Entwässerung Einfahrt / Gefälle Zugang

  • Hallo miteinander,


    Außenanlagen stehen an.


    Wir werden die nächsten Wochen mit dem Vorgarten und der Einfahrt / Zugang zum Haus anfangen.

    Pflaster (Betonpflaster) sind schon bestellt. Unterbau wurde vom Rohbauer schon etwas vorbereitet, da müssen wir aber nochmal ran.


    Es soll in etwa so werden wie auf dem Plan, Einfahrt wollen wir noch etwas breiter (links) und bis zur Grenze (rechts).



    Meine Fragen sind jetzt speziell zur Entwässerung der Einfahrt.

    Gefälle ist mit knapp 3% Ok...

    Ein Anschluss an den Kanal haben wir bisher nicht vorgesehen. Wäre aber mit Umständen machbar.

    Ich müsste das Rohr links im Bild etwas ausbuddeln und könnte da dann ran.


    Nun hat ein befreundeter GALA Bauer gemeint wir bräuchten doch eigentlich gar keine Rinne am Gehsteig sondern könnten die Einfahrt so neigen das das Wasser in Richtung Wiese läuft.

    Unser Bauleiter meinte wir sollten eine Rinne am Gehsteig setzten können die aber über ein Drainagerohr im Wiesenbereich entwässern.

    Hier liegt auch ein Teil vom Erdkollektor (hätte also seinen Charme)


    Was ist eurer Meinung nach zu empfehlen? Am liebsten wäre es mir ohne Rinne aber lieber jetzt einmal richtig. Auch ein Anschluss an den kanal wäre möglich (kostet halt...)


    Zweite Baustelle.

    Hauszugang.


    Hier haben wir im Moment ca 7,5% Gefälle ohne Stufe. Im Moment wird der Gehsteig neu gemacht und in diesem Zuge etwas angehoben.

    Unter 6% Gefälle werden wir aber wohl nicht kommen.

    Stufe nötig oder geht das Gefälle?

    Für uns ist es momentan OK. Am Haus etwas flacher dann ein wenig steiler...Ist ohne STufe wesentlich einfacher mit dem Kinderwagen.


    Vielen Dank für die Hilfe.

    Grüße

    Martin

  • 3% sind OK.

    Dachgefälle ist möglich, aber Anschlüsse an Garage und Straße müssen horizontal sein.


    Rinne: damit Dein Regenwasser nicht über den Gehweg läuft. Machen. Sicher ist sicher. Oder nachrüsten, wenn Post von der Gemeinde kommt. Die kann aber teuer werden.


    Die Rinne muss ja nicht genau an der Grenze sein. Kommt da später ggf. noch ein Tor, kann die Rinne stören.

    Nimm eine gut tragfähige Abdeckung für die Rinne (nicht nur eine ausreichend tragfähige). Sonst liegt da irgendwann ein verbeultes Blech. Tipp: Rinne in Beton setzen und mit Rückenstützen sichern. Schotter und Tragschichten gut verdichten zur Vermeidung von Spurrinnenbildung.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Ok, super. Danke schonmal.


    Ich hatte die Rinne über die komplette Breite ein oder zwei Steinreihen nach innen versetzt.


    Die Frage ist nur noch. Entwässern oder Versickern im angrenzenden Wiedenbereich. Boden ist hier aufgeschütteter Sand.

  • Was ist eurer Meinung nach zu empfehlen? Am liebsten wäre es mir ohne Rinne aber lieber jetzt einmal richtig. Auch ein Anschluss an den kanal wäre möglich (kostet halt...)

    Ich hab keine gemacht, wurde auch von der Gemeinde nicht gefordert. Ich muss halt für die Fläche Niederschlagskanalgebühren zahlen (für den Teil, der nicht in angrenzenden Beeten versickert).

    Frag die Gemeinde... bevor du die die Rinne antust!

    Unter 6% Gefälle werden wir aber wohl nicht kommen.

    Stufe nötig oder geht das Gefälle?

    Für uns ist es momentan OK. Am Haus etwas flacher dann ein wenig steiler...Ist ohne STufe wesentlich einfacher mit dem Kinderwagen.


    wir haben auch ein rel. starkes Gefälle auf dem Fußweg zur Haustür, da wir die Querneigung der Einfahrt nicht zu groß machen konnten (Garage) und wollten.

