Feuchte Wand, ab welchen Wert soll gehandelt werden ?

  • Hi,


    ab welchen Feuchte Wert wird es kritisch für die Bausubstanz (Wand)


    Folgendes Problem:


    Ich habe eine Wand die eine Feuchte Wert von 11-16 % hat.

    In der Heizphase war die Wand wieder trocken.Also wollt ich die Stelle streichen.

    Zur Sicherheit habe ich sie aber jetzt beim ersten Starkregen nochmal überprüft.

    Da lag der Wert bei 16 %

    Dann durch die warmen Temperaturen war ich wieder bei 11%


    Gestern kam wieder was runter.(Unwetter)

    Nun ist der Wert wieder bei 16 %.


    Sind die 16 % kritisch für eine Ytong Wand ?

    Auch wenn sie in der Heizphase abtrocknen kann ?


    Schimmel ist zu keiner Zeit entstanden.Nur leicht fleckig (gelblich)

  • Ist die Wand verputzt? Wenn ja, wie dick?


    Mit welcher Messtechnik wurde gemessen (elektrische Widerstandsmessung mit Einstechelektrode oder Hochfrequenz-Methode (Kugelelektrode)). Mit welcher Einstechtiefe wurde bei ein Einstechelektrode gemessen? Welche Materialkennlinie war eingestellt? Zeigte das Messgerät Masseprozent, Volumenprozent oder einfach nur „Digits“, also „Messeinheiten“ an? Wo (in welcher Höhe, innen außen) wurden die Wände gemessen und an wievielen Messpunkten? Wie verteilen sich die Messwerte an / auf der Wand?

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Die Fragen von Skeptiker sind zwar alle berechtigt, aber ich würde sagen:


    * Die Messwerte immer nur vergleichend heranziehen. Also die feuchte Wand mit einer Wand gleichen Materials vergleichen, die nicht feucht ist.

    * Wenn die Wand verputzt ist und tatsächlich nach einem Unwetter feuchter wird (und eine andere Wand eben nicht), dann ist es vollkommen egal, welchen absoluten Wert dein Messgerät zeigt. Denn dann gibt es irgendwo eine undichtige Stelle, an der Feuchtigkeit in die Wand eindringt. Und dann würde ich handeln, unabhängig ob dein Messgerät 11, 15 oder 55 anzeigt.

  • Irgendwie kommt mir das bekannt vor... Haben wir da nicht schonmal drüber spekuliert, ob die Feuchte von einem Abwasserrohr etc. kommen könnte? Dann ist ja jetzt zumindest klar, dass sie wohl von außen/unten kommt. Kann es sein, dass dein Estrich mal wieder auf nasser Dämmung schwimmt?

  • Ja die vermutung war mal das es eine Wasserhahn ist.(Garten)

    Nur war die Wand ja jetzt über die Heizperiode trocken.Nur ist sie jetzt wieder nach starkregen nass.

    Wieso aber nur von der Seite wo das Wohnzimmer ist ?

  • Pin Cho , kannst Du bitte alle Fragen beantworten, wenigsten die meisten? Sind Deine Maßangaben zur Putzstärke korrekt? Ist der gesamte Putzaufbau der Wand wirklich nur ca. 1,1 -1,3 mm stark?

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Ich wiederhole mich: Kannst Du bitte auch noch die anderen gestellten Fragen beantworten?


    Eines zeichnet sich aber bisher ab: An / in der Innenwand scheint Feuchtigkeit kapillar aufzusteigen. Mehr vielleicht nach Beantwortung der weiteren Fragen.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Was denn nun, 1,3 mm oder 15,0 mm? Das unterscheidet sich immerhin um den Faktor 11!


    Was zeigt Dein Gerät denn nun genau an?


    Bis zu welcher Höhe sind denn die anderen, nicht mit Messwerten versehenen, Wände feucht? Vielleicht ist es sinnvoller, dass Du im Abstand von ca. 1 m die Oberkante der durchfeuchteten Wandfläche als Maßangabe über Fertigfußboden in notierst.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Oh,natürlich 13-15 mm

    Gut, dann zeigt Dein Messgerät die Feuchte des Putzes an, nicht die des Porenbetons. Ob der Porenbeton ebenfalls feucht ist, wissen wir nicht.


