Aufteilung nach WEG

  • Hi Leute!


    Eigentlich habe ich nur eine banale Frage.

    Wir (Meine Schwester, ihr Mann und ich) haben nun die Aufteilung nach dem WEG endlich mal in die Hand genommen.

    Einen Entwurf der Teilungserklärung haben wir zur Durchsicht bereits erhalten.


    Im einleitenden Gespräch mit dem Notar machte dieser deutlich, dass die Kosten des Notars nach den Miteigentumsanteilen aufgeschlüsselt werden solle.

    Mein Anteil ist 3/10, der Anteil meiner Schwester und ihres Mannes sind 7/10.


    Als wir den Notar verließen, meckerte mein Schwager schon leicht, wir hätte ja beide einen Vorteil und es müsse doch halbe halbe sein.


    Da der Entwurf der Teilungserklärung eine noch auszufüllende Lücke aufweiste, habe ich den Notar in einem heutigen Telefonat noch einmal kurz dazu befragt.

    Nun hieß es ... man könne es so machen ... oder eben anders ...


    Es geht mir hier sicherlich um ein paar Euro ... ich möchte lediglich, dass das fair für beide Parteien aufgeschlüsselt wird.

    (Und ich habe überhaupt noch keine Ahnung, was das ganze Spiel insgesamt kostet - soll aber hier nicht Thema sein.)


    Wie sind Eure Erfahrungen?


    Ein Argument habe ich schon gehört: Bei einer Realteilung würde halbe-halbe gemacht.

    Als Vermesser weiss ich aber auch, dass diese Pauschalisierung nur daher rührt, weil der Berechnungsschlüssel durch Zu- und Abschläge und verschiedenste Ansätze keine Rückschlüsse auf z.B. anteilige Grundstücksflächen liefert.


    Ein paar Eckdaten:

    Verkehrswerte ca. 192.000 und 360.000 €

    WF 73 und 137 m²

    MEA 3/10 und 7/10


    Besten Dank im Voraus

    Olaf

  • Eben. Notarkosten beim Kauf einer Wohnung werden ja zb auch nach dem Kaufpreis ermittelt, obwohl der Aufwand des Notares fast nichts damit zu tun hat. Wer mehr bekommt, bezahlt auch mehr.

  • Andererseits passen aber die MEA's weder zum Flächen- noch zum Verkehrswert-Verhältnis...
    Ich denke ein absolutes "gerecht" gibt es in der ganzen Konstellation ohnehin nicht. Dazu gibt es einfach zu viele Aspekte und Möglichkeiten, an denen man eine Aufteilung festmachen kann.
    Prinziepiell würde ich auch dazu tendieren, die Kosten nach den MEA's aufzuteilen.

  • Guten Morgen!


    Zunächst einmal vielen Dank!


    Zitat

    Man könnte sich auch fragen, warum die MEA nicht entsprechend des Verkehrswert bzw. Flächenanteils geteilt werden. Also 35:65 statt 30:70.


    Wir haben damals vereinbart, dass wir das Grundstück von seiner Nutzung her 30 % - 70 % aufteilen.

    Dementsprechend sind auch die Kosten des Grunderwerbs verteilt worden.


    Danach erst haben wir uns um den Hausbau gekümmert.


    Da wir uns einen Teil der Zufahrt teilen, habe ich die Flächenanteile umgerechnet und die Gebäudetrennung (2 separate Gebäudeabschlusswände) so positioniert, dass das genannte Verhältnis der Grundstücksflächen eingehalten wurde.


    Rein theoretisch hätte ich sowohl größer, als auch kleiner bauen können.

    Die Baukosten hat zudem jeder für sich in einem separaten Bauvertrag übernommen.


    Wäre es zudem nicht egal, wie die MEA ins Grundbuch geschrieben werden?

    Die Lasten übernimmt derzeit und weiterhin jeder für sich.

    Die Kosten werden bisher seit Jahren immer im Verhältnis zum Nutzen aufgeteilt.

    (Ein Posten gefällt mir zwar nicht - bin mir da aber auch unsicher und werde das zu einem späterne Zeitpunkt mal nachfragen.)

    Würde also einmal eine Sanierung der Fassade geplant sein, würden wir die Kosten anteilig der anfallenden Flächen verteilen.

    Dachhaut - hierfür gilt das Gleiche, gemeinsame Heizung - nach Wohnfläche, thermische Solaranlage zur Warmwasseraufbereitung - dito ...


    Lageplan GHS.pdf

  • Gewöhn Dich schon mal an ein Leben in einer Zweier-WEG mit Anteilsübermacht bei einem Eigentümer. Alles, was nicht eines einstimmigen Beschlusses bedarf, wird über Deine Kopf hinweg entschieden werden.

    Und je mehr Du den Mehrheitseigner "ärgerst", um so weniger wird der bei solchen Entschlüssen an Dich denken.


    All diese Gedanken hättest Du Dir vor der Festlegung 70/30 machen sollen und müssen.


    Klingt böse, aber ist die Realität.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Hi Ralf!


    :)


    Den Passus habe ich in der Teilungserklärung schon mal ändern lassen. Jede Partei hat demnach eine Stimme!


    Cool mit der Benachrichtigung über dem Systray ,,,

  • Die Lasten übernimmt derzeit und weiterhin jeder für sich. ... Die Kosten werden bisher seit Jahren immer im Verhältnis zum Nutzen aufgeteilt.

    Steht das auch so in der Teilungserklärung?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • HI!


    Hmmm ... noch nicht so ganz ... darüber muss ich mit den Beiden noch mal reden ...