Abdichtung Kellerwand anders als beauftragt (schwarz statt Doyma)

  • Guten Tag zusammen,

    ich hätte noch mal eine dringende Frage.


    Unsere neue Heizungsanlage wird gerade im Nebengebäude installiert, deshalb werden aktuell Leitungen (Wasser, Heizung, Strom und Gas) aus unserem Keller zum Nebengebäude (und zurück) geführt.


    Vereinbart in der Auftragsvergabe war die Abdichtung der Rohre durch Doyma-Dichtungen (wörtlich: "Abdichtungen der Wanddurchführungen Wohnhaus durch Doyma-Dichtungen, liefern und montieren"). Der Keller steht auf Lehm, seitlich ist mit Kies verfüllt. Die Rohre werden durch braune HT-Leerrohre geführt, die im Erdreich vom Nebengebäude bis zum Wohnhaus laufen.


    Jetzt hat der Betrieb die Leerrohre durch die Kernbohrung geführt und einzementiert und von außen schwarz abgedichtet. Die Rohre sind durch die Kernbohrungen durchverlegt, sodass von außen nach innen der Aufbau folgendermaßen gestaltet ist:


    1) Mauerwerk rings um die Kernbohrung

    2) eine dünne Schicht Zement zwischen HT-Rohr und Mauerwerk (vermutlich eine Dichtschlämme)

    3) HT-Rohr

    4) Verbindungsrohre für Heizung, Wasser, Gas, Strom.


    Auf Reklamation (wieso ist hier nicht mit Doyma gearbeitet, das war für die Auftragsvergabe relevant?) hat der Betrieb geschrieben, dass man die Doyma-Dichtungen in das HT-Rohr setzen wird, um alles abzudichten:


    "Bezüglich der Abdichtung ist das schon richtig wie es gemacht worden ist.

    Das Leerrohr bzw. Futterrohr wird zur Wand abgedichtet.

    In das Futterrohr kommt dann zusätzlich die Doyma Dichtung hinein.

    Diese wird noch montiert.

    Da das Leerrohr zusätzlich durchgängig bis zum Atelier verlegt ist, kann dort keine Wasser eindringen."


    Ich stelle mir die Frage, ob die Abdichtung dauerhaft hält, weil zwischen dem Mauerwerk und den Doyma-Dichtungen der Zement und die HT-Rohre sitzen. Müsste nicht zwischen der Doyma-Dichtung und dem Mauerwerk ein Doyma-Systembauteil sein anstatt dem braunen HT-Rohr?


    Eigentlich war nämlich vereinbart, dass die Doyma-Dichtungen direkt in die Kernbohrung eingesetzt werden, und sauber abdichten. Und jetzt wäre es sicherlich noch möglich, etwas zu verändern... auch wenn es einen Mehraufwand verursacht.


    Vielen Dank für Eure Antworten!

    Beste Grüße,

    Tom

  • Eine Domya montiert, ist noch keine verläsliche Abdichtung gegen drückendes oder nichtdrückendes Wasser.

    Eine solche verspannbare Rindichtung muss in einem entsprechenden Loch montiert werden.

    Wenn z.b. der Kernbohrer in eine Vollziegelmauer es schafft ein perfektes Loch zu bohren, so kann darin zwar eine Ringraumdichtung eingespannt werden, aber das Wasser wird trotzdem daran vorbei laufen können, da Mauerwerksfugen das nicht halten können.

    Hätte das KG-Leerrohr per Doyma eingeführt und abgedichtet werden sollen, so bräuchte es erstmal pro Durchführung einen Mauerdurchbruch von ca. 20cm

    Darin wird ein Futterrohr fixiert und abgedichtet und in diesem Futterrohr könnte man dann eine Doymadichtung mit KG-DN100 platzieren.

    In Summe viel Aufwendiger.......

    Man kann auch KG-Rohre direkt abdichten.. dazu gibt es aber auch spezielle Bauteile mit Dichtkragen ect. die LAnglebiger sind als die geschmiere auf den Bildern.

    Kraso oder Hauff, als suchbegriff.

    Wenn die Leerrohre (hier in KG) dicht bis ins Nebengebäude verlegt wurden, ist eine Innere Abdichtung im KG Rohr nur der Luftdichtung wahrscheinlich geschuldet.

    You do what you have to do, man. :bier::yeah:

  • Mist,

    also falsch beauftragt? Entspricht da irgendwas den aaRT?


    Nun ist es also so... Was könnte denn in der Situation noch „gerettet“ werden? Ist es denn verhältnismäßig, nach einer Ausführung mit Kraso zu fragen?