    Jetzt wäre es wirklich sinnvoll zu erfahren:

    1. welcher Putz aufgetragen wurde. Ist es Gipsputz?
    2. in welcher Einheit die Anzeige Deines Geräts für welches Material erfolgt (Masseprozent für Nadelholz, CM-Prozent für Zementestrich ...)

    Dann lässt sich möglicherweise umrechnen, ob Deine Messwerte für den Putz kritisch sind.


    Kannst Du prüfen ob die Oberkante des feuchten Wandbereichs überall ungefähr auf der selben Höhe verläuft (siehe # 12)? Diese Frage stellt sich für alle Wände des Geschosses!

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Also die Wand die in der Skizze mit 17 % angegeben ist,ist auf der Seite WZ nicht ganz bis zur Treppe Feucht.

    Also von dem Pfeil richtung Treppe.


    Es wurde Maschinenputz aufgetragen(Gips)

    Skeptiker Also könnte es sein,das nur der Putz Feucht ist.

    Nicht die wand ?

  • Hier mal ein Bild

    Schade, Bild wird nicht mit zitiert


    Da ist zu sehen, dass der untere Anschluß des Terrassentürelements im Dreck = unterhalb des Geländes liegt. Wwenn der nicht 100% dicht ist, säuft der Bodenplatte bei jedem Regen ab. Ein bissel Gefälle auf der Bopla und schwupps - isses Wasser an der Innenwand. Poroton = Schwamm.

    Und Freude.


    Das Thema des geplanten Absaufens hatten wir aber meine ich auch schon mal.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Die beschreibung zum Messgerät.


    Mittels zweier Elektroden, die in die Oberfläche gedrückt werden, ermittelt das Gerät die Feuchtigkeit von Materialien wie Brennholz, Beton oder Estrich.


    Produktdetails

    • Feuchtigkeitsmessgerät für Holz und Baumaterialien (z.B. Wände, Estrich, Beton)
    • Messbereiche: Holz 4 – 60%, feste Materialien 0,2 – 3,0%
    • 2 Elektroden messen den Feuchtigkeitsgehalt
    • Ergebnis wird in Prozent auf digitalem Display angezeigt
    • Batterien und Tasche im Lieferumfang enthalten
    • Größe: 90 x 50 x 20 mm
    • Beispiele für Messergebnisse: zu feucht sind Ergebnisse zwischen 2 – 15% bei Holz und 0,2 – 0,3% bei Estrich, Gips oder Putz

    Wie kann er dan 17 % anzeigen ?

    Gips 0,2-0,3 % ?

  • Ralf Dühlmeyer

    Der Terassenbereich wurde abgedichtet.

    Da wo wasser reingelaufen ist,wurde eine Drainage (Notmaßnahme errichtet.Zumindest ist das Wasser nicht mehr über Bodenplatte angestiegen.

    Bevor der Fussbodenaufbau und estrich rein kam,stand das WZ ja leer.im Bereich der Terassentüre war zumindest die paar Monate nichts zu sehen das was rein gelaufen ist.


    Ok hab ein Fehler entdeckt.Gerät war auf Holz eingestellt.

    Nun habe ich es auf Wand umgestellt.

    Der Wert ist nun 0,7

  • Das Messgerät taugt nicht für absolute Messergebnisse, sondern NUR für VERGLEICHENDE Messungen bei GLEICHEM Material. Für deine Zwecke sollte das aber trotzdem ausreichen. Wenn Du mehr Messwerte haben und nicht deine ganze Wand löchern willst, kannst Du dich gerne per PM an mich wenden, ich habe noch ein kapazitives Messgerät, das ohne Einstichelektroden auskommt und 19mm tief misst. Kannst Du gerne ausleihen.


    Ansonsten sehe ich es wie Ralf, Dein Wohnzimmer gleicht bei Starkregen einer Badewanne, und die Erkenntnis ist ja nicht neu.

  • Auch trotz Drainage und Abdichtung ? Feelfree ?

    Hab mal die Drainage mit eingezeichnet.(rot)

    Lage Drainage,Unterkannte bodenplatte.

    Entwässert wird in RW Leitung.