    Sind etwa 30cm auf 3, also 10%. Das einzige... im Winter halt gut räumen, weil 10% und glatt ist blöd. Treppe und glatt ist aber auch nicht viel besser!


    Mit Kinderwagen könntest du aber wie ich auch durch die Einfahrt raus - also Geschmackssache.

    Machst du ein Tor vor die Einfahrt?

  • Muss da nochmal genau in die Briefe schauen die zur Entwässerung kamen. Das ist in Schwabach aber sehr sehr kompliziert. Danke für den tip.


    Nein wir werden kein Tor vor die Einfahrt machen. Auch vor dem Weg zum Hauseingang werden wir nix hinmachen. Links vom zuweg fangen wir dann mit dem Gartenzaun an.

  • Sooo... Gestern noch ein bisschen gelesen..

    So wie ich das rauslese, darf ich tatsächlich über die Straße entwässern. Wäre natürlich außerordentlich praktisch.

    Die Infobroschüre der Stadt schreibt:


    Hier gibt es zwei Hauptunterteilungen:

    a) Wasser, das in die Kanalisation (5) gelangt: Auch das Regenwasser, das über

    die normale Straßenfläche oder über einen Zwischenspeicher (Zisternen) mit

    Notüberlauf in den Kanal geleitet wird. Bitte geben Sie die größe der Zisterne

    in m³ an (6).

    b) Wasser, welches nicht in den Kanal eingeleitet wird (7): Hier gibt es die

    Unterscheidung der „normalen“ Versickerung (z. B. einfach über die Wiese)

    oder einer Versickerung mittels einer technischen Anlage und der Einleitung in

    ein Gewässer. Bitte beachten Sie hier, dass öffentliche Niederschlagswasserka-

    näle, welche auch in ein Gewässer einleiten, zu dem städtischen Kanalsystem

    zählen und gebührenpflichtig sind (z. B. bei Trennkanalisation).


    Oder sehe ich das falsch?

  • Zum Punkt "Einleiten" kann ich Dir nichts sagen, aber zum Punkt Stufen: Würde wenn möglich drauf verzichten. Nicht nur wegen KiWa, es gibt so vieles, was dadurch einfacher wird.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • habt ihr eine genehmigte Entwässerungsplanung der Stadtentwässerung Schwabach? Oder entsteht die noch (wohl eher nicht..).

    Was steht da drin?


    Ich denke, der sicherste Weg wäre die bausweise ohne Rinne genehmigen zu lassen.

    Nur weil es bei der Niederschlagswassergebührenermittlung den Fall gibt, dass das Wasser über die Straße entwässert wird, heißt ja nicht dass es (bei dir) erlaubt ist. Gabs vielleicht früher mal, oder in anderen Ortsteilen, oder ...?


    Andererseits - wer viel fragt, kriegt viel Antwort.

    man schaut sich mal um, was die Nachbarn so gemacht haben, und tut einfach...


    PS:

    kennste? EWS_Stand_12-2017.pdf

  • Bei uns (Erlangen und Umgebung) sind sie ganz heiß auf die Rinnen. Manchmal. Manchmal auch nicht.


    Ich würde -wenn es geht- darauf verzichten wollen. Und gucken ob man zumindest den größten Teil auf dem Grundstück versickert. Regnet es lange, ist der Boden gesättigt, regnet es schlichtweg zu stark, so plätschert das Wasser halt in die öff. Kanalisation.


    Die Rinnen kosten echt viel Kohle. Dann darf man sie natürlich auch regelmäßig reinigen....wenn's ohne geht, dann besser ohne.

  • Entwässerungsplan fürs Haus und separaten für Niederschlag wurden gemacht.

    ...und dort findet sich (natürlich!) eine solche Entwässerungsrinne :)


    Wie schon geschrieben: Wenn die Gemeinde/ die Stadt da mitmacht, würde ich darauf verzichten!


    Lieber versuchen möglichst viel vom anfallenden Regenwasser auf dem Grundstück zu versickern. DAS würde das Kanalnetz entlasten, die Rinne ganz sicher nicht!

  • ... gucken ob man zumindest den größten Teil auf dem Grundstück versickert. Regnet es lange, ist der Boden gesättigt, regnet es schlichtweg zu stark, so plätschert das Wasser halt in die öff. Kanalisation.

