etc. Und dann eine SR ebenfalls so unter Anrg. der gezahlten AZ.

    The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
    - John Maynard Keynes -

  • Bezeichnung als AZ-Rechnung mit fortlaufender Nummer, UST- Ausweis etc. Und dann eine SR ebenfalls so unter Anrg. der gezahlten AZ.

    Genau so ist es gängige Praxis bei kumulativen AR nach VOB/B, also bei Abrechnung von Leistungen der öffentlichen Hand.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • mithin ein erheblicher Nachteil, zumal Kaufleute ein Recht auf eine vollständige Rechnung haben.

    Der bei dem Verbraucher, also Nicht-Kaufmann ja keine Auswirkung haben dürfte. Falls du nach dem Urlaub noch mal Zeit findest, kannst du ja beschreiben was du mit "theoretisch" meinst.

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  • Ich sehe das so:


    Ein "Bauherr" kauft ein Stück Haus gemäß BLB vom BT oder die Erstellung eines Gebäudes nach LV+BB vo einem GU aber vereinbart einen Pauschalpreis. Dann gibt es eine Rechnung und mehrere Teilzahlungen nach Baufortschritt - ohne Aufmaß nach festgelegten Kriterien. Mehr oder weniger genau passend zum Baufortschritt/Wertzuwachs.


    Der Bauherr lässt z.B. eine bauliche Anlage errichten, umbauen oder instandsetzen. EP-Vertrag. Der Bauunternehmer reicht je nach Baufortschritt mehrere Abschlagsrechnungen beim Bauherren ein. Mit Aufmaß. Mit Aufmaßprüfung. Mit Übertrag von Über- oder Unterzahlungen auf die nächste AR bis zur SR. Der Bauherr kauft quasi jeden Bauabschnitt separat.


    Wäre ein Bauherr nicht in der Lage eine Abschlagsrechnung am Stück zu bezahlen, dann könnte der Bauherr auch eine AR mittels mehrerer Teilzahlungen begleichen ohne die Abschlagsrechnung nochmal aufzusplitten in mehrere Rechnungen.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Es ist genau umgekehrt OLger MD . Teilrechnungen müssen konkret gestellt werden mit Aufmaß und Positionen. Abschlagsrechnungen hingegen werden Pauschal in der Regel mit % Angaben gestellt. Jeweils mit Ausweisung der Steuerschuld.

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  • Wo ist festgelegt, dass Abschlagsrechnungen immer pauschal und in % abgerechnet werden? Würde ich so normalerweise nicht akzeptieren. Ich erwarte mindestens einen Bezug auf Titelebene, lieber natürlich auf positionsgenau. Dafür reicht mir dann aber eine Prozentangabe. Nachrechnen muss ich eh.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Wo ist festgelegt, dass Abschlagsrechnungen immer pauschal und in % abgerechnet werden?

    Nirgendwo, aber ich schrieb ja auch "in der Regel". Was ja nicht bedeutet, das es immer so sein muss. Der Sinn einer Abschlagszahlung ist ja, dass Teilwerke in sich noch nicht abgeschlossen sind. Wie will man da also sinnvoll Bezug nehmen? Pos. 1.4 zu 45% fertig gestellt was dann insgesamt 30% der Auftragssumme macht? Das halte ich für unnötig kompliziert. Ich gebe dir aber Recht, das bei Abschlagszahlungen schwer feststellbar ist, wann der Zeitpunkt der Überbezahlung eintrifft. Wenn ich jedoch, wie du sagtest konkret auflisten sollte, böte sich ja eher eine Teilrechnung als Abrechnungsmodell an. Was dann aber wohl auch die Abnahme + Gefahrenübergang zur Folge hätte.

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  • Nö, einfach „Abschlagsrechnung“ draufschreiben, nachvollziehbare Prozentsätze bilden und fertig, oder nicht?

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Ja, dann habe ich dich wohl missverstanden.

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