    Wasseranstieg zu diesem Zeitpunkt nicht meher über Oberkante Bodenplatte

  • Kannst Du bitte meine Fragen beantworten:

    Bis zu welcher Höhe sind ... die anderen, nicht mit Messwerten versehenen, Wände feucht? Vielleicht ist es sinnvoller, dass Du im Abstand von ca. 1 m die Oberkante der durchfeuchteten Wandfläche als Maßangabe über Fertigfußboden in notierst.

    und zwar als Zahlen in Deiner Grundrissskizze - immer entlang der Wand

    Skeptiker Also könnte es sein,das nur der Putz Feucht ist. Nicht die wand ?

    Ja, es ist aber bei Porenbeton eher unwahrscheinlich. Man müsste dafür mit längeren isolierten Einstechnadeln ausschließlich im Porenbeton messen. Das geht mit Deinem Gerät nicht. Nehmen wir einfach an, der Porenbeton sei auch feuchte / nass. Er wird dies langsamer, nimmt dann aber absolut mehr Feuchte auf, als Gips. Er braucht also auch erheblich länger zum Trocknen.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Skeptiker

    Dann ist es also auch möglich,das durch das heizen,(Fussbodenheizung) der Putz trocken war.

    Nun wo die Heizung nicht läuft,die Feuchtigkeit von dem Porenbeton in den Putz wieder eindringt ?

  • Wenn die Feuchteverteilung in den Wänden annähernd gleich ist, läuft eine größere Menge Wasser auf Deine Bodenplatte und verteilt sich unterhalb des schwimmenden Estrichs sehr schnell gleichmäßig. (Was ja schon länger bekannt ist.)


    Der Gipsputz leitet die Feuchte ebenfalls schnell kapillar nach oben und ist dann messbar nass. Das hat mit hoher Wahrscheinlichkeit nichts mit der Trinkwasserleitung zu tun. Ob Du kapazitativ oder über Widerstandsmessungt misst, ist letztlich egal. Hier geht es ja nur um eine qualitative Messung. Eine kapazitative Messung ist zerstörungsfrei. Allerdings hast Du bei einer derartig nassen Potenbeton-Wand ein ganz anderes Problem als die Einstichlöcher der Elektroden.


    Um auf Deine ursprüngliche Fragen zurückzukommen:

    1. Mit dem Streichen solltest Du warten, bis die Ursache des Wassereintritts gefunden und sicher beseitigt wurde.
    2. Dem Porenbeton mach die Feuchte nichts, sie beeinträchtigt nicht seine Tragfähigkeit.
    3. Dem Raumklima trägt die wahrscheinlich sehr hohe Raumluftfeuchte nicht zu. Es besteht Schimmelgefahr.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Hoppala...tja...sorry...aber da liegt Ralf schon richtig, Pin Cho.


    Bei starkem regen kommen da ja gewaltige Wassermassen zusammen. Von Deinem Dach, dem des Nachbarn, von der Straße, vom anderen Nachbarn usw. usf.


    Da kann so ein Regenwasserkanal auch mal an seine Grenzen kommen. Und das darf der auch!


    Natürlich sollte idR das anfallende Regenwasser schön abgeleitet werden, es darf aber auch bei sehr starken Niederschlägen "überlaufen" Das ist eine Abwägungssache. Natürlich könnte man so einen Kanal auch so dimensionieren, dass er immer allen Eventualitäten trotzt, das ist aber zumeist nicht wirtschaftlich vertretbar. Also läuft der RW-Kanal eben bei sehr starken Niederschlägen auch mal über. Völlig egal? Ja....außer man hat unterirdisch System angeschlossen, die da nicht hingehören. Drainagen zum Beispiel. Und diese unterirdischen, also tiefer liegenden Anschlüsse können bereits geflutet werden, wenn der Kanal auf der Straße noch gar nicht "über die Ufer tritt", da sie ja tiefer liegen. Also ein Ereignis, welches sich -das zeichnet sich jetzt sehr schön (?) ab- wohl noch viele Male wiederholen könnte (und wird).


    Warum wohl sollte man Drainagen eben nicht ans Kanalnetz anschließen....das hat schon gute Gründe.

  • Skeptiker

    Dann ist es also auch möglich,das durch das heizen,(Fussbodenheizung) der Putz trocken war.

    Nun wo die Heizung nicht läuft,die Feuchtigkeit von dem Porenbeton in den Putz wieder eindringt ?

    Ja, das ist möglich, aber nicht Dein eigentliches Problem. Du dokterst hier an den Folgen von Symptomen herum, während an der eigentlichen Krankheit nicht getan wird.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.