DeckenBelastung durch Knauf N440

  • Hi,


    wir wollen Knauf N440 (F422.de N440) Fließestrich mit 3 cm Aufbauhöhe auslegen.


    Ich würde gerne wissen, wie viel Belastung auf unsere Decke kommt.


    Dazu müsste ich doch von Knauf das Raum Gewicht hinzuziehen, oder?


    Bei Knauf findet sich das Raum Gewicht von 2,2 kg/Liter. Demnach würde meine Rechnung so aussehen:

    10 dm Länge * 10 dm Breite * 0,3 dm Aufbauhöhe = 30 dm³ = 30 Liter für 1qm


    1 Liter entspricht 2,2 kg bei Knauf, also erhalte ich 2,2 Liter/Kg * 30 Liter = 66 kg auf 1 qm.


    bei 40 m² Wohnraumfläche ergibt das:

    40 qm * 66 kg/qm = 2640 Kg = 2,64 Tonnen.


    Dieses Gewicht erscheint mir sehr hoch. Irgendetwas stimmt doch bei der Rechnung nicht. Kann ich das Raumgewicht von Knauf tatsächlich hinzuziehen?


    Vielen Dank.


    Gruß

    Schmidt

  • wobei mir die 2,2kg/l recht hoch erscheint

    nö, 0,22 kN/m2 je 1 cm Dicke stehen exakt so in EC1-1-1, Tab. NA.A.18 für Calciumsulfatestriche (zitiert nach Schneider Bautabellen für Ingenieure, 23. Auflage)


    Der Quadratmeter Estrich wiegt bei 3 cm Stärke damit exakt 66 kg. Es stimmt also alles!


    Weshalb möchtest Du, dralban7 das denn so genau wissen? Geht es Dir um die Traglastreserve Deiner bestehenden Decke? Es wäre nicht die erste Bestandsdecke, auf die ein nass aufgebrachter Estrich nicht mehr aufgebracht werden darf, ohne die Tragfähigkeitsreserve voll auszunutzen oder sogar zu überschreiten. Lass Dir das vom Statiker ausrechnen!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Weshalb möchtest Du, dralban7 das denn so genau wissen? Geht es Dir um die Traglastreserve Deiner bestehenden Decke? Es wäre nicht die erste Bestandsdecke, auf die ein nasser Strich nicht mehr aufgebracht werden darf, ohne die Tragfähigkeitsreserve voll auszunutzen oder sogar zu überschreiten. Lass Dir das vom Statiker ausrechnen!


    Danke erst einmal an alle für die Beiträge.




    Hi Skeptiker,


    der Statiker kommt die Tage. Der wird uns aber bzgl. Heizung nichts sagen können.


    Wir brauchen einen Tipp bzgl. Fußbodenheizung samt leichten Aufbau (Nass- oder Trockenverfahren).


    Nach meiner Rechnung kommt immer noch viel Gewicht drauf. Ein Architektenfreund (der ja kein Statiker ist) hat gesagt, dass dürfte viel sein. Wie geschrieben, der Statiker ist unterwegs. Bis der Statiker kommt, will ich nicht unnötig Zeit verlieren und schon einige, leichte Fußbodensysteme ausfindig machen.


    Habe diese Infos gefunden oder vielleicht habt ihr eine Idee:


    Trockensystem:

    Ich habe Trockenbausystem IndorTec THERM von Gutjahr (Fußbodenheizung mit nur 3 cm Aufbauhöhe: IndorTec THERM neu von Gutjahr) gefunden.

    Soll 9,5 kg/m² Gewicht samt Aufbau haben.


    Nassverfahren:

    Könnte auch Knauf F441 EPO-Leicht (Leichtausgleichmörtel) in Frage kommen?


    Dachte ich frage mal, falls so ein Problem (alte Decke samt Lösungsidee für Fußbodenheizung) bekannt ist.


    Vielen Dank.


    Gruß

    Schmidt

  • Das verlinkte System von Gutjahr ist kein Trockenbausystem im von mir ursprünglich gemeinten Sinne eines Trockenestrichs. Wie im Anbieter-Video dargestellt, handelt es sich dabei auch um keinen Estrich im herkömmlichen Sinne: Es wird lediglich eine Blechlage schwimmend auf Styropor als Trittschall- und Wärmedämmung verlegt, darauf dann über einer "Entkoppelungslage" Fliesen verklebt. Nach dem Video des Anbieters verlegt der Fliesenleger also eine Trittschalldämmung, darauf Wärmeleit- und Lastverteilungsbleche, dann legt er Fliesenleger Heizleitungen (!), bringt eine faserbewehrte Kleberschicht auf, um damit abschließend Fliesen verkleben zu können. Der Estrich ist also auf das statisch absolute Minimum, nämlich eine Lage Stahlblech, reduziert.


    Der Hersteller ist mir als Lieferant von hochwertigen und durchdachten Hilfsmitteln für Fliesenleger bekannt. Bei manchen Produkten bin ich mir nicht sicher, ob sie in allen Teilen den a.R.d.T. entsprechen, so leider auch bei diesem.


    Klassische Trockenestriche sind deutlich dicker und schwerer, aber entsprechen den a.R.d.T.. Gegenüber den Nassystemen sind Trockensystene deutlich fehleranfälliger in der Ausführung. Dieses System erscheint mir bei erster Betrachtung noch kritischer. Ist die zu belegende Rohdecke überhaupt ausreichend eben und waagerecht für das System? Es kann aufgrund der geringen Aufbauhöhe nur minimale Unebenheiten der Rohdecke kompensieren!


    Wenn mir ein Fliesenleger dieses System als Alternative zu einem herkömmlichen anböte, würde ich auf eine besonders sichere Absicherung der Gewährleistung achten. Der Fliesenleger wird bei Anwendung des Systems auch zum Estrichleger und teilweise Heizungsbauer. Ob das gut ist? Kann er wirklich alle Aspekte seines Tuns qualitativ bewerten? Lässt sich der Heizungsbauer darauf ein, dass die Heizleitung nicht von ihm stammt? Wo genau verläuft die Gewährleistungsgrenze?


    Viele Fragezeichen!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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