    Deshalb gehört für mich als hydrogeologischen Halblaien eine solche Rinne an eine ausreichend dimensionierte Rigole angeschlossen. Dann klappt es auch dauerhaft und unter Entlastung von Kanalisation und Klärwerk mit der Grundstücksentwässerung. Ist das nicht sogar inzwischen planerischer Standard? Hier in B kann ich innerstädtisch garnicht mehr ohne, sonst nur noch gelegentlich.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Da wäre dann ein Fachplaner hinzuziehen. Ich könnte dies schlichtweg nicht sicher planen.

    Richtig. Außenanlagenplaner(innen) können das ganz wunderbar - und meistens klappt es auch. TGA-Planern vertraue ich da nicht mehr. Aber ich vergaß, wofür braucht man schon eine Außenanlagenplanung, die paar Pflanzen und Befestigungen. Dafür gibt es doch die Baumarkt-Berater!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Und ich will es nicht ausführen....also die rigole:D


    Ja es geht mir jetzt darum ,das ja laut Stadt die Entwässerung über Kanal oder über die öffentliche Straße möglich sind. Beides wird ja im selben Absatz erwähnt.


    Ich würde die Einfahrt jetzt etwas neigen und damit einen Teil in den Wiesenbereich versickern. Der Rest läuft auf die Straße und dann in den 5m entfernten Gulli.

    Die anderen Wege lass ich auch am Grundstück versickern...



    Zuviel fragen ist auch immer nix... Aber im Nachhinein noch ne Rinne reinbauen erst Recht nicht.=o

  • Also ich konnte aus dem Text der Gemeinde nicht rauslesen, ob Regenwasser, welches auf dem Hof sich sammelt, über öffentliche Flächen entwässert werden darf.

    Hinzu geb ich zu bedenken, das gerade im Winter bei ungünstiger Witterung Schmelzwasser aus deiner Hoffläche über der öffentlich Weg läuft und dort zu Glatteis führen wird. Was wiederum deine mögliche Sorgfaltspflicht als Anreiner mit Streupflicht ect tangiert.


    Ich erkenne nun aber nicht das Problem der Ableitung des Wassers, da doch in Hausnähe ein Regenwasseranschluss liegt.

    Eine Verbindung der möglichen Rinne mit einem Drainrohr, würde deine Wiese bewässern und überschüssiges ableiten.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Sooo... mal "kurz" telefoniert. Es muss auf jeden Fall eine Rinne oder eine Entwässerungsmulde Richtung Straße hin.

    Ich muss dafür sorgen das kein Wasser auf Gehweg und Straße kommt... auch bei Starkregen.

    Der Passus ist für Altbauten gedacht da es früher scheinbar noch erlaubt war auf die Straße zu entwässern.


    Nach Studie der Entwässerungspläne ist tatsächlich eine Rinne mit anschluss an die Entwässerung geplant gewesen Thomas B  :thumbsup:.

    Laut Rohbauer liegt das Rohr aber auf höhe des Revisionsschachts. Es wurde nicht bis vorne hin geführt und jetzt liegt natürlich einiges an MB drauf.

    Das schreit nach unglaublich viel Arbeit :wall: boge


    Die Idee mit dem Drainagerohr und trotzdem anschliesen gefällt mir.. müsst ich halt nen Bogen legen.


    Naja mal abwarten was unser Rohbauer noch zu Lage und Tiefe des Anschluss zu sagen hat... auf Bergbau hab ich keine Lust. Dann wird versickert.

    Der Anschluss an die Entwässerung ist einfach ziemlich viel arbeit...

  • Dann wird versickert.

    Das sollte schon gehen!


    Zum einen mit einem Quergefälle Richtung Garten (Rasen, Humus), ggf. mit einer Rinne (Achtung: teuer) und einer Versickerungspackung (mini-Rigole).


    Da würde ich es nicht übertreiben. Bei Starkregen kann es auch gerne mal Richtung Straße strömen.


    Und: Versickerungsfähiges Pflaster wäre auch eine (zusätzliche) Maßnahme.


    Gartenbauer mal dazu interviewen.

  • So, schön das es dir gefällt Premiumbreze , das mit der Drainage und anschließen.

    Was für ein Rohr willst du dazu denn nehmen? ein Drainagerohr von der Rolle? Wo hast du das denn her? :D ;)

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Ich würde meinem Baustoffhändler sagen er soll 5m Rinne und das passende Rohr mit auf den Laster schmeißen wenn er die Pflaster liefert. Oder Skeptiker sagt mir in welchem Baumarkt ich die beste Beratung bekomme:P


    Was ist von diesen Muldensteinen zu halten? Optisch halt keine Praline. Das Wasser würde ich so aber auch Richtung Wiese bekommen... Dann könnte ich auch komplett auf eine unterirdische Verrohrung verzichten.


    Thomas B .. Pflaster ist schon bestellt,das fällt somit aus.wäre aber evtl was für unten

  • Hallo,


    ich habe auch Fragen zum Thema und möchte keinen neuen Thread aufmachen:


    Wer legt es fest, dass eine Rinne zwischen Garageneinfahrt und Straße gemacht werden muss? Legt es die Gemeinde fest und somit wäre die mein Ansprechpartner? Im Bebauungsplan finde ich dazu nichts. Oder muss das grundsätzlich gemacht werden?


    Gibt es dann auch immer Vorgaben, wie die Rinne ausgebildet sein muss? Hier im Neubaugebiet haben manche eine Rinne, andere wiederum nicht. Bei einigen wurde nur eine Art flache Rinne aus 3 Pflastersteinreihen geformt.


    Danke

  • Es darf kein Wasser über öffentliche Wege geführt werden. So die Aussage unseres Tiefbauamts.

    Wie ich das mache ist denen egal. Wir werden jetzt wahrscheinlich eine Pflasterrinne ausbilden und einen Ablauf setzen. Kanalanschluss habe ich letzte Woche gebuddelt.

  • Was ist von diesen Muldensteinen zu halten?

    Je nachdem wie groß die Fläche ist, die über die Muldenrinne entwässert werden soll und welches Gefälle die Fläche hat, kann es passieren, dass bei einem Starkregenereignis das abfließende Wasser über die Muldenrinne drüberhinaus fließt - insbesondere dann, wenn es auf der anderen Rinnenseite kein Gegengefälle gibt.


    Bei einer Rinne bleibt i.d.R. auch bei Starkregen deutlich mehr abfließendes Wasser 'hängen'.

    Die Frage ist, ob die Gemeinde eine Mulde akzeptiert.


    Größter Vorteil der Mulde gegenüber einer Rinne ist das Reinigen. Im industriellen/gewerblichen Bereich werden auch oft Muldenrinnen eingesetzt, außer bei Staplerverkehr.


    Eine Rinne in passender Größe und Tragfähigkeit - richtig eingesetzt in Beton mit Rückenstützen - kann auch sehr lange halten. Bei der Auswahl der Rinne bitte auch bedenken, dass nicht nur PKW 'drüberfahren, sondern auch mal ein Möbeltransporter, ein Baufahrzeug, oder sonstiger Schwerlastverkehr, der Bauteile, Baugruppen, Baumaterial oder Brennstoffe bringt und abholt. Den LKW, der den vollen Bauschuttcontainer abholt und mit den Hinterrädern auf der Rinne steht, den mag die billige Rinne schon gar nicht.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • eine Mulde ist eine "Billiglösung" und hat den Nachteil der schlechten Befahrbar ist, besonders wenn man sie nicht genau rechtwinklig quert - dann wackelts vier Mal .

    Eine Rinne würde ich nicht im Baumarkt sondern im Baustoffhandel kaufen, z. B. aus Polymerbeton mit Gußeisen Rosten Klasse D (40 To) und nach Einbauanleitung auch seitlich einbetoniert.

    wenn man da spart dann klappt die Rinne früher oder später seitlich zusammen.

  • So... Urlaub ist vorbei und wir waren nicht untätig... Morgen noch mit Erde auffüllen. Vorne werden wir ein paar höhere Büsche pflanzen. Die restliche Fläche wird Wiese.


    Rinne haben wir gemacht. Hab keine Lust auf Ärger...

    Rundungen und den Anschluss an die Garage haben wir mit Basalt-Kleinstein gelegt. Passt gut dazu.


    Vielen Dank für den Input hier!