    Beste Grüße,

    Tom

  • Du schreibst, die Kellerwand ist aus "Mauerwerk" errichtet? Wie ist denn das Mauerwerk gegen das Erdreich und evtl. Wasser abgedichtet? Es macht ja wenig Sinn, eine Dichtung, die fuer WU-Beton und Lastfall drueckendes Wasser gedacht ist, in eine Standard-Mauerwerkswand einzusetzen.

  • Doyma hat ein sehr großes Sortiment an Abdichtungsbauteilen für wasserdruckbelastete Wand- und Bodenplattendurchdringungen. Ohne genauere Spezifikation ist diese Festlegung so sinnvoll wie die Aussage „ich kaufe mir einen Mercedes“. Wenn man die Doyma-Dichtung dann aber in eine mit KMB abgedichtete Mauerwerkswand einbaut, wird es vollends sinnlos. Dafür ist nämlich fast keine Doyma-Dichtung geeignet, ohne spezielles weiteres Einbauteil keine.


    Der Betrieb soll zeigen, dass der Einbau entsprechend der Systemzulassung erfolgte! (Der schwarze Pamps hat nichts mit den Systemzulassungen zu tun!)


    Wer hat sich den Unsinn ausgedacht?

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Danke für Euer Feedback!


    Das hat sich der Betrieb ausgedacht, der mit dem Einbau der Heizungsanlage und der Verlegung der Rohre beauftragt ist.


    Ich werde also den Nachweis erfragen, dass der Einbau entsprechend der Systemzulassung erfolgt ist.


    Der Nachweis wird schwierig zu erbringen sein, wenn ich Euch richtig verstehe. Ist es denn gerechtfertigt zu fordern, dass die Durchführung neu gestaltet wird? Mit einem für Mauerwerk/KMB zugelassenen System?


    Merci!

    Hinterher schlauer... :-(

  • Nach deutschem Recht würde ich als juristischer Laie eine Ausführung, die nicht der Systemzulassung entspricht, für mangelhaft halten.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Ich hab mal geschrieben und warte jetzt auf die Antwort. Zur Info:


    Sehr geehrter Herr xxx,

    ich muss jetzt noch mal nachhaken. Die Notwendigkeit ist, dass die Wanddurchführung dicht ist. Der Keller steht auf Lehm, in den vorderen Gewölbekeller unseres Hauses drückt bei starken Niederschlägen regelmäßig Wasser, es ist evident, dass der hintere trockene Keller - gemauert und mit KMB abgedichtet - ebenfalls durch aufstauendes Wasser belastet wird. Die extremen Niederschläge (und Schäden) der letzten Tage zeigen, wie wichtig eine fachgerechte Abdichtung ist, die den anerkannten Regeln der Technik entspricht.


    Ich habe bei der von xxx verbauten Konstruktion erhebliche Zweifel an der Dauerhaftigkeit des Systems. Und wir können es uns nicht erlauben, dass unser trockener Keller sich im Laufe der Zeit zum Feuchtgebiet entwickelt. Sie erinnern sich sicherlich daran, dass Sie mir versichert haben, dass durch den Einbau des Doyma-Systems ein System verbaut wird, dass die Rohrdurchführungen in den trockenen Keller gegen Wasser absichert.


    Ich benötige deshalb den Nachweis, dass der Einbau der Doyma-Dichtungen entsprechend der Systemzulassung erfolgt. Oder einen alternativen Plan (Rückbau, Neuausführung), wie die Rohrdurchführungen regelgerecht abgedichtet werden. Ich muss da wirklich insistieren, wir brauchen einen trockenen Keller. Da gibt es sicherlich gute Systeme, die eine Zulassung haben für Mauerwerk/KMB, aber da kennen Sie sich besser aus.


    Beste Grüße,

    Tom Koehl

  • Ok,

    hier die Antwort der Firma:


    Sehr geehrter Herr Köhl,

    seien Sie bitte versichert das wir die Abdichtung fachgerecht ausführen werden.

    Die Firma xxx brauch keine Probleme!

    Die Futterrohre werden mit einem zusätzlichen Dichtflansch von außen versehen.


    Herr xxx kümmert sich darum.


    Mit freundlichen Grüßen


    Was denkt Ihr, soll ich nachfragen was für ein Dichtflansch (Hersteller, System)?


    Denkt Ihr, dass die schwarze Abdichtung für die Abdichtung mit Flansch noch Probleme verursacht, muss die runtergenommen werden?


    Beste Grüße und

    Danke für Euren Input!

    Tom