Versetzte Position der zweiten Lage bei schmalen GF Platten

  • Hi,


    ich habe mich als Kompromiss zwischen Handhabung und Fläche für Gipsfaserplatten in 62,5cm Breite entschieden.


    Die zweite Lage soll versetzt zur ersten Lage montiert werden. Das wäre trotz halber Platten 625 statt 1250mm) kein Problem, da die zweite Lage nicht in die Unterkonstruktion verschraubt werden muss, sondern in der ersten Lage verschraubt werden kann.

    Was ist denn bei nichttragenden Wänden das kleinere Übel? Übereinanderliegende senkrechte Fügen auf den Profilen und verschrauben beider Lagen im Profil oder versetzte senkrechte Fügen und ein Verschrauben der zweiten Lage in die erste Lage?


    Danke und Gruß

    Christian

  • Ich würde auch dazu übergehen die 2. Lage Quer , also um 90 Grad versetzt , zu montieren .

    Generell würde ich persönlich die Platten so groß als möglich wählen , um einfach weniger zum Spachteln zu haben , und die Stabilität wird auch besser als mit so kleinen Platten .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Danke für die schnelle Rückmeldung.

    Gegen die Montage der Platten quer zur ersten Lage spricht, dass Ferm a cell vorgibt, horizontale Fugen zu vermeiden.


    Mich wundert, dass das bei Gipskarton scheinbar kein Thema ist, bei Gipsfaser aber schon.

  • Ich habe mich für einmal längs und einmal quer entschieden.

    Eine reine Querbeplankung, wie in der Anleitung von K nauf für GKP ist gefühlt die größere Abweichung zur Vorgabe für Gipsfaserplatten.


    Die Hotline des Herstellers darf sich zu Abweichungen von der Verarbeitungsanleitung nicht äußern. Wir waren uns aber einig, dass längs und quer das kleinere Übel für meine Situation ist.


    Als Laie und Schreibtischtäter sind die 2,60x0,625 Platten auch so ausreichend schwer.


    Schön wäre es jetzt noch, wenn die Schrauben mit HiLo Gewinde besser ins Blech gehen würden. Es drückt den CW Ständer immer etwas weg. Da hilft nur, die erste Lage vorzubohren.


    Liegt das an den Schrauben als Kompromiss für eine Holz oder Metall UK oder an mir?


    VG

    Christian

  • Die Hotline des Herstellers darf sich zu Abweichungen von der Verarbeitungsanleitung nicht äußern.

    warum wohl?


    Wir waren uns aber einig, dass längs und quer das kleinere Übel für meine Situation ist.

    Und damit nicht nach DIN / Systemzulassung gearbeitet wird, die Konstruktion also nicht mehr die genormten bzw. geprüften Eigenschaften haben muss. So schnell verabschiedet man sich aus der Gewährleistung!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Schön wäre es jetzt noch, wenn die Schrauben mit HiLo Gewinde besser ins Blech gehen würden. Es drückt den CW Ständer immer etwas weg. Da hilft nur, die erste Lage vorzubohren.


    Liegt das an den Schrauben als Kompromiss für eine Holz oder Metall UK oder an mir?



    das ist eigentlich ganz normal , aber wenn der Schraubenkopf anliegt , sollte er dann auch das Profil an die Platte ziehen , so das es dann passt .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Skeptiker, Du hast Recht, aber laut Hersteller ist eine konforme Verarbeitung dann nur mit 125cm breiten Platten (oder aller 30cm ein cw Profil) möglich.

  • Skeptiker, Du hast Recht, aber laut Hersteller ist eine konforme Verarbeitung dann nur mit 125cm breiten Platten (oder aller 30cm ein cw Profil) möglich.

    Ja, und wo ist das Problem? Ich kann mich nicht erinnern, jemals andere als 125er Platten auf der Baustelle gesehen zu haben. Ja, die sind schwer und für ungeübte Verarbeiter schwer zu handhaben.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Es gibt noch Möglichkeiten (Klammern), aber das verlässt eh den Heimwerkerbereich.
    Dann sollte man sich eher mit den 1*1,5 er Platten anfreunden.

    Nachdenken kostet extra!

  • Ich kann mich nicht erinnern, jemals andere als 125er Platten auf der Baustelle gesehen zu haben.

    es geht hier immer noch um Gipsfaserplatten , die sind meines Wissen´s kleiner ,

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • es geht hier immer noch um Gipsfaserplatten , die sind meines Wissen´s kleiner ,

    Die gibt‘s auch kleiner, die anderen aber auch. GK gibt es auch dünner, ist dann aber nicht mehr innerhalb der DIN bzw. systemkonform oder zugelassen, je nach dem.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich möchte eine positive Rückmeldung geben. Die erste Lage habe ich hochkant verbaut. Bei der Hälfte der Fläche habe ich die zweite Lage nun quer zu den Profilen beplankt. Vorteil ist, dass ich keine Längen über 2,60m benötige, also die zweite Lage keine vertikalen Fugen hat.

    Bereits die erste Lage war nach Aushärten des Klebers sehr stabil. Mit der zweiten Lage ist die Wand für mein Empfinden nun richtig robust, um nicht zu sagen "massiv".


    Nun ist vorgestern der Estrich eingebracht worden. Die Kombination aus Hydrationswärme und Rekordsommer sorgen aktuell für eine Saunalandschaft.

    8-10 Tage nach dem Verlegen des Estrichs darf ich anfangen stoßweise zu lüften. Ich überlege dann auch mit dem Trockenbau fortzufahren.


    Mir ist klar, dass man bei dieser hohen Luftfeuchtigkeit keine Fugen verspachteln soll. Spricht aber generell etwas gegen Beplankung der zweiten Lage mit Fugenkleber?
    Wie wird das auf Baustellen gelöst, bei denen aus Zeitdruck eventuell unten nur abgestellt wurde, damit der Estrich eingebracht werden kann? Wird dann vier Wochen gewartet, bis die Feuchtigkeit des Estrichs verflogen ist?


    VG
    Christian

  • Wie wird das auf Baustellen gelöst, bei denen aus Zeitdruck eventuell unten nur abgestellt wurde, damit der Estrich eingebracht werden kann? Wird dann vier Wochen gewartet, bis die Feuchtigkeit des Estrichs verflogen ist?

    Ja.


    :sarkasmus:


    Baustellen mit Zeitdruck gibt es doch garnicht!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ist ja nicht so, als ob ich nicht auch fertig werden will :) Nur wegen einer Woche würde ich kein Risiko eingehen wollen.

    Dann komplettiere ich die zweite Lage, so wie ich stoßlüften darf.

    Danke

  • Es gibt Zwänge, denen man sich auf einer Baustelle beugen muss und Trockenzeiten gehören dazu, egal wie Termine stressen.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Möchte hier auch was fragen, zu dem Link oben.

    Es gibt ja noch nen anderen Fred, Anschluss Gipskarton an Massivwand.

    Trenfix, Füller in den Spalt zur verputzen Wand und Trennfix abschneiden was noch sichtbar ist.


    Oben in dem Link steht aber so was?

    ...Dauerelastisch Verfugen: Anschlussfugen müssen dauerelastisch mit Knauf POWER-ELAST verfugt werden. Dafür muss die Fuge ausreichend dimensioniert sein (5-8 mm)...


    Ist dass für Decken? Da steht allgemein angrenzende Bauteile. Wahrscheinlich gültig für Wand, Decke... Hier wird der Trennfixstreifen auf das Metallprofil geklebt, damit die elastische Dichtstoff dort nicht haften kann, nur an Platte und Wand.


    Was ist denn nun das bessere? Im andren Fred steht es ja mit Füller, laut W111...

  • Was ist denn nun das bessere? Im andren Fred steht es ja mit Füller, laut W111...

    Die technische Vorgehensweise im anderen Faden und in der hier oben verlinkten Montageanleitung haben eine zentrale Gemeinsamkeit:

    Beide ermöglichen, (wenn auch nur mit begrenztem Maß) entlang einer definierten Geraden eine Bewegung der Trockenbauwand gegenüber der Massivwand. Der durch das Trennfix-Band gebildete gerade Riss bleibt offen, beim "Power-Plast" nimmt - zumindest eine Zeitlang - der elastische Füllstoff die Bewegung auf. Aber schon ein hierauf befindlicher Anstrich wird im Laufe der Zeit Haarrisse bekommen oder sich verfärben, wie bereits im anderen Faden dargestellt wurde.


    Besser also ist aus meiner Sicht als optisch orientierter Theoretiker bis hierher also klar der Trennfix.


    Als Freund der freien Bewegungsmöglichkeit bevorzuge ich persönlich in vielen Fällen ganz klar die Ausbildung gleitender Anschlüsse. Aussichtslose Kämpfe, wie den gegen Risse im Anstrich auf Fugenfüllungen überlasse ich anderen und gebe statisch beweglichen Anschlüssen einfach ihre Freiheit. Deshalb enden bei mir Trockenbauwände - zumindest oberhalb der Spannweite der Decken von durchschnittlichen EFH - an ihrem oberen Ende meist nach Detail Knauf

    W112.de-VO2 oder W112.de-VO3 (beide S. 34 des im anderen Faden verlinkten Hefts von Knauf), also gleitend. Nach diesen Details hatte ich übrigens auch im anderen Faden schon gefragt.


    Und nun wird es erstmal verwirrend: Für noch besser als das zugespachtelte Trennfix halte ich Knauf W112.de-A9 auf S. 30 des bereits zitierten Heftes. Da gibt es nie sichtbare Risse! Aber dafür gibt es a) eine ca. 10 - 15 mm breite sichtbare Schattennut / Schattenfuge und b) eine um 25 mm dickere Wand als bei den anderen Lösungen. Und das ich ja den Deckenanschluss ebenfalls so ausbilden lasse gibt es sogar dreiseitig eine gleichmäßige Optik in der Ansicht. Und Geniesser setzen diese Optik sogar noch am Boden mit einer unterschnittenen Sockelleiste nach Knauf W112.de-VU3 (Seite 33) fort. Das ist aber zugegebenermaßen nicht bei allen Brand- und Schallschutzanforderungen möglich - jedenfalls nicht ohne weiteres.


    Dennoch ist diese dritte Bauart die - man ahnt es sicher schon - von mir präferierte. Im EFH bei bescheidenen Raumhöhen und Spannweiten und mit aufgesetzter Sockelleiste dann eben der Trennfix. Von Acryl rate ich ab, auch wenn es um einen Anschluß weißer (also gestrichener) Bauteile an einander geht.


    Ich habe fertig